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„Die World Games werden kein Selbstläufer!“

> Olaf Neuenfeld (Foto: DFBL/Schönwandt)

Hohenklingen (DFBL/bec). Mit einem weiteren Testspielerfolg über die Auswahl der Schweiz bestritt das deutsche Männer-Nationalteam sein letztes Trainingscamp vor den World-Games in Polen. An Rande sprach Bundestrainer Olaf Neuenfeld mit der DFBL über das besondere Verhältnis zur Schweiz, über aktuelle Regeländerungen und über die bevorstehenden Spiele.

Olaf, ihr habt euch am vergangenen Wochenende in Hohenklingen getroffen und ein Länderspiel in der Schweiz bestritten. Wie lautet dein Fazit?

Olaf Neuenfeld: „Wir hatten sehr gute vier Tage zusammen. Die Gastfreundschaft in Hohenklingen und in der Schweiz war schon außergewöhnlich. Die Bedingungen waren bestens und das Länderspiel konnten wir vor mehr als 1000 Zuschauern beim Kantonalturnfest in Muri mit 4:1 gewinnen. Wir haben dabei alle zehn Spieler eingesetzt und einige Varianten ausprobiert. Vor allem der Zweitschlag von unseren drei Mittelspielern war sehr erfolgreich und hat sich bewährt.“

Anschließend habt ihr noch zusammen mit der Schweizer Mannschaft in Frick trainiert. Wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Konstellation, auf einem Platz mit dem größten Konkurrenten zu trainieren?

Neuenfeld: „Das haben wir schon mal in Adelmannsfelden und in Brettorf gemacht. Die Trainingseinheiten fanden parallel statt und abends haben wir bei einem internen Turnier gegeneinander gespielt. Wir haben ein maximal gutes Verhältnis zu den Schweizern und respektieren uns sehr. Wir haben sogar im gleichen Hotel gewohnt. Was in anderen Sportarten unvorstellbar wäre ist bei uns mittlerweile Normalität.“

Große Kulisse beim Testspiel in Muri (Foto: Facebook/Swiss Faustball)

Große Kulisse beim Testspiel in Murnau (Foto: Facebook/Swiss Faustball)

Blicken wir auf die World Games, die in vier Wochen in Wroclaw/Polen ausgetragen werden. Wie sieht euer Fahrplan bis dahin aus?

Neuenfeld: „Die Spieler haben jetzt jedes Wochenende Bundesligaspiele und einige noch das Europacup-Wochenende Anfang Juli. Mit dem Kader treffen wir uns dann erst direkt vor den World Games. Da sind wir in Merseburg in der Nähe von Leipzig zu Gast und bereiten uns dann noch einmal gezielt vor. Von dort aus fahren wir dann direkt nach Wroclaw, wo es dann am 22. Juli mit dem ersten Spiel gegen Argentinien losgeht.“

Es gibt bei diesem Turnier einige Regeländerungen. Was hältst du davon?

Neuenfeld: „Die erste Änderung, alle 10 Spieler einsetzen zu können, halte ich für sehr gut. Das gibt uns Trainern einige zusätzliche Varianten. Die neue Übertrittregel bei der Sprungangabe kommt einigen wenigen Spielern zu Gute. Für unsere Spieler ist es kein Vorteil. Vielleicht wollte man hier Chancengleichheit herstellen. Die meisten Schiedsrichter mit denen ich gesprochen habe sehen hier eher eine Erschwerung als eine Erleichterung. Warum man das gemacht hat weiß ich nicht.“

Abschließend die Frage nach eurem Ziel für die World Games?

Neuenfeld: „Für uns gibt es nur ein Ziel: Wir wollen den Titel wieder gewinnen. Wir wissen aber auch, dass unsere Gegner das auch wollen und wir auf hoch motivierte und starke Konkurrenz treffen werden. Ein Selbstläufer wird das jedenfalls nicht. Wir brauchen unsere bestmögliche Leistung in Polen.“

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