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14. Oktober 2016 | Rechte Spalte

Karlsruhe und Oldenburg gewinnen adh-Open

Jena (DFBL/bec). Die adh-Open Faustball 2016 sind Geschichte. Am Ende eines neun-stündigen Wettkampftages konnten die Männer der KIT Karlsruhe ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und erneut einen Pokal mit ins badische Land nehmen. In der Mixed-Kategorie überraschte adh-Open-Neuling Oldenburg und sicherte sich neben dem Sieg im Mixed auch den Sieg im ganzen Turnier.

Nach der Eröffnung durch Offizielle der Stadt Jena, des Hochschulsports und des Organisationsteams startete 9:30 Uhr die Vorrunde. Diese wurde im Spielmodus Jeder-gegen-Jeden ausgetragen, dabei verteilten sich die acht Teams auf zwei Hallen. Nachdem kurzfristig verletzungsbedingt ein Männer-Team der KIT Karlsruhe zurückgezogen werden musste, erklärte sich der TV 98 Erfurt bereit, den freigewordenen Platz im Turnier mit einem Team einzunehmen und als aktiver Verein außer der Wertung zu spielen, sodass ein reibungsloser Turnierablauf von statten gehen konnte.

Der ganze Tag war von spannenden und äußerst knappen Spielen geprägt, was sich später insbesondere in den Finals zeigte. Nach der Vorrunde wurden die Platzierungen der Männer- und Mixed-Teams ermittelt. Dabei zog Jena in der Männer-Kategorie den Kürzeren, belegte den dritten Rang und musste auf Grund des wertungsfreien TV Erfurt kein Endspiel mehr bestreiten. Ebenfalls nach der Vorrunde auf Platz drei ordnete sich die Mixed-Vertretung der Saalestädter ein. In einem kleinen Finale um den Bronzerang trafen die Jenaer auf die Universität Bonn. Dieser waren die Gastgeber stets überlegen und bestätigten somit ihre Vorjahresplatzierung mit einem deutlichen 31:18.

Ergebnisse_adh-Open_2

Sowohl im Mixed, als auch im Männer-Finale leisteten sich die Teams einen engen Schlagabtausch. Im Mixed-Finale standen sich die Universität Oldenburg und Vorjahressieger Leipzig gegenüber. Zu Beginn der ersten Hälfte gingen die Nordlichter 7:3 in Führung, welche sie bis zum Ende der ersten Halbzeit auf 14:8 ausbauen konnten. Völlig unerwartet gelang es Leipzig sich in der zweiten Halbzeit phänomenal zurück zu kämpfen. Sieben Punkte in Folge für die Sachsen gestalteten das Spiel wieder deutlich spannender. Oldenburg hielt gegen, punktete und führte wenige Minuten vor Abpfiff 17:15. Trotz aller Bemühungen gelang es Leipzig im weiteren Verlauf nicht das Spiel nochmals zu drehen. Beim Endstand 19:17 stand Oldenburg als neuer adh-Open Sieger in der Kategorie Mixed fest.

Hatte man geglaubt, dass es nicht spannender hätte werden können, wurde man beim Männer-Finale eines Besseren belehrt. Eine weitere Leipziger Mannschaft mit vier Faustball-Anfängern hatte es ins Finale geschafft und sah sich dem routinierten Vorjahressieger Karlsruhe gegenüber. Von Beginn an punkteten die Teams wechselseitig, sodass es weder Karlsruhe noch Leipzig gelang sich deutlich abzusetzen. Trotz sieben Spiele, die beide Mannschaften bereits in den Knochen hatten, liefen alle Spieler nochmals zu einer Höchstform auf. Die Spielzeit von zwei Mal zehn Minuten lief aus, die Punktetafel zeigte ein 19:19 Unentschieden. Um den Sieger des Männerfinals zu ermitteln, entschied man sich für den „Best-of-five“-Nachspielmodus: Welches Team zuerst drei Punkte ergattert, sollte der diesjährige adh-Open Männer Sieger werden. Und es kam, wie es kommen musste: 20:19-Führung für Leipzig, Ausgleich, Führung, Ausgleich. Bei 21:21 sollte der letzte und alles entscheidende Ball ausgespielt werden. Die Angabe der Leipziger flatterte ins hintere Aus, großer Jubelgesang auf Karlsruher Seite.

Durch die Deutsche Faustball Liga (DFBL) wurde ein Wanderpokal gesponsert, welcher an den studentischen Sieger des Turniers überreicht wurde. Somit wurde das Team der Universität Oldenburg mit einem zweiten Pokal geehrt.

Besonders hervorzuheben ist die äußert hohe, diesjährige Anfänger-Quote im Turnier. Von 45 Teilnehmern standen lediglich 13 aktive Faustballer im Aufgebot der Universitätsmannschaften. Dabei ist insbesondere das gute Abschneiden der Leipziger Mannschaften lobenswert, da sich sowohl im Mixed- als auch im Männerteam jeweils nur ein Faustballer befand.
Über die vergangenen Jahre hat sich gezeigt, dass die konsequente Faustballarbeit an den Universitäten Bonn, Karlsruhe, Leipzig und Jena nachhaltig Früchte trägt. Andere Hochschuleinrichtungen sind leider immer mehr aus dem Fokus verschwunden, da die einstigen Protagonisten ihr Studium beendet haben. Dennoch, wie Steffen Lüdtke, DFBL-Vertreter bei der adh-Open, betonte, ist die Arbeit an den Universitäten und Hochschulen des Landes nicht zu vernachlässigen. „Um den Faustballsport im Nachwuchsbereich voranzutreiben,“ so sagt er, „kann und muss man an einer weiteren, noch viel früheren Stelle als bei den Kindern ansetzen, nämlich den künftigen Lehrkräften.“ So kann durch die Präsenz des Faustballsportes in den Hochschulsporteinrichtungen eine breite Masse erreicht werden, die, wenn es gut läuft, den Faustballsport zurück in die Schulen trägt. Es ist wünschenswert, dass künftig deutlich mehr Studierende aus den Universitätsstädten bei der adh-Open Faustball vertreten sind. Dies sei ein Appell an alle studentischen (oder auch nicht-studentischen) Faustballer: Werdet an den Hochschulen und Universitäten aktiv!

Zu guter Letzt geht der Dank seitens der Jenaer Faustballer an die DFBL für die Bereitstellung eines Wanderpokals und die Präsenz bei der Veranstaltung, an den FFKF für die Spende zur Ausrichtung der adh-Open, den TV 98 Erfurt für die spontane Bereitschaft zur Turnierteilnahme, sowie Ralf Kuhn vom SV 1975 Zeulenroda , der durch die Bereitstellung der Rollständer das Turnier gerettet hat.

Bericht: Bianca Kruck

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