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Aufsteiger überraschen, Marathon in Landshut

Landshuts Sophie Knott.
> Landshuts Sophie Knott.

Landshut (DFBL/kes).  Am vergangenen Sonntag traten zum ersten Mal in dieser Saison alle neun Mannschaften zum Anpfiff um an die Linien. Calw behält ohne Satzverlust seine weiße Weste. Die restlichen Spiele verliefen teils sehr überraschend.

Der TSV Dennach und der TV Unterhaugstett waren zu Gast beim TV Eibach 03. Dennach war nach dem Weltpokal in Brasilien nun wieder in Deutschland und auch in der Hallensaison angekommen. Dabei mussten das Team  ersten Spieltag nicht nur auf Jasmin Fischer und Christina Grüneberg, welche nach der Feldsaison 2017 ihre Karriere beendet hatten, sondern auch auf die Stammspielerinnen Lena Wahl und Ann-Katrin Aldinger verzichten. Neu dabei: Celine Jensen und Laura Schinko. Mit dieser ungewohnten Teamzusammenstellung hatte der TSV sehr zu kämpfen. Eibach lag nach vier Spielen auf dem ersten Tabellenplatz und auch wenn nach lediglich zwei Spieltage noch nichts unter trockenen Tüchern ist, war das Selbstbewusstsein groß. Durch die ungewohnte Aufstellung auf Dennacher Seite und dem verschlafenen Start bei Eibach war der erste Satz noch ziemlich ausgeglichen. Selbst in der Verlängerung war kein eindeutiger Sieger des ersten Satzes auszumachen. Am Ende hatten die Gastgeber das Quäntchen Glück auf ihrer Seite und gewannen mit 15:13. Im weiteren Verlauf schlichen sich immer mehr Eigenfehler bei den Pink Ladies ein. A-Jugend-Nationalangreiferin Schröder hielt die erfahrenen Gegner gut in Schach und traf vermehrt die Lücken. Dennach war am heutigen Tag einfach zu unsicher und konnte dem Gegner zu keiner Zeit sein Spiel aufbinden. So gingen auch die Sätze 2 und 3 mit 11:8 und 11:7 an Eibach.

In der zweiten Partie war Dennach gegen den TV Unterhaugstett an der Reihe.  Haugstett benötigt im ersten Satz noch Zeit um sich einzuspielen und unterlag diesen mit 5:11. Der TSV schien nun wieder da zu sein, wurde aber im zweiten Satz zu nachlässig und verlor prompt mit 11:7.  Dieser Satzverlust rüttelte die Damen in pink wach. Der TVU hat aber seine Chance erkannt und wollte mehr. Im dritten Satz konnte das nicht ganz umgesetzt werden und man verlor 6:11.  Der Seitenwechsel brachte wieder die Wende. Der TSV tat sich unheimlich schwer sein Spiel zu machen und ließ den Gegner immer wieder rankommen. Am Ende musste sich Unterhaugstett der Erfahrung von Dennach beugen und verlor den Satz mit 8:11 und somit das Spiel in 1:3 Sätzen.

Das Spiel zwischen dem Gastgeber aus Eibach und den Gästen aus Unterhaugstett verlief über weite Strecken sehr ausgeglichen. Eibach konnte an seine Leistung vom ersten Spiel nicht mehr anknüpfen und passte sich dem Gegner etwas an. Der TVU nutzte die Chance und machte es dem bayerischen Team nicht leicht. In den entscheidenden Phasen fehlte es den Damen in Rot allerdings an Erfahrung und so holte sich auch hier der TV Eibach 03 das Spiel in 3:0 Sätzen (11:7, 11:6 und 11:7).

