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Mit 3:0 gegen die Schweiz ins Halbfinale

> Starkes Duo: Sonja Pfrommer (l.) und Svenja Schröder (Foto: DFBL/Spille)

Linz (DFBL/bec). Härtestest bestanden: Auch gegen die Schweiz, eines der Top-Teams der WM von Linz, gibt sich der Titelverteidiger keine Blöße. Mit einem 3:0-Erfolg zieht die deutsche Mannschaft ins Halbfinale ein.

Nach zuvor sechs relativ leichten Partien in der Vor- und Zwischenrunde wartet im Viertelfinale mit dem Bronzemedaillengewinner von 2016 der erste echte Brocken auf die Deutschen. Die Bundestrainerinnen Silke Eber und Eva Krämer schicken Kapitän Sonja Pfrommer und dazu die erfahrenen Akteurinnen Anna-Lisa Aldinger, Theresa Schröder sowie Annika Bösch ins Rennen. Etwas überraschend ist für viele am Center-Court, dass Debütantin Svenja Schröder gleich als Hauptangreiferin ran darf.

Dass sie erst seit dieser WM im A-Kader aufläuft, merkt man überhaupt nicht. Eiskalt und seelenruhig spielt sie ihren Part, nutzt zusammen mit Pfrommer anfängliche Schweizer Unsicherheiten zu einer ersten 3:1-Führung aus. Doch kämpferisch starke Eidgenössinen bringen sich zurück ins Rennen, gleichen zum 4:4 aus und führen dann nach deutschen Fehlern mit 7:5. Stark bei der Schweiz wieder Tanja Bognar, die wenig später per Service den ersten Satzball erzielt. Deutschland wehrt ab, auch ein weiterer Schweizer Vorteil wird durch ein Service auf die Linie pariert. Dann erste Satzbälle für den Weltmeister. Er kann sie nicht nutzen, macht dann aber das 14:13 und mit der allerletzten Möglichkeit des Satzes das 15:14 durch Svenja Schröder.

Auch der zweite Durchgang ist lange ausgeglichen. Deutschland liegt meist zurück und gleicht per Service aus. Bei 10:9 ist nach einem Schweizer Ausball plötzlich die Chance da und wird wieder durch Svenja Schröder gleich ergriffen – 11:9. Gnadenlos effektiv führt der Titelverteidiger mit 2:0 Sätzen.

Bei den Schweizerinnen ist nun die Luft raus. Nach drei Angabenfehlern in Reihe führt Deutschland 4:1 und das Spiel ist schon fast gelaufen. Aniko Müller löst Sonja Pfrommer ab, wenig später kommt auch noch Charlotte Salzmann für Annika Bösch. Die Führung wächst weiter auf 6:2, 7:3 und 10:5 – und ein Schweizer Servicefehler bringt die deutsche Auswahl ins WM-Halbfinale.

Gegner ist dort ab 18 Uhr (die Anfangszeit wurde wegen einer TV-Übertragung geändert) der Gewinner des Duells zwischen dem WM-Vizemeister Brasilien und dem WM-Überraschungsteam aus Polen.

Annika Bösch (GER): „Der Sieg heute gegen die Schweiz war sehr, sehr wichtig, um morgen Kräfte zu sparen. Der Sieg war auch wichtig, da es das erste Spiel war, in dem wir richtig Gegenwehr hatten und weil  wir dadurch auch Selbstbewusstsein tanken konnten.“

Jogi Bork, Trainerteam (SUI): „Wir sind sehr offen in das Spiel reingegangen. Deutschland ist Weltmeister und wir waren klare Außenseiter. Wir wollten einfach unsere beste Leistung abrufen, konnten die Chancen, die wir bekommen haben, aber leider nicht nutzen. Das Service war sensationell gespielt, aber aus dem Spiel hat es eigentlich gefehlt. Andererseits sind wir nicht böse, weil wir den Halbfinalgegner haben, den wir wollten: Nämlich Österreich, vor vollem Haus. Das ist für uns sensationell und wir hoffen, dann eine bessere Leistung abrufen zu können. Wir müssen aber vorher natürlich noch Argentinien schlagen.“

Deutschland – Schweiz 3:0 (15:14, 11:9, 11:5)

Für Deutschland spielten: Sonja Pfrommer, Svenja Schröder, Theresa Schröder, Anna-Lisa Aldinger, Annika Bösch, Aniko Müller, Charlotte Salzmann

Für die Schweiz spielten: Celina Traxler, Tina Verrat, Natalie Berchtold, Rahel Hess, Tanja Bognar, Katrin Lüchinger, Janine Stoob, Andrea Gerber, Friederike Wilke

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