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Schweinfurt kommt in Fahrt

Schweinfurt (DFBL/aga). Das erste Spitzenspiel der Spielzeit gewinn der TV Schweinfurt-Oberndorf. Klar mit 5:1 bezwingen die Franken den TV Käfertal und positionieren sich als ärgster Verfolger von Spitzenreiter TSV Pfungstadt. Die Hessen siegten am Wochenende wieder einmal ohne Satzverlust. 

TV Vaihingen/Enz – TV Unterhaugstett 0:5
(9:11, 4:11, 5:11, 8:11, 9:11)           

„Ich finde es toll, dass sie es angehen“, sagt Markus Knodel über seine jungen Spieler. „Wir sind ja eigentlich eine A-Jugend-Mannschaft, die von Tobias Knodel und David Fanz verstärkt wird.“ Das bedeute für die Bundesliga, dass Vaihingen absoluter Außenseiter sei. „Gegen Unterhaugstett sind wir trotzdem gleich gut ins Spiel gekommen“, erinnert sich der Übungsleiter. „Im ersten Satz haben wir mit 9:8 geführt. Aber mit einem Fehler nach einer einfachen Angabe und zwei Fehlangaben haben wir den Satz unbedrängt aus der Hand gegeben.“ Danach war die Stimmung im Vaihinger Team nicht gut – die nächsten zwei Durchgänge gingen mit 11:4 und 11:5 recht deutlich an die Gäste aus dem Schwarzwald. „Das darf nicht passieren“, sagt Markus Knodel. „Die Jungs müssen lernen, einen verlorenen Satz abzuhaken. Und auch innerhalb vom Spiel kann ein Satz jederzeit nochmal kippen.“ Ein paar gute Aktionen im dritten Durchgang wurden nicht mit Punkten belohnt. Aber wenigstens nach der Pause sah es für die Vaihinger wieder besser aus. „Da haben wir uns gut verkauft“, freut sich der Trainer. „Wir haben auf allen Positionen tolle Aktionen gezeigt. Aber leider selten bis nie innerhalb von einem Spielzug.“ Das hatte zur Folge, dass die beiden Sätze bis zum Sieg der Gäste zwar mit 8:11 und 9:11 recht eng waren, aber auch nach dem zweiten Spiel in der Bundesliga die Null in der Spalte des Satzverhältnisses Bestand hatte.

Wenigstens hatten die Vaihinger Faustballer am Samstag noch halbwegs Glück mit dem Wetter. „Es ist dunkel geworden und war windig“, berichtet Markus Knodel. „Wir haben auch einen starken Regenschauer abbekommen. Aber als der Hagel kam, waren wir schon fertig.“

 

TV Augsburg – TSV Pfungstadt 0:5
(6:11, 6:11, 4:11, 7:11, 7:11)           

Es war ein Klassenunterschied: Beim Aufsteiger in Augsburg ließ der Rekordmeister nie Zweifel an einem Satzverlust aufkommen. Mit 5:0 (11:6, 11:6, 11:4, 11:7, 11:7) klar obenauf, konnten die Faustballer des TSV Pfungstadt ihren drei Auftaktsiegen in der Bundesliga einen weiteren hinzufügen und sind schon jetzt so gut wie für die Runde der besten Vier qualifiziert, die in der zweiten Saisonhälfte um die drei DM-Plätze kämpfen. Auch wenn Nationalspieler Ajith Fernando aus familiären Gründen nicht mit am Start war, „wurden wir nie richtig gefordert“, sah Sebastian Thomas keine Chance für den gastgebenden TV Augsburg. Allerdings habe der Aufsteiger, mit zwei erfahrenen Bundesliga-Spielern und vielen jungen Nachwuchskräften besetzt, „einige gute Szenen gehabt“ und eine „schöne Kulisse“ vor rund 150 Zuschauern geboten. „Da war schon einiges los“, meint Sebastian Thomas.

