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Patrick Thomas kommt in Fahrt: Pfungstadt an der Spitze

Pfungstadt (DFBL/aga). Der TSV Pfungstadt mit dem immer stärker werdenden Patrick Thomas springt an die Tabellenspitze im Süden. Ebenfalls mit makelloser Bilanz belegen der TV Vaihingen und der TV Käfertal die Plätze zwei und drei, während Wünschmichelbach und Rosenheim noch ohne Punkte dastehen.

TV 1880 Käfertal – TV Wünschmichelbach 5:2
(11:4, 12:14, 11:7; 7:11; 11:4; 11:6; 11:5)
 
Verzichten musste die Heim-Mannschaft von Trainer Leo Goth weiterhin auf Marcel Stoklasa. Der Angreifer hat seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel zwar weitestgehend auskuriert, wird nun aber erst langsam aufgebaut. Jedoch auch ohne Stoklasa bleiben die Jungs von der Wachenheimer Straße in der Erfolgsspur. Gleich im ersten Satz erspielten sich die „Buwe“ vom Aufschlag weg einen Vorsprung, der bis zum Ende gehalten werden konnte. Im zweiten Satz konterte der TVW dank eines glänzend aufgelegten Florian Zwintscher. Immer wieder fand er die Lücken im Käfertaler Defensivverbund durch clever kurz gespielte Bälle oder platzierte Grundlinienschläge. Knapp aber verdient ging Satz zwei an die Odenwälder.
 
Satz drei, vier und fünf glichen dann nahezu Wiederholungsschleifen. Erst fand der TVK besser ins Spiel und sicherte sich Satz drei. Dann waren die Weinheimer wieder am Zug und spielten ähnlich überzeugend wie im zweiten Durchgang. Und im Fünften waren es dann wieder die Mannheimer, welche die Aufschläge von Zwintscher parieren konnten und über einen souveränen Aufbau den Satz entschieden. „Wir dachten eigentlich, dass es auf eigenem Platz etwas besser laufen würde. Das war ein schweres Spiel für uns, ein hartes Stück Arbeit“, resümmierte Zuspieler Felix Klassen nach der Partie. „Ich denke aber, dass wir verdient gewonnen haben.“
 
Im Tennis würde man von einem Break sprechen, das im sechsten Satz die Vorentscheidung brachte. Taktisch etwas anders eingestellt, hatte die TVK-Fünf nun die besseren Antworten im Defensivspiel und schaffte die Satzführung zum 4:2. „Wir hatten mit dem Wünschmichelbacher Ball so unsere Probleme, da er nicht so gut sprang wie unser eigener“, erklärt Kapitän Dominik Mondl. „Gerade die sehr gut gespielten kurzen Bälle machten uns Probleme. Das haben wir dann durch eine interne taktische Umstellung in den Griff bekommen und ab da lief es dann.“ Im letzten Satz spielten die Käfertaler wie aus einem Guss und ließen dem TVW keine Chance mehr zum kontern. Am Ende steht ein deutlicher 5:2 Heimerfolg. Dadurch haben die Mannheimer gleich zu Beginn der Saison ein gutes Polster auf die Abstiegsränge. Die Aktivposten im Käfertaler Kader waren Fabian Braun und Felix Klassen.
 
TV SW-Oberndorf – TSV Pfungstadt 1:5
(6:11, 8:11, 8:11, 11:8, 4:11, 10:12)
 
Gegen Oberndorf sah Andrew Fernando seine Pfungstädter zunächst noch besser als beim erfolgreichen Saisonauftakt in der Vorwoche in Calw. „Patrick wird immer fitter. Wir haben weniger Eigenfehler gemacht als der Gegner und haben nur durch Leichtsinn den fünften Satz abgegeben“, freute sich der Abwehrspieler des TSV über einen klaren Sieg.
 
Dabei schlug Patrick Thomas nach seiner langwierigen Schulterverletzung wieder gewohnt druckvoll auf und war im Angriff kaum zu stoppen. Auf der Gegenseite leistete sich Ex-Nationalspieler Oliver Bauer deutlich mehr Patzer, konnte mit dem Pfungstädter Kapitän nicht mithalten. So war mit der 3:0-Führung zur Pause vor rund 70 Zuschauern schon die Vorentscheidung gefallen. Mehr als einen Satzverlust ließ der Rekordmeister, der krankheitsbedingt auf Alex Schmidt verzichten musste, nicht zu.
 
