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Im Süden nichts Neues …

> Der TSV Pfungstadt übernimmt gleich wieder die Spitze der Tabelle. Foto: DFBL/Schönwandt

Mannheim (DFBL/aga/bec). Im Süden nichts Neues: Wie gewohnt startet die Männer-Bundesliga mit einem souveränen TSV Pfungstadt an der Tabellenspitze. Die Hessen gewannen ihre beiden Auftaktbegegnungen deutlich – ähnlich wie Hallen-Absteiger TSV Calw.

TSV Pfungstadt – TV SW-Oberndorf 5:1
(11:5, 11:4, 9:11, 11:9, 11:6, 11:6)

Gleich drei Spiele standen zum Auftakt der Bundesliga-Feldsaison für den Rekordmeister auf dem Programm. Dreimal hat er gewonnen und gab nur zwei Sätze ab. Auch wenn die Faustballer des TSV Pfungstadt, mit mehreren angeschlagenen Spielern am Start, noch keinen Glanz versprühen konnten, zeigte sich Trainer Dieter Thomas zufrieden: „Drei klare Siege zum Rundenstart, was will man mehr.“

Gingen die ersten beiden Sätze bei schönem Wetter am Freitagabend gegen Schweinfurt zunächst deutlich an Pfungstadt, kam der Gegner dann immer besser ins Spiel. „Uns sind einige dumme Fehler unterlaufen“, bedauerte Andrew Fernando. „Der Platz war aber auch sehr holprig.“ Dieter Thomas pflichtete bei: „Da muss was passieren und unbedingt gewalzt werden.“
So wäre nach dem dritten Durchgang fast auch der vierte verloren gegangen. „Aber wir haben uns noch mal zusammengerissen und in den letzten beiden Sätzen die Konzentration hochgehalten“, konnte Andrew Fernando am Ende positiv festhalten.

TSV Pfungstadt – TV Vaihingen/Enz 5:0
(11:9, 11:7, 15:14, 11:4, 11:7).

Kalte Temperaturen und Regen ab dem vierten Satz verhinderten gegen Vaihingen/Enz eine bessere Leistung als am Vortag. Das junge Gästeteam habe sich allerdings auch „gut verkauft“, fand Andrew Fernando. Seine Mannschaft, die am Samstag ohne den beruflich verhinderten Bastian Thomas auskommen musste, tat sich nicht leicht und hatte Startschwierigkeiten. Trotzdem konnte sie einen Satzverlust vermeiden. Im dritten war es allerdings eng geworden. Erst nach einer verschlagenen Angabe von Vaihingen/Enz war dem TSV ein 15:14 sicher.

TV Unterhaugstett – TSV Pfungstadt 5:1
(11:5, 11:7, 11:9, 11:9, 7:11, 11:3).

Wieder mit Bastian Thomas, aber diesmal ohne Jonas Schröter, hatte Pfungstadt die Gastgeber anfangs gut im Griff. Diese konnten sich jedoch im Laufe der Partie steigern, so dass der Favorit im dritten und vierten Satz nach einer Umstellung Mühe hatte. Der fünfte Durchgang ging schließlich verloren. Dann wechselte Dieter Thomas erneut, und seine Mannschaft gab nicht mehr als drei Ballpunkte ab.

TV 1880 Käfertal – FBC Offenburg 5:0
(11:8, 12:10, 11:9, 12:10, 11:5)

