BL Bericht Frauen – Nord & Süd
1. BL Nord – Gelungener Saisonauftakt mit zwei intensiven Viererspieltagen
(LH) Mit gleich zwei parallel ausgetragenen Viererspieltagen in Ahlhorn und Wakendorf ist die neue Saison in der Nordliga schwungvoll gestartet. Während sich einige Teams direkt in Topform präsentierten, sorgten andernorts spannende Fünf-Satz-Duelle und sehenswerte Comebacks für einen abwechslungsreichen Auftakt. Sowohl etablierte Mannschaften als auch Aufsteiger zeigten dabei, dass in dieser Saison mit engen Spielen und vielen Überraschungen zu rechnen ist.
Alhorner SV-TV Jahn Schneverdingen 3:0(11:8, 11:6, 11:9), Ohligser TV-MTV Wangersen 3:2( 11:8, 6:11, 8:11, 11:2, 15:14), Ahlhorner SV – MTV Wangersen 3:0 (11:5, 11:6, 12:10), Oligser TV – TV Jahn Schneverdingen 0:3 (8:11, 11:13, 9:11)
Der Saisonauftakt hatte es direkt in sich: Beim ersten Viererspieltag in Ahlhorn trafen mit dem Ahlhorner SV, Ohligser TV, MTV Wangersen und TV Jahn Schneverdingen gleich mehrere starke Teams aufeinander. Die Gastgeber vom ASV präsentierten sich dabei in bestechender Frühform. Auf eigener Anlage ließ das Team nichts anbrennen und dominierte das erstes Spiel gegen Schneverdingen klar. In drei ungefährdeten Sätzen zeigte der ASV seine Qualitäten und konnte dabei nahezu den gesamten Kader einsetzen. Lediglich Minh Anh Tran fehlte. Deutlich spannender verlief die Partie zwischen dem Ohligser TV und MTV Wangersen. Ohligs startete stark und sicherte sich den ersten Satz, doch danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Durch taktische Umstellungen auf beiden Seiten kippte das Spiel mehrfach, so dass es schließlich in den entscheidenden fünften Satz ging. Dort lieferten sich Celina Bilitza (Wangersen) und Jacqueline Börste (Ohligs) ein packendes Angabeduell. Am Ende hatte Ohligs das glücklichere Ende auf seiner Seite und gewann denkbar knapp den Satz mit 15:14.
Auch im dritten Spiel des Tages zeigte sich die Stärke der Heimmannschaft: Der ASV setzte sich erneut souverän durch und gewann gegen Wangersen im Schnelldurchgang. Wangersen hielt zwar phasenweise gut mit, hatte jedoch über die gesamte Spielzeit hinweg nur geringe Chancen, das Spiel wirklich offen zu gestalten. Zum Abschluss kam es zur Begegnung zwischen dem OTV und Schneverdingen – ein Spiel auf Augenhöhe. Beide Teams begegneten sich mit hoher Intensität, und die Satzenden wurden jeweils durch entscheidende Einzelaktionen geprägt. Letztlich konnte sich Schneverdingen durch eine stabilere Annahme leicht absetzen und sich den Sieg sichern.
TuS Wakendorf – TSV Hagen 1860 3:2( 8:11, 2:11 11:7, 11:9, 12:10), TV Brettorf- VFL Kellinghusen 1:3 ( 11:5, 9:11, 8:11,5:11), TV Brettorf – TSV Hagen 1860 3:0(13:11, 11:8, 11:5), TuS Wakendorf – VFL Kellinghusen 0:3 (7:11, 5:11, 7:11)
Parallel zum Auftakt in Ahlhorn startete auch in Wakendorf der zweite Viererspieltag – und der hatte es ebenfalls in sich. Enge Spiele, Comebacks und klare Favoritensiege boten den Zuschauern einen abwechslungsreichen Spieltag. Direkt zum Auftakt lieferten sich Wakendorf und Hagen ein echtes Fünf-Satz-Drama. Hagen erwischte den besseren Start und sicherte sich die ersten beiden Sätze. Doch Wakendorf steigerte sich im weiteren Spielverlauf deutlich, fand immer besser in Rhythmus und drehte die Partie mit drei gewonnenen Sätzen in Folge noch zu ihren Gunsten. Ein ähnliches Muster zeigte sich in der Begegnung zwischen Brettorf und Kellinghusen. Brettorf konnte zunächst den ersten Satz für sich entscheiden, doch Kellinghusen arbeitete sich Schritt für Schritt ins Spiel. Mit zunehmender Stabilität und besserer Abstimmung übernahm das Team die Kontrolle und gewann die folgenden drei Sätze – und damit auch das Spiel. Im dritten Spiel des Tages setzte sich der Favorit klar durch: Brettorf ließ Hagen beim 3:0-Erfolg keine Chance. Der Aufsteiger zeigte zwar eine engagierte Leistung und hielt phasenweise gut mit, konnte jedoch in den entscheidenden Momenten nicht die nötigen Akzente setzen. Den Abschluss bildete das Schleswig-Holstein-Derby zwischen Wakendorf und Kellinghusen. Hier machte Kellinghusen kurzen Prozess und unterstrich seine starke Tagesform. Mit einer stabilen Abwehr und durchschlagskräftigen Angriffsaktionen spielte das Team seine Erfahrung aus und sicherte sich einen souveränen Sieg zum gelungenen Abschluss des Spieltags.
