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Pfungstadt, Waibstadt und Schweinfurt noch ungeschlagen

Pfungstadt (DFBL/aga). Zwei renommierte Mannschaften und ein Liga-Neuling behalten im Süden die weiße Weste. Vor allem Aufsteiger TV Vaibstatt sorgt mit einem klaren Sieg für Furore.

TV 1865 Waibstadt (N) – TV Vaihingen/Enz 5:1    
(11:9, 11:2, 11:7, 12:14, 11:7, 12:10)         

„Im ersten sind wir gleich mit 5:1 vorne gelegen“, berichtet Markus Knodel vom TV Vaihingen/Enz. „Da haben wir gut begonnen. Aber dann haben wir einen Angabenpunkt gegen uns bekommen, obwohl die Angabe in der Leine war.“ Der Schiedsrichter habe das zwar wohl nicht sehen können, schiebt der TVV-Trainer nach, doch ungefähr ab diesem Moment war bei seinem Team der Faden gerissen. „Unser Problem ist, dass unsere Angabe zu schwach ist“, sagt Knodel. „Das wissen wir. Aber wenn wir in der Angabe stehen, kommen wir nicht gut wieder raus.“ Das bekamen die Vaihinger auch im weiteren Verlauf des ersten Satzes zu spüren, der schließlich mit 11:9 an die Gastgeber ging.

Danach kam das, was der TVV seit dem Generationenwechsel vor einem halben Jahr schon oft genug erlebt hat. „Nach dem verlorenen Satz kam der Nackenschlag“, sagt Knodel. „Wir haben die Punkte nicht gemacht, aber Waibstadt hat wie entfesselt gespielt. Die Halle war voll, die Stimmung war toll, und bei unseren Gegnern war im zweiten Satz beim 11:2 fast jeder Schlag ein Punkt.“ Im dritten Durchgang dagegen täusche das relativ klar erscheinende 7:11 aus Vaihinger Sicht über eine gute Leistung hinweg, sagt Knodel. „Stellenweise hatten wir tolle Aktionen. Aber immer wenn wir Big Points hatten, dran waren, den Sack zuzumachen, dann haben wir kuriose Fehler gemacht“, ärgert sich der Trainer.

Fast hätten seine Schützlinge auch den vierten Satz noch hergegeben. Da lagen sie nach gutem Spiel bereits mit 9:5 in Führung, brauchten nur noch zwei Punkte für ihren ersten Satzgewinn in der Saison. „Wir sind dann sogar mit 9:10 in Rückstand geraten“, sagt Knodel. „Aber dann hat Waibstadt einen Fehler gemacht und wir hatten ein bisschen Glück und haben wirklich mal die Punkte gemacht.“ Es reichte zum 14:12-Erfolg. Die nächsten beiden Sätze gingen an die Gastgeber – 11:7 und 12:10.

 

TV Unterhaugstett : TV Stammheim (N) 5:1
(11:6, 11:6, 7:11, 11:8, 11:3, 11:9)

Gegen einen gut aufgelgten Michael Ochner, der das Spiel mit einem Ass eröffnete, kam Stammheim im ersten Satz überhaupt nicht ins Spiel. Drei der 6 Stammheimer Punkte erzielte Max Gayer zwar per Angabenass, ansonsten zeigte sich Stammheim aber in allen Spielaktionen zu wenig druckvoll und konsequent, ein klarer 6:11 Satzverlust war die Folge.

Auch im zweiten Durchgang zeigte sich keine nennenswerte Besserung auf Stammheimer Seite. Zu harmlose Angaben erleichterten es dem TVU regelmäßig in gute Abschlusspositionen zu kommen, und Ochner hielt den Druck auf den TVS ständig hoch. Es hätte einer glänzenden Defensivarbeit bedurft, um dem inkonsequenten Offensivspiel deutlich mehr Chancen zu erarbeiten, doch auch von dieser war Stammheim ein großes Stück entfernt. Bei 6:9 Rückstand zeichnete sich ab, dass das Heimteam auch diesen Satz für sich entscheiden würde, und Stammheim reagierte. Ueli Reißner kam für Max Gayer ins Spiel, um frischen Wind in die Offensive des TVS zu bringen. Zwar konnte Reißner den Drei-Punkte Rückstand nicht mehr drehen, aber immerhwin den Satz als kurze Einspielphase nutzen, bevor Unterhaugstett erneut mit 6:11 den Sack zu machte.

