1. BL Männer Nord & Süd – 8. Spieltag

Foto: Uwe Spille

1. BL Männer Nord

Während die Bundesliga Süd der Männer bereits ihre Vorrunde an diesem Wochenende abschloss, wollten die Teams im Norden wichtige Weichenstellungen legen, bevor die letzten Entscheidungen am 24. Januar fallen. Dabei gab es einen überraschenden Tausch am Tabellenende im Fernduell. Das Rennen um den begehrten 4. Playoff-Platz bleibt offen.
 

SV Armstorf – Leichlinger TV       1:5         
(5:11  7:11  11:8  9:11  6:11  8:11)

Leichlingen war gewarnt, hatten sie doch in der letzten Hallensaison ihre einzige Hinrunden-Niederlage gegen Armstorf einstecken müssen. Entsprechend konzentriert gingen sie in das Spiel im gut besuchten Hexenkessel von Armstorf. Die Gastgeber erwischten keinen guten Start, kamen schnell in Rückstand, den sie nicht mehr verkürzen konnten. Auch im 2. Satz zeigte sich ein ähnliches Bild. Nach dem Wechsel im Angriff (Jannik Peters übernahm von Björn Buck) in der Mitte des 2. Satzes konnte Armstorf ein wenig aufholen, musste am Ende den Satz aber doch dem Tabellenzweiten überlassen. Im 3. Satz zeigte Armstorf die von den Zuschauern erwartete Reaktion. Kleine Unkonzentriertheiten der Gäste wurden sofort ausgenutzt und so auf 1:2 zur Pause verkürzt. Nach der Pause hatte Leichlingen sich wieder gefangen. Ein ums andere Mal konnte Chris Weber nach starken Abwehrleistungen und einem perfekten Zuspiel sehenswert punkten und so das Spiel am Ende doch unerwartet klar entscheiden. Mit dem Sieg hat Leichlingen seine Position in der Tabelle verteidigt und liegt weiter nach Punkten gleichauf mit den ebenfalls siegreichen Männern aus LoLa. Im letzten Hinrundenspiel empfangen die Rheinländer Moslesfehn, die sich vielleicht noch Aussenseiterchancen auf einen Playoff-Platz machen. Armstorf hat für den begehrten 4. Playoff-Platz trotz der Niederlage die beste Ausgangslage, um die noch notwendigen Sätze am kommenden Wochenende im direkten Vergleich mit Hannover zu holen.
 

MTV Wangersen – VfK 1901 Berlin          5:4         
(11:7  4:11  9:11  11:4  8:11  11:6  13:11  3:11  11:6)

Ein hart umkämpftes Spiel um die besten Aussichten für den Klassenhalt lieferten sich die bis dahin noch sieglosen Wangersener und die gerade am vergangenen Wochenende erfolgreichen Berliner vom VfK. Erstaunlicherweise endeten viele der 9 Sätze sehr deutlich Ml zu Gunsten der einen, dann wieder für die andere Mannschaft. Das Spiel begann ausgeglichen, doch nach 5:6 zog der Tabellenletzte an und besiegelte den 1. Satz mit 2 kleinen Punkteserien. Diesen Schwung konnten sie jedoch nicht in den 2. Satz mitnehmen, in dem die Berliner beim Stand von 4:5 mit 6 Punkten in Folge den Satzausgleich erreichten. Im 3. Satz legte Berlin vor, nach 2:5, 5:7 erspielte sich die Hausherren jedoch einen 9:7 Vorsprung, den sie aber nicht ins Ziel bringen konnten. Mit 1:2 ging es in die Pause. Aus der Pause kam der Gastgeber konzentriert zurück und ließ die Berliner nicht ins Spiel kommen: 11:4. Ausgeglichener ging es weiter, aber beim Stand von 8:7 legten die Gäste einen 4-Punkte-Sprint ein und gingen erneut in Satzführung (2:3). Wieder wendete sich das Blatt und Wangersen glich aus. Nach der 2. Pause folgte ein sehr hart umkämpfter Satz, der tatsächlich erst in der Verlängerung entschieden wurde, weil sich keine Mannschaft größere Schwächephasen erlaubten. Das gute Ende lag diesmal bei Wangersen, die 4:3 in Satzführung gingen. Unerklärlich der darauf folgende Einbruch und der erneute Satzausgleich nach einer 7-Punkte-Serie durch VfK. Im entscheidenden 9. Satz reichten die Kräfte der Berliner nicht mehr aus. Ohne allzu große Gegenwehr überließen sie die Punkte am Ende den Gastgebern, die damit ihren ersten Saisonsieg feiern konnten und sich Chancen auf den Klassenerhalt erspielten. Während VfK mit diesem Spiel schon die Hinrunde abschloss und sicher in der Abstiegsrunde starten wird, kann Wangersen diese Fahrkarte noch mit mindestens 3 gewonnenen Sätzen im direkten Vergleich gegen den aktuell Tabellenletzten Berliner TS lösen.
 