 

FBC Offenburg – TSV Calw 5:3
(3:11, 11:9, 8:11, 8:11, 11:6, 11:4, 11:8, 11:9)        

Bei unbeständigem Wetter und teilweise kräftigem Mairegen gelang es den Ortenauern in ihrem bisher besten Spiel, den Tabellenzweiten zu bezwingen und zwei wichtige Punkte für die DM-Qualifikation zu ergattern.

 „Wir haben gezeigt, was für ein Potential in der Mannschaft steckt“, sagte Nachwuchsspieler Max Schoch nach der gewonnenen Regenschlacht. Die Partie startete schlecht für den FBC. Die Gäste aus dem Nordschwarzwald erspielten sich eine 3:1-Führung nach Sätzen. Nun stellten die Offenburger um, Sven Muckle übernahm Angabe und Spielschlag. Dank dieser taktischen Änderung wendeten sie das Blatt. Die nächsten zwei Sätze gewannen sie mit 11:6 und 11:4 und schafften den Satzausgleich zum 3:3. Trotz anfangenden strömenden Regens verlor das Spiel nicht an Niveau und die 60 Zuschauer sahen zwei weitere hochklassige Sätze. Der FBC ging im siebten Satz sehr schnell mit drei Punkten in Führung, die Gäste drehten den Spielstand aber auf 4:6. Doch auch dieses Mal ließen die Offenburger nicht locker und gewannen mit 11:8. Der letzte Satz war ein Schlagabtausch zwischen den beiden Schlagmännern Sven Muckle und Raphael Schlattinger. Punkt für Punkt wurde gekämpft und nahezu abwechselnd gepunktet. Beim Stand von 9:9 gelang es der Mannschaft um den in Bestform spielenden Sven Muckle, den Sack mit zwei Punkten in Folge zuzumachen.

 

TV SW-Oberndorf – TV 1880 Käfertal 5:2
(11:9, 9:11, 6:11, 11:9, 11:9, 11:5, 12:10)         

Trotz guter Leistung kommen die „Buwe“ im Fränkischen nicht über ein 2:5 hinaus. Die zweite Niederlage im dritten Spiel dämpft damit die Euphorie des Auftaktsieges gegen Offenburg. Zumal die Südbadener am Wochenende gegen den TSV Calw gewinnen konnten und nun vor dem TVK rangieren. Die Mannheimer stehen derzeit auf Platz 6 der Tabelle. Erklärtes Ziel ist Rang 4 nach der Hinrunde und damit das „Final-4“ um die Qualifikationsplätze zur Deutschen Meisterschaft. Um dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, muss am nächsten Wochenende ein Sieg her.

Trainer Leo Goth startete mit Neuzugang Christof Jugel neben Felix Klassen und Marcel Moritz in der Defensive. Im Angriff agierten wie gewohnt Nick Trinemeier und Fabian Braun. Von Beginn an zeichnete sich eine ausgeglichene Partie ab. Mit 11:9 und 9:11 trennten sich beide Mannschaften nach den ersten beiden Sätzen denkbar knapp auf Augenhöhe. Der folgende Satz stand ganz im Zeichen käfertaler Spielfreude. Aus einer kompakten Defensive heraus fanden Trinemeier und Braun immer wieder die Lücken der Oberndorfer und durch ein 6:11 ging der TVK mit 2:1 nach Sätzen in die erste Pause.

Diese nutzten die Franken um Nationalmannschaftskapitän Fabian Sagstetter dann um sich besser auf das Käfertaler Angriffsspiel einzustellen und auch Angreifer Oliver Bauer überzeugte im weiteren Spielverlauf. „Unsere Defensivleistung war im Grunde sehr gut. Wir haben ein solides Spiel gemacht“, befand Klassen, der für Mondl die Kapitänsbinde trug. „Leider haben wir am Ende der Sätze nicht genug aufbieten können, den entscheidenden Punkt zu machen.“ Klassen spielt auf die großartige Abwehrleistung der Schweinfurter an, die ab Satz vier fast jeden Ball im Spiel hielt. Dadurch entwickelten sich teilweise lange Ballwechsel mit spektakulären Szenen. Für die Zuschauer war das toll anzuschauen, vor allem weil das Heimteam mit vier Satzgewinnen am Stück zwei wichtige Punkte einfahren konnte. Die „Buwe“ fuhren zwar zufrieden mit der eigenen Leistung, aber enttäuscht ob des Ergebnisses wieder in die Kurpfalz.

