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Gruppensieg: Deutschland kämpft sich zu Erfolg gegen Österreich

> Musste sich zum Sieg gegen Österreich mächtig strecken: Oliver Späth (Foto: DFBL/denDulk)

Winterthur (DFBL/ssp). Hart erkämpfter Gruppensieg: Die Deutsche Faustball-Nationalmannschaft der Männer hat bei der Weltmeisterschaft in Winterthur als Erster ihrer Vorrundengruppe den Einzug in die Double Elimination geschafft. Im direkten Duell setzte sich das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld vor knapp 4.600 Zuschauern gegen Österreich mit 3:1 (11:9, 5:11, 11:7, 11:3) durch, ließ aber noch Luft nach oben. Im Duell morgen trifft das deutsche Team auf den Sieger der Partie USA gegen Tschechien. 

Coach Olaf Neuenfeld schickt Patrick Thomas, Lukas Schubert (Angriff), Tim Albrecht (Zuspiel) Sebastian Thomas und Oliver Späth (Abwehr) zu Beginn der Partie auf das Spielfeld. Los geht es mit einer kurz gespielten Angabe von Thomas – Deutschland geht mit 1:0 in Führung und baut diesen Vorsprung zunächst aus. Die Sprungangaben von Austria-Angreifer Karl Mühllehner stellen dabei zu Beginn kein großes Problem dar. Anders sieht es aus beim ersten Rückschlag von Jean Andrioli. Hier gibt es Abstimmungsprobleme zwischen Albrecht und Späth – Österreich hat den ersten Punkt in diesem Spiel (1:4). Und weitere sollen folgen. Nachdem Patrick Thomas vergeblich versucht zu blocken, setzt Karl Mühllehner einen Ball lang in Richtung Grundlinie – es steht 4:4. Im weiteren Satzverlauf behält Österreich – in der Neuauflage des WM-Endspiel 2011, das auf den Tag genau vor acht Jahren stattfand – den Anschluss. Mühllehner präsentiert sich in der Angabe nun stärker, beim Stand von 9:8 landet sein Rückschlag aber im Aus. Zwei Satzbälle Deutschland. Den ersten wehrt Mühllehner ab, den zweiten verwandelt Patrick Thomas aus der Angabe (11:9).

Wechsel zu Beginn des zweiten Satzes: Geburtstagskind Fabian Sagstetter ersetzt Tim Albrecht auf der Zuspielposition. Am Spielverlauf ändert sich dadurch aber erst einmal nichts. Mühllehner ist deutlich stärker in der Angabe, Österreich liegt beim 4:3 zum ersten Mal in Führung und baut diese aus. Die deutsche Abwehr offenbart noch deutliche Schwächen, Patrick Thomas schlägt dazu eine Angabe ins Aus (3:6). Beim 4:7 nimmt Olaf Neuenfeld Auszeit. Wirkung zeigt diese aber nur bedingt. Nach einem Punkt von Karl Mühllehner reklamieren die Deutschen „Aus“, der Linienrichter gibt diesen Ball aber gut – und Mühllehner setzt mit einem kurzen Ball gleich einen drauf. Fünf Satzbälle Österreich. Die nachfolgende Angabe von Patrick Thomas bleibt in der Leine hängen: Satzausgleich.

Doppelter Wechsel bei Deutschland. Nick Trinemeier (für Schubert) und Ajith Fernando (für Sebastian Thomas) kommen ins Spiel. Mit ihnen steht das deutsche Team nun etwas sicherer, vorallem Fabian Sagstetter glänzt mit zahlreichen Abwehraktionen – 6:3. Die Schwachstelle gleibt die rechte Abwehrseite. Nach zwei Angabenpunkte von Mühllehner in Folge reagiert Olaf Neuenfeld und wechselt Jonas Schröter ein. Bis auf Patrick Thomas vorne links ist somit das gesamte Team vom Spielbeginn ausgetauscht. Zwei Schläge, zwei Punkte lautet zu Ende des dritten Satzes die Bilanz von Patrick Thomas – 10:7, Satzbälle. Karl Mühllehner setzt seine Angabe dagegen ins Aus, Deutschland geht wieder in Satzführung.

Die Körpersprache auf dem Feld stimmt wieder – und im vierten Durchgang läuft dann alles nach Plan. Die deutsche Defensive steht sicherer, Karl Mühllehner lässt in seinen Schlägen auch etwas nach. Beim Stand von 7:1 für Deutschland nimmt Österreich Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt haben Mühllehner und Andrioli die Aufgaben getauscht. Stoppen können sie die Deutschen damit aber nicht mehr. Nick Trinemeier rettet eine zu weit gespielte Annahme so, dass daraus ein perfektes Schuss-Zuspiel für Patrick Thomas entsteht (10:5). Zwei Matchbälle wehrt Team Austria ab, dann sorgt Patrick Thomas mit einer Angabe für die Entscheidung.

Olaf Neuenfeld: „Da war noch viel Sand im Getriebe. Karl Mühllehner hat zwischenzeitlich sehr gut geschlagen, bei uns in der Abwehr sind dazu so viele Bälle durchgegangen, wie schon lange nicht mehr. In den letzten zwei Tagen haben wir viel gewechselt weil wir wollten, heute weil wir mussten. Jonas Schröter hat es nach seiner Einwechslung hervorragend gemacht. Wir müssen schon sagen, dass Patrick uns mit seiner guten Leistung im Spiel gehalten hat. Wir hatten vor der WM einen Plan A und einen Plan B für die Double Elimination und sind jetzt froh, dass wir Plan B in die Tonne werfen können.“

Live-Interview mit Patrick Thomas

Deutschland – Österreich 3:1 (11:9, 5:11, 11:7, 11:3)

Deutschland: Patrick Thomas, Lukas Schubert, Tim Albrecht, Sebastian Thomas, Oliver Späth, Fabian Sagstetter, Nick Trinemeier, Ajith Fernando, Jonas Schröter

Österreich: Jean Andrioli, Karl Mühllehner, Stefan Wohlfahrt, Klaus Thaller, Bela Geschwandtner

Schiedsrichter: Carsten van Embden (Schweiz)

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