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Moslesfehn und Armstorf müssen wieder runter

Brettorf (DFBL/bec). Die Faustballer des SV Moslesfehn müssen in der Halle für die 2. Bundesliga planen. Nach Niederlagen im Derby gegen den TV Brettorf sowie im Kellerduell beim ebenfalls abgestiegenen Tabellenschlusslicht SV Armstorf neigt sich das Intermezzo des SVM im Faustball-Oberhaus seinem Ende entgegen. Den Klassenerhalt feiert man hingegen bei Aufsteiger TK Hannover

SV Moslesfehn – TV Brettorf 4:5 (2:11, 11:7, 1:11, 11:7, 3:11, 11:6, 6:11, 11:8, 12:14)

Beide Teams boten den Zuschauern neun Sätze, die unterschiedlicher nicht hätten laufen können. Den besseren Start erwischte der TVB. Während Moslesfehn sich das Leben mit vielen Eigenfehlern selber schwer machte, marschierte Brettorf zu einem deutlichen 11:2. Etwas überraschend bestimmten dann aber die „Mossis“ das Spielgeschehen. Mit eigenem Ball punktete SVM-Angreifer Florian Würdemann immer wieder über die rechte Brettorfer Abwehrseite mit Christian und Timo Kläner. Nach dem erneuten Seitenwechsel gab wieder Brettorf den Ton an, ehe sich das Blatt auch im vierten Abschnitt wieder wendete. Auch danach blieb es ein ständiges Hin und Her mit wechselnden Satzgewinnen. Zum achten Durchgang brachte Brettorfs Spielertrainer Christian Kläner seinen Nachwuchsangreifer Hauke Rykena. Zuspieler Hauke Spille fiel, trotz guter Leistung, den taktischen Maßnahmen seines Trainers zum Opfer. Doch auch die Umstellung brachte wenig. „Wir waren hinten offen wie ein Scheunentor“, gestand Kläner. Moslesfehn kämpfte sich mit 11:8 in den Entscheidungssatz. Und auch hier war es der Aufsteiger, der das Spiel machte. Während bei TVB-Angreifer Malte Hollmann die Kraft merklich nachließ, punktete sein Gegenüber Florian Würdemann – dazu ließ Dominik Lübbers den Brettorfer Angriff mit spektakulären Annahmen immer wieder verzweifeln. Beim Stand von 10:8 hatten die Gastgeber gleich zwei Matchbälle, später noch einen weiteren – alle drei wehrte Brettorf ab. Hauke Rykena, nun auf die Position des Hauptangreifers gezogen, gewann die wichtigen Duelle am Block. Eine Ausangabe von Florian Würdemann sorgte für die Entscheidung zugunsten des TVB (14:12). „Dieses Spiel hätte eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt“, resümierte Moslesfehns Trainer Bodo Würdemann treffend, „ich ziehe den Hut für diese Leistung meines Teams“, lobte er.

SV Armstorf – SV Moslesfehn 5:3 (9:11, 4:11, 11:3, 13:11, 15:14, 11:5, 9:11, 11:5)

Zwei Tage nach dem packenden Derby mussten die Moslesfehner beim Tabellenletzten SV Armstorf auflaufen. Die Vorzeichen waren klar: Die Gäste benötigten unbedingt einen Sieg, um weiter auf den Klassenerhalt hoffen zu können. Und der Start verlief mit der 2:0-Satzführung auch noch sehr verheißungsvoll. Danach wurden die Gastgeber jedoch stärker, während bei Moslesfehn die Fehlerquote anstieg. Hinzu kam etwas Pech in den knappen Sätzen – zweimal verlor der SVM in der Verlängerung. Am Ende stand die neunte Niederlage im zehnten Saisonspiel, die wohl den Abstieg besiegelt.

