DM Stuttgart 2026 – Spiel 2 – Männer – 1. Halbfinale

Foto: Janic Lautenschlaeger
Verfasst am 28. Februar 2026
Allgemein DM 2026 Stuttgart

TV Brettorf – TV 1880 Käfertal 3:5
(11:5, 5:11, 11:4, 9:11, 9:11, 11:6, 14:15, 9:11)

Der Nord-Primus TV Brettorf musste gar nicht viel tun, um zur ersten Satzpause mit 2:1 in Führung zu gehen. Dafür sorgte Käfertals Hauptangreifer Marcel Stoklasa, der nur schwer aus der Angabe herauskam, weil ihm jeweils fünf, sechs Mal die Leine im Weg stand. Visier zu niedrig eingestellt? Wenn der Mannheimer den Ball ins gegnerische Feld brachte, dann krachte es. So wie im zweiten Durchgang, als ihm sein Nebenmann Nick Trinemeier mehrmals stark assistierte, entweder Kurzbälle abfing oder zentimetergenau auf Schuss zuspielte. Da zeigte sich die junge Defensive der Kurpfälzer hellwach, Daniel Maurer gelangen spektakuläre Abwehraktionen. Doch letztlich waren es einfach zu viele Eigenfehler, die den konzentrierten Brettorfern in die Hände spielten. Wenn’s drauf ankam, zeigte sich auch die TVB-Abwehr wieselflink.

Der TV Käfertal reagierte nach der ersten 10-Minuten-Pause mit einem Wechsel: Maximilian Breier sollte Routine aufs Feld bringen – und erledigte seinen Job hinter Stoklasa bravourös. Käfertal brachte nun tatsächlich mehr Ruhe in sein Spiel, ging weniger Risiko ein, packte die Brechstange weg. Zunächst lag aber Brettorf erneut 5:1 vorn im vierten Satz, ehe ein Ruck durch das sichtbar unzufriedene TVK-Team ging. Nick Trinemeier war ein souveräner Ruhepol für Stocklasa und die jungen Mitspieler, die „Monnemer Buuwe“ gewannen die folgenden Sätze knapp. Die kaum voraussehbaren Kurzbälle Jungclaussens aber sorgten für Unruhe beim Gegner, Satz 6 ging klar an die Brettorfer.

Im Gleichschritt und hochspannend ging es auf die Zielgerade mit Satz Nr. 7. Dann eine Schrecksekunde: Nico Müller und Felix Schneider krachten bei einem Jungclaussen-Stoppball zusammen, Müller musste mit Schulterschmerzen raus. Christof Jugel übernahm die Mitte. Der Nordmeister aus Niedersachsen führte 7:5. Dann wieder Käfertal, das den ersten Satzball erkämpfte. Jungclaussen konterte eiskalt mit einem blitzsauberen Ass. Beide Teams egalisierten nun Satzbälle des Gegners, bei 14:14 hatte Jungclaussen die Angabe. Käfertals Abwehr parierte, Stoklasa verwandelte.

In Satz 8 standen die Abwehrreihen zunächst im Mittelpunkt. Tom Hartung (Brettorf) begleitete eine tolle Abwehraktion mit einem Kampfschrei, sein Team ging 9:6 in Führung. Dann schlug die Stunde Stoklasas. Der Hauptangreifer punktete fünf Mal in Serie, nur unterbrochen von der Brettorfer Auszeit bei 9:9 – und beendete mit einem Gewalt-Preller das spannende Match.

Nick Trinemeier, Kapitän TV 1880 Käfertal: „Die vielen abgepfiffenen Leinenbälle, von denen einige sehr knapp waren, haben Marcel aus dem Tritt gebracht. Wir sind dann aber ins Spiel gekommen und haben unsere Vorteile an der Leine genutzt. Johannes Jungclaussen hat es auf der anderen Seite clever gemacht, vor allem seine Kurzbälle waren stark. Die Verletzung von Nico hat uns fast noch einmal zurückgeworfen. Er hat einen Schlüsselbeinbruch und kann im Finale nicht spielen. Jetzt freuen wir uns aufs Endspiel und wissen, dass wir gewinnen können – egal, gegen wen.“

TV Brettorf: Johannes Jungclaussen, Tom Hartung, Hauke Spille, Lorenz Neu, Malte Hollmann.

TV 1880 Käfertal: Maximilian Breier, Marcel Stoklasa, Felix Schneider, Christof Jugel, Nick Trinemeier, Nico Müller, Daniel Maurer.

Player of the Match: Marcel Stoklasa (Käfertal)

 

Impressionen vom Spiel (Fotos: Janic Lautenschlaeger)

Zurück
Erima GHP Kammachi Sportastic Ludwig Lobi