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„Big Points“ für Unterhaugstett

Mannheim (DFBL/aga). Der TV Unterhaugstett greift erfolgreich nach dem Strohhalm und entscheidet am vorigen Wochenende beide Abstiegsderby im Süden für sich. Außerdem gewinnt Käfertal das Baden-Duell.

TV 1880 Käfertal : FBC Offenburg  5:2
(12:10, 11:7, 8:11, 11:8, 11:5, 9:11, 12:10)        

„Das Derby Nordbaden gegen Südbaden ist für uns immer ein besonderes Spiel“. Kapitän Dominik Mondl bringt nach dem Spiel auf den Punkt, was die Zuschauer in der knapp zwei Stunden dauernden Partie spüren konnten. Es war ein badisches Derby, in dem viel geboten wurde. Knappe Satzergebnisse, viele Emotionen und großer Kampf auf beiden Seiten prägten das Spiel. Am Ende konnten sich die Hausherren mit 5:2 durchsetzen und festigen so ihren dritten Tabellenplatz. Taktisch gut eingestellt präsentiert sich die Mannschaft von Leo Goth in den ersten beiden Sätzen. Der Trainer setzte dabei auf seine bewährte Formation der letzten Wochen. Neben Mondl bildeten Felix Klassen und Hendrik Vetter den Abwehrverbund der Mannheimer. Im Angriff wurde Nick Trinemeier von Marcel Moritz unterstützt. Zwar kam der TVK zu Beginn der Sätze erst ins Hintertreffen, zeigte aber Moral und kam immer wieder zurück. Am Ende der Sätze waren es dann die Käfertaler, die den Sack zu machten. Mit 12:10 und 11:7 hieß es 2:0 nach Sätzen. Durch die knappen Ergebnisse war natürlich gleich zu Beginn Feuer in der Partie. So wurde es durch einige Schiedsrichterentscheidungen bei knappen Bällen auch hitzig, zum Überkochen kam es durch faire Aktionen einiger Spieler aber nicht. So gab der Offenburger Oliver Späth im ersten Satz ebenso einen Körpertreffer zu, wie Käfertals Dominik Mondl einige Sätze später, der einen Ball im Aus noch berührte.  Im dritten Satz kam der FBC immer besser ins Spiel. Die Ortenauer parierten die Angaben von Trinemeier und brachten ihren Angreifer Sven Muckle in gute Abschlusspositionen. 8:11 hieß es am Ende aus Sicht der Mannheimer und damit ging es mit 2:1 in die Pause. Aus dieser kamen die Hausherren eindeutig besser zurück. Vor allem die Defensive Stand gut und so konnten Schwächen im eigenen Zuspiel kaschiert werden. „Wir hatten in der Mitte der Partie kein gutes Zuspiel“, gibt sich Felix Klassen selbstkritisch. Dennoch erkämpfte sich der TVK mit 11:8 und 11:5 die 4:1 Führung. Der FBC steckte aber nicht auf und hielt dagegen. Vor allem Muckle und Konprecht im Offenburger Angriff durchschauten nun immer häufiger die Laufwege der Kurpfälzer und punkten teilweise sehenswert. Der TVK hielt zwar dagegen, konnte aber den 9:11 Satzverlust nicht mehr verhindern. Zur zweiten Pause kamen die Ortenauer damit wieder auf 4:2 heran. Der siebte Satz wurde zu einem offenen Schlagabtausch beider Teams, der aus Käfertaler Sicht das glücklichere Ende nahm. Durch eine weiterhin gute Defensivleistung und ein konstanteres Zuspiel für Trinemeier erspielte sich der TVK bei 10:7 drei Matchbälle. Offenburg hielt dagegen und kam noch auf 10:10 heran, ehe der TVK bei 11:10 wieder Matchball hatte.

TV SW-Oberndorf : TSV Calw  5:2 
(7:11, 11:7, 10:12, 11:6, 11:6, 11:3, 11:5)         

Einen überraschend starken Auftritt haben die ersatzgeschwächten Calwer gegen den TV SW-Oberndorf gezeigt. »Bernd Bodler hat im ersten Satz super Angaben gemacht und sehr gut geblockt«, beobachtete der verletzte Calwer Hauptdarsteller Raphael Schlattinger von der Tribüne aus. »Allerdings konnten wir den ersten Ball nur in wenigen Situationen richtig kontrollieren. Dennoch war das Zuspiel meist gut.« Die Kurzbälle kratzte der flinke Philipp Kübler fast alle vom Boden, ihm unterliefen aber auf der ungewohnten Zweitschlagposition einige Angriffsfehler. Der TSV Calw überraschte die Schweinfurter aber immer wieder und führte zur Zehn- Minuten-Pause mit 2:1. Die Franken wechselten nun den in den vergangenen Wochen verletzt fehlenden Fabian Sagstetter ein und er schaffte es umgehend, Struktur in das Spiel zu bringen. Die Ballwechsel wurden länger, der zwei Meter lange Oliver Bauer und Jaro Jungclaussen punkteten immer häufiger. Auf Calwer Seite fehlten die Kraft und Kondition, um noch etwas entgegensetzen zu können

TV Unterhaugstett : TV Waldrennach  5:2
(3:11, 11:2, 7:11, 12:10, 11:2, 11:9, 11:9)        