SV Moslesfehn – Berliner TS         5:0         
(11:7  11:7  11:1  11:2  11:9)

Ohne 3 Stammspieler musste die Berliner TS nach Oldenburg reisen. Keine guten Voraussetzungen für das in dieser Saison unerwartet noch sieglose Team. Moslesfehn konnte unter diesen Bedingungen befreit aufspielen und nutzte diese Chance auch aus. Die Angaben von Timon Lützow hatte die Gastgeber gut im Griff und konnten nach einem ruhigen Aufbau immer wieder sehenswert punkten.  Die ersten beiden Sätze begannen noch recht ausgeglichen, wobei Berlin immer der leichten Führung der Mossis hinterherlief und diese nie wirklich in Gefahr brachte. Mit nur 3 Punkten zusammen aus den Sätzen 3 und 4 überließen die Gäste den Hausherren anschließend fast vollständig das Feld. Erst im letzten Satz regte sich Widerstand, allerdings konnten die Hauptstädter ihre zwischenzeitlichen leichten Vorteile nicht ins Ziel bringen und mussten ohne Zählbares die Heimreise antreten. Moslesfehn wahrte mit diesem klaren Sieg zwar seine Chancen auf den 4. Playoff-Platz, muss dazu allerdings auf einen Ausrutscher von Armstorf beim ebenfalls noch ambitionierten TKH hoffen und selber beim starken Zweitplatzierten Leichlingen eine schwere Aufgabe bewältigen. BT kann im Duell mit Wangersen den direkten Abstieg als Tabellenletzter nur noch mit einem deutlichen Sieg verhindern.
 

TSV LoLa – TK Hannover               5:3         
(15:13  11:5  7:11  5:11  11:4  13:15  11:7  11:2)

Einen abwechslungsreichen Schlagaustausch lieferte sich der Tabellendritte LoLa mit dem Tabellenfünften, dem Aufsteiger aus Hannover. Die Gastgeber begannen souverän und konnten Hannover zu Beginn gut auf Abstand halten. Bei 10:8 sahen sie wie der sichere Satzsieger aus, aber Hannover holte auf und ging sogar mit 11:12 in Führung, um am Ende doch bei 15:13 das Nachsehen zu haben. Der 2. Satz war eine klare Angelegenheit: aus einer sicheren Abwehr heraus konnten die Angreifer Jannis Wethling und Sascha Heidrich erfolgreich Punkte. Ein ganz anderes Bild bot der 3. Satz. Hannover spielte sicher auf, musste zwar einen 0:3-Vorsprung abgeben und bis zum 7:7 immer wieder den Ausgleich hinnehmen, konnte dann aber mit 4 Punkten in Folge zum Pausenstand von 2:1 verkürzen. Diesen Schwung nahmen die Niedersachsen aus der Pause mit und glichen sehr souverän zum 2:2 aus. Lola ließ sich davon wenig beeindrucken und legte im 5. Satz gleich mit 5:1 vor und verteidigte die Überlegenheit bis zum klaren 11:4. Bei Hannover schlichen sich zu diesem Zeitpunkt vermehrt Fehler ein, vor allem auch durch den 2. Rückschlag. Es folgte erneut ein Satz auf Augenhöhe, der erst in der Verlängerung zu Gunsten der Niedersachsen zum 3:3 Satzausgleich entschieden wurde. Ab der Mitte des 7. Satzes war bei den Gästen die Luft raus. Die Angriffe von Christos wurden verhaltener, nachdem er sich die Hand aufgeschlagen hatte, folglich gingen die beiden letzten Sätze verdient an LoLa, die sich nun den 3. Tabellenplatz gesichert hatten und damit in den Playoffs voraussichtlich auf TV Käfertal treffen. Nur mit einem Sieg im letzten Spiel der Hinrunde gegen Brettorf und einem gleichzeitigen Ausrutscher von Leichlingen gegen Moslesfehn ist noch ein Aufstieg auf den 2. Tabellenplatz möglich. Hannover bleibt trotz der Niederlage im Rennen um den 4. Playoff-Platz, muss dazu am kommenden Wochenende in eigener Halle allerdings gegen den SV Armstorf klar gewinnen und auf eine Niederlage der Moslesfehner bauen.
 
