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Der Dämmer-Thriller: Pfungstadt zittert sich ins Endspiel

> Pfungstädter Jubel im Flutlicht von Kellinghusen (Foto: DFBL/Schönwandt)

Kellinghusen (DFBL/bec). Mit einem Spektakel endet der erste DM-Tag von Kellinghusen. Der große Favorit Pfungstadt ringt Außenseiter Hagen erst nach fünf Sätzen und nach einem zwischenzeitlichen Platzwechsel nieder.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit stehen sich vor immer noch vollen Rängen der Titelfavorit TSV Pfungstadt und der Nord-Vize TSV Hagen 1860 gegenüber. Pfungstadt mit seinen vier frischgebackenen Weltmeistern Patrick Thomas, Sebastian Thomas, Ajith Fernando und Jonas Schröter macht erste Punkt. Doch so richtig kommt der TSV nicht weg – und als Hagens Philip Hofmann mit zwei starken Schlägen das 5:3 für Außenseiter Hagen erspielt, ist der Jubel im gelben Fanblock natürlich riesig. Sogar das 7:4 gelingt Hofmann wenig später. Pfungstadt ist wie erwartet schnell wieder dran – Patrick Thomas Rückschläge sind erneut kaum zu erreichen. Doch Satzbälle und wenig später auch den Auftaktsatz holen sich die Hagener. Hofmann mit einem Ass zum überraschenden 11:9.

Und Hagen, vor allem Hofmann, spielt weiter das Spiel seines Lebens. Durch die Mitte sorgt er (nach sensationeller Abwehr von Olaf Machelett) wieder für eine Hagener 4:2-Führung.Bei 5:4 Hagen wollen viele Zuschauer eine Thomas-Angabe im Netz gesehen haben, doch der Schiedsrichter entscheidet für Pfungstadt. Danach macht Pfungstadt richtig Druck und zieht weg. Satzball Nummer eins sitzt zum 11:8. 

Nun rollt der Pfungstädter Express: Patrick Thomas ist auch mit viel Auge erfolgreich und Zweitangreifer Johannes Jungclausen kann ebenfalls punkten – 4:0 für den ungeschlagenen Meister der Süd-Bundesliga. Hagen-Coach Dirk Schachtsiek reagiert. Er nimmt seinen Sohn Ole aus dem Spiel und bringt Florian Sträßer. Namensvetter Florian Kutscher übernimmt den Angriff von Hofmann. Die Hessen stört das nicht – ungerührt ziehen sie auf 8:0 davon. Nach etwas Ergebniskosmetik schlägt Thomas sein nächstes Ass zum 10:3. Nummer zwei sorgt für das 11:4.

Dann wird es kurios: Weil die Dunkelheit das Spielen auf dem Centercourt immer schwieriger macht, wechseln die Teams auf den Nebenplatz mit Flutlicht. Hagen, wieder mit Angreifer Hofmann, hat in der 15-Minuten-Pause neuen Mut geschöpft und spielt plötzlich wieder, wie zu Beginn der Partie. Thomas und den Pfungstädtern fällt auf einmal nichts mehr ein – und Hagen zieht auf 8:3 sowie 9:4 davon. Dann serviert der Weltmeister ins Aus und verschafft dem Außenseiter eune ganze Batterie an Satzbällen. Mit einem Hofmann-Ass gelingt dann das vielumjubelte 11:5. Wieder gibt es die Entscheidung erst im fünften Satz.

Auch hier sind es anfangs die Hagener, die mit den schwierigen Licht- und Bodenverhältnissen besser zurecht kommen. Doch beim letzten Seitenwechsel ist Favorit Pfungstadt wieder vorne – Stefan Bösch bekommt einen Rettungsball nicht mehr über das Netz. Danach gelingt Hagen nicht mehr viel – und Pfungstadt zittert sich in das eigentlich sicher erwartete Finale. Johannes Jungclausen setzt den letzten Rückschlag lang auf den eingewechselten Philipp Müller zum 11:7.

Damit kommt es im Finale am Sonntag zum ewigen Duel zwischen Prungstadt und Berlin. Hagen kann sich zuvor gegen Schweinfurt mit Bronze belohnen.

TSV Pfungstadt – TSV Hagen 1860 3:2 (9:11, 11:8, 11:4, 5:11, 11:7)

Für Pfungstadt spielten: Johannes Jungclausen, Patrick Thomas, Sebastian Thomas, Ajith Fernando und Jonas Schröter 

Für Hagen spielten: Philip Hofmann, Ole Schachtsiek, Kevin Schmalbach, Stefan Bösch, Olaf Machelett, Florian Sträßer, Florian Kutscher, Philipp Müller

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