Käfertal gibt erste Punkte ab – TVO siegt dreifach

Feierte mit dem TV Schweinfurt-Oberndorf in Stammheim drei Siege: Maximilian Lutz (Foto: Janic Lautenschläger)

Mannheim (DFBL/aga). Im Kampf um die Spitzenplätze in der 1. Bundesliga Süd der Männer haben die Faustballer des TSV Calw einen wichtigen Erfolg gefeiert. Gegen den bis dato ungeschlagenen TV Käfertal setzte sich das Team glatt in drei Sätzen durch. Der TV Schweinfurt-Oberndorf blieb – nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt – an ihrem zweiten Spieltag in drei Spielen ungeschlagen.

TSV Calw – TV 1880 Käfertal 3:0 (12:10, 11:7, 13:11)

Was für ein Duell – vor allem aus Sicht der Calwer Fans an der Aischbach-Arena. Der TSV Calw besiegte am Sonntag den in Bestbesetzung angereisten, bisher ungeschlagenen TV Käfertal und verdrängt die Mannheimer damit auf Platz 3 der Tabelle. Vor den Calwern steht somit aktuell nur der Serienmeister aus Pfungstadt. Die Chancen stehen gut, das Saisonziel obere Tabellenhälfte – und vielleicht sogar das Traumziel DM-Endrunde – zu erreichen. Aber Achtung: Am Sonntag muss mindestens ein Sieg gegen Unterhaugstett oder Schweinfurt-Oberndorf her.

Die Calwer, wieder in der Besetzung mit Raphael Schlattinger und Philipp Kübler im Angriff, Nick Stoll, Marco Stoll und Leandro Schmidberger angetreten, behielten nicht nur in den ersten zwei Sätzen die Nerven, sondern auch im dritten Durchgang, als Petrus die Schleusen öffnete und Gewitter noch einmal für einen Vorteilwechsel zu sorgen drohte.

TV Stammheim – FBC Offenburg 3:0 (11:7, 11:6, 12:10)

Tags zuvor trat beim Spieltag in Stammheim im Auftaktmatch des Tages der Gastgeber auf den FBC Offenburg. Im Spiel übernahm Stammheim von Beginn an das Zepter, und agierte – auch unterstützt von einigen Fehlern des Gegners – dauerhaft aus einer beruhigenden Führung. Bei den klaren 11:7- und 11:6-Erfolgen hatte Stammheim in den ersten beiden Sätzen keinerlei Probleme mit dem Gegner, im dritten Satz kam der Gast dann zwar stärker und stabiler ins Spiel, am Ende behielt Stammheim aber beim 12:10 die Nerven und sicherte sich einen 3:0 Erfolg.

TV Waldrennach – TV SW-Oberndorf 2:3 (5:11, 11:6, 4:11, 11:7, 8:11)

Das TVW-Team, ohne Sieg in den Spieltag gestartet, traf zunächst auf den TV Schweinfurt-Oberndorf. Im ersten Satz hatten die Horebler noch Anfangsschwierigkeiten, doch die Akteure aus dem Neuenbürger Höhenort ließen nicht locker und kämpften sich in den Entscheidungssatz. Dort legten die Jungs einen fulminanten Start hin und gingen mit 7:3 in Front. Mit dieser komfortablen Führung im Rücken schaltete das Team einen Gang zurück und brachte somit den Gegner wieder ins Spiel. Schweinfurt konnte dadurch die Wende einleiten und die Begegnung mit 3:2 gewinnen. “Phasenweise dominierten wir das Spiel, aber hatten dann auch wieder zu viel Respekt vor dem Gegner und nutzten in der entscheidenden Phase unsere Chancen nicht”, so Trainer Stefan Maier.