FBC Offenburg – TV Vaihingen/Enz 1:5
(11:9, 5:11, 11:13, 8:11, 9:11, 9:11)
 
In einem hochklassigen Spitzenspiel nahmen die Offenburger eine deutliche Niederlage hin. Es war die Erste in dieser Saison. „Die Höhe ist aufgrund des engen Spielverlaufs zu deutlich. Der eine oder andere Satzgewinn hätte uns für den weiteren Saisonverlauf vielleicht sehr gut getan“, sagte Abwehrspieler Oliver Späth geknickt. Da FBC-Angreifer Stefan Konprecht wegen einer Oberschenkelverletzung nicht spielen konnte, lastete die gesamte Verantwortung im Angriff auf Sven Muckle. Auch die taktische Aufstellung des FBC war eine völlig neue: „Durch den Ausfall von Stefan wurde unsere Formation ordentlich durchgeschüttelt. So haben wir bis jetzt nie zusammengespielt. Da ging einiges an Zeit für die Eingewöhnung drauf“, sagte Abwehrspieler Mark Borho.
 
Der Start des FBC hingegen gelang jedoch überraschend gut. Auf ungewohnten Positionen, Vini Tavares spielte auf der Vorne-Rechts-Position und Matthias Lilienthal rückte in die Mitte, wurden die platziert gespielten Bälle von TVV-Neuzugang Michael Krauß gut abwehrt. So gingen die Offenburger mit 1:0 in Führung. Danach folgte ein schwacher Spielabschnitt der Gastgeber. Viele Eigenfehler sorgten für eine schnelle Vaihinger Führung, die sie sich auch nicht mehr nehmen ließen. Nach dem erneuten Seitenwechsel nutze der FBC 10:6 insgesamt vier Satzbälle nicht. „Das war der große Knackpunkt“, so Sven Muckle. Den Offenburgern gelang es trotzdem, sich bis zum Ende des jeweiligen Durchgangs in Schlagdistanz oder sogar in Führung zu halten. Allerdings konnten die Vaihinger ihr Niveau durchgängig beibehalten und meistens sogar in der Schlussphase sogar noch eine Schippe drauflegen.
 
TSV Calw – MTV Rosenheim 5:3
(11:8, 10:12, 5:11, 11:6, 11:7, 7:11, 11:9, 11:9)
 
In der ersten Partie des Wochenendes ging es für den MTV in den Schwarzwald zum Aufsteiger TSV Calw. Da beide Teams noch keine Punkte verbuchen konnten, war für beide Teams die Ausgangssituation gleich. Entsprechend tastete man sich zunächst ab. Den besseren Start hatte dabei aber der Gastgeber. Angeführt von Schweizer Nationalspieler Raphael Schlattinger, gegen den Rosenheim zunächst kein Mittel parat hatte, ging das sehr junge Team mit 1:0 nach Sätzen in Führung. In den folgenden beiden Durchgängen kamen die MTV’ler aber besser ins Spiel. Calw fand kaum noch Lücken in der rosenheimer Defensive und der eigene Angriff punktete zuverlässig. Mit einem 2:1 Vorsprung ging es nach der 10-minütigen Pause weiter. In Satz 4 und 5 kam man über den Pausenmodus nicht wesentlich hinaus und direkt sah man sich wieder nach Sätzen in Rückstand. Eine kurze Pausenansprache rüttelte das Team wieder wach und mit einem 3:3 ging es in die zweite Pause. In den letzten beiden Sätzen entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Teams. Am Ende entschieden nur Nuancen über den Ausgang dieses Spiels zugunsten von Calw. Mit zwei knappen 11:9 Sätzen gingen diese zwei wichtigen Punkte an den Gastgeber.
 
TSV Pfungstadt – MTV Rosenheim 5:3
(8:11, 11:4, 11:9, 7:11, 11:3, 11:5, 5:11, 11:5)
 
Für das Spiel am Sonntag wusste man natürlich, dass man auf den Klassenprimus der letzten Jahre traf. Unklar war hingegen, in wieweit Topangreifer Patrick Thomas nach seiner Schulterverletzung wieder genesen war. Kurz vor Spielbeginn dankte dieser zusammen mit seinem Bruder dem Rosenheimer Steve Schmutzler für seinen Einsatz in der vergangenen Hallenrunde und beim Weltpokal im brasilianischen Curitiba. Als besonderes Geschenk erhielt dieser den gewonnenen Europapokal der Halle zusammen mit dem Siegerfoto. Schmutzler fand dazu dankende Worte: „Vielen Dank an alle Pfungstädter und besonders an die Familie Thomas, die mich wie ein Familienmitglied bei sich integriert haben. Es war eine tolle Zeit mit euch an die ich mich immer gern erinnern werde!“
 
