DM Stuttgart 2026 – Spiel 1 – Frauen – 1. Halbfinale
Vier Begegnungen, vier Finalisten – so lautet die einfache Rechnung am Final-4-Samstag. Die SCHARRena im Stuttgarter Neckarpark ist bereit und füllte sich ab punkt 9.30 Uhr schnell mit Zuschauern. Eine Schnell-Umfrage unter den Fans – natürlich nicht repräsentativ, da von persönlichen Präferenzen geleitet – sah zwei leichte Favoriten auf den Einzug ins Endspiel am Sonntag: die Frauen des TV Segnitz und die Männer des TSV Pfungstadt. Bei Brettorf-Käfertal und Ahlhorn-Dennach deuten die Stimmen der Befragten auf Fifty-Fifty. Immer wieder gerne erwähnt: die alte Faustballer-Weisheit: bei einer DM zählt die Tagesform.
Spiel 1, Frauen Halbfinale
TV Segnitz – VfL Kellinghusen 3:0
(12:10, 11:5, 11:9)
Mit einer Jubeltraube in Weiß-Blau, den Trikotfarben des TV Segnitz, endete das erste Halbfinale dieser Endrunde. Ein klares Resultat, das ein wenig darüber hinweg täuscht, dass sich der VfL Kellinghusen leidenschaftlich wehrte und vor allem im ersten Satz einen anderen Spielverlauf hätte erzwingen können.
Beide Teams begannen nervös mit einigen unerzwungenen Fehlern. Der Underdog aus dem Norden suchte seine Chancen mit konsequentem Spiel auf Segnitz‘ National-Angreiferin Svenja Schröder. 1:4 lagen die Fränkinnen zurück. Beim Stand von 5:6 zeigte Schröder gegen Annika Rennekamp den ersten von mehreren Blockversuchen und gegen Satzende lag der Favorit dann erstmals vorn. Zwei Satzbälle wehrte Kellinghusens Angreiferin Jacqueline Böhmcker noch ab, ein Schröder-Preller und ein Ausball Rennekamps sorgte für die Satzentscheidung. Der Fanblock der Mainfränkinnen verschwand unter einer riesigen Bayern-Fahne, Hallensprecher Christian Gillmann heizte den Fans zusätzlich ein und forderte auch Co-Schiedsrichter Olaf Niemann zum Mitklatschen auf.
Die führende Mannschaft legte ihre Nervosität des ersten Satzes erwartungsgemäß schneller ab und hatte die Holsteinerinnen im Griff. Kellinghusen versuchte vieles, aber weder eine Auszeit (bei 4:1) noch die Seitenwechsel der Angreiferinnen brachte die nun sauber zuspielenden und aus dem Rückschlag fast jede Gelegenheit nutzende Svenja Schröder aus dem Konzept. Nach zwei tollen Rettungsaktionen von VfL-Abwehrspielerin Chiara Meyn konnte den klaren Satzverlust nicht verhindern. Im letzten Durchgang hatte Kellinghusen erneut den besseren Start (1:3), doch Segnitz drehte das Spiel führte 9:6. Zwei starke Aktionen von Kellinghusens Böhmker ließen die Nordlichter noch einmal hoffen, aber ein blitzsauberes Zuspiel von Antonia Fuchs auf die Leine nutzte Svenja Schröder zur Entscheidung.
TV Segnitz: Luisa Kaemmer, Sophie Müller, Antonia Fuchs, Lena Mark, Svenja Schröder.
VfL Kellinghusen: Annika Rennekamp, Vemke Voß, Nadja Zühlke, Chiara Meyn, Jacqueline Böhmker.
Player of the Match: Svenja Schröder, TV Segnitz.
Luisa Kaemmer, Kapitänin TV Segnitz: „Endlich stehen wir einmal im DM-Finale, ein sehr gutes Gefühl. Wir haben seit letzter Saison darauf hingearbeitet. Wir standen als Favorit schon unter Druck, aber wir sind neutral reingegangen – mit Respekt vor dem VfL Kellinghusen. Die anfängliche Nervosität konnten wir ab Satz 2 ablegen und aus dem Zuspiel heraus deutlich steigern.“
Impressionen vom 1. Spiel
(Fotos: Uwe Spille, Lars Neumann, Bernhard Kaiser)
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