Nur wenige Schlachtenbummler fanden wohl wetterbedingt den Weg auf die Karl-Heinz Herbst Sportanlage. Für ihr Ausharren in der Kälte wurden sie aber durch eine solide Vorstellung ihrer „Buwe“ belohnt. Trainer Leo Goth vertraute zu Beginn der Saison seiner eingespielten Mannschaft aus der Hallenrunde. Für den beruflich nach München ausgeschiedenen Hendrik Vetter rutschte Marcel Moritz ins Team, der schon 2018 mit Klassen und Mondl den Abwehrverbund bildete. Eine konzentrierte Abwehrleistung, sicheres Zuspiel und die daraus resultierenden Kombination in einem meist sicheren Angriffsspiel sorgten dann auch für die erste Satzführung der Partie. Der FBC Offenburg kam im folgenden Verlauf besser in die Partie, doch vor allem ein groß aufspielender Nick Trinemeier an der Angabe sorgte in den Folgesätzen für ausgeglichene Verhältnisse. Auf Offenburger Seite ragte der Brasilien-Legionär Vini Tavares-Goulart aus dem Abwehrverbund heraus. Bis zum Ende der Sätze konnte sich keine Mannschaft absetzen. Erst zum Schluss legten die Mannheimer eine Schippe drauf und beendeten Satz zwei bis vier jeweils knapp für sich. Der letzte Spielabschnitt war dann eine Demonstration Käfertaler Effektivität. Defensiv holten Mondl & Co nahezu jeden Angriffsschlag der Ortenauer und das Duo Trinemeier/Braun verwandelte sehenswert an der Leine. Deutlich ging Satz fünf und damit das Spiel an die Hausherren. „Es ist super gelaufen“, befand auch Neuzugang Christof Jugel, der das Spiel noch von der Bank verfolgen musste. „Die Mannschaft hat souverän gespielt. Heute war es gut, sich die Atmosphäre mal in der Mannschaft, aber noch nicht auf dem Feld anzuschauen. Für morgen bin ich aber bereit.“ Leo Goth nach dem Spiel „wenn du gegen einen direkten Konkurrenten um Platz 2-3 ein 5:0 nach Hause bringst ist das fast einen Zusatzpunkt wert und kann hinten hinaus wertvoll werden“

 

TV Augsburg – TSV Calw 0:5
(3:11, 8:11, 7:11, 9:11, 6:11)

Die bayrischen Schwaben sahen bei ihrem Bundesliga-Debüt gegen den letztjährigen Dritten der Deutschen Meisterschaft kein Land. Der Calwer Neuzugang Dennis Gruber war in der Fuggerstadt noch nicht dabei. So berief Trainer Thomas Stoll seinen Allrounder und Jung-Nationalspieler Philipp Kübler neben Raphael Schlattinger nach vorn. Die zentrale Position besetzte Nick Stoll, flankiert von den Abwehrspezialisten Lukas Gruner und Mathias Zierer. Diese eingespielte Fünf dominierte unter widrigen Bedingungen auf dem Rasen von Beginn an, ging zügig in Führung. „Wir wussten zuvor nicht recht, was uns erwartet, da wir gegen Augsburg erst selten gespielt haben“, so Philipp Kübler. „Aber wir waren entspannt und kamen gut in die Begegnung. Hinten standen wir einfach perfekt und verwerteten vorne die Chancen, ohne viele Eigenfehler zuzulassen.“ Kurz: Das Spiel wurde zum ungleichen Duell. Lediglich im vierten Satz kamen die Augsburger zeitweise heran, doch nach knapp über einer Stunde hatten die TSV-Männer ihren Favoritensieg eingetütet.

TV SW-Oberndorf – TV Unterhaugstett 5:2
(11:4, 11:6, 11:7, 11:6, 10:12, 7:11, 11:6)

Der Start beim Erstliga-Debüt hätte für die Unterhaugstetter hätte nicht schlechter sein können. Sie mussten gleich die ersten beiden Sätze deutlich abgeben. „Wir sind bei sehr kaltem Wetter nur schwer in das Spiel gekommen“, sagte TVU-Kapitän Christan Lörcher. Lörcher, der urlaubsbedingt noch nicht spielte, lobte vor allem das fehlerlose Zuspiel des Gegners. Dem TV Unterhaugstett wurde schnell klar: Wenn Hauptangreifer Oliver Bauer auf dem Feld ist, haben sie kaum eine Chance. Als im zweiten Satz auch noch TVU-Schlagmann Robin Gensheimer nach einem Zusammenprall mit seinem Teamkollegen Michael Ochner vom Feld musste, waren die nächsten beiden Sätze verloren. Beim TVU spielte Holger Bäuerle bei seinem Debüt im Zweitschlag. Max Winkler ging in die Abwehr. Dieser Versuch brachte keinen Erfolg. Im fünften Satz wechselte Markus Katz vom Zuspiel in den Zweitschlag. Winkler übernahm dessen Position und Bäuerle die Abwehrarbeit. Diese Umstellung fruchtete. Die Unterhaugstetter holten im fünften Satz den Sieg und legten ein 11:7 im sechsten nach. Bevor dann Schweinfurt im siebten Satz den Deckel drauf machte

