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Die Süd-Männer vor der Hallensaison 2019/20

Mannheim (DFBL/aga). Die 1. Bundesliga Süd der Männer blickt auf ein völlig verändertes Gesicht und hat einiges an ihrer Spielstärke eingebüßt. 2 Plätze scheinen aber für die DM, die wieder in Mannheim beim TV Käfertal stattfindet, vergeben – meint unser Süd-Experte Andreas Gruber.

TSV Pfungstadt – (1)

Der TSV ist der Favorit auf den Südtitel. Der Kader mit vier Weltmeistern und einem Europameister der U21 erstklassig besetzt. Die „Gelben“ haben national und international im abgelaufenen Jahr alles gewonnen was man so gewinnen kann, ohne in den Endspielen auch nur einen Satz abzugeben. Gewackelt haben die Hessen nur beim Vorbereitungsturnier in Vaihingen und dort gegen Vöcklabruck verloren, und im DM-Halbfinale das man ganz knapp mit 3:2 gegen den TSV Hagen gewinnen konnte. Einzig die jetzt „dünne“ Bank kann dem TSV zusetzen – aber wenn die erste Fünf aufläuft gehen die Spiele womöglich im Eiltempo mit 5:0 an den TSV

TV Käfertal – (2)

Kurz vor dem Ende der Transferperiode schließt sich Oliver Späth dem TVK an. Offene Personalie ist nach wie vor Marcel, Stoklasa – nach einer erneuten Knie-OP hat er die gesamte Feldrunde ausgesetzt – das gesamte Team hofft auf seine Rückkehr, vielleicht sollte er aber auch die Hallenrunde „sausen“ lassen um dann im Feld anzugreifen, wo die Belastung für sein Knie sicher nicht so exorbitant hoch ist. Der TVK wird sicherlich als Zweiter in der Abschlusstabelle einlaufen – und hat nach Silber und Bronze im in den letzten beiden Jahren, seine eigenen Ansprüche hoch gelegt. Die Abwehr steht/stand auch ohne den Neuzugang sicher – das wird nicht leicht da die Balance zu finden. Nick Trinemeier wird sicherlich den Hauptangriff geben und von dieser Position die Mannschaft führen.

 

Sechs weitere Mannschaften kämpfen um die Plätze Plätze 3 – 8: Und da scheint vieles möglich. Selbst ein Aufsteiger könnte den dritten Platz erreichen. Die Liga erhält durch den Rückzug des FBC Offenburg und durch die drei Aufsteiger ein völlig neues Gesicht, wird aber auch an Spielstärke verlieren. Auch der TV Schweinfurt-Oberndorf wird den Abgang von zwei Leistungsträger nicht ohne Blessuren überstehen, sollte dann auch noch Oliver, Bauer beruflich ausfallen – wird es auch für den TVO ebenfalls eng. Der TV Vaihingen lange Zeit eines der Topteams der Liga, hat an dem Abgang der Leistungsträger aus den vergangenen Jahren zu knabbern. Es wird womöglich auch auf die Zuschauer und Tagesform ankommen.

TV Schweinfurt/ Oberndorf

Durch den Abgang von Fabian, Sagstetter in den Profibereich eines Volleyballteams und dem Wechsel von Jaro, Jungclaussen zurück zum TV Vaihingen/Enz entstehen zwei Lücken die kaum zu füllen sind für die Kugellagerstädter – das wird eine heiße Nummer! Sollte Oliver, Bauer beruflich ausfallen oder sich sogar verletzten wird es mehr als schwierig für den TVO. Der Rest der Truppe bleibt zusammen, aber gerade die Eckpfeiler im Gefüge der Mannschaft sind weggebrochen und durch nichts zu ersetzen. Die Klasse wird der TVO halten aber nur wenn Oliver Bauer gerade gegen die „Kleinen“ an Bord ist. Um die DM Quali wird das Team sicher nicht mitspielen

TV Vahihingen/Enz

Jaro Jungclaussen als Rückkehrer war beim TVV sicher als feste Größe eingeplant – laut den letzten Meldungen hat er sich am Wochenende aber schwerer verletzt als angenommen. Die Junge Truppe ist unter Markus, Knodel weiter gereift – nach der schwierigen Feldrunde die mit dem Abstieg endetet, wird sicher auch die Hallenrunde kein Selbstläufer. Dem Angriff fehlt noch die Konstanz und dadurch gerät die Abwehrkette zunehmend unter Dauerdruck. Sicher sind die Gegner aus dem Bereich der zweiten Tabellenhälfte dieses Jahr in der Hallenrunde einfacher zu spielen. Auf die Duelle gegen die Teams aus dem unteren Tableau werden sich aber alle Mannschaften sehr genau fokussieren. Das wir eine Saison mit Wehen und Bangen, aber am Ende wird es mehr als eng

