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27. Januar 2019 | Allgemein | Jugend | Spielbetrieb

Faustball im SC DHfK Leipzig e.V.

Ratingen ( DFBL-jal) Gerne möchten wir auf der DFBL Seite einen Verein vorstellen, dessen Faustballabteilung 2017 aus dem „Nichts“ entstanden ist.
Der Bericht stammt von Jako Gasse  / SC DHfK Leipzig e.V. Sparte Faustball.

PROJEKT LEIPZIG

Nächster Schritt: Größer DENKEN!

Seit 2017 ist Faustball auch im erfolgreichsten Verein (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/SC_DHfK_Leipzig)  der Welt beheimatet. Erfolgreich und groß soll auch die Faustballabteilung werden. Ein Einblick.

Die Sparte im Leipziger Großverein macht seit einiger Zeit sportlich auf sich aufmerksam. Zwei direkte Aufstiege auf dem Feld bis in die Oberliga bei den Männern, zukünftig Oberliga auf dem Feld und seit letztem Sonntag auch in der Halle bei den Frauen, eine DM-Teilnahme U12w und diverse Bezirks- und Landesmeistertitel im Bereich U8/U10 sind nur ein Beispiel. Schon 70 Mitglieder in unter 2 Jahren, davon mehr als 40 Kinder. Ihr Ziel, den schönsten Mannschaftssport aus der Versenkung zu holen und auch in Zukunft auf breite Füße zu stellen, nehmen die vornehmlich jungen Studenten sehr ernst. Aber woher schöpfen sie diese intrinsische Energie, welche Ansätze haben sie und wo führt es hin?

Präsenz und Jugendarbeit

Der Spartenleiter Julian Scharf erklärt den Weg folgendermaßen: “Faustball gehört an die Schule, wie jede große TV-Sportart”. Die Trainer betreuen diverse Ganztagsangebote an Grund- und Intensivierungskurse an weiterführenden Schulen. Die Rekrutierung neuer Kinder ist damit einfacher als gedacht, trotz RB Leipzig und Handball als offizielle Prioritätssportart der Stadt. In Zeiten von Smartphone und Co. wird Bewegung und Vereinsarbeit wichtiger denn je, so Tom Döbel, Jugendwart der Sparte. Aber damit nicht genug, wirft Scharf ein, darauf kann man sich nicht ausruhen. “Man muss Präsenz zeigen! Mit einem Kleinfeld haben wir auf Stadtfesten und dem Olympic Day Kindern den Sport vorgestellt und in Parks Erwachsene ‘aufgeklärt’.” Dazu haben die zugezogenen Leipziger einen grünen Teppich mit weißen Linien bemalt und so ein mobiles Spielfeld geschaffen. Selbst vor der Uni und an der Sachsenbrücke, einem angesagten Ort in der Messestadt, konnten sie so mit ein paar von Red Bull bzw. LemonAid gesponserten Drinks Werbung machen. “Frische Ideen, die der Faustball braucht” meint Christian Preuß, einer der Mitziehenden.

 

 

 

Kinder auf dem Leipziger Stadtfest. Ein Ball ist halt interessanter, als die Worte des Kommentators auf der Bühne. Eine gelungene Kleinfeldaktion!

 

Weitere Ideen haben die Sportler auch schon. Ein Kleinfeld, klein, leicht und transportabel muss entwickelt werden. Die vorhandenen Systeme sind nicht zufriedenstellend. Hier haben schon einige Vereine Einfallsreichtum bewiesen. Ein System, das überzeugt, hätte weltweit Chancen. Außerdem soll eine App für Trainingsstunden mit detaillierten Infos und Videos für alle Alters- und Leistungsklassen entwickelt werden, um fachfremden Übungsleitern den Einstieg zu erleichtern. Auch soll ab Februar in der Sparte eine FSJ-Stelle ausgeschrieben werden. Junge Leute können so nach der Schule im Sport ein soziales Jahr absolvieren, ihre Passion Faustball weiter betreiben und den Trainerschein gibt es dann gleich mit dazu!