TSV Hagen 1860 – VfL Kellinghusen 5:2 (12:10, 6:11, 11:6, 11:6, 7:11, 11:5, 11:3)

Mit einer starken kämpferischen Leistung haben die Bundesliga-Faustballer des TSV Hagen am Samstag auch das Rückspiel gegen den VfL Kellinghusen gewonnen. Das Spiel war geprägt von schwankenden Leistungen beider Teams. Exemplarisch dafür der erste Satz: Nach dem ersten Abtasten konnten sich die Norddeutschen beim 10:7 drei Satzbälle sichern, die die Sechziger abwehren und ihrerseits den ersten Satzball verwandeln konnten. ,,Wir hatten in fast jedem Satz kurze Schwächephasen. Gut war aber, dass wir uns meistens ab Mitte des Satzes steigern konnten.“, blickt Trainer Holger Bock zurück. Einzig in den Sätzen zwei und fünf konnten die Gäste aus Schleswig-Holstein die Schwächen der Hausherren auch in Satzgewinnen verwandeln, die weiteren Sätze gingen souverän an die Schwarzgelben (11:6, 11:6, 11:5, 11:3). ,,In den letzten Spielen hat fast alles von alleine geklappt. Heute mussten wir viel kämpfen und haben das im Endeffekt auch gut hinbekommen!“, ist auch Mannschaftsführer Olaf Machelett zufrieden mit dem Auftritt. Mit 14:6-Punkten haben sich die Sechziger näher an die Spitzengruppe gesetzt: ,,Wir sind schon sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf, jetzt können wir in den letzten vier Spielen ohne Druck spielen und dann schauen, wo wir am Ende stehen werden.“

TK Hannover  – VfL Kellinghusen 5:2 (11:4, 11:8, 11:9, 12:10, 6:11, 8:11, 11:5)

Mit dem dritten Erfolg in Folge macht Aufsteiger TK Hannover den Klassenverbleib perfekt. Gleich zu Beginn legten die Hannoveraner sehr gut los und konnten sich durch konstantes Spiel gleich vom Gegner absetzen. Dieser Vorsprung wurde durch präzises Zuspiel und konstante Verwertung von Hauptangreifer Christos Michalakis ausgebaut und führte letztendlich zum deutlichen 11:4 Satzgewinn. Auch in den beiden folgenden Sätzen startete man konzentriert und konnte reihenweise die Angaben der Kellinghusener entschärfen. Druckvolles Angabenspiel auf Seiten der Hannoveraner gaben Stabilität und die kämpferische Leistung wurde mit einer 3:0 Satzführung zur Pause belohnt. Im vierten Durchgang lieferten sich beide Mannschaften ein Spiel auf Augenhöhe. Beim Spielstand von 9:9 wurde das Spiel geprägt von einigen kuriosen Schiedsrichterentscheidungen, doch der Satz endete mit dem glücklicheren Ende für die Leinestädter (12:10).

Gewillt das Spiel nach Hause zu bringen, schlichen sich erstmals kleinere Fehler in das Spiel der Heimmannschaft ein. Das bis dato gute Zuspiel ließ plötzlich nach, so dass nicht mehr der nötige Druck auf den Gegner ausgeübt werden konnte. Völlig verdient holten sich die Gäste den ersten Satz. Auch der sechste Durchgang verlief ähnlich, die stabile Abwehr der Hannoveraner reichte nicht aus, den Sack und damit das Spiel zu zumachen – Folgerichtig holten sich die Schleswig-Holsteiner auch den zweiten Satzgewinn.

Eine Umstellung auf der Angabeposition (Merlin Sommer kam für Aaron Dumke) und Jens Höppner in die Abwehr, sollte noch einmal für frischen Wind sorgen. Eine starke Anfangsphase des Satzes (6:1) war schlussendlich ausschlaggebend für einen erfolgreichen Satz, welchen Abwehrspieler Jonas Brune als Drittschläger mit einem stark geschlagenen Diagonalball unter dem Jubel der Hannoveraner beendete. Damit ist der Klassenerhalt nun zu endgültig sicher.

„Alle waren heiß auf das Spiel und wir haben uns die Revanche absolut vorgenommen. Ich freue mich sehr für die Mannschaft, dass wir dies auch so umsetzten konnten und auch in der Höhe verdient gewonnen haben,“ resümiert Kapitän Aaron Dumke.

Mit Material von nwzonline und von den Vereinshomepages

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