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Calw vor dem Abstieg

Calw (DFBL/aga). Der TSV Calw wird sich mit bitteren Abstieg in die 2te Liga SÜD abfinden müssen – sechs Punkte an das rettende Ufer sind eine zu große Hypothek. An der Tabellenspitze zeigt sich Käfertal hingegen weiter in bestechender Form.

TV Waldrennach : TV Unterhaugstett 5:3
(5:11, 12:10, 11:7, 7:11, 11:6, 11:8, 8:11, 11:8)

In der Neuenbürger Stadthalle erlebten 300 faustballbegeisterte Zuschauer ein packendes und kämpferisches Erstligaderby zwischen Waldrennach und Unterhaugstett, das mit 5:3 an den TVW ging. Vor dem Heimspieltag konnte man den Männern vom TV Waldrennach die Anspannung deutlich ansehen, denn im Spiel der beiden Aufsteiger ging es um sehr viel. Mit erst einem Sieg standen die Horebler auf dem vorletzten Tabellenplatz, wohingegen der TVU mit zwei Siegen einen Platz vor dem TVW platziert war. Der Start verlief alles andere als geplant. Die Heimmannschaft begann recht verhalten und nervös und wurde mit einer 5:11 Niederlage in die Schranken verwiesen. Die Zuspiele waren oft zu schlecht platziert, sodass die TVW-Angreifer beim Rückschlag nicht in guter Position standen. In der kurzen Satzpause wurde die Wichtigkeit dieses Duells nochmals verdeutlicht und die zahlreichen Zuschauer peitschten das Team zum 12:10 Sieg. Da der TVW auch den dritten Satz nach kurzzeitigem Rückstand mit 11:7 gewann, ging man mit einer 2:1 Führung in Satz 4 hinein. Durch einige Angabenfehler und guten Angriffen von Unterhaugstett wurde dieser Satz mit 7:11 verloren. Im weiteren Verlauf stabilisierte sich das Zuspiel des Heimteams und Jeremy Wuhrer sowie Markus Kraut brachten mit sehenswerten Angriffen den TVW mit 4:2 In Front. Ein Satz trennte noch vom Glück. Erneut lag man deutlich in Führung, ehe der TVU zum 8:8 Ausgleich kam. Drei Punkte in Folge der Gäste führten zum Satzanschluss für Unterhaugstett. Die Horebler ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und erhöhten zunehmend den Druck. Dieses Risiko wurde letztendlich belohnt, denn der TVW entschied das Match mit 5:3 für sich. “Wir sind überglücklich mit dem Start ins neue Jahr, doch wir dürfen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen und müssen uns gut auf das Spiel gegen Offenburg vorbereiten. Insbesondere mit dem Zuspiel waren wir heute zu Beginn nicht ganz zufrieden. Wir mussten oft aus unbequemer Lage angreifen und konnten so die Gäste nicht entscheidend unter Druck setzen”, gab Carsten Scheerer zu Wort, der zusammen mit Martin Neuweiler den Trainerposten für dieses Spiel übernahm. “Wir danken den zahlreichen Fans für die großartige Stimmung in der Halle und sind mit dem Sieg mehr als zufrieden”, war dann die Reaktion aus der Ferne von Trainer Stefan Maier.

 

FBC Offenburg : TV Waldrennach 5:4
(11:7, 11:6, 10:12, 11:9, 14:12, 14:15, 8:11, 9:11, 11:9)

Mit 4:1 Sätzen führten die Gastgeber in diesem für den Klassenerhalt so wichtigen Spiel am Freitag. Aber sie konnten den Erfolg nicht gleich festhalten. Erst der Entscheidungssatz entschied die Partie nach fast 3 Stunden Spielzeit „Wir haben es uns schwerer gemacht, als es nötig gewesen wäre. Nach der 4:1-Führung hätten wir den Sack zumachen müssen. So wurde es nochmals ungeahnt spannend,“ sagte Julius Zolg hernach. Für den ungeahnten Spannungsmoment im Entscheidungssatz sorgten die Gäste. Sie lagen mit 6:5 beim letzten Seitenwechsel in Führung. Dann drehten die Offenburger auf und gingen beim Stand von 9:8 in Führung. Nach dem 9:9 folgte der große Showdown. Durch zwei Angriffsfehler der Waldrennacher freuten sich die Hausherren über den ersten Heimsieg in 2019. Mit dem Sieg gegen den Aufsteiger TV Waldrennach machen sie einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Die Begegnung plätscherte in den ersten drei Durchgängen einfach nur so vor sich. In den beiden ersten Spielabschnitten zogen die Offenburger nach Belieben das Tempo an und konnten so jeweils eine klare Entscheidung herbeiführen. Im dritten Durchgang verpassten sie es dann, das Tempo rechtzeitig zu erhöhen. Erst der vierte Satz bot den rund 100 Zuschauern beim 11:9 den ersten engen Durchgang des Abends. Es wurde noch spannender. Die Hausherren ließen drei Satzbälle ungenutzt. Grund war die Abschlussschwäche des FBC. Jedoch schien nach dem 14:12 und der 4:1-Führung der Sieg nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aber die Fehlerquote bei den Offenburgern erhöhte sich drastisch. Durch sechs Eigenfehler hielt man die Waldrennacher immer wieder im Spiel. Und die bedanken sich auf ihre Weise. Sie nutzten die Schwächen der Offenburger und kamen zum überraschenden Ausgleich beim 4:4. So kam es zum Entscheidungssatz.

