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Calw stürmt ins Halbfinale, Ahlhorn ist schon raus

> Foto: DFBL/Schönwandt

Ahlhorn (DFBL/bec). Für die Männer des Ahlhorner SV ist bei der DM in der eigenen Arena schon nach einem Spiel Schluss: Gegen einen über lange Phasen wie entfesselt aufspielenden TSV Calw unterliegen die Norddeutschen mit 1:3 Sätzen.

Den ersten Auftritt des Gastgebers pfeift Schiedsrichter Peter Horn vor vollen Rängen an. Gut 1000 Zuschauer sehen einen ordentlich startenden Ahlhorner SV, aber auch einen furios auftretenden TSV Calw: Das Team um den Schweizer Nationalangreifer Raphael Schlattinger legt los wie die Feuerwehr, zieht schnell auf 4:1 davon. Sein Gegenüber Christoph Johannes kann nur selten punkten und so müssen die Norddeutschen ihren Kontrahenten auf 7:2 davonziehen lassen. Zwei Punkte gelingen dem ASV noch, dann setzt Schlattinger ein Service seitlich perfekt auf die Leine. 10:4. Ahlhorn kontert nochmals, nimmt auch stark das Service auf. Den nächsten Rückschlag kann Johannes jedoch nicht im Feld unterbringen – so geht der Auftaktsatz 11:5 an die Süddeutschen.

Ahlhorn muss seinem Gegner gleich wieder  die Führung überlassen. Calw ist einfach zu stark in dieser Phase. Bei 3:6 aus Sicht der Norddeutschen nimmt ASV-Trainer Karsten Bilger eine Auszeit, bringt Sören Damms für Andrej Macht. Dahms muss gleich eine bittere Pille von Schlattinger schlucken und mit seinem Team weitere Gegnerpunkte einstecken. 9:3, 10:3, dann 11:3 durch den Schweizer Auswahlspieler: Dieser TSV Calw spielt sich binnen weniger Minuten vom Außenseiter zum aussichtsreichen Titelaspiranten.

Doch das perfekte Spiel gelingt auch dem DM-Neuling nicht. Als eigentlich niemand mehr mit einem Ahlhorner Comeback rechtet, liegt Calw plötzlich doch hinten: 0:2, dann 2:4, 4:7 und nach dem bisher spektakulärsten Ballwechsel des Tages 5:8. Die Heimfans wittern die Chance auf ein Comeback ihres Teams und peitschen Ahlhorn zu den ersten eigenen Satzbällen: 10:6. Aber wie so oft bei vergangenen DM-Endrunden kommt nun beim ASV die Angst vor dem Erfolg hinzu. Johannes schafft es nicht, einen von vier Satzbällen zu nutzen. Dann holt Bernd Bodler den ersten Matchball für Calw, den Schlattinger jedoch leichtfertig verschenkt. Am Ende jubelt dann doch das Heimteam: Johannes macht mit einer kurzen Angabe das 14:13 und dann auch noch den letzten Punkt des Durchgangs. Kopfschüttelnd zeigt er an, dass er damit fast selbst nicht mehr gerechnet hat.

Jetzt ist das Spiel ausgeglichener, der TSV hat am Satzverlust zu knabbern, spielt lange nicht mehr so druckvoll und souverän wie zu Beginn der Partie. Eine 2:0-Führung geben die Männer in den orangefarbenen Trikots dann auch prompt wieder aus der Hand. Mehr als ein zwischenzeitliches 3:2 gelingt den Ahlhornern jedoch nicht mehr: Über 7:4 und 8:6 eilen die Calwer in Richtung Halbfinale. Mit seinem Service zum 9:7 gewinnt Schlattinger allerdings keinen Fairplay-Preis, denn Ahlhorn bemängelt bei Schiedsrichter Horn vergeblich, noch nicht bereit gewesen zu sein. Der Sieg des TSV und der Einzug ins Halbfinale ist am Ende verdient: Schlattinger und Bodler machen die entscheidenden beiden Punkte zum 11:8.

Durch den 3:1-Sieg trifft Calw im letzten Spiel des ersten DM-Tages auf Titelverteidiger VfK Berlin. Ahlhorns Männer sind aus dem Turnier – die Hoffnungen der vielen ASV-Fans in der heimischen Arena liegen nun auf den Ahlhorner Frauen.  

TSV Calw – Ahlhorner SV 3:1 (11:5, 11:3, 13:15, 11:8)

Für Calw spielten: Nick Stoll, Raphael Schlattinger, Mathias Zierer, Bernd Bodlerm Philipp Kübler

Für Ahlhorn spielten: Christoph Johannes, Tim Albrecht, Paul Barklage, Erik Grotelüschen, Andrej Macht, Sören Dahms

Schiedsrichter: Peter Horn

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