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Keine Titelverteidigung für Pfungstadt

> Enttäuschte Pfungstädter nach dem verlorenen Finale (Foto: IFA)

Curitiba/BRA (ssp). Sogipa Porto Alegre hat den IFA Faustball World Cup 2017 gewonnen. Wie im ersten Duell setzte sich die brasilianische Mannschaft auch im zweiten Aufeinandtreffen gegen den Titelverteidiger TSV Pfungstadt durch.

Zu Beginn des zweiten Wettkampftages starteten beide Teams bei guten Platzbedingungen und deutlich weniger Wind als noch am Vortag. Die erste Angabe von Steve Schmutzler landet in der Leine, ehe Pfungstadt sich einen kleinen Vorsprung erkämpft. Nach zwischenzeitlicher 7:5-Führung für Pfungstadt wird Sogipa stärker, dreht den ersten Durchang zum 13:11.

Auch im zweiten Durchgang liegt Pfungstadt in Führung. Doch aus einem 5:8 macht der Champion aus Südamerika ein 10:9. Nach einem zu weiten Vorspiel und Leinenberührung von Johannes Jungclaussen erhöhen die Brasilianer auf 2:0.

Pfungstadts Steve Schmutzler (Foto: IFA)

Pfungstadts Steve Schmutzler (Foto: IFA)

Auch im dritten Abschnitt legt Pfungstadt vor (3:0), ehe die Brasilianer zurückkommen. Gerade in der Defensive offenbaren die in gelb gekleideten Pfungstädter Schwächen. Rodrigo Sprandel findet immer wieder Lücken, egal ob kurz, lang oder halblang geschlagen. Auch beim 7:10 wehrt er den ersten Pfungstädter Satzball noch ab. Den zweiten verwandelt Steve Schmutzler mit einem wuchtigen Ass auf 24,5 Meter.

Deutlicher scheint es zunächst im vierten Durchgang. Mit 6:2 liegen die Hessen bereits in Front, der Vorsprung ist beim 9:8 nahezu augebraucht. Ein Ass von Schmutzler sorgt für zwei Satzbälle. Den ersten wehrt Sogipa noch ab, den zweiten verwandelt Schmutzler zum 11:9.

Nach einer fünfminütigen Pause geht es zurück auf das Feld. Besonders Johannes Jungclaussen, der vom ehemaligen Topangreifer und Livestream-Kommentator George Schuch nur „Johannes“ genannt wird, stellt Sogipa vor große Probleme (8:4). Nach zwei Leinenfehlern der Brasilianier geht Pfungstadt zum ersten Mal in diesem Weltcup-Finale in Satzführung.

Grund genug für die Brasilianer zurückzuschlagen. Sie erwischen den deutlichen besseren Start in Durchang sechs. Pfungstadt nimmt bei 1:5-Rückstand Auszeit, ohne den gewünschten Erfolg. Bei 10:6 gibt es gleich vier Satzbälle für die Brasilianer. Mit dem zweiten erzwingt Rodrigo Sprandel den Entscheidungssatz.

Steve Schmutzler eröffnet mit der Angabe, den ersten Punkt verbucht aber Sogipa auf dem Konto. Auch beim Seitenwechsel liegt die bessere Ausgangslage bei den Südamerikanern (6:4). Nach einem Rollerpunkt von Johannes Jungclaussen und einer Ausangabe von Rodrigo Sprandel nimmt Porto Alegre Auszeit. Dann der große Auftritt von Ajith Fernando. Er rettet zwei unglaubliche Bälle – mit einem Preller auf die Tribüne sorgt Steve Schmutzler für die 8:7 Führung. Am Ende reicht es trotzdem nicht für die Wende

Für Sogipa ist es der zwölfte Weltpokal-Titel. Sie sind damit das unangefochtene Topteam der Faustball-Welt. Pfungstadt gewinnt nach 2013 zum zweiten Mal eine Silbermedaille.

Steve Schmutzler, Pfungstadt: „Es war Spiel auf Augenhöhe, wenn man sich die Punkte gesamt ansieht. Gestern waren es zwei Punkte unterschied, heute wir einen Punkt mehr – Nuancen haben den Unterschied ausgemacht. Wir waren etwas zu passiv und hatten insgesamt etwas zu wenig Stimmung in der Mannschaft. Wir haben uns dann von guten Aktionen von Sogipa zu schnell runterziehen lassen. In zwei Spielen nur ein Punkt Unterschied sagt alles. Sogipa hat beide Spiele gewonnen und damit verdient gewonnen. Wir alle haben super gespielt, Gratulation an Sogipa zum World Cup.“

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