„Hatte bis jetzt nur gute Erfahrungen mit Schulfaustball“: Interview mit Christian Sondern

v. l.: DFBL-Präsident Ulrich Meiners, Schulfaustball-Beauftragter Christian Sondern, IFA-Nachwuchschef Uwe Schneider und ETV-Faustballer Claus Ehlbeck (Foto: ETV)
Verfasst am 1. Juli 2021
Allgemein Schulfaustball

Hamburg (DFBL/nho). Wir sprechen im Interview mit Christian Sondern, Schulfaustballbeauftragter der DFBL, über seine Erfahrungen in der Schule, was ihm besonders viel Spaß bei der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern macht und was er sich in Zukunft von den Faustball-Vereinen in Sachen Schulfaustball wünscht.

 

Hallo Christian, Du bist Schulfaustballbeauftragter bei der DFBL. Was sind da deine Aufgaben?

Christian Sondern: Da wir deutschlandweit noch keine länderübergreifende Schulfaustballangebote haben, beschränken sich die Aufgaben auf das Beantworten diverser Anfragen aus verschiedenen LTVs und die Unterstützung bei der Umsetzung verschiedener Ideen.

Angedacht war mal, dass wir aus jedem LTV eine Person für Schulfaustball finden, wir uns regelmäßig austauschen und zusammen Aktivitäten planen. Das hat leider noch nicht funktioniert. Aber vielleicht kommen wir da noch hin.

 

Was hast Du bislang für Erfahrungen mit Schulfaustball gemacht?

Christian Sondern: Hatte bis jetzt nur gute Erfahrungen mit dem Schulfaustball – Lehrkräfte sind bei Fortbildungen total begeistert und finden unsere Sportart perfekt für die Schule geeignet, Schülerinnen und Schüler sind in der Lage, in kurzer Zeit die Grundtechniken zu erlernen und erfolgreich kleine Spielformen umzusetzen.

 

Was macht Dir bei der Vorstellung der Sportart Faustball in den Schulen am meisten Spaß?

Christian Sondern: Das Feedback der Schülerinnen und Schüler im Unterricht und der Lehrkräfte bei Fortbildungen. Die Lehrkräfte möchten Faustball im Unterricht sofort umsetzen und die Schülerinnen und Schüler können es umsetzen. Man sieht Kinder, die in kurzer Zeit eine neue Sportart erlernen, und Lehrkräfte, die eine neue Sportart in den Unterricht einbinden, weil sie perfekt geeignet ist. Der schnelle Erfolg bei vielen Kindern spricht da für unsere Sportart in der Schule.

 

Was sollte man für das erste Mal Faustball in der Schule mitbringen?

Christian Sondern: Begeisterung, Geduld und gute Ideen, um die Kids zu motivieren. Kinder entwickeln zu Beginn seltsame Techniken, das spielt aber in den Anfängen keine Rolle. Lasst die Kinder mit reduzierten Regeln einfach spielen und vor allem Spaß haben.

 

Was wünschst Du Dir in Zukunft von den Faustball-Vereinen in Sachen Schulfaustball?

Christian Sondern: Ich wünsche mir, dass Vereine in LTVs, in denen Schulfaustball läuft, die Bühne mehr nutzen, um Kinder in die Vereine zu holen. In Niedersachsen und Hamburg spielen wir vorwiegend mit Anfängerklassen und genau diese Kids müssen wir abholen.

Zudem ist es wünschenswert, dass mehr Vereine zusammen mit Schulen Faustball in AGs, bei Schulturnieren oder im Ganztag anbieten.

Außerdem sollten wir irgendwann von der DFBL einen Verantwortlichen haben, der durch Deutschland tourt und für Lehrkräfte und Studenten Faustballfortbildungen anbietet. Der Golfverband hat in den letzten Jahren mehrere Millionen in das Projekt „Golf in der Schule“ gesteckt und bildet somit (angehende) Lehrkräfte aus und führt Schulprojekte durch. Darüber gewinnt man Kids. Aber das ist wohl für Faustball leider vorläufig nur ein Traum.

 

Christian, Vielen Dank für Dein Engagement und das Interview!

 

Damit endet unsere Reportage-Reihe zum Schulfaustball. Appell an Euch: Stellt unsere Sportart Faustball in den Schulen vor, damit ihr neue Kinder und Jugendliche für Faustball begeistern könnt.

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