 
 

1. BL Männer Süd – Spannung bis zum Schluss, Entscheidungen im Abstiegskampf

(ag) Der letzte Spieltag der 1. Bundesliga Süd am 17. Januar bot Faustball-Sport auf höchstem Niveau und hielt entscheidende Partien bereit. Auf dem Programm standen die Begegnungen TV Schweinfurt-Oberndorf gegen TSV Pfungstadt, TV Neugablonz gegen TV Käfertal sowie das Abstiegsduell zwischen TV Waibstadt und TV Vaihingen/Enz.

TSV Pfungstadt sichert sich die Südmeisterschaft
TV SW-Oberndorf : TSV Pfungstadt    0:5           
(7:11    8:11    9:11  6:11  9:11)         

Im ersten Spiel trat der TSV Pfungstadt in Oberndorf an und ließ nichts anbrennen: Mit einem klaren 0:5-Auswärtssieg sicherten sich die Pfungstädter die Südmeisterschaft. Besonders spannend waren lediglich zwei Sätze, die mit 9:11 knapp an den TSV Pfungstadt gingen. Der TV Schweinfurt-Oberndorf zeigte jedoch gelungene Ansätze und konnte phasenweise gut mithalten, doch die Routine und Abgeklärtheit des TSV Pfungstadt setzte sich letztlich in jedem Satz durch.

TV Käfertal entscheidet das Duell mit TV Neugablonz klar für sich
TV Neugablonz : TV 1880 Käfertal     1:5           
(8:11   4:11  11:8  7:11   6:11   5:11)

Im zweiten Spiel traf der TV Neugablonz auf den TV 1880 Käfertal. Die Mannheimer Vorstädter warfen alles in Waagschale, um den zweiten Platz in der der Tabelle zu halten. Dabei entschieden sie fünf Sätze deutlich für sich, lediglich im dritten Satz gab es eine kurze Schwächephase. Mit diesem souveränen Sieg kletterte der TV Käfertal auf den zweiten Tabellenplatz der Südstaffel und sicherte sich eine starke Ausgangsposition für die anstehenden Viertelfinale.

Abstiegskrimi: TV Waibstadt gegen TV Vaihingen/Enz
TV 1865 Waibstadt : TV Vaihingen/Enz    3:5           
(11:4   7:11    2:11    12:10   6:11   3:11    12:10   3:11)         

Das dritte Spiel war ein echter Abstiegskrimi zwischen TV Waibstadt und TV Vaihingen/Enz. Beide Mannschaften kämpften um den Klassenerhalt. Nur ein Sieg hätte für Waibstadt das direkte Abstiegsszenario verhindert. Das Match war durchweg umkämpft; bei einem zwischenzeitlichen Stand von 2:2 war noch alles offen. Am Ende setzte sich die größere Spielvariabilität des TV Vaihingen/Enz durch und Waibstadt musste sich geschlagen geben. Damit steht der TV Waibstadt als direkter Absteiger aus der 1. Bundesliga Süd fest. Durch den Erfolg des TV Vaihingen/Enz rutschte Schweinfurt trotz der deutlichen Niederlage gegen Pfungstadt noch auf den rettenden achten Platz der Tabelle und hat damit den Klassenerhalt wieder selbst in der Hand.

Nachdem die entscheidenden Spiele ausgetragen wurden, sind die ersten vier Plätze der Südstaffel zementiert. Die Teams warten nun auf die Ergebnisse der Nord-Liga und ihre Gegenr für die Play-Off-Viertelfinalspiele. Parallel beginnt die auch Abstiegsrunde, bei der die vier Mannschaften aus Schweinfurt, Neugablonz, Vaihingen und Waldrenanch den zweiten Absteiger ermitteln werden.

Ausblick auf die Viertelfinalpartien

Im oberen Paarkreuz der Viertelfinals wartet der TSV Pfungstadt noch auf seinen Gegner: Hier entscheidet ein letztes Rundenspiel zwischen dem TV Armstorf und TK Hannover über den vierten Platz im Norden. Die weiteren Viertelfinalbegegnungen sind bereits festgelegt:

  • Käfertal trifft auf den TSV Lola.
  • Calw spielt gegen den TV Brettorf.
  • Stammheim wird sich mit dem Leichlinger TV messen.

In der Abstiegsrunde treffen zunächst Schweinfurt und der Waldrennach aufeinander, Vaihingen/Enz empfängt im Hinspiel den Neugablonz. Die jeweiligen Sieger aus Hin-und Rückspiel sind gerettet, für die beiden Verlierer geht’s dann im direkten Duell um den Verbleib in der ersten Liga.

Erst der letzte Spieltag hat sowohl an der Tabellenspitze als auch im Abstiegskampf für klare Verhältnisse gesorgt. Der TV Waibstadt muss sich leider direkt aus dem Oberhaus verabschieden. Die Viertelfinals versprechen weiterhin spannende Duelle und hochklassigen Faustball.

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