Deutsche Meisterschaft weibliche U18 in Schneverdingen

Verfasst am 31. März 2025
Allgemein

(Laura Kauk) Der Vizemeister aus dem Vorjahr – der Ohligser TV – krönt sich nach einer wackligen Vorrunde in Schneverdingen mit der nationalen Goldmedaille. Essel wird Vizemeister, Bronze geht an den Ahlhorner SV.

Gleich der Meisterschaftsauftakt zwischen dem TSV Essel und dem TV Brettorf bot pünktlich ab 9:00 Uhr einiges. Beeindruckend stellten die Nachwuchsspielerinnen beider Mannschaften ihr Können unter Beweis und ließen den DM-Nervenkitzel aufleben. Die Teams trennten sich fair mit einem Unentschieden und ließen ihren Sieger offen. Die restliche erste Hälfte der Partien aus der Vorrundengruppe A verliefen eher unspektakulär – die Favoriten erledigten ihre Hausaufgaben, während Bayer 04 Leverkusen und Stammheim sich ebenfalls die Punkte teilten.

Nach einer kurzen Eröffnungsrede vom Schneverdinger Hauptorganisator Olaf Neuenfeld startete auch die Vorrundengruppe B in ihre Vorrundenphase. Der TV Unterhaugstett und der Ahlhorner SV marschierten problemlos durch ihre Partien. Bretten, Pfungstadt und schließlich auch die Ausrichterinnen vom TV Jahn Schneverdingen ließen die ersten Punkte liegen.

Die deutlich spannenderen Partien gab es allerdings wieder in Gruppe A. Im Anschluss an die Ehrung der U 18 Vizeweltmeisterinnen liefern sich auch Essel und Ohligs einen offenen Schlagabtausch, ohne einen Sieger bereitzuhalten. Währenddessen konnten weder die Spielerinnen aus Stammheim noch die Leverkusenerinnen sich gegen das DM-Aus wehren. Fazit der Vorrundengruppe A: Die eindeutigen Titelfavoritinnen komemn aus Brettorf – bei Essel und Ohligs noch deutlich Luft nach oben.

Auch der letzte Vorrundenblock der Gruppe B hielt keine Überraschungen mehr bereit. Ahlhorn erledigte weiter die Fleißarbeit, Schneverdingen fand allmählich in die Erfolgsspur und der TV Unterhaugstett konnte Bretten und Pfungstadt hinter sich lassen. Fazit hier: Ahlhorn in bester Manier, Schneverdingen wackelt, Unterhaugstett der Überraschungskandidat am Finaltag ?

Am finalen Sonntag hieß es früh aufstehen für die bereits ausgeschiedenen Teams. Die Qualifikationsduelle um das Spiel um Platz 7 und 8 gewannen der TV Stammheim deutlich gegen Pfungstadt sowie Bretten gegen Leverkusen. Später sicherte sich Stammheim den Platz 7, Bretten wurde Achter, der 9. Platz ging an Pfungstadt und Leverkusen wurde 10.

Im ersten Viertelfinale war für die Gastgeberinnen kein Vorbeikommen am immer stärker spielenden Ohligser TV. Und auch Unterhaugstett konnte sich zwar in den Entscheidungssatz retten, verlor diesen aber deutlich mit 1:11 gegen den Favoriten aus Essel. Das Tageshighlight und spektakulärste Spiel war dann allerdings das erste der beiden Halbfinals. In einem Spiel mit überragenden Aktionen auf beiden Seiten konnte sich nur ganz knapp Ohligs gegen Brettorf durchsetzen. Das hätte nach dem Vorrundensamstag keiner vorhergesagt – aber es war nach einigen kassierten kurzen Bällen und zu wenig Punkten Brettorfs wie so oft die Tagesform, die alles entscheidet. Ein deutliches Ausrufezeichen setze kurze Zeit später Essel gegen den Ahlhorner SV, der das erste Mal bei dieser Meisterschaft völlig überraschend auf verlorenen Posten stand. Nach dem Durchmarsch am Vortag war für die Oldenburgerinnen schnell Schluss. Essel gewann deutlich in 2:0-Sätzen und das haben sie vor allem ihre Hauptangreiferin Mara-Sophie Bartsch zu verdanken, die in diesem Spiel in nahezu jeder Situation glänzte.

Ein Lichtblick blieb der Heimmannschaft. Im Spiel um Platz 5 gewannen die Schneverdingerinnen, wie in der Vorrunde zuvor auch, gegen Unterhaugstett – Schneverdingen wird Fünfter, der TVU Sechster. Die Zeit nutze der Ahlhorner SV für eine Kehrtwende. So kam es, dass plötzlich der ASV im Lokalderby gegen Brettorf das Spielgeschehen klar dominierte und dem TVB im Bronzeduell nicht den Hauch einer Chance übrigließ. Enttäuschender 4. Platz für Brettorf, Ahlhorn gewann Bronze.

Finale: Essel gegen Ohligs – Niedersachsen gegen Rheinland. U18-Nationalspielerin Jana Brüggemeier lief für den OTV zur Höchstform auf, während der TSV so langsam zu schwächeln begann. Doch Essel gab nicht auf, war zwar stetig im Rückstand, legte aber immer wieder alles in den nächsten Ball. Ohligs ließ sich davon wenig beirren und war nicht von der Erfolgsspur zu bekommen. Schließlich saß der allerletzte Ball: einen kurzen Ball bekommt Essel nicht wieder zurück über die Leine. Der Ohligser TV gewinnt und wird neuer Deutscher Meister. Die anschließende Siegerehrung gab den passenden Abschluss.

Die Verantwortlichen bedankten sich bei allen Helfern, den Sponsoren und nicht zu letzten den Spielerinnen mit ihren Trainerteams. Markus Knodel beendete die Veranstaltung mit der deutschen Nationalhymne zu Ehren des neuen Deutschen Meisters. Der Ohligser TV ließ sich verdient feiern, und zwar ganz oben auf dem Podest.

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