Steffen Hermann: WM-Helfer vom anderen Ende der Welt

Steffen Hermann ist als Faustball-Fan und WM-Helfer in Argentinien (Foto: DFBL/bec)

Villa General Belgrano (DFBL/bec). „Die Menschen hier sind mir ans Herz gewachsen. Es beeindruckt mich sehr, wie stolz sie sind, obwohl die Situation in ihrem Land überhaupt nicht gut ist.“ Für Faustball-Fan Steffen Hermann vom SV 1975 Zeulenroda geht mit der Reise zur Weltmeisterschaft in Argentinien gerade ein Traum in Erfüllung.

Es ist die erste ganz große Reise für den Altersklasse-55-Spieler aus Thüringen. Schon gut eine Woche vor WM-Start ist er alleine nach Argentinien geflogen – „eigentlich als Tourist und Fan“, wie er erzählt.

Doch was er dann sah an den Spielstätten, das ließ ihn schnell zum fleißigen Helfer werden: „Ich habe mit einen Leihwagen genommen und bin durch die Pampa gefahren, um die Spielstätten zu suchen.“ Hermann wurde nach langer Suche zwar fündig, doch von WM-Spielorten waren die Plätze in Embalse, Santa Rosa und Villa General Belgrano noch weit enfernt: „Da stand überall noch so gut wie nichts.“

Mit Hilfe deutsch sprechender Argentinier und mit Händen und Füßen bat Steffen Hermann seine Hilfe an: „Ich habe denen gesagt, ich unterstütze gerne, aber organisieren, das müsst ihr schon selber.“ Die Argentinier nahmen gerne an, luden gleich zum gemeinsamen Asado ein.

Ehrenausweis für den Fan Nummer 1

Und dann ging es los: „Wir haben Felder vermessen und Linien gemalt, Leinen aufgestellt, das Drumherum aufgebaut – nur die Tribünen, die wurden von einer Firma aufgestellt.“ Dabei musste der Faustballer aus Zeulenroda sich erst einmal an die südamerikanische Arbeisweise gewöhnen: „Stundenlang passiert erstmal nichts – aber am Ende standen die Sportanlagen dann ja doch.“

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Lohn für die Hilfe: „Man hat mir einen Ehrenausweis gegeben, als Fan Nummer 1“, freut er sich – und denkt dann schon wieder an den nächsten Arbeitseinsatz: „Nach dem deutschen Spiel geht’s nach Villa General, dort müssen die Plätze für die Zwischenrunde aufgebaut werden.“

„Das beste Erlebnis überhaupt!“

Wenn zwei Tage nach dem WM-Finale sein Flieger in die Heimat geht, dann hat  Steffen Hermann „viele Erfahrungen gemacht und tolle Menschen kannengelernt.“ Er sagt deutlich bewegt und mit Gänsehaut: „Das hier, das ist das beste Erlebnis, das ich im Faustball überhaupt gemacht habe.“

 

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