Danach wurde auch noch Faustball gespielt und hier kam diesmal Rosenheim besser aus den Startlöchern. Unterstützt durch pfungstädter Angriffsfehler ging man schnell mit 3 Bällen in Führung. Diese Führung konnte man bis zum Ende behaupten und entschied so den ersten Satz etwas überraschend für sich. Doch schon im zweiten Durchgang zeigten sich die Hessen wieder gewohnt dominant und abgeklärt. Beim 4:11 war für die Gäste nichts zu holen. Satz drei war bis zum 9:9 trotz größerem rosenheimer Rückstand ausgeglichen. Am Ende machte Pfungstadt aber mit zwei überragenden Aktionen den Sack zu. Diesmal kamen die Oberbayern besser aus der Pause zurück. Mit einem variablen Angriffsspiel brachte man die Hausherren immer wieder unter Druck und sich selbst den Satzausgleich. Nun ging es wieder auf die vermeidlich bessere Seite mit Rückenwind. Doch der Tabellenführer stand sattelfest in der Defensive und schloss eiskalt im Angriff ab. Auch Satz 6 war eine klare Angelegenheit zugunsten des TSV. Zu viele Stockfehler und ausgelassene Angriffschancen machten es den Hausherren leicht den Satz mit 11:5 für sich zu entscheiden. Im vorletzten Satz des Spiels kam der MTV wieder gut aus der Pause und bäumte sich noch einmal auf, während Pfungstadt das Spiel schon als gewonnen abhakte. Aus einer sicheren Defensive setzte man sich schnell ab und konnte mit einem 11:5 den Satzanschluss herstellen. Die Chance war nun da, auch den Satzausgleich zu schaffen, doch diese machte man sich schnell selbst zunichte und ließ Pfungstadt in der Mitte des Satzes davonziehen, sodass diese beim 11:5 den Satz und damit das Spiel gewinnen konnten.
 
„Wir haben es heute nicht geschafft, die pfungstädter Unsicherheiten auszunutzen, um zwei echte Bigpoint zu machen. Wir haben die Chancen nicht genutzt, die sie uns eingeräumt haben. Wenn Patrick mal 3 Punkte vorn liegt, hat er seine alte Dominanz und Sicherheit wieder und es ist fast unmöglich diesen Rückstand zu egalisieren. Dennoch schmerzt die Niederlage gestern wesentlich mehr, denn da haben nur Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten von Calw gegeben. Mit 0:8 Punkten geht es jetzt mit der verkürzten Rückrunde nur noch darum, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, um diesen in der Rückrunde sicherzustellen.“ Lautet das ernüchternde Fazit von Kapitän Steve Schmutzler nach diesem Wochenende.
 
TV Wünschmichelbach – TV SW-Oberndorf 2:5
(9:11, 9:11, 12:10, 4:11, 13:11, 7:11, 6:11)
 
Am Sonntag empfingen die Odenwälder den TV Schweinfurt-Oberndorf und präsentierten sich zumindest von Anfang an hellwach. Die ersten beiden Sätze verliefen nahezu identisch, allerdings mit dem unglücklicheren Ende für den TVW. Beide Mannschaften leisteten sich phasenweise vermeidbare Fehler, zeigten in einigen Szenen aber ebenso ihre Klasse. Den Wünschmichelbachern sollte es, wie schon so oft in dieser Saison, nicht gelingen, eigene Möglichkeiten konzentriert auszuspielen und somit zu punkten. Das größte Problem lag dabei im Zuspiel, hinzu kamen weitere Fehler in der Defensive und im Angriff zu äußerst ungünstigen Zeitpunkten, wodurch der TVO beide Male mit 9:11 siegte. Ein ähnliches Bild lieferte auch Satz drei, diesmal aber mit dem besseren Ende für die Gastgeber – 12:10. Nach der Pause schien der TVW erneut nicht voll auf der Höhe zu sein und verlor einen schnellen Durchgang mit 4:11. Die Moral sollte unter diesem deutlichen Satzverlust allerdings nicht leiden und die Wünschmichelbacher nahmen den Kampf nochmals an. Die Belohnung folgte durch einen hauchdünnen Satzgewinn, der Schweinfurt aber ebenso locker wegstecken sollte. Beim 7:11 und 6:11 in den letzten beiden Sätzen spielten die Odenwälder erneut nicht schlecht, wirkten aber einmal mehr zu unkonzentriert, um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
 
Damit stecken die Wünschmichelbacher mittlerweile tief im Abstiegskampf und sollten schnellstmöglich den ersten Sieg einfahren, um die Hoffnungen auf den Klassenerhalt nicht schon früh begraben zu müssen. Die Möglichkeit dazu bietet sich in rund zwei Wochen beim MTV Rosenheim, der ebenfalls mit 0:8 Punkten in die Saison gestartet ist.
 
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