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Verletzter Thomas: „Die Jungs haben sich als Mannschaft gefunden“

> Patrick Thomas spricht über sein World-Games-Aus. (Foto: DFBL/Schönwandt)

Breslau (DFBL/ssp). Es war der Schockmoment an diesem Wochenende im Olawka Stadion in Breslau. im Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Argentinien blieb Patrick Thomas nach einem Zusammenprall mit Teamkollege Steve Schmutzler am Boden liegen, hielt sich die rechte Schulter. Am späten Nachmittag gab es dann die Gewissheit – der deutsche Ausnahmeangreifer wird in Polen nicht mehr ins Geschehen angreifen.

Patrick, gleich zu Beginn des zweiten Satzes waren die World Games 2017 für dich bereits wieder Geschichte. Du bist im Kampf um den Ball mit Steve zusammengeprallt, schildere uns doch einmal aus deiner Sicht die Situation.

Patrick Thomas: „Es war eine klassische doofe Situation. Wir haben vorher zwei bis drei Kurze gefressen, Steve und ich wollten den nächsten unbedingt fischen. Als der Ball kam haben wir beide „Weg“ gesagt und sind davon ausgegangen, dass der andere schon Platz machen wird. Letztendlich ist es einfach dumm gelaufen.“

Wie früh wusstest du, dass es keine harmlose Prellung ist, mit der du am nächsten Tag wieder eingreifen kannst?

Thomas: „Mir war gleich klar, dass es etwas schlimmeres sein muss – ich denke, dass konnte man auch an meiner Reaktion merken. Ich konnte meinen Arm nicht mehr richtig angeben – das konnte keine Prellung sein. Mir war somit gleich bewusst, dass es das für die World Games gewesen ist.“

Direkt nach dem Spiel ging es für dich ins Krankenhaus. Hier gab es dann die bittere Diagnose. Was genau wurde dort festgestellt und wie lange wirst du ungefähr ausfallen?

Thomas: „Bei der ersten Untersuchung wurde eine Schultereckgelenkssprengung mit zwei gerissenen Bändern festgestellt. Ich werde morgen noch einmal zu einem Schulterspezialisten gehen, um eine Operation werde ich aber sicher nicht herumkommen. Somit denke ich, dass es wohl vier bis fünf Monate dauern wird, bis ich zurückkomme. Fest steht für mich auf jeden Fall, dass ich kein Risiko eingehen werden. Deshalb habe ich die Mannschaft bereits am Sonntag schweren Herzens verlassen, um so schnell wie möglich richtig behandelt zu werden.“

Dein Team schien nach der Diagnose im Spiel gegen Österreich richtig geschockt und kassierte eine überraschende Niederlage, waren die Siege am zweiten Tag die Wende?

Thomas: „Mir war klar, dass sich die Jungs nach dem Schock wieder fangen werden. So schlecht wie gestern im Spiel gegen Österreich habe ich sie alle noch nie gesehen. Danach war es eine positive Reaktion – sie haben sich jetzt als Mannschaft gefunden.“

Du glaubst also weiterhin daran, dass Deutschland seinen Titel aus Kolumbien verteidigen kann?

Thomas: „Das Potenzial zum Titel ist auf jeden Fall da. Die Ergebnisse gestern und heute waren schon kurios. Vier Teams sind punktgleich, Jeder kann jeden schlagen. Aber letztendlich ist der Ausgang der Vorrunde relativ egal. Es kommt erst im Halbfinale wirklich drauf an – und hier wird dann die Tagesform entscheidend sein. Aber uns traue ich den Titel auf jeden Fall zu.“

Das Gespräch führte Sönke Spille

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