Junges deutsches Team erkämpft sich 4:3-Sieg gegen Schweiz

In der Schweiz erfolgreich: (v.l.) Johannes Jungclaussen, Fabian Sagstetter und Philip Hofmann (Foto: Mario Cibien)

Schlieren/SUI (DFBL/ssp). Erfolgreiches Testspiel im schweizerischen Schlieren: Nach mehr als elf Monaten Pause ist die Deutsche Faustballnationalmannschaft der Männer wieder zu einem Länderspiel angetreten – und hat das Feld prompt als Sieger verlassen. Beim 4:3 (11:9, 12:10, 8:11, 5:11, 11:8, 10:12, 11:5)-Erfolg gegen Gastgeber Schweiz war für das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld aber ein hartes Stück Arbeit.

Um Kapitän Fabian Sagstetter hatte Neuenfeld ein junges Team ohne A-Kader-Turniererfahrung formiert, das zur Einstimmung am Vortag bereits das Abendturnier in Jona gewonnen hatte. Für Gegner Schweiz bildete das Duell mit Deutschland den Abschluss einer Länderspielwoche. Nach drei Niederlagen gegen Österreich brannten die Eidgenossen dabei auf einen Sieg gegen den amtierenden Weltmeister. Doch die Neuenfeld-Truppe ließ sich davon wenig beeindrucken. In zwei engen ersten Durchgängen behielt Schwarz-Rot-Gold die Nase, wenn auch knapp, vorn (11:9, 12:10). Auch in den dritten Abschnitt startete Deutschland mit einem Vorsprung, gab diesen aber aus der Hand. Die Schweiz verkürzte zunächst auf 1:2 (11:8).

Das deutsche Trainerteam wechselte im Laufe des Satzes. Doch die Wechsel brachten zunächst nicht die erhoffte Wende. Mit 11:5 glich die Schweizer Nati aus. Der fünfte Satz startete ausgeglichen, bis zum 6:6 gelang es zunächst keinem Team, sich abzusetzen. Zum Ende des Durchgangs waren es dann Sagstetter und Co. die die entscheidenden Punkte setzten (11:8). Doch die Eidgenossen, angefeuerten von den lautstarken Fans auf der Sportanlage in Schlieren, gaben nicht auf. In einem hart umkämpften sechsten Durchgang behielten sie die besseren Nerven. Nach einem Ausball von Philip Hofmann erkämpften sie den Entscheidungssatz (12:10).

Hier gab dann wieder das deutsche Team den Ton an. Bis zum letzten Seitenwechsel hatte sich der Weltmeister bereits einen 6:3-Vorsprung herausgespielt und baute den Vorsprung bis zum 10:4 weiter aus. Den ersten Matchball wehrte die Schweiz mit einem langen Ball über Fabian Sagstetter noch ab, den zweiten verwandelte Hofmann dann aus der Sprungangabe zum deutschen 4:3-Sieg,

„Der Boden war nass, die Sicht wurde mit der Dunkelheit schwierig. Für die Abwehr war es heute somit wirklich schwierig, zu verteidigen“, berichtete Bundestrainer Olaf Neuenfeld im Anschluss an die Partie. „Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich aber sehr zufrieden“, freute sich der Coach über den Sieg, bei dem mit Felix Klassen, Oliver Kraut und dem kurzfristig nachnominierten Maximilian Lutz gleich drei Spieler ihr Länderspieldebüt für den A-Kader gaben. „Sie haben es alle drei gut gemacht“, so Neuenfeld.

Schweiz – Deutschland 3:4 (9:11, 10:12, 11:8, 11:5, 8:11, 12:10, 5:11)

Deutschland: Fabian Sagstetter (Nr.2), Maximilian Lutz (5), Jaro Jungclaussen (7), Dennis Gruber (10), Felix Klassen (11), Philip Hofmann (12), Oliver Kraut (16), Philipp Kübler (17), Johannes Jungclaussen (18); Trainerstab: Olaf Neuenfeld, Chris Löwe, Ralf Klein

Schweiz: Dominik Rhyn, Raphael Schlattinger, Luca Flückiger, Pascal Holenstein, Tim Egolf, Rico Strassmann, Silvan Jung, Leon Heitz, Yanick Linder

Schiedsrichter: Jürg Hochuli (SUI)

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