Diese Einspielphase zahlte sich aber im dritten Satz aus. Reißner servierte nun stark und punktete auch aus dem Spiel heraus sehr druckvoll, was den Druck auf Unterhaugstett erhöhte und der eigenen Abwehr deutliche Entlastung verschaffte. Bei 10:6 wehrte Unterhaugstett den ersten Satzball noch ab, nach der folgenden Auszeit Stammheims verwandelte Reißner mit einem krachenden Ass auf die Grundlinie zum 11:7. Das Spiel stand nun auf der Kippe, und Stammheim durfte mit neuem Mut in die Satzpause gehen. Weiter mit guter Leistung startete Stammheim in den vierten Durchgang, der ganz große Druck des dritten Durchgangs ließ aber mit zunehmender Spieldauer nach, und das Heimteam konnte im Satzfinish die Oberhand zurück gewinnen und durch 8:11 auf 1:3 Sätze erhöhen. Deutlich setzte sich der nachlassende Trend im Stammheimer Offensivspiel auch im nächsten Satz fort, der ein oder andere defensive Wackler kam immer wieder hinzu. Stammheim versuchte mit der Einwechslung von Max Gayer und der Umstellung auf ein System mit zwei Angreifern zu reagieren, doch in dieser Konstellation gelang die Spielwende erst recht nicht, und mit 3:11 endete der deutlichste Satz des Tages.

Die letzte verbleibende Option, wieder mit Max Gayer als alleinigem Angreifer, zog der TVS im sechsten Satz, und es keimte nochmals Hoffnung: obwohl man praktisch ohne Angabendruck agierte, hielt Stammheim den Satz bis zum Ende offen und hatte die Chance in einer knappen Schlussphase vielleicht den Big Point zu setzen. Bei 9:10 Rückstand hätte Heyenga den zu langen Ball von Michael Ochner nur passieren lassen müssen um den Ausgleich zu erzielen. Doch Stammheims Mittelmann entschied sich für die Direktannahme – ein Annahmefehler, der das Spiel beendete.

„Ab sofort geht es nur noch darum, die Klasse zu halten, und vor Allem schnell wieder zu einer Leistung zu finden, die unseren Ansprüchen genügt“, sagte ein sichtlich geknickter Alwin, Oberkersch

 

TSV Pfungstadt (DM) : TV Hohenklingen 5:0
(11:9, 11:4, 11:4, 11:6, 11:5)

Ohne Probleme auch im ersten Heimspiel: Nach ihrem Auftakterfolg über Vaihingen/Enz gaben die Bundesliga-Faustballer des TSV Pfungstadt erneut keinen Satz ab und schickten den TV Hohenklingen mit einem erwartet klaren 5:0 nach Hause.

Zu Beginn hatte der Rekordmeister allerdings wie in der Vorwoche zunächst etwas Mühe, ins Spiel zu finden. „Da war unsere Fehlerquote noch zu hoch“, sah Kapitän Patrick Thomas seine Mannschaft bis 7:9 hinten liegen. Doch konnten die Gastgeber das Ruder rechtzeitig herumreißen und gaben in den nachfolgenden Sätzen nie mehr als sechs Zähler ab.

„Da haben wir uns immer früh abgesetzt. Und mir sind dann auch wieder mehr Punkte aus der Angabe heraus gelungen“, freute sich Patrick Thomas über einen souveränen Heimsieg, bei dem sein Bruder Sebastian das Coaching übernahm. Einen guten Eindruck hinterließ Jonas Schröter im Zweitschlag. Hinter Patrick Thomas lief er viele Bälle ab und konnte dann auch oft den Punkt machen.

So stehen die TSV-Faustballer nach den ersten beiden Spieltagen ohne Satzverlust wie gewohnt an der Tabellenspitze. Nächsten Samstag werden sie allerdings beim TV Waibstadt, der ebenfalls zwei Siege auf dem Konto hat und hinter ihnen Platz zwei einnimmt, mit mehr Gegenwehr rechnen müssen.

 

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