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Heitec Volleys trennen sich von Faustball-Weltmeister Sagstetter

> Fabian Sagstetter (r.) ist zurück in der Faustball-Bundesliga (Foto: DFBL/Schönwandt)

Eltmann (DFBL/bec). Experiment gescheitert: Volleyball-Bundesligist Heitec Volleys Eltmann hat den Vetrag mit Libero und Faustball-Weltmeister Fabian Sagstetter schon nach wenigen Wochen aufgelöst.

Erst im Sommer hatte der Kapitän der deutschen Faustball-Nationalmannschaft nach drei Weltmeistertiteln vorübergehend die Sportart gewechselt und beim Bundesliga-Neuling angeheuert. Ein spektakulärer Wechsel, der auch in den Medien für Aufsehen gesorgt hatte. Doch nach nur drei Spielen – und drei Niederlagen – erklärten die Heitec Volleys das Experiment für gescheitert. In der offiziellen Mitteilung des Klubs heißt es: „Fabian Sagstetter wurde von Sportvorstand Rolf Werner und Headcoach Marco Donat in diesem Sommer verpflichtet, da man der Meinung war, den Quereinsteiger aus dem Faustball an das Erstliga-Niveau heranführen zu können. Diese Einschätzung hat sich in zeitlicher Hinsicht als zu optimistisch herausgestellt. Die Entscheidung ist rein sportlich gefallen und ist menschlich umso bedauerlicher, da Fabian sehr gut zur Mannschaft passt, er ist ein großartiger Teamplayer.“

Ähnliches lässt auch Trainer Donat verlauten: „Die ersten drei Spiele haben ganz klar gezeigt, dass uns auf der Libero-Position die notwendige Erfahrung fehlt. Wenn Du Dir anschaust, welche Abwehrspieler bei den anderen Teams unterwegs sind, dann waren wir da zu optimistisch mit der Konstellation eines jungen Liberos und eines älteren Quereinsteigers aus dem Faustball. Ich möchte mich sehr, sehr herzlich bei Fabian bedanken. Er hat die Mannschaft durch seine Einstellung zum Sport bereichert und ist ein absoluter Top-Profi, sicherlich auch aufgrund seiner Erfahrungen als international anerkannter Faustballer und dreifacher Weltmeister.“

Sagstetter: „Kann Entscheidung nicht nachvollziehen“

Im Gespräch mit der DFBL ist Fabian Sagstetter die Enttäuschung über das schnelle Ende anzumerken: „Wie es zu dieser Entscheidung kommt kann ich nicht sagen und auch nicht nachvollziehen. Es ist nicht meine Entscheidung. Mir wurde mitgeteilt, dass ein neuer Spieler geholt wird und ich damit gehen soll. Die daraus resultierende Trennung verlief dann allerdings einvernehmlich mit dem Verein.“

Auch Sagstetter sagt: „Die Unterschiede der Sportarten sind groß, mir war das von vorneherein bewusst. Ich denke aber, dass das Projekt in einem anderen Umfeld besser gelaufen wäre.“ Anders als die Verantwortlichen bei den Heitec Volleys ist der Faustball-Allrounder rückblickend gar nicht so unzufrieden mit seinen in der Volleyball-Bundesliga gezeigten Leistungen: „Ich denke ich hatte einen ordentlichen Start in die Liga. Ich habe in den ersten drei Ligaspielen in der Abwehr gespielt. Als wir in der Annahme unter Druck standen, bin ich auch ab und zu in der Annahme reingekommen. Die Spiele gegen Friedrichshafen und Frankfurt haben wir deutlich verloren, in Königs Wusterhausen haben wir gegen einen direkten Konkurrenten unnötig Punkte liegen gelassen. Danach bin ich nicht mehr zum Einsatz gekommen. Natürlich hätte ich mich gerne über weitere Einsatzzeiten empfohlen, vor allem auch in der Annahme.“

Von Gerüchten aus der Faustball-Szene, dass Sagstetter den Klub verlassen musste, weil der zweite Libero des Teams der Sohn des Managers Werner ist, hält der 29-Jährige nichts: „Tobi Werner ist ein guter Spieler der sich in der Zukunft weiterentwickeln wird, er ist von Geburt an Teil des Vereins und damit eine Identifikationsfigur. Somit macht es Sinn mit ihm weiter zu arbeiten.“ Für die zweite Libero-Planstelle hat Eltmann mit dem erfahrenen Japaner Shunsuke Watanabe schnell Ersatz gefunden.

Gleich wieder zurück aufs Faustballfeld

Nachdem der Ausflug in den Volleyballsport schon wieder beendet ist, will sich Fabian Sagstetter ab sofort wieder „seinem“ Faustball widmen. Bereits am heutigen Sonntag steht er für den TV Schweinfurt-Oberndorf in der Hallen-Bundesliga bei Topteam Käfertal wieder auf dem Feld: „Jetzt geht es erst mal darum den Trainingsrückstand durch die verpasste Vorbereitung aufzuholen und wieder Ausdauer aufzubauen. Wie ich der Mannschaft kurzfristig weiterhelfen kann, wird man sehen. In der kommenden Woche spielen wir in Pfungstadt, danach haben wir spielfrei und ab Ende November kommen dann die Spiele in denen wir Punkten müssen. Das heißt, es bleiben mir drei Wochen um in Form zu kommen.“

Die DFBL wünscht Fabian Sagstetter dabei viel Erfolg.

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