Klingt alles schön, aber woher kommt das Geld, fragen Sie sich? Scharf macht hier deutlich, dass GTAs vom Schulwesen und dadurch gut bezahlt werden. Natürlich ist nicht immer alles rosig, meint Döbel, aber wir haben ein Ziel und wissen, dass wir gemeinsam etwas bewegen können. Auf die Frage, was nicht rosig läuft, entgegnet Döbel: “Diese Hallensaison hätte bisher besser laufen können, aber das ist vielleicht der Dämpfer, den wir brauchen, um mit der nötigen Reife höherklassig zu spielen. Aber das größte Manko ist unsere Situation, was Sportstätten anbelangt. Wir haben schon sonntags trainiert und derzeit in einer a****kalten, kleinen, privaten Halle, weil die Stadt keine Kapazitäten hat. Leipzig wächst und braucht Schulen, Kitas, Schwimm- und Sporthallen, jeweils im hohen zweistelligen Bereich. Es wird viel gebaut, aber das hilft uns jetzt noch nichts. Eine eigene Rasenfläche konnten wir bisher auch noch nicht pachten.” Probleme, die die Entwicklung derzeit noch ausbremsen. Aber davon lassen sie sich nicht unterkriegen. “Hier wollen wir etablierte Vereine eher ermutigen, ihre vorhandene Infrastruktur zu nutzen und direkt mit der Jugendarbeit zu beginnen,” ergänzt Scharf. Auch wenn es schön ist, 5 Teams aus dem eigenen Verein in einer Tabelle zu sehen, so ist es doch auch traurig, da es die Situation im Faustball eins zu eins widerspiegelt.

 

Jung und Innovativ

“So einfach wie die Regeln unseres Sports sind, so sehr wollen wir sie bewahren. Nicht jedoch die Infrastruktur und die unausgeschöpften Möglichkeiten.” Diese Worte von Julian Scharf zeigen die Absichten, neue Wege zu gehen und das machen die Leipziger in diesem Herbst erneut!

Am 5./6.10.2019 findet in Leipzig das erste IFA World Tour Turnier in einer Halle auf drei Feldern gleichzeitig statt. In der Halle? Ja, aber auf Feldmaßen! Die Halle der Egidius-Braun-Sportschule des SFV und ehemaliger Stützpunkt der DDR-Fußballnationalmannschaft war bis zur Sanierung die größte überdachte Kunstrasenfläche des Bundesgebietes. Jetzt mit Hallenboden ist sie deshalb auch etwas größer als 3 einzelne Dreifeldhallen zusammen.

 

Die Halle der Sportschule in Leipzig um einen Überblick zu erhalten. Sie ist RIESIG!!!

Angedacht sind je ein Frauen- und Männerturnier Elite (8 bzw. 16 Teams), ein Herren B-Turnier bis maximal Oberliga (8 Teams) und ein Männer/Mixed C-Turnier bis maximal Bezirksliga (6 Teams). Beim C-Turnier werden vorerst lokale Vereine bevorzugt, um den regionalen Bezug zu wahren. “Geplant sind 500 IFA Punkte bei den Eliteturnieren und wir möchten diese Möglichkeit hier nutzen, um uns für die Offenheit für Neues bei der IFA zu bedanken! Es ist gewiss ein Experiment, aber wir sehen es als Chance, die Umstellung vom Feld auf die Halle besser zu vollziehen. So ändert sich erstmal nur der Bodenbelag, nicht die Feldgröße. Als wir mit möglichen Sponsoren gesprochen haben, war der Vergleich, es ist, wie wenn der Sommerbiathlon auf einmal Weltcuppunkte bringt, sehr schön. Wir hoffen, dass die Sonne scheint! Außerdem wird es mit dem Ludwig-Ball einen offiziellen Spielball geben. Ein großer Dank geht hier an Gudrun Kreye, mit ihrem Ballshop und an die fleißigen Näher*innen in Brasilien. Die Vorbereitungen laufen also und wir heißen im Rahmen der Kapazitäten alle herzlich willkommen!”

 

Der Bericht zeigt, wie aus dem „Nichts“ eine aktive Faustball-Abteilung entstehen kann. Die DFBL dankt allen Beteiligten, allen voran Julian Scharf und Jakob Gasse für die erfolgreichen Arbeiten.

Erste Kontakte gibt es mit dem SC DHfK Leipzig e.V. Sparte Faustball auch schon hinsichtlich des Deutschen Turnfestes, welches 2021 in Leipzig stattfinden wird.

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