Teamcheck 1. BL Männer Süd

Foto: Janic Lautenschläger
Verfasst am 1. Mai 2026
1. Bundesliga Süd Männer Allgemein

Für die Südmannschaften laufen die Vorbereitungen für die kommende Feldsaison ebenfalls auf Hochtouren. Ziel der meisten Teams ist sicherlich die Qualifikation für das Saisonhighlight der Deutschen Meisterschaften am 18. und 19. Juli in Bardowick. Drei Süd-Teams qualifizieren sich für die Deutsche Meisterschaft, insgesamt gehen als 6 Männerteams aus Nord und Süd an den Start. Werfen wir einen Blick auf die Teams und ihre Chancen für die kommende Feldsaison:

TSV Pfungstadt

Der TSV dürfte auch in der kommenden Saison erneut die Mannschaft sein, die es zu schlagen gilt, um einen der ersten vier Tabellenplätze und damit die direkte Qualifikation für die Halbfinal- bzw. Qualifikationsspiele zur Endrunde zu erreichen. Der TSV geht mit nahezu unverändertem Kader in seine kommende Bundesligasaison.

Als wichtiger Rückkehrer steht Paul Jansen wieder zur Verfügung, der dafür regelmäßig die Fahrten von Berlin ins südhessische Pfungstadt auf sich nimmt. Dadurch eröffnen sich dem TSV zusätzliche personelle Alternativen. Parallel dazu werden weiterhin junge Nachwuchsspieler behutsam in den Kader integriert.

An der Seitenlinie gibt wie gewohnt Trainer Dieter Thomas die Richtung vor. In der aktuellen Verfassung gilt der TSV Pfungstadt – auch wenn die beiden vergangenen Meisterschafts-endspiele „nur“ mit dem Vizetitel abgeschlossen wurden – weiterhin als das Maß der Dinge im Süden.

TV Käfertal

Der TVK wird alles daransetzen, sich in seiner abschließenden Bundesligasaison erneut für die Deutschen Meisterschaft in Bardowick zu qualifizieren. Nachdem man im vergangenen Jahr aufgrund erheblicher personeller Probleme den Einzug verpasst hatte, dürfte sich die Situation in der laufenden Runde deutlich stabiler darstellen.

Das erneut sehr druckvolle Spiel des TV Käfertal hängt nach wie vor maßgeblich an Marcel Stoklasa ab, der im Angriff eine herausragende Rolle übernimmt und dort einen exzellenten Job macht. Zusätzliche personelle Alternativen bieten die jungen Nachwuchskräfte, die vom TV Waibstadt zum TV Käfertal gewechselt sind und frühzeitig ins kalte Wasser geworfen wurden. Sie erweitern den Kader spürbar und verschaffen dem Team mehr Variabilität und Tiefe. Ob Nico Müller nach seiner schweren Schlüsselbeinverletzung bereits wieder eine Option für den Kader darstellen kann, ist eher als fraglich einzustufen.

Trotz dieser Unsicherheiten ist davon auszugehen, dass mit dem TV Käfertal auch in dieser Saison nicht mehr um den Klassenerhalt, sondern erneut um die vorderen Tabellenplätze zu rechnen ist. Der Verein zählt damit weiterhin zu den heißen Kandidaten für einen der ersten vier Plätze in der 1. Bundesliga Süd.

TSV Calw

Auch der TSV Calw zählt zu den ganz großen – beziehungsweise ganz heißen – Kandidaten im Rennen um einen der ersten vier Plätze in der 1. Bundesliga Süd. Mit komplett unverändertem Kader gehen die Schwaben erneut auf Punktejagd.

Herausragender Akteur ist weiterhin Raphael Schlappinger, der die Mannschaft nun bereits seit mindestens acht Jahren prägt, führt und sportlich vorangeht. Zwar ist vieles auf seine Person zugeschnitten, doch auch die Abwehrreihe, das Zuspiel sowie der Zweitangriff präsentieren sich ausgesprochen stabil und eingespielt.

Der TSV Calw macht es jeder Mannschaft schwer, insbesondere bei Heimwettkämpfen. Der Platz oben in Altdorf gilt als relativ windanfällig, was jedoch für alle Teams gleichermaßen gilt. Dennoch versteht es Calw, aus den Heimauftritten einen taktischen Vorteil zu ziehen.

Gilt es verletzungsfrei durch die Saison zu kommen, ist auch für den TSV Calw jederzeit ein Platz unter den Top 4 realistisch – und damit erneut die Qualifikation für die entscheidende Phase der Saison.

TV Vaihingen/ENZ

Der TV Vaihingen/Enz war in den vergangenen Jahren ein regelmäßiger Stammgast bei den Deutschen Meisterschaften. Nachdem in der zurückliegenden Hallenrunde jedoch zwei Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung standen, entkam das Team dem Abstieg nur äußerst knapp.

Im Feld will der TV Vaihingen/Enz nun jedoch wieder angreifen. Jacob Jungclaussen kehrt wieder in den Kader zurück. Ob es in der stark ausgeglichenen 1. Bundesliga Süd bereits wieder für die direkte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft reicht, dürfte eine enge und offene Angelegenheit werden.