TSV Calw – TV 1880 Käfertal 5:0
(11:7, 11:7, 11:3, 11:6, 11:6)

Am Sonntag stand den Calwern auf dem heimischen Faustballplatz am Aischbach ein ganz anderes Kaliber gegenüber: Der TV Käfertal aus Mannheim gehört seit Jahren zu den besten deutschen Teams und verfügt über eine sichere Abwehr sowie in Nationalangreifer Nick Trinemeier über einen herausragenden Schlagmann. Die rund 80 Zuschauer begrüßten Neuzugang Dennis Gruber, der im TSV-Dress neben Raphael Schlattinger auflief. Erneut deckte Nick Stoll die Mitte ab, Kübler zog in die Defensive, zusammen mit Mathias Zierer. Lukas Gruner, der in Augsburg wie alle Kameraden sehr stark agierte, musste seinen Platz räumen. „Wir hatten ein schweres Spiel erwartet, denn auch die Käfertaler waren souverän, mit einem 5:0-Sieg gegen den FBC Offenburg, in die Saison gestartet“, so Kübler. Doch erneut überzeugte der TSV Calw von Beginn an. In der Abwehr rutschte fast kein Ball hinten durch, die Zuspiele aus der Zentrale kamen blitzsauber. Gruber parierte mehrere Kurzbälle und der einmal mehr bärenstarke Schlattinger drosch aus dem Rückschlag oder mit Klasse-Angaben seine Calwer zügig in Richtung Satzgewinne. Anfangs hatte Trinemeier noch versucht, den Schweizer Linkshänder aus dem Spiel zu nehmen, stattdessen versenkte aber Kübler, aus der Abwehr kommend, zwei, drei starke Angriffsbälle und traf damit ins Herz der Kurpfälzer. Denn in der Folge zeichnete sich schnell ab, dass die Käfertaler und Trinemeier kein Rezept gegen die Spielfreude und Perfektion der Calwer finden sollten. Kurz: Der TSV war dem Gast an diesem Tag in allen Belangen überlegen – abzulesen an den hohen Satzgewinnen, die nach 1:15 Stunden in einem klaren Gesamtergebnis mündeten. Beeindruckend die Ballsicherheit der Calwer, die Zuspiele waren genau dort wo man sie haben will als Angreifer – und egal wer, wo und auch wann zuspielte das passte.

FBC Offenburg – TV Augsburg 5:4
(11:8, 11:7, 6:11, 11:7, 8:11, 4:11, 8:11, 13:11, 11:7)

Das war eine enge Kiste für den FBC: Zuerst klare 3:1 Führung, dann kommt der Gast aus der Fuggerstadt stärker auf und der FBC lässt die Effektivität vermissen. Die Augsburger gewinnen vier Sätze am Stück und stellen auf 3:4. Im achten Satz dann offener Schlagabtausch – der TVA kann die sich bietenden Chancen nicht nutzen und muß in der Satzverlängerung ein 13:11 quittieren. Im neunten Satz dann der FBC wieder mit Oberwasser – und mit einem klaren Satzgewinn holt sich der FBC die Punkte. Der TVA kann einen Tag nach dem klaren 0:5 gegen den TSV Calw ein Ausrufzeichen setzen. Trainer Uwe Schäfer: „Wir haben uns heute Leider nicht belohnt für unsere couragierte Leistung. Respekt vor meiner Truppe, die am Samstag im ersten Spiel einen klassischen und nervösen Fehlstart hinlegte.“

Am kommenden Wochenende müssen die Calwer Löwen zum FBC nach Offenburg und der TV Käfertal nach Schweinfurt – dann wird die Tabelle weiter Gestalt annehmen.

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