Nun gilt es, am nächsten Wochenende zu punkten, möchte man nicht den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verlieren. Das wird denkbar schwer wenn man bedenkt, dass Freitag Abend der TSV Pfungstadt ins Südhessische einlädt. Der Topfavorit und amtierende Deutsche Meister wird den Käfertalern nichts schenken. „Wir werden versuchen, den ein oder anderen Satz mitzunehmen. Das könnte am Ende der Hinrunde vielleicht entscheidend sein. Wichtig für uns ist aber vor allem das zweite Spiel gegen Vaihingen/Enz am Sonntag zu Hause. Da müssen wir punkten“, so Mondl mit Blick auf den Doppelspieltag. Spielbeginn am 19.05. ist um 16:00Uhr auf der Karl-Heinz Herbst Sportanlage.

 

TV Vaihingen/Enz – TV SW-Oberndorf 1:5
(7:11, 11:8, 10:12, 5:11, 9:11, 6:11) 

Vaihingen. „Ich bin froh, dass wir wenigstens einen Satz gewonnen haben“, sagt Markus Knodel. „Die Null musste weg. Die zehrt an einem und hemmt einen.“ Der Trainer des TV Vaihingen freut sich vor allem über das 1:5 gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf, das seine Schützlinge gestern Nachmittag erspielt haben. Gleichwohl sind die Vaihinger Faustballer Schlusslicht der 1. Bundesliga Süd. 

Gestern war mit dem TV Schweinfurt-Oberndorf ein starkes Team aus der Bundesliga zu Gast unterm Kaltenstein. „Da waren unsere Jungs gleich beeindruckt von ein paar guten Bällen“, sagt der Übungsleiter des TVV. „So sind wir mit 1:5 hinten gelegen, ehe wir uns auf 7:9 vorgearbeitet haben. Aber als wir dann direkt dran waren, hat Schweinfurt einfach konsequent gespielt und den Satz gewonnen.“ Auch im zweiten Durchgang lagen die Gastgeber schnell zurück. „Da war die Stimmung unten. Darum habe ich recht schnell eine Auszeit genommen und daran erinnert, dass wir jeden Satz Spaß haben wollen“, berichtet Markus Knodel. Das hatte offenbar Erfolg. Ein Angaben-Ass, zwei Fehlangaben des Schweinfurter Angreifers Oliver Bauer – Vaihingen kam zum Ausgleich, erarbeitete sich beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle und verwandelte gleich den ersten zum 11:8-Erfolg. Danach ging es gut weiter. Zwar musste der TVV einen 7:10-Rückstand aufholen. Doch als die Vaihinger gerade gut im Zug waren und auf 10:10 ausgeglichen hatten, leisteten sie sich wieder zwei Patzer. „Oli Bauer hat eine Sicherheitsangabe gemacht, die wir nicht bekommen haben“, ärgert sich Markus Knodel. Danach folgten ein Vaihinger Angabenfehler und der Satzgewinn der Gäste mit 12:10. „Da wäre mehr drin gewesen“, analysiert der TVV-Trainer. „Und dann hätten wir sogar nach Sätzen geführt.“

So führte der TV Schweinfurt-Oberndorf zur Pause, ließ mit 11:5, 11:9 und 11:6 drei weitere Satzgewinne folgen und entführte beide Punkte. „Uns fehlt einfach noch die Konstanz“, sagt Markus Knodel.

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