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Favoritenschreck Offenburg

Offenburg (DFBL/aga). Der FBC Offenburg entwickelt sich mehr und mehr zum Favoritenschreck der Süd-Bundesliga – nach dem TV Vaihingen musste jetzt auch der TV Käfertal die Punkte dem FBC überlassen.

FBC Offenburg : TV 1880 Käfertal 5:2
(10:12, 11:8, 11:9, 11:7, 12:10, 10:12, 11:9)

Im badischen Derby gegen den Tabellenzweiten TV Käfertal gewannen die Gastgeber klar mit 5:2. Die rund 120 Zuschauer sahen dabei eine Bundesliga-Begegnung, die über weite Strecken spannend und mit zahlreichen guten Aktionen gespickt war. Die Partie begann aus Offenburger Sicht verhalten. Gästeangreifer und Nationalspieler Nick Trinemeier feuerte ein Offensivfeuerwerk ab, auf das sich die Offenburger Defensive lange einstellen musste. Nach einem 1:6-Rückstand kamen die Gastgeber langsam in die Partie und holten Punkt um Punkt. Bei 10:9 hatten sie den ersten Satzball, der allerdings ungenutzt blieb. Die Käfertäler waren in dieser Phase präsenter und gingen mit 1:0 in Führung. Danach folgten zwei enge Durchgänge, in denen die Ortenauer jedoch zum Schluss die besseren Aktionen zeigte. Sie hatten sich nun gut auf die wuchtigen und platzierten TVK-Angriffe eingestellt, so dass das Offensivfeuerwerk nun im Rauch aufging. Die Offenburger drehten das Spiel und gingen mit 2:1 in die erste Satzpause. Danach folgte der klarste Abschnitt des Spiels. Mit 11:7 zog der FBC weiter davon. Die Käfertaler, die als DM-Ausrichter bereits für das Endrundenturnier qualifiziert sind und als eigene Marschroute ausgaben, jedes weitere Spiel bis zum Saisonende zu gewinnen, versuchten das Ruder nochmals herumzureißen. Das Momentum schwappte langsam um. Die Gäste lagen im nächsten Spielabschnitt bereits mit 9:6. Die Hausherren kämpften sich heran, wehrten einen Satzball ab und entschieden den Satz doch noch für sich. Im sechsten Durchgang fehlte es den Offenburgern etwas an Durchsetzungskraft. Im Abschluss zeigten sich die Gastgeber mit der komfortablen Führung etwas weniger konsequent. Dies nutzte der TV Käfertal und kam nochmals auf 2:4 heran. Der letzte Spielabschnitt wog nochmals hin und her. Der TVK lag bereits mit 9:7 in Führung und es sah so aus, als ob die Zuschauer noch einen weiteren Durchgang zu sehen bekommen. Doch durch spektakuläre Abwehraktionen von Mark Borho und Oliver Späth ließ der FBC keine weiteren Punkte mehr zu und drehte den Spielabschnitt zu ihren Gunsten um. Mit einem sehenswerten Angriff auf die Linie beendete Stefan Konprecht das Spiel. Mit 5:2 bezwingen die Offenburger den aktuellen Tabellenzweiten TV Käfertal. „Das Jahr 2019 läuft bisher hervorragend für uns. Wir zeigen auch echt gute Leistungen und haben heute verdient gewonnen. An dieses Niveau wollen wir auch in den letzten beiden Spielen anknüpfen und die Spielzeit rund abschließen“, freute sich Abwehrspieler Matthias Lilienthal über den Derbysieg.

 

TV SW-Oberndorf : TV 1880 Käfertal 0:5
(7:11, 8:11, 8:11, 0:11, 10:12)

Schweinfurt, das verletzungsbedingt erneut ohne Angreifer Oliver Bauer antraten, fand von Beginn an nicht zu seinem Spiel. Die Käfertaler machten wenig Eigenfehler und konnten ihre Angriffe konsequent abschließen. Zwar verletzte sich Dominik Mondl früh, Fabian Braun vertrat ihn jedoch mit Bravour. Er fügte sich nahtlos ein und sorgte für einige sehenswerte Aktionen. Erst zum Ende des zweiten Satzes versuchte Schweinfurt mit einer Umstellung den Spielfluss des TVKs zu unterbinden. Doch die stabile Abwehr wusste zu überzeugen und so gingen die ersten drei Sätze schnell an die Mannheimer.