 

TV Unterhaugstett : TV 1880 Käfertal 1:5
(15:14, 6:11, 6:11, 5:11, 6:11, 6:11)

Zum Auftakt ihres Doppelspieltag kassierten die Bundesliga-Faustballer des TV Unterhaugstett gegen den Tabellendritten TV Käfertal eine klare 1:5-Niederlage. Vor exakt 55 Zuschauern erwischten die Unterhaugstetter einen guten Start und zwangen den Tabellendritten und hohen Favoriten aus Mannheim im ersten Durchgang in die Verlängerung und konnten beim Stand von 14:14 den letzten Ballwechsel für sich zum Satzgewinn und der 1:0- Führung entscheiden.

Im zweiten Satz wendete sich das Blatt. Nick Trinemeier kam immer besser im Angriff des TV Käfertal zur Geltung und lieferte im Gegensatz zu den TVU-Angreifern ein fast fehlerloses Angriffsspiel ab. Der TV Unterhaug-stett versuchte den Nationalspieler zwar aus dem Spiel zu nehmen, was phasenweise sogar recht gut gelang.

Doch so einfach ist der TV Käfertal nicht zu bezwingen. Trinemeiers Mitspieler brachen die Bälle in schöner Regelmäßigkeit zurück ins TVU-Feld, wo der Erstliga-Aufsteiger aus dem Rückschlag dann zu wenig machte. und dann von Nick Trinemeier ausgekontert wurde Über 6:11, 5:11 und nochmals zweimal 6:11 entwickelte sich über fünf Sätze die siebte Niederlage für den Aufsteiger, der unter anderem mit Stefan Koch (Mitte) und Constantin Reutter (hinten rechts) agierte.

TV Unterhaugstett : TSV Calw 5:3
(11:7, 11:7, 11:7, 11:5, 8:11, 11:13, 6:11, 11:3)

Es soll einfach nicht sein in dieser Hallenrunde: Auch im neunten Saisonspiel der 1. Bundesliga Süd blieben die Calwer ohne Erfolgserlebnis, während der TV Unterhaugstett durch einen 5:3-Sieg über den Lokalrivalen vom Klassenerhalt träumt. Der TSV Calw hingegen muss wohl für die 2. Bundesliga Süd planen.

Nachdem der über zwei Monate lang verletzte Calwer Schlagmann Raphael Schlattinger vergangene Woche erstmals wieder trainierte, keimte die Hoffnung auf den ersten Saisonsieg beim ebenfalls abstiegsgefährdeten TV Unterhaugstett. Der Schweizer Nationalspieler stand denn auch auf dem Spielfeld und übernahm den Angabenschlag. Der Erfolg blieb allerdings lange aus. Der TVU übernahm von Beginn an das Zepter vor heimischem Publikum und legte in den Durchgängen 1 bis 4 immer wieder gleich zu Satzbeginn vor. Die Calwer konnten nicht mithalten, rannten Rückständen hinterher.

Nach der klaren 4:0-Satzführung und einem komfortablen Vorsprung von 7:3 Bällen packten viele Zuschauer schon zusammen und glaubten an ein schnelles Ende, doch der Gast zog noch einmal alle Register. Schlattinger übernahm den Rückschlag, entlastete Bernd Bodler und zog die Abwehr mit. Der TSV Calw bog den Spielstand um, gewann gleich drei Sätze in Serie. Dann aber lief es wieder beim Heimteam, das im achten Satz schnell auf 5:0 davon zog und den ersehnten Sieg gegen den Lokalrivalen einfuhr.

Der TSV Calw hat angesichts von sechs Punkten Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz und bei noch fünf schweren Begegnungen kaum noch Chancen, den Klassenerhalt zu schaffen.

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