Bei der TG Landshut erwarteten die Zuschauer mit den Gegnern aus Vaihingen und Obernhausen drei spannende Spiele. Im ersten Durchgang traf die Heimmannschaft auf die Damen vom TV Vaihingen Enz. Beide Teams hatten lediglich fünf Spielerinnen aufzuweisen und beide mussten mit der neuen Konstellation ihres Teams erst Mal zurechtkommen. Dem TVV gelang dies besser und startete im ersten Satz wie die Feuerwehr. Landshut lag recht schnell 0:6 im Rückstand, ehe der Groschen durch einen Wechsel endlich gefallen ist. Vaihingen spielte im ersten Satz konstant weiter und der Abstand war zu groß. Jedoch konnte Landshut auf ein 9:11 verkürzen. Im zweiten Satz bot sich selbes Spiel wie in Satz Nummer 1. Dieses Mal startete jedoch die TGL besser ins Match. Vaihingen war an dem Ergebnis nicht ganz unbeteiligt. Eine hohe Eigenfehlerquote führte zu einem schnellen 11:5 Erfolg für die TG. Aber auch Landshut konnte den Schwung nicht in den nächsten Satz mitnehmen und lag gleich wieder mit 0:5 im Hintertreffen. Auch der TVV profitierte von den Schwierigkeiten, welche die Isarstädterinnen hatten und mussten selbst nicht viel machen, um mit 2:1 in Führung zu gehen (9:11). Die rechte Spielfeldhälfte schien beiden Mannschaften besser zu liegen, während die linke eher Pech brachte. Die TGL gleit mit 11:6 zum 2:2 aus. Der Entscheidungssatz musste her. Während Vaihingen nur eine Angreiferin zur Verfügung hatte, machte es den Landshuterinnen nichts aus, wenn der Hauptangreifer aus dem Spiel genommen wurde, da auch der Nebenangriff stets punktete. Mit 6:1 konnte Landshut die Seiten wechseln und schon war man wieder vom Pech verfolgt. Alles was auf der einen Spielfeldhälfte so gut klappte, konnte auf der anderen nicht annähernd umgesetzt werden und Vaihingen begann seine Aufholjagd. Am Ende war Landshut doch nervenstärker und hatte die höhere Laufbereitschaft. Zudem war der Abstand auf Vaihingen schon zu groß. Die Gastgeber konnte das Spiel im fünften Satz mit 11:8 und somit in 3:2 Sätzen für sich entscheiden.

Im zweiten Durchgang merkte man es den fünf Spielerinnen aus Vaihingen an, dass die Kräfte – vor allem bei der einzigen Angreiferin Eva Grözinger, welche sowohl Angaben, als auch Rückschlag übernehmen musste – schwanden. Die Laufbereitschaft fehlte und die Eigenfehlerquote war zu hoch. Obernhausen dagegen war frisch, spielte konzentriert und dominierte das Spiel von Anfang an. Einen kleinen Hänger zur Satzmitte nutzte der TVV aus und kam nochmal an den Gegner ran. Zum Satzende konnte der TVO seine Stärken wiederum aufzeigen und gewann 11:7. Auch im zweiten Satz startete der Neuling stark. Erst zum Satzende riss der rote Faden beim TVO und die Vaihingerinnen konnten nochmals alle Kräfte kompensieren. Am Ende reichte es leider nur für eine Verlängerung und Obernhausen baut mit 12:10 auf 2:0 aus. Im dritten Satz war bei den Damen in blau dann endgültig die Luft raus. Schnell entscheidet Obernhausen den Satz mit 11:5 und somit das Spiel mit 3:0 für sich.

So leicht wollten es die fünf Pralinchen aus Landshut dem TVO nicht machen. Bis dato konnte Landshut jedes Spiel in der Halle gegen Obernhausen für sich entscheiden. In unveränderter Aufstellung starteten beide Teams ins Spiel. Landshut hatte ihre Fans lautstark im Rücken und nahm die Geschenke der Gegner dankend an. Satz 1 und 2 gingen deutlich mit 11:4 und 11:7 auf das Konto der Heimmannschaft.
Ab Satz Nummer 3 verlief dann alles ganz anders. Der TVO reduzierte seine Fehlerquote gen null und bei Landshut klappten nur noch vereinzelte Aktionen. Die Baden-Württemberger verkürzen mit 8:11 auf 2:1. Der vierte Satz blieb spannend bis zum Schluss. Viele schöne Spielzüge und starke Abwehrleistungen boten sich den Landshuter Zuschauern. Mehrere Wechsel innerhalb des Quintetts konnte den Spielfluss der Gegner nicht stoppen. Obernhausen war nun voll im Spiel und gewann den vierten Satz knapp mit 9:11. Wieder musste Landshut in den Entscheidungssatz, obwohl es in den ersten beiden Sätzen nach einem klaren Sieg ausgeschaut hatte. Die Gäste ließen nun nichts mehr anbrennen und wechselten mit 2:6 die Seiten. Weitere Wechsel in der Landshuter Mannschaft brachten aber auch keine Ruhe mehr ins Spiel und man unterlag mit 4:11 und gab nach einer 2:0 Führung das Spiel noch mit 2:3 ab.

