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Bretten und Unterhaugstett abgestiegen

Calw (DFBL/saj) – Am letzten Januarwochenende der Süd-Bundesliga der Frauen besiegelten die Aufsteigerinnen aus Tannheim und das arrivierte Team aus Gärtringen den Klassenerhalt, was zugleich den Abstieg für den TV Unterhaugstett und den TV Bretten bedeutet. An der Spitze gibt es immer noch ein spannendes Gerangel um die drei DM-Plätze.

Rechnerisch sind immer noch vier Teams im Rennen um die Tickets für Selsingen. Voraussichtlich entscheidet tatsächlich der letzte Spieltag, wie die Plätze besetzt werden. Momentan wären der TV Vaihingen/Enz, der TSV Calw und der TSV Dennach mit von der Partie, jedoch ist die TG Landshut dicht am Spitzentrio dran und könnte mit dem notwendigen Glück noch auf einen der drei Plätze aufrücken.

Beim TSV Calw trafen sich am Sonntag die Teams aus dem nahen Umkreis vom TSV Gärtringen und vom TV Unterhaugstett. Im ersten Spiel trafen die Gastgeberinnen auf den unmittelbaren Nachbarn aus Unterhaugstett. Ex-Angreiferin vom TVU Alica Erlenmayer, die diese Runde zum TSV Calw wechselte, stand aus beruflichen Gründen heute allerdings nicht auf dem Platz und musste sich somit dem Aufeinandertreffen mit ihren ehemaligen Kameradinnen entziehen. Damit war für die Orangenen klar, dass sie im Angriff mit Henriette Schell und Stephanie Dannecker auflaufen werden. Für den TSV Calw war das erste Spiel eine deutliche Angelegenheit. Zu wenig Druck und Gegenwehr brachten die Frauen vom TVU auf, um im Spiel mit dem Tabellenzweiten mithalten zu können. Zwar zeigte der TVU wieder eine geschlossene Teamleistung und schien nicht willenlos zu sein, doch es reicht einfach nicht für mehr als ein paar wenige Punkte pro Satz. So trennten sich die beiden Teams nach einer knappen halbe Stunde schon wieder, nachdem die Sätze 11:2, 11:2 und 11:5 für die Calwer Löwen ausgingen. Anschließend wurde es etwas spannender, als der TVU auf den zweiten Gast in der Walter-Linder-Halle, dem TSV Gärtringen gegenüber stand. Hierbei zeigten sich einige lange Spielzüge und spannende Aktionen auf beiden Seiten. Im ersten Satz lagen beide Teams immer dicht an dicht und führten abwechselnd das Spiel an. Beim Spielstand von 8:10 versenkten die blau-weißen Frauen vom TSV dann den Satzball im gegnerischen Feld und sicherten sich nach großer Gegenwehr den ersten Satz. Der zweite Satz fand dann ein wenig deutlicher ein Ende – 6:11 erneut für den TSV Gärtringen. Der Seitenwechsel brachte die Haugstetterinnen dann wieder ins Spiel. Wie im ersten Satz hielten die Mannschaften höchstens 1-2 Punkte Abstand zueinander und lieferten sich ein Schlagabtausch nach dem anderen. Leider waren die Haugstetterinnen aber nicht vom Glück gesegnet und verloren tragisch 9:11 auch den dritten und letzten Satz. Somit ist der Abstiegsrang nicht mehr abzuwenden und der TVU steht als einer der beiden Absteigerteams fest. Gärtringen hingegen sicherte sich mit diesem Spiel den Platz auf dem sechsten Rang und den Ligaerhalt. Erleichtert konnten die Blau-Weißen dann gegen den zurzeit stark agierenden TSV Calw auftreten. Satz eins wurde immer vom TSV Calw angeführt, wobei die arrivierten Frauen aus Gärtringen trotzdem auch immer wieder eine Lücke fanden und ihre Punkte machen konnten. So gestaltete sich ein relativ ausgeglichener Satz, welchen dann aber die Gastgeberinnen bei 11:7 für sich entschieden. Die Sätze zwei und drei verliefen hingegen gar nicht mehr ausgeglichen und im Sinne der Gärtringer Frauen. Chancenlos spielten die Orangenen die Blau-Weißen aus der Halle. Im zweiten Satz gelangen den Gärtringern lediglich 2 Punkte (11:2), während ihnen der dritte Satz die Höchststrafe einfuhr und man sich 11:0 geschlagen geben musste. Der TSV Calw konnte heute alle Spielerinnen aus dem Kader zum Einsatz bringen und gefährdete damit zu keinem Zeitpunkt ihr Spiel.

Im Hohenlohekreis wurden am Sonntagmorgen die Teams vom gastgebenden TSV Niedernhall und den beiden Gästen aus Vaihingen/Enz und Bretten vorgestellt. Die erste Spielbegegnung spielte sich zwischen den Gastgeberinnen und dem TV Vaihingen/Enz ab. Hierbei startete die Heimmannschaft furios ins Spielgeschehen und brachte den TVV schnell in Rücklage. Seit dem letzten Spieltag scheint es dem TVV nicht mehr so optimal zu laufen, die Erfolgsserie aus den ersten Spieltagen ist gebrochen und die Südliga hat ein Mittel gegen die Vaihinger gefunden. So erspielten sich die eingeschworenen Niedernhaller Frauen Satz eins und zwei (11:6, 11:7). Es sah zunächst nach einer überraschenden Niederlage für die Enzer Frauen aus, doch kämpferisch und vom ersten Schock erwacht zeigten sie dann wieder ihr Können und konnten eine drohende Zu-Null-Pleite abwenden – 2:11 ging der dritte Satz ganz klar an den TVV. Das Spiