Nachtrag: Große Bühne für den Jugendfaustball – MTV Oldendorf gewinnt den Titel der männlichen U16

Bild: Michael Walther
Verfasst am 9. April 2026
Allgemein Events Jugend Spielbetrieb

Mit der deutschen Meisterschaft der männlichen U16 wurde in Leipzig die Endphase der Hallensaison eingeläutet, bevor sich am 11./12. April 40 U12-Teams aus 12 Landesverbänden in der großen Sporthalle der Leipziger Sportschule „Egidius Braun“ versammeln. Den U16-Jungs wurde eine große Bühne – inklusive Livestream – geboten, die Zuschauer bestaunten hochkarätige Spielzüge und am Ende krönte sich der MTV Oldendorf verdient zum deutschen Meister.

Leipzig. Im Vormittags-Block am Samstag griffen direkt drei oft genannte Titelkandidaten ins Geschehen ein. Der Turnierbaum gab vor, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits im Viertelfinale zu einem Highlight-Spiel zwischen dem MTV Oldendorf und den Gastgebern des SC DHfK Leipzig oder dem TV Brettorf kommen würde. Somit war bereits das 3. Spiel des Tages zwischen Leipzig und Brettorf wie ein vorgezogenes Entscheidungsspiel. Nach nervösem Start der Gastgeber (9:11) kehrte im zweiten Satz etwas mehr Ruhe ein, sodass die Begegnung schlussendlich 1:1 endete, mit besseren Ballverhältnisse zu Gunsten der Leipziger. Der TSV Karlsdorf schnupperte gegen Brettorf an der Sensation, konnte nach einer deutlichen Niederlage gegen das Leipziger Team jedoch das Vorrundenaus nicht mehr abwenden. In der Gruppe B setzte sich Oldendorf erwartungsgemäß durch, dahinter folgte das junge Kubschützer Team vorm TV Unterhaugstett. In den anschließenden Viertelfinal-Begegnungen gab es dann jeweils deutliche 2:0 Siege für den SC DHfK sowie den MTV Oldendorf, was nach einem engen Spiel im NDM-Finale durchaus überraschend war.

Für Brettorfs Trainer Tobias Kläner bleibt dennoch festzuhalten: „Leipzig ist immer eine Reise wert. Wir finden hier tolle Rahmenbedingungen vor, insbesondere engagierte Helfer, und einen fachlich gut kommentierten Livestream. So können auch die Daheimgebliebenen Teil der Veranstaltung sein.“

Am Nachmittag konnte sich dann der TV Stammheim als eindeutig sicherste und stärkste Mannschaft souverän in den Gruppenspielen (gegen LoLa und Gärtringen) sowie im Viertelfinale gegen den Hammer SC durchsetzen und das Halbfinal-Ticket lösen. Das letzte Viertelfinale zwischen dem TSV Lola, als zweitem der Gruppe C, und dem TV Ochsenbach, als Sieger der Gruppe D, war dann Dramatik pur – mit dem besseren Ende für die Schleswig-Holsteiner (15:13, 13:11).

Zu den Platzierungsspielen am Sonntag konnten dann zu den Hochzeiten 350 Zuschauer in der Halle begrüßt werden, mit dabei unter anderen auch Familie Elsner vom TV Augsburg, welche die Qualifikation zum Event nur denkbar knapp verpasst hatten. „Natürlich wäre unsere Mannschaft gerne selbst auf dem Spielfeld vertreten gewesen. Dennoch machen wir die Reise nach Leipzig immer wieder gerne. Man spürt einen großen Zusammenhalt in der Faustballfamilie. Obwohl wir manchmal Gegner auf dem Platz sind wurden wir selbstverständlich eingeladen, mit im Fanblock zu sitzen. Diese Wertschätzung ist besonders und wir würden jedes Mal auf´s Neue die Reise auf uns nehmen.“ (Gabi Elsner)

In den Überkreuzspielen der Plätze 9-12 siegte Karlsdorf sicher gegen Unterhaugstett, verlor dann im Anschluss aber in drei Sätzen gegen den NLV Vaihingen, welche sich zuvor gegen den TSV Gärtringen durchsetzen konnten. Auf den Plätzen 5-8 gab es ebenfalls keine größeren Überraschungen. Kubschütz schlug Hamm, Brettorf behauptete sich gegen den TV Ochsenbach. Platz 5 holte sich anschließend recht deutlich die kompakte Brettorfer Mannschaft, Platz 7 ging an den TV Ochsenbach.

Mats Hinrichs vom TV Brettorf resümierte: „Die Meisterschaft war etwas sehr besonderes, insbesondere durch die Einspielhalle und den professionellen Livestream. Hierdurch konnten die Spiele immer zügig gestartet werden und allen Mannschaften konnten sich ideal vorbereiten.“

Im Halbfinale brannte dann buchstäblich die Sporthalle der Johanna-Moosdorf-Schule. Das junge Stammheimer Team lief zur Höchstform auf und konnte nahezu sicher geglaubte Punktgewinne reihenweise durch spektakuläre Abwehraktionen verhindern. Trotz großen Kampfes musste das SC DHfK-Team beide Sätze knapp an die Stuttgarter abgeben. Das zweiten Halbfinale war dann eine klare Angelegenheit für Oldendorf.

Im Spiel um Platz drei war den Gastgebern dann zunächst noch anzumerken, dass der verpasste Finaleinzug an die Substanz ging. Nach einem 2:11 der nun stark verbesserten Mannschaft des TSV LoLa bäumte sich die Mannschaft allerdings nochmal auf uns konnte sich schlussendlich doch noch die erhoffte Medaille sichern. Für alle Beteiligten ist dies nach den Strapazen der letzten Wochen, inklusive Silbermedaille bei der U18 und Aufstieg in die zweite Liga, dennoch ein großartiger – vor allem mentaler – Erfolg.

Im Finale zeigten dann Oldendorf und Stammheim, dass die beiden besten Mannschaften des Wochenendes den Titel unter sich ausmachen. Beide Teams bestachen durch mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfgeist, schlussendlich machte dann aber dennoch die Klasse von Jasper Weusthoff auf Seiten der Oldendorfer den Unterschied. Damit schließt sich für die Oldendorfer ein Kreis, nach zuvor zwei bitteren Finalniederlagen auf Leipziger Boden.

Bilder von Michael Walther:

Zum Flickr Album von Uwe Spille

Herzlichen Glückwunsch außerdem an Jasper Weusthoff (Angriff) und Bjarne Neddenriep (Zuspiel) vom MTV Oldendorf sowie an Mato Schiefer (Abwehr) vom SC DHfK zur MVP-Wahl auf der jeweiligen Position.

Danke an Faustball-Deutschland, für euer Vertrauen, uns insbesondere herzlichsten Dank an alle Helfer und Helferinnen vor Ort!

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