TV Unterhaugstett

Im letzten Jahr ist der TVU dem Abstieg entronnen, weil der TSV Calw den Ausfall seines Hauptangreifers zu keiner Zeit kompensieren konnte. Die „Rubo/Negros“ werden in der Hallenrunde sicher ein Wörtchen um den dritten Platz mitreden wollen – haben aber oft Probleme mit der Spieleröffnung und die Angabe. Das reicht wohl um in den Schwabenderbys die Oberhand zu haben, aber für mehr wird es eng. Auf dem Mannschaftsbild sind nur sechs Mann zu erkennen. Sebastian Buck ist zurückgetreten, Ingo Lochmar weil beruflich in München und ein weiterer Spieler ist zurück zum TV Vaihingen, da kann man wohl von einem Minikader sprechen. Ob ein Spieler der Jugend hier schon Erstligaformat hat, ist schwer auszumachen. Der TVU bleibt definitiv drin und darf sich auf ein weiteres Jahr erste Liga freuen.

TV Waibstadt (Aufsteiger 1)

Der TVW kann auf eine lange Tradition zurück blicken – dem Aufstieg folgte in den letzten Jahren auch immer wieder der direkte Abstieg. Das wird dieses Jahr anders – mit Max Brandt hat der TVW eine der wohl effektivsten und powerhaftesten Angaben am Start, nur getoppt von Patrick Thomas. Der Kader ist ausgezeichnet besetzt und kann auf einige Jahren Erstligaerfahrung zurück greifen – im Angriff teilen sich Lukas Kiermeier, Max Brandt und Thilo Eiermann die Aufgaben. In Abwehr und Zuspiel stehen weitere sieven Cracks alle aus der eigenen Jugend zur Verfügung. Das langt sicher um drin zu bleiben. So wie es den Anschein hat die Gelb-Schwarzen wohl der heißeste Anwärter auf Platz drei.

TV Stammheim (Aufsteiger 2)

Herausragende Ergebnisse in der Vorbereitung stehen auf der Habenseite des TVS, die müssen jetzt aber auch sehr schnell stabilisiert werden: Denn fünf oder acht Sätze sind definitiv mehr als zwei Gewinnsätze bei einem Turnier. Der Kader ist ausgeglichen besetzt und hat auch schon diverse Jahre Erstligaerfahrung. Mit Maximillian Gayer (einer von drei Brüdern beim TVS) und Ueli Reißner stehen zwei komplette Angreifer dem TVS zur Verfügung. Ueli Reißner ist recht groß gewachsen und wird deshalb sicherlich einen Haupteil der Blockarbeit leisten. Die Abwehr steht sicher und Alwin Oberkersch wird sicherlich noch als Stabilisator in der Mannschaft gebraucht. Die eigene Halle mit wenig Auslauf wird dem TVS ein Plus im Abstiegskampf bescheren. Der TVS wird die Klasse halten.

TV Hohenklingen (Aufsteiger 3)

Der TVH ist als Nachrücker in die Beletage aufgestiegen und das auch bloß wegen dem besseren Satzverhältnis. Mit Bastian Dangel und Markus Schweickert stehen zwei gut aufeinander abgestimmte Angreifer in den Reihen des TVH. Marco Kühner in der Mitte ist der Fels in der Brandung – gutes Auge, sehr schnelle Antizipation und sehr flink auf den Beinen hält er den Laden hinten zusammen – seine beiden Außenabwehrspieler haben noch Luft nach oben. Sehr schön das der TVH das Wagnis erste Liga eingeht – mit Kuno Kühner steht dem Team ein sehr erfahrender Coach an der Seitenlinie zur Verfügung – und die Zuschauer des TVH sind fast ein sechster Mann. Kuno Kühner sagt: „Wir haben zwar keine Chance, aber gerade die wollen wir nutzen“. Die Teams aus der unteren Hälfte sind sehr nahe beisammen, und da kann die Tagesform entscheiden.“

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