1. BL Süd, Frauen: Calw und Dennach legen vor
Endlich wieder Bundesliga-Faustball im Freien – und schon mussten sieben der neun Süd-Teams erste Niederlagen einstecken. Auch der deutsche Meister der Hallenrunde, der TV Segnitz. Nur die Schwarzwälderinnen aus Calw und Dennach setzten sich souverän durch und führen die noch junge Tabelle an.
SV Energie Görlitz – TSV Calw 0:3 (9:11, 5:11, 8:11); Calw – TV Unterhaugstett 3:0 (11:6, 11:5, 11:5); Görlitz – Unterhaugstett 1:3 (11:9, 7:11, 8:11, 9:11)
Windig war es und – wie auf den wohl meisten Spielfeldern Deutschlands im noch jungen Frühling – etwas holprig auf dem Görlitzer Rasen. Damit kamen die über 600 km angereisten Gäste-Teams zunächst nicht zurecht. Sowohl der TSV Calw, als auch der TV Unterhaugstett taten sich schwer im ersten Satz gegen die Energie-Sächsinnen. „Wir haben etwas gebraucht, um in unser Spiel zu finden, konnten uns aber dann jeweils ab der Satzmitte absetzen“, berichtete Calws Spielführerin Leonie Pfrommer. Die „Löwinnen“ siegten souverän gegen Görlitz und gegen Unterhaugstett. Vermutlich auch, weil Schlagfrau Henriette Schell nach langer Verletzungspause wieder in die erste Reihe neben Fenja Stallecker einrückte, was dem Team spürbar Sicherheit verlieh. Für Unterhaugstett ging es nun darum, die lange Rückreise nicht mit leeren Händen antreten zu müssen. In einem umkämpften Spiel setzte sich die bereits in der Hallenrunde angedeutete Qualität des Aufsteigers durch. Görlitz muss die nötigen Punkte gegen den Abstieg gegen andere Gegner holen.
TV Stammheim – TV Segnitz 2:3 (6:11, 11:6, 11:5, 7:11, 9:11); TSV Pfungstadt – Stammheim 1:3 (7:11, 5:11, 12:10, 7:11); Segnitz – Pfungstadt 0:3 (8:11, 11:13, 7:11)
Der Blick auf die Resultate aller drei Spiele in Stuttgart dürfte Kenner überrascht haben. Der TV Segnitz, der vor zwei Monaten seinen ersten Meister-Titel bejubeln durfte, musste gegen aufmüpfige Stammheimerinnen einen 1:2-Satzrückstand noch mühevoll umbiegen und unterlag später dem TSV Pfungstadt glatt mit 0:3. Erneut zeigte sich, dass die Ambitionen der Mainfränkinnen von der diesmal beruflich verhinderten Anführerin Svenja Schröder abhängen. Aber auch die Hessinnen aus Pfungstadt, bei denen Stephanie Thomas nach Babypause wieder eine Hauptrolle einnahm, kamen nicht ungeschoren davon: Der TV Stammheim holte vor begeistertem Heimpublikum im schmucken Faustballstadion einen überraschend klaren 3:1-Sieg. „Gegen die Teams des Tabellenmittelfelds mehr als nur mitspielen“ will Stammheim-Coach Florian Gruner in dieser Runde. Seine Sportlerinnen hielten Wort und weckten die Lust beim Publikum, auch nächsten Samstag wiederzukommen, wenn Calw und Dennach hier gastieren.
TV 1880 Käfertal – TSV Dennach 0:3 (4:11, 8:11, 9:11); TV SW-Oberndorf – Käfertal 0:3 (3:11, 9:11, 7:11); Dennach – Oberndorf 3:1 (11:3, 11:3, 9:11, 11:3)
So spannende Begegnungen wie in Stuttgart bekam das Publikum in Mannheim nicht zu sehen. Das war vielleicht auch nicht zu erwarten angesichts der klar vorgegebenen Rollen. Der TSV Dennach wurde seiner Favoritenstellung gerecht, dachte allerdings im dritten Satz gegen Oberndorf wohl schon an die Rückfahrt und musste in die Verlängerung. Die Gastgeberinnen aus Käfertal behielten gegen den Underdog aus Schweinfurt klar die Kontrolle. 1880-Kapitänin Yasmin Yasin fasste aus Sicht ihres Teams zusammen: „Gegen Dennach haben wir ein ganz gutes Spiel gemacht. Marie (Anm. Angreiferin Marie Hodel) hat mit starken Angaben Dennachs Abwehr gefordert und uns im zweiten und dritten Satz lange im Spiel gehalten. Wir haben aber unsere Chancen nicht genutzt. Gegen Dennach kannst du nur was holen, wenn alles gut läuft. Gegen Oberndorf haben wir ein wenig ausprobiert und gewechselt und souverän gewönnen. Es war ein runder Spieltag, ein guter Start für uns.“
Bereits am Samstag treffen die Drei aus dem vorderen Tabellendrittel direkt aufeinander: Der TV Stammheim empfängt im Schwaben-Triell die Teams aus Calw und Dennach. Am Sonntag dürfte es ähnlich spannend in Mannheim zugehen, wenn Käfertal, Calw und Segnitz aufeinandertreffen. Pfungstadt empfängt Unterhaugstett und Dennach, Schweinfurt ist Schauplatz der Begegnungen von SW-Oberndorf, Görlitz und Stammheim.
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