Fünftes DM-Finale in Folge für Ahlhorner Frauen

Jubeln über die nächste Finalteilnahme: die Faustballerinnen des Ahlhorner SV (Foto: DFBL/Uwe Spille)
Verfasst am 5. September 2020
Allgemein DM 2020 Kellinghusen

Kellinghusen (DFBL/ssp). „Finale ohoo“: Jubelnd rissen die Faustballerinnen des Ahlhorner SV nach dem Halbfinale die Arme in die Höhe. Zum fünften Mal in Folge steht der ASV im Endspiel einer Deutschen Feldmeisterschaft. Das Team von Spielertrainerin Janna Köhmann bezwang im Halbfinale Gastgeber VfL Kellinghusen mit 3:2. Im Finale trifft der Titelverteidiger auf den TSV Dennach. Kellinghusen trifft im Spiel um Bronze auf Schneverdingen.

Wer folgt dem TSV Dennach ins Frauen-Endspiel: Titelverteidiger Ahlhorner SV oder der DM-Gastgeber VfL Kellinghusen? Den besseren Start erwischt der Ahlhoner SV, der als Nordmeister das erste Spiel an diesem Tag bestreitet. Das Team von Spielertrainerin Janna Köhrmann erkämpft sich eine 5:0-Führung, Kellinghusen nimmt Auszeit. Zurück auf dem Feld markiert dann Jacqueline Böhmker den ersten Zähler für den Gastgeber. Und es bleibt nicht der einzige. Zwei Angabenfehler von Imke Schröder, ein Punkt von Böhmker – und Kellinghusen befindet sich wieder in Schlagdistanz (4:5). Nach einem zu weiten Vorspiel steht es sogar 5:5, Ahlhorn nimmt Auszeit. Beim Stand von 6:6 liefern sich beide Teams dann einen extrem langen Ballwechsel – bei dem der ASV am Ende die nötige Kraft besitzt. Und dieser Punkt ist entscheidend für den weiteren Satzverlauf. Während Ahlhorn Rückenwind hat, unterlaufen Kellinghusen Eigenfehler. Den zweiten Satzball verwandelt Imke Schröder lang durch die Mitte zum 11:7.

Auch im zweiten Durchgang markiert Ahlhorn den ersten Punkt – doch Kellinghusen schlägt zurück. Nach Punkten von Annika Rennekamp und Jacqueline Böhmker führt der VfL erst 4:1, dann auf 5:2. Ahlhorn nimmt Auszeit, bringt Nina Löschen für Tokessa Köhler-Schwartjes, die auch direkt die Angabe übernimmt. Gefährlich werden kann sie der VfL-Defensive damit aber nicht. Spielertrainerin Janna Köhrmann kündigt deshalb den zweiten Angriff in der Offensive an – Julia Weber übernimmt für Imke Schröder. Gefährlich werden können sie den Gastgeberinnen aber nicht mehr. Nach einer Fehlangabe und einem Punkt von Jacqueline Böhmker zum 11:4 steht es 1:1 nach Sätzen.

Mit langen Ballwechseln geht es auch in Abschnitt drei weiter. Beide Defensivreihen stehen sicher, den Zuspielen fehlt es aber zu oft an Genauigkeit. Somit bringen die Teams ihre Angreiferinnen zu selten in aussichtreiche Position. Nach drei VfL-Ausbällen befindet sich dann Ahlhorn etwas unverhofft mit 6:3 in Front. Den Rückstand kann Kellinghusen nicht mehr aufholen. Zwar verkürzen sie zwischenzeitlich, doch beim Stand von 10:5 gibt es Satzbälle für Ahlhorn. Mehrfach läuft der ASV an, um den ersten zu verwandeln – doch der Punkt geht an Kellinghusen. Die folgende Angabe versenkt Imke Schröder zum 11:6

Der VfL stärkt noch einmal seine Defensive, bringt zum vierten Satz Katrin Wauer für Vemke Voß. Das scheint zu klappen. Kellinghusen führt mit 3:0, als in der Ahlhorner Abwehr Michaela Grzywatz und Jordan Nadermann die Seiten tauschen – doch auch die Nationalspielerin streckt sich vergeblich. ASV-Spielertrainerin Janna Köhrmann nimmt Auszeit (4:0). Den Gegner bringt sie damit aber nicht aus dem Spielfluss. Nach einem Punkt von Jacqueline Böhmker über die wieder eingewechselte Julia Weber steht es 7:2. Die Störstädterinnen lassen auch im weiteren Verlauf nicht nach. Böhmker punktet über Janna Köhrmann, Rennekamp spielt den Ball ins Halbfeld – und Kellinghusen erzwingt den Entscheidungssatz.

Hier ist dann wieder Ahlhorn zur Stelle. In der Formation zu Spielbeginn gehen sie mit 3:1 in Führung. Doch dass der VfL Kellinghusen über fünf Sätze gehen kann, hat das Team schon beim 3:2-Erfolg im Qualifikationsspiel gegen Calw bewiesen. Bis zum 3:4 halten sie den Anschluss, dann erhöhen Schröder und Tokessa Köhler-Schwartjes – mit einem eigentlich leichten Ball über Böhmker – zum 6:3-Stand beim Seitenwechsel. Ist das die Vorentscheidung? Kellinghusen versucht noch einmal zurückzukommen, verkürzt auf 7:9. Imke Schröder ist es dann, die mit einem Punkt über Böhmker drei Matchbälle für ihr Team holt – und den ersten über die Mitte zu verwandeln.

Ahlhorner SV – VfL Kellinghusen 3:2 (11:07, 04:11, 11:06, 05:11, 11:07)

Ahlhorner SV: Imke Schröder, Tokessa Köhler-Schwartjes, Janna Köhrmann, Michaela Grzywatz, Jordan Nadermann, Nina Löschen, Julia Weber

VfL Kellinghusen: Jacqueline Böhmker, Annika Rennekamp, Vemke Voß, Nadja Zühlke, Lisa Maas, Katrin Wauer

Schiedsrichterin: Heike Müller

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