1. Bundesliga Frauen – Nord & Süd

Foto: Roland Wurster

1. Bundesliga Nord, Frauen – Alhorner SV erster DM-Teilnehmer

TV Brettorf – MTV Wangersen 3:2(11:7,2:11,11:4,4:11,11:4); TV Brettorf – TV Jahn Schneverdingen 0:3 (12:14,5:11,3.11); MTV Wangersen – TV Jahn Schneverdingen 0:3 (8:11, 10:12,9:11)

In Brettorf ging es gleich im ersten Spiel heiß her. Die Partie zwischen dem TV Brettorf und dem MTV Wangersen entwickelte sich zu einem echten Krimi und ging über die volle Distanz. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, bei dem lange kein Sieger auszumachen war. Erst im entscheidenden letzten Satz konnte sich schließlich die Heimmannschaft aus Brettorf durchsetzen und den umjubelten Sieg im Abstiegskampf einfahren.

In den beiden folgenden Begegnungen zeigte der TV Schneverdingen seine ganze Klasse. Mit einem starken und souveränen Auftritt gewann Schneverdingen beide Spiele jeweils klar mit 3:0. Dabei überzeugte die Mannschaft nicht nur spielerisch, sondern auch durch ihre Breite im Aufgebot: Der gesamte Kader kam zum Einsatz und fügte sich nahtlos ins starke Gesamtbild ein.

Ahlhorner SV – Ohligser TV 3:1 (11:7,7:11,11:9,11:8); Ahlhorner SV – TSV Wiemersdorf 3:0 (11:8,11:9, 11:5); Ohligser TV – TSV Wiemersdorf 3:0 (11:7,11.3,11:4)

Nicht weit weg in Ahlhorn waren mit dem Ohligser TV und dem TSV Wiemersdorf zwei Gastmannschaften zu Besuch. Für die Gastgeberinnen aus Ahlhorn gingen die Partien schnell zu Ende. Mit konzentrierten und überzeugenden Auftritten entschieden sie beide Begegnungen klar für sich. Durch die zwei Siege sicherte sich Ahlhorn damit als erstes Team direkt die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Stuttgart. Unklar bleibt nur noch ob auf Platz 1 oder 2 im Norden. Die Mannschaft präsentierte sich über den gesamten Spieltag hinweg äußerst stabil und ließ keinen Zweifel an ihrer DM-Tauglichkeit aufkommen.

Für den Ohligser TV brachte der Spieltag eine größere Umstellung mit sich: Mit Kaja Hutz sowie Jana Brüggemeier fehlten gleich zwei Angreiferinnen, auch Stammkraft Jana Hasenjäger fehlte in der Abwehrreihe. Dafür rückten Jessica Stockhausen und Marie Busch ins Team. Trotz dieser Veränderungen zeigte Ohligs eine geschlossene Mannschaftsleistung und konnte das zweite Spiel des Tages ungefährdet für sich entscheiden.

Kurz vor Abschluss der Saison haben neben dem Ahlhorner SV gleich drei Mannschaften noch die Chance in Stuttgart bei der DM dabei zu sein. Die beste Ausgangslage hat hierbei der aktuelle Tabellenzweite der VFL Kellinghusen, dicht gefolgt vom TV Jahn Schneverdingen und dem Ohligser TV. Wer den zweiten Startplatz ergattert, bleibt als bis zum letzten Spieltag weiterhin spannend. 

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1. Bundesliga Süd, Frauen

Der TV 1880 Käfertal zeigte sich in bester Spiellaune, der TV Stammheim verschaffte sich Luft im Abstiegskampf und die Spitzenteams gaben sich keine Blöße. Für Oberndorf wird es langsam eng.

TV Segnitz – TSV Ötisheim 3:1 (11:4, 8:11, 11:7, 11:6); Ötisheim – TV Unterhaugstett 0:3 (9:11, 4:11, 9:11); Unterhaugstett – Segnitz 1:3 (6:11, 7:11, 11:5, 7:11)

Tabellenführer TV Segnitz legte vor und besiegte bereits am Samstag vor eigenem Publikum die Mannschaften aus Unterhaugstett und Ötisheim sicher, wenn auch mit Satzverlusten. Im Duell der Gäste zementierte der TVU mit Nervenstärke im Nervenstärke im ersten und dritten Durchgang seine gute Form. „Wir konnten aus einer stabilen Abwehr und mit super Zuspiel vorne frei aufspielen“, freute sich Angreiferin Vera Sauerbrunn über den nächsten Sieg ihres Teams, das eine starke Hallenrunde hinlegt. „Wir freuen uns sehr über den Saisonverlauf. Das Team hat sich gut gefunden und harmoniert super.“

TSV Calw – TSV Pfungstadt 0:3 (10:12, 6:11, 9:11), TV 1880 Käfertal – Calw 3:0 (11:8, 11:9, 12:10), Pfungstadt – Käfertal 1:3 (11:7, 10:12, 7:11, 11:13)

Enttäuschung auf dem Spielfeld und bei den Fans des TSV Calw: Im Triell der Verfolger mit dem TV 1880 Käfertal und dem TSV Pfungstadt (Tabellenplätze 3 bis 5) ging die Heimmannschaft leer aus.  Nicht mal ein Satzgewinn wollte gelingen. „Wir hatten keine Konstanz im Spiel und immer dann Fehler gemacht, wenn es am ungünstigsten war“, fasste die Löwen-Kapitänin Leonie Pfrommer zusammen. Im ersten Satz gegen Pfungstadt reichte ein 6:3- und 10:9-Vorsprung nicht. Die Hessinnen mit einer starken Regisseurin Kim Trautmann und Schlagfrau Teresa Spadinger nutzten die Unsicherheiten gnadenlos aus. Beim TV 1880 Käfertal war es Franziska Habitzreither, die den Calwerinnen mit cleveren Kurz- und Wandbällen Probleme bereitete. Im spannenden direkten Duell um Tabellenplatz 3 gelang es den Mannheimerinnen, die Satzführung für Pfungstadt in einen Erfolg zu drehen.

TV Stammheim – TSV Dennach 1:3 (7:11, 6:11, 11:9, 7:11); TV SW-Oberndorf – TV Stammheim 1:3 (11:9, 7:11, 11:13, 6:11); Dennach – SW-Oberndorf 3:0 (11:2, 11:1, 11:8)

In Stuttgart-Stammheim war dem Publikum klar, dass der Favorit aus Dennach mit vier Punkten nach Hause fahren würde. So kam es auch, obwohl das Heimteam den Pink Ladies einen engagierten Kampf lieferte. Wichtiger war dem TV Stammheim aber der Sieg im Kellerduell mit Aufsteiger TV SW-Oberndorf. Nach nervösem Beginn und einem knappen 2:1-Satzgewinn gelang dies dann auch. Stammheim verschaffte sich damit Luft im Abstiegskampf. Luft, die für die Schweinfurterinnen nun immer dünner wird.

Am vorletzten Spieltag nächsten Sonntag können erste Entscheidungen am Tabellenende und an der Spitze fallen. Unterhaugstett empfängt Oberndorf und Calw, in Ötisheim gastieren Käfertal und Dennach. Segnitz genießt erneut Heimrecht gegen Stammheim und Pfungstadt.

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