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DM-Gastgeber Moslesfehn wirft Titelverteidiger Dennach raus

> Hier jubelt der Trainer: Seine Moslesfehnerinnen stehen im DM-Halbfinale (Foto: DFBL/denDulk)

Moslesfehn (DFBL/bec). Der DM-Gastgeber sorgt für die nächste ganz dicke Überraschung: Moslesfehn. wirft Topfavorit und Titelverteidiger mit einem 3:1-Erfolg aus dem Turnier und sicher sich Platz eins in der Vorrundengruppe.

Die Lage vor dem Anpfiff ist klar: Moslesfehn braucht zwei Sätze oder einen Sieg, um ins Halbfinale zu kommen. Dennach muss klar gewinnen.

Vor den eigenen Fans erwischt DM-Gastgeber SVM einen Start nach Maß: 4:0 führt das Team von Trainer Till Oldenbostel schon nach wenigen Minuten. Dennach spielt, wie schon im verlorenen ersten Spiel, unter seinen Möglichkeiten. Doch der TSV kämpft sich Punkt für Punkt rein bis zum 6:6-Ausgleich. Moslesfehn bleibt jedoch weiter voll fokussiert, rettet Bälle sensationell, punktet kurz und hat dann auch mal Glück: 10:7 für die Nordmannschaft. Im zweiten Anlauf ist Sabine Grüning erfolgreich: Sie macht lang das 11:8 zum 1:0. Nun fehlt dem SVM nur noch ein Satz, Dennach hingegen braucht drei Sätze in Serie.

Der TSV kommt dann besser ins Match, führt nach einem Fehler von Karen Meyer erstmals deutlich mit 5:2. Fenja Stallecker erhöht und reißt auch Sonja Pfrommer mit – 7:2. Das vergibt der Titelverteidiger nicht mehr: Pfrommer holt mit viel Auge das 11:5 zum Satzausgleich. 

Die SVM-Frauen lassen die Köpfe nicht hängen, auch ein Dennacher 3:1-Vorsprung stört sie nicht. Die starke Sabine Grüning gleicht mit kurzen Schlägen und viel Übersicht aus. Karen Meyer setzt gleich das 4:3 oben drauf. Wenig später erzwingt Meyer bei 7:5 eine Auszeit der Dennacherinnen. Das drohende Aus vor Augen serviert Weltmeisterin Pfrommer erst einmal eiskalt ein Ass. Das nächste Service wäre eigentlich weit ins Aus gegangen, Moslesfehn nimmt jedoch an und verspielt dann den Ball – nur noch 7:8 aus Sicht des TSV. Doch wenig später lässt Pfrommer einen Rückschlag ins Netz tropfen – 10:7 für den SVM und drei „Halbfinal-Bälle“. Einen wehrt sie noch ab, dann macht Meyer den Satz zu: 11:8.

Das Spiel ist zwar noch nicht vorbei, die Entscheidung jedoch schon gefallen. Und dementsprechend gibt Dennach nun auch nicht mehr alles. Moslesfehn hat leichtes Spiel, feiert mit seinen Fans einen ganzen Satz lang durch. Denn fast jeder Angriff der Norddeutschen sitzt nun. Bei 10:2 gibt es Matchbälle en masse. Plötzlich leistet Dennach dann noch einmal Gegenwehr, verkürzt Punkt um Punkt. Als es nur noch 10:6 steht, nimmt Trainer Oldenbostel seine Auszeit und stellt seine Fünf noch einmal neu ein. Das wirkt, denn ein langes Service von Meyer schlägt bei Dennach ein und bringt dem SVM den Gruppensieg – 11:7 und 3:1. 

Till Oldenbostel (Trainer SV Moslesfehn) „Mit dem Gruppensieg hat ja keiner gerechnet, wir schon gar nicht. Dass wir den absoluten Favorit rausgeworfen haben – einfach unfassbar! Auch wenn unsere Saison in der Liga nicht so gelaufen ist, hier ist wichtig und wie heißt das so schön: Am Ende k… die Ente. Wenn du im Match einmal nichts mehr zu sagen weißt, dann zeigst du den Mädchen einfach nochmal den eigenen Fanblock. Dann wissen die, was Sache ist.“  

TSV Dennach – SV Moslesfehn 1:3 (9:11, 11:5, 8:11, 7:11)

Für Dennach spielten Annkatrin Aldinger, Fenja Stallecker, Sonja Pfrommer, Laura Schinko, Anna-Lisa Aldinger

Für Moslesfehn spielten: Sabine Grüning, Marleen Schmertmann, Karen Meyer, Nane Ahrens, Michele Werth

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