Der SV Tannheim hat sich in der vergangenen Woche für die DM-Ausrichtung der Frauen zur Verfügung gestellt. Calw und Stammheim können sich die Gegebenheiten vor Ort schon einmal anschauen.
Die Teilnahme kann sich der Ausrichter sichern, wenn er selbst in der 1. Liga spielt und am Ende der Saison auf einem Nicht-Abstiegsplatz steht. Der Ehrgeiz von Tannheim ist aber größer und sie möchten sich die Teilnahme ernsthaft verdienen. So startete der SVT kampfeslustig gegen den Favoriten aus Calw. Mit den Fans im Rücken präsentierten sich die Gastgeber motiviert und spielten mit voller Konzentration. Der TSV lag zunächst ein paar Punkte im Rückstand, konnte aber nach kurzer Zeit den Rückstand aufholen und sogar mit 6:11 davonziehen. Im zweiten Satz hatten die Tannheimerinnen beim Stand von 10:6 gleich vier Satzbälle. Die Nerven lagen ohne Vorwarnung von jetzt auf gleich blank. Kein Satzball konnte genutzt werden und man ließ den Gegner sogar noch vorbeiziehen und den Satz in der Verlängerung mit 11:13 gewinnen. Im dritten Satz machten unnötige Absprachefehler auf Seiten der Löwinnen das Spiel nochmal unnötig knapp, ehe man den Sack mit 7:11 und das Spiel mit 0:3 zumachte.

Trainerin Elke Schöck lag ihren Schützlingen nahe, dass sie auch gegen den Aufsteiger aus Stammheim volle Konzentration an den Tag legen müssen. Das Löwenrudel hörte brav auf die Ansage und so konnte in der Abwehrreihe auch nach belieben getauscht werden, ohne dass es der Leistung einen Abbruch tat.
Auch wenn das Spiel deutlich mit 3:0 an Calw ging, war es in den einzelnen Sätzen nicht ganz so deutlich.  Für den TV Stammheim war die geballte Löwen-Power dann doch zu viel in der noch jungen Saison. Calw gewann die Sätze mit 11:7, 11:5 und wieder 11:7.

Tannheim wollte das zweite Duell gegen den TV Stammheim vor heimischen Publikum für sich entscheiden. Bereits in den Aufstiegsspielen im Feld war ein Sieg gegen die starke Truppe aus Stammheim zu holen. Bis zum Stand von 4:4 begann der erste Satz ausgeglichen. Stammheim konnte darauf 6 Punkte in Folge auf seinem Konto verbuchen und somit den ersten Satz mit 7:11 gewinnen.
Im zweiten Satz war der Atem auf beiden Seiten dann länger, ehe der Faden auf Seiten der Tannheimerinnen beim 7:7 wieder abriss und auch Satz 2 mit 8:11 an die Aufsteiger abgegeben werden musste. Die eigene Einwechslung der Spielertrainerin Kathi Hammer brachte Ruhe und Schwung in die Mannschaft des SVT. Mit 11:5 wird auf 1:2 verkürzt. Stammheim hat sich nach der Verschnaufpause wieder gefangen und fand zurück zu seiner Leistung. Belohnt wurde dies durch den Sieg mit 7:11 und 1:3 Sätzen.

Eibach bleibt mit diesen beiden Siegen an der Tabellenspitze. Hat allerdings auch zwei Spiele mehr auf dem Konto als der Verfolger aus Calw, welche derzeit nach vier Spielen noch ohne Satzverlust in die Liga gestartet sind.

 

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