Vor einer richtungsweisenden Partie standen die Faustballer vom TV Waldrennach. Beim TV Unterhaugstett, die ebenfalls noch ohne Punkte dastanden, zählte nur ein Sieg, um den Gegner hinter sich zu lassen. Mit Niklas Ehrhardt, Kai Ehrhardt und Oliver Kraut in der Abwehr wollte der TVW Michael Ochner vom TVU vor unlösbare Aufgaben stellen und im Schlag mit Jeremy Wuhrer und Markus Kraut selbst punkten. Dies gelang den Faustballern aus Waldrennach im ersten Satz eindrucksvoll. Die Abwehr stand sicher und im Angriff agierte man druckvoll und abgeklärt. Somit wurde der erste Satz klar mit 11:3 gewonnen. Diesen Aufschwung wollten die Jungs in den zweiten Satz mitnehmen, doch es lief nichts nach Plan. Die Heimmannschaft spielte souverän auf und der TVW kam nicht mehr aus der Angabe heraus. Dies hatte zur Folge, dass der Satz mit 2:11 verloren wurde. Im dritten Satz sahen die Zuschauer bis zum 5:5 ein Kopf an Kopf Rennen. Doch dann setzten sich die Horebler durch spektakuläre Abwehraktionen und starker Durchschlagskraft am Block in Person von Markus Kraut ab bis schlussendlich der 11:7 Sieg besiegelt wurde. Nach der Satzpause verschlief der TVW etwas den Start und musste einem Rückstand hinterherrennen. Zwar konnte man zwischenzeitlich zum 10:10 ausgleichen, doch die besseren Nerven hatte dann der TVU, der dadurch zum 2:2 Ausgleich kam. Der fünfte Satz war wieder eine klare Sache für Unterhaugstett, was zum ersten Satzrückstand für den TVW führte. Ebenfalls einen schlechten Start erwischten die Horebler im darauffolgenden Satz und musste früh einen 2:7 Rückstand hinnehmen. Markus Kraut und seine Mitspieler ließen jedoch nicht locker und wurden mit einer 9:8 Führung belohnt. Eine taktische Änderung, die die Zuschauer nicht ganz verstanden, führte zu drei Fehlern in Folge und der 9:11 Satzniederlage. In der Satzpause zeigte Simon Keck eine sehr gute Leistung in der Angabe und deswegen rückte er für den angeschlagenen Jeremy Wuhrer ins Team hinein. Die gute Leistung konnte der TVW-Akteur dann leider nicht mit ins Spiel hineinnehmen und begann mit drei Angabenfehlern in Reihe. Trotz des Rückstandes kämpfte sich das Team erneut heran und ging sogar in Führung. Danach kam es zu einem Knick im Spiel, da Markus Kraut mit einer Fußverletzung das Spielfeld verlassen musste. Der TVU konnte davon profitieren und den 11:9 Sieg einfahren. Alles in allem war es eine sehr gute Partie des TVW mit großem Kampf, atemberaubenden Abwehr-, Block- und Angriffssituationen, die jedoch von ein paar Tiefen überschattet wurden, die letztendlich zur 2:5 Niederlage führten. “Die Köpfe hängen natürlich schon etwas tief, doch wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken und müssen weiterhin hart an uns arbeiten. Denn nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und dem nötigen Siegeswillen können wir die kommenden Gegner Offenburg und Vaihingen/Enz besiegen,” so Abwehrspezialist Oliver Kraut.

TSV Calw : TV Unterhaugstett  1:5
(5:11, 10:12, 7:11, 11:4, 5:11, 9:11)  

Der TV Unterhaugstett hatte in der Walter- Lindner-Halle mit 11:5 im ersten Satz den besseren Start.Im zweiten Durchgang waren die Gastgeber bis zum Stand von 10:9 oben auf. Dann gelang es Robin Gensheimer, den Satzball abzuwehren. In der Verlängerung hatte der TSV Calw das zweite Mal das Nachsehen. Dennoch schöpften die Gastgeber Mut aus diesem Match. Die Partie wurde ausgeglichen, aber mit 11:7 hatten die Unterhaugstetter weiter die Nase vorn. »Im vierten Satz folgte von unserer Seite eine schwache Leistung«, sagte Sebastian Buck über den Anschluss der Calwer zum 1:3. Das war jedoch kein Beinbruch. Der TVU konterte nach dem Seitenwechsel mit 11:4 zur 4:1-Führung. Der sechste Satz war mit 11:9 zwar knapp, aber an eine Wende im Derby glaubte zu diesem Zeitpunkt niemand mehr. Die Calwer setzten auf eine »Not-Anfangsformation« mit Bernd Bodler, Philipp Kübler (Angriff), Nick Stoll (Zuspiel), Lukas Gruner und Mathias Zierer (Abwehr). Dafür war die Leistung laut Trainer Thomas Stoll in Ordnung. »Leider haben wir es aber nicht geschafft, auf’s Spielfeld zu bringen, was wir in Schweinfurt gezeigt haben. Sonst wäre mehr drin gewesen «, sagte er. »Unser Zuspiel muss aggressiver werden, wir müssen es schaffen, unsere Angreifer so zu lenken, daß sie besser gegen die Wandspielen können

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