Das Potenzial dafür ist jedoch zweifellos vorhanden. Die Mannschaft hat mehrfach bewiesen, dass sie auf diesem Niveau bestehen kann – und sie wird alles daransetzen, sich den Platz an der Sonne zurückzuerobern.

TV Schweinfurt/Oberndorf

Der TVO war in den vergangenen Jahren ebenfalls ein regelmäßiger Stammgast bei den Deutschen Meisterschaften. In der zurückliegenden Hallenrunde musste man jedoch den Umweg über die Abstiegsrunde gehen und konnte sich dort nur knapp behaupten.

Im Angriff liegt weiterhin vieles in den Händen von Oliver, Bauer, der grundsätzlich immer für Durchschlagskraft sorgen kann. Ob Oliver Bauer durchgehend zur Verfügung steht, bleibt dabei ein wichtiger Faktor. In den vergangenen Jahren hatten insbesondere gesundheitliche Probleme immer wieder Einfluss darauf, mit welcher Leistungsfähigkeit er dauerhaft auf dem Platz stehen konnte.

Unterm Strich dürfte es für den TV Schweinfurt‑Oberndorf auch in dieser Feldrunde ausreichend sein, um die Klasse zu halten. Ob der reine Klassenerhalt jedoch das erklärte Saisonziel der Franken ist, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen besetzt und für jeden Gegner unangenehm zu bespielen – Siege gegen Schweinfurt müssen sich alle Konkurrenten hart erarbeiten.

TV Stammheim

Der TV Stammheim ist eine absolute Spitzenmannschaft, der sich in den vergangenen zwei Spielzeiten zu einem echten Topteam entwickelt hat. In der vergangenen Hallenrunde präsentierte sich die Mannschaft auf höchstem Niveau, musste sich letztlich jedoch dem TSV Pfungstadt geschlagen geben und unterlag auch im Platzierungsspiel dem TV Brettorf.

Nichtsdestotrotz zählt der TV Stammheim auch im Feld weiterhin zu den Kandidaten im Kampf um einen der ersten vier Plätze. Im Angriff geben Maximilian Geier und Finn Erlenmeyer die Richtung vor und sorgen konstant für Durchschlagskraft. Die Abwehr ist hervorragend besetzt, sehr ausgeglichen und stabil.

In der Mitte zieht Felix Classen die Fäden und verleiht dem Spiel zusätzliche Stabilität und Struktur. Insgesamt verfügt der TV Stammheim über einen äußerst homogenen und leistungsstarken Kader. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt klar nach oben – und auch in dieser Saison dürfte der Weg des TV Stammheim weiter nach vorne führen.

TV Eibach

Der TVE ist nach langer Abstinenz zurück im Oberhaus der 1. Bundesliga Süd und damit wieder Teil der sportlichen Beletage. Historisch gesehen haben es Aufsteiger in dieser stark besetzten Liga oftmals schwer und zählen nicht selten auch wieder zu den direkten Abstiegskandidaten.

Ob es dem TV Eibach gelingt, dieses Muster zu durchbrechen, wird sich zeigen – die Ausgangslage ist zweifellos eine sehr enge. Im Kader stehen zwar keine ganz großen Namen, dennoch ist genügend Qualität vorhanden, um konkurrenzfähig aufzutreten. Klar ist: Auch der TV Eibach wird alles daransetzen, den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd zu sichern.

Sportlich wird es für den Aufsteiger schwer, dennoch stellt die Saison eine wertvolle Erfahrung für die Mannschaft dar. Unabhängig vom Ausgang darf man sich in jedem Fall auf eine attraktive und stimmungsvolle Feldsaison auf dem Sportplatz in Eibach freuen.

NLV Vaihingen

Der NLV war in den vergangenen Jahren immer mal wieder in der 1. Bundesliga vertreten, überwiegend allerdings in der Hallenrunde. Im Feld liegt die letzte Teilnahme in der 1. Bundesliga Süd bereits etwas länger zurück. Typisch für die jüngere Vergangenheit ist auch hier das Muster: Aufstieg – und dann häufig der direkte Wiederabstieg.

Als erneuter Aufsteiger steht der NLV Vaihingen erneut vor einer sehr anspruchsvollen Aufgabe. Gegenüber anderen Aufsteigern – wie beispielsweise dem TV Eibach – dürfte es für die Konkurrenz gegen den NLV jedoch spürbar schwieriger werden, sich durchzusetzen. Die Mannschaft bringt Erfahrung, Struktur und Wettkampfhärte mit, die in engen Spielen den Ausschlag geben kann.

Ob dies letztlich reicht, um sich dauerhaft in der 1. Bundesliga Süd festzusetzen, wird sich im Saisonverlauf zeigen. Klar ist jedoch: Der NLV Vaihingen wird kein leichter Gegner sein und dürfte insbesondere im direkten Vergleich um die hinteren Tabellenplätze eine wichtige Rolle spielen.

Prognose:

Platz 1 und 2 dürften vergeben sein, um den dritten und vierten Platz werden sich aber mindestens 4 Mannschaften streiten und sich auch selbst das Leben schwer machen.

 

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