Im vierten Satz erwischte es dann Schweinfurt mit einer Verletzung. Fabian Sagstetter hielt sich nach einer Blockaktion Anfang des vierten Satzes Hand und Ellenbogen und musste vom Feld. Durch den Schock lief beim TVO nichts mehr zusammen und so kam der TVK zu seinem ersten 11:0 Satz in der Bundesliga. Auch einige Unkonzentriertheiten im fünften Satz änderte nichts daran, dass Käfertal einen 5:0 Auswärtserfolg feiern konnte.

 

TSV Calw : TV Vaihingen/Enz 3:5
(9:11, 13:11, 11:8, 9:11, 11:9, 13:15, 10:12, 3:11)

Enttäuschte Gesichter auf Seiten der „Löwen“, Erleichterung beim Favoriten TV Vaihingen/Enz und Beifall von den Rängen: Der TSV Calw lieferte dem Gast ein unerwartet hartes Duell mit großen Emotionen. Unerwartet auch deshalb, weil die Calwer praktisch keine Gelegenheit hatten, mit ihrer Formation zu variieren. Mit Schlagmann Bernd Bodler (Schulter) und Abwehrspieler Mathias Zierer (Patellasehne) fallen zwei Stammspieler weiterhin verletzt aus. Sie werden in dieser Saison wohl nicht mehr beim Versuch eingreifen können, den ersten Sieg zu landen. So musste Allrounder Philipp Kübler neben Raphael Schlattinger nach vorn aufrücken und die Blockarbeit gegen die langen Vaihinger Angreifer verrichten. Neben Nick Stoll (Zuspiel) wehrten Lukas Gruner und Heiko Bestle ab. Der TV Vaihingen/Enz stellte seine beste Besetzung mit den früheren Nationalspielern Kolja Meyer, Michael Krauß (Angriff), Marco Lochmahr (Mitte) sowie Tobias Rommel und Daniel Wörsinger auf.

Raphael Schlattinger und Michael Krauß setzten erste Akzente mit starken Angaben, das Spiel nahm schnell Fahrt auf. Zwei leichte Fehler von Stoll und Bestle waren zwei zu viel. 9:11, der Favorit ging in Führung. Im zweiten Satz schien es schneller zu gehen: 3:8 und 5:10 lag der TSV zurück, hielt jedoch dagegen und nutzte den zweiten Satzball zum 13:11 – Ausgleich. Der TVV schien geschockt, nahm Krauß aus dem Spiel und U18-Weltmeister Jakob Kilpper rein. Lukas Gruner, bestens aufgelegt, zeigte klasse Abwehraktionen und setzte immer wieder Schlagmann Schlattinger in Szene, der nach langer Verletzungspause langsam wieder in Fahrt zu kommen scheint. Der TSV Calw ging mit einer 2:1-Satzführung in die erste Zehn-Minuten-Pause.

Den Vaihingern tat die Pause gut und die Hereinnahme von Tobias Knodel, einem weiteren langen Schlagmann, machte sich bezahlt. Die Calwer aber ließen sich erneut nicht abschütteln, doch ein Leinenball von Schlattinger beendete den vierten Durchgang. Der fünfte und der sechste Satz waren an Intensität kaum zu überbieten. Der TSV Calw gewann zuerst 11:9 und hatte dann bei 10:8 Bällen die große Chance, auf 4:2 zu erhöhen. Die abgezockten Vaihinger hielten dagegen, wehrten vier Satzbälle ab und glichen erneut aus.

In dem von mehreren umstrittenen Blocksituationen geprägten Match war die Stimmung aufgeheizt. Zuerst erhöhte der Schweizer Nationalspieler mit einem genialen Ball auf 10:9, dann entschied erneut eine Leinenberührung zugunsten des Gastes.

Beim TVV zeigte Daniel Wörsinger glänzende Paraden, das Zuspiel passte auch. Nach sieben Sätzen auf hohem, ausgeglichenem Niveau ging bei Schlattinger langsam der Strom aus. Der TV Vaihingen machte locker den Sack zu und sicherte Platz zwei ab, während der TSV Calw nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hat.

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