EFA 2022 Womens Champions Cup: Der TSV Dennach macht’s schon wieder: 4:2 gegen den TSV Calw

Calw (DFBL/she) Am Ende mussten die Fotografen in der Walter-Lindner-Halle in Calw flitzen, um nicht von den Hand in Hand auf ihre Fans zustürmenden Dennacher Faustballerinnen überrollt zu werden: Die „Pink Ladies“ haben es wieder geschafft und den EFA 2022 Women’s Champions Cup gewonnen – zum siebten Mal in Folge! Der 4:2-Sieg (15:13, 11:9, 11:9, 9:11, 11:13, 11:5) gegen Herausforderer TSV Calw war knapp in den Satzergebnissen, am Ende aber verdient, da die Dennacherinnen mit Coolness in den entscheidenden Spielsituationen einen 3:0-Satzvorsprung erarbeiteten, den sie letztlich – nach starker Aufholjagd des Gegners – ins Ziel brachten.

Platz 3 ging – vor über 200 Zuschauern – ebenfalls mit einem 4:2 (11:13, 11:6, 11:9, 9:11, 11:7, 11:4) an den Schweizer Meister SVD Diepoldsau-Schmitter, der eine kompakte Mannschaftsleistung zeigte. Austria-Champion ASKÖ Seekirchen, das ohne Schaltzentrale Sabine Süffert (Corona-positiv) auskommen musste, hatte am Ende keine Kraft mehr und wurde Vierter.

Mit den Schlagfrauen Sonja Pfrommer und Fenja Stallecker, der herausragenden Mittespielerin Anna-Lisa Aldinger sowie einsatzstarken Abwehr-Akteurinnen sind die Dennacherinnen auf jeder Position top besetzt. Beim Turnier in der Hermann-Hesse-Stadt Calw hatten sie zudem den Vorteil, in Bestbesetzung antreten zu können. Bei den Calwerinnen kam die stark beeinträchtigte Nummer 1 Stephanie Dannecker (Knieverletzung) erst nach 0:2-Satzrückstand aufs Spielfeld. Die 29-Jährige, dreimalige Welt- und Europameisterin machte hier ihr letztes Spiel: Sandra Janot, Kapitänin des TSV Calw, verkündete im Rahmen der Siegerehrung das Karriereende der herausragenden Athletin. Viele Tränen flossen.

Foto: AFloerchinger

 

Tag 1 Halbfinale 1 + 2

Ergebnisse:

TSV Dennach – ASKÖ Seekirchen 4:1 (11:9, 11:8, 9:11, 11:6, 11:5)
TSV Calw – SVD Diepoldsau-Schmitter 4:2 (7:11, 11:3, 11:5, 8:11, 11:8, 11:9)

Mit einem 4:1-Sieg gegen den österreichischen Meister ASKÖ Seekirchen zog Titelverteidiger TSV Dennach ins Endspiel um den EFA 2022 Women’s Champions Cup ein und wahrte seine Chance, seine Serie von sechs Titelgewinnen weiter auszubauen. Herausgefordert werden die „Pink Ladies“ am Final-Samstag von den „Löwinnen“ des TSV Calw, die vor heimischem Publikum (rund 150 kamen trotz der Corona-bedingten Erschwernisse) den Schweizer Meister SVD Diepoldsau-Schmitter mit 4:2 Sätzen besiegten. Somit kommt es in der Walter-Lindner-Halle Calw zum „Traum-Endspiel“ mit dem Lokalderby der überragenden süddeutschen Vereine.

 

„Es war kein einfaches Spiel“, schnaufte Anna-Lisa Aldinger, die Spielertrainerin der Dennacherinnen, nach dem – vor allem anfangs hart erkämpften – Sieg gegen die Damen aus dem Salzburger Land tief durch. Die ohne ihre brasilianische Star-Spielerin Sabine Süffert (sie konnte wegen eines positiven Corona-Tests nicht anreisen) angetretenen Österreicherinnen aus Seekirchen hielten die ersten Sätze mit großem Einsatz lange offen und erkämpften sich den 1:2-Satzanschluss. Dann setzte sich die Klasse der Dennacherinnen, bei denen die Schlagfrauen Sonja Pfrommer und Fenja Stallecker neben der Abwehrspielerin Elena Kull glänzten, souverän durch. „Wir müssen unsere Nervosität abstellen und Fehler weglassen. Wir können und werden uns steigern – und dann kann’s nur krachen“, blickte „Susi“ Aldinger schon dem Endspiel voraus.

 

Darauf werden sich die Gastgeberinnen aus Calw einstellen müssen. Der deutsche Meister musste ohne die verletzte Schlagfrau Stephanie Dannecker antreten und tat sich zunächst schwer gegen die unbeschwert aufspielenden Diepoldsauerinnen. Mit einer sich steigernden Abwehr und gewieften Angriffen von Henriette Schell und der auf die Zweitschlagposition vorgerückten Laura Glauner drehten die „Löwinnen“ den Rückstand. Ein hart umkämpfter vierter Satz ging an den Gast vom Hochrhein, doch dann machten die Calwerinnen – unter lautstarker Anfeuerung der Fans – den Sack zu.

 

„Megacool, dass wir es ins Endspiel geschafft haben“, freute sich Henriette Schell vom TSV Calw, die nach dem Ausfall der dreimaligen Weltmeisterin Steffi Dannecker die Hauptlast im Angriff tragen musste. „Ich hake nie einen Satz ab, wenn er noch nicht vorbei ist.“ Deshalb schaffte es ihr Team, in dem auch die Mittespielerin Laura Flörchinger starke Aktionen zeigte, einen drohenden Satzausgleich zum 3:3 zu verhindern und ins „Traum-Endspiel“ gegen den sechsmaligen Titelverteidiger Dennach einzuziehen. Sie sieht ihr Team keineswegs chancenlos: „Wenn wir perfekt spielen, haben wir eine Chance.“

 

„Es ist einfach schön, wieder unter diesen Bedingungen mit Zuschauern spielen zu können“, so Dennachs Zuspielerin Anna-Lisa Aldinger. Und ihre Final-Kontrahentin Henriette Schell freut sich ebenfalls über die gute Stimmung in der Calwer Walter-Lindner-Halle: „Es pusht enorm, wenn man nach jedem Punktgewinn den Lärm von der Tribüne hört. Da will man einfach mehr.“

 

Infos unter https://faustball.tsvcalw.de/efa-champions-cup-2022/

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