TV Stammheim – TV SW-Oberndorf 2:3 (9:11, 11:6, 11:5, 4:11, 7:11)

In den letzten Jahren hatte sich der TVO regelmäßig in der Spitzengruppe der Liga bewegt, doch bereits im Auftaktspiel gegen Waldrennach hatten die Franken ungewohnte Schwächen im Defensiverbund offenbart, was das Fehlen von Angreifer Oliver Bauer – das in der Vergangenheit durch eine kompakte Teamleistung meist gut kompensiert werden konnte – nun doch deutlich bemerkbar machte.

Gegen Stammheim entwickelte sich somit eine absolut offene Partie, in der der TVO den ersten Durchgang mit 11:9 gewann, bevor in den beiden Folgesätzen besonders Stammheims Angreifer Max Gayer zur Topform auflief, aus nahezu jeder Chance punktete und mit 11:6 und 11:5 zwei deutliche Satzgewinne für Stammheim verbuchte. Den 1:2-Satzrückstand steckte die Franken, angeführt von Fabian Sagstetter, aber weg, und gleichen durch einen deutlichen 11:4-Satzerfolg aus. In einem offenen Spiel war es dann auch der Favorit aus Oberndorf, der mit einem nun stark spielenden Angreifer Robin Göttert dem letzten Satz seinen Stempel aufdrücken konnte. Der 11:7-Satzausgang für den TVO bedeutete schließlich eine 2:3-Niederlage für Stammheim.

FBC Offenburg – TV SW-Oberndorf 0:3 (14:15, 6:11, 5:11)

Im ersten Satz konnte der FBC die Partie lange offen gestalten, erst mit dem letzten Ball stellte der TVO auf Sieg. In den Sätzen zwei und drei ließ der TVO nichts mehr anbrennen und holte sich die nächsten Punkte

FBC Offenburg – TV Waldrennach 1:3 (11:8, 8:11, 8:11, 4:11)

Taktisch stellte Trainer Stefan Maier auf eine defensive Aufstellung um, da der gegnerische Schlagmann für sehr gut gespielte kurze Bälle bekannt ist. Für die Entschärfung dieser Bälle wurde Carsten Scheerer auf den Zweitschlag gestellt und Maximilian Maier nahm Carstens Position in der Abwehr ein. Nach der Niederlage des ersten Satzes kam Jeremy Wuhrer in die Partie hinein und führte sein Team zu einem 3:1-Erfolg. Erfolgsgaranten für den Sieg waren Carsten Scheerer sowie Oliver Kraut mit tadellosen Abwehrleistungen.

“Natürlich bin ich mit der verspielten Führung gegen Schweinfurt alles andere als zufrieden, aber wir dürfen die Hoffnung auf den Klassenerhalt nicht aufgeben. Mein Team hat bis jetzt durchaus gute Leistungen gezeigt, was Hoffnung für die noch anstehenden Aufgaben gegen Calw, Unterhaugstett sowie die Abstiegsrunde macht. Das Ziel wird sein, einen Sieg aus den beiden Spielen holen. Mit vier Punkten sollten wir eine gute Ausgangsposition für den Klassenerhalt haben”, so der optimistische Stefan Maier.

Die nächsten Spiele

Die Positionen stabilisieren sich und die Tabelle entzerrt sich langsam. So wie es den Anschein hat, sind die ersten drei Positionen vergeben,  um den vierten Platz wird sich wohl der TV Unterhaugstett (sofern Michael Ochner wieder zum Kader stoßen kann) und der TV Schweinfurt-Oberdorf einen direkten Kampf liefern – wobei der TVU noch gegen Käfertal und Calw antreten muss. Die Abstiegs-Qualirunde ist durchaus spannend, nur der Fünfte der Tabelle wird eventuell sechs Punkte aufweisen, was das rettende Ufer bedeuten würde. Die Plätze sechs, sieben und acht sind hart umkämpft und ausgeglichen. Für das kommende Wochenende sind weitere sieben Matches geplant – vier in Offenburg am Samstag, 10. Juli, und sonntags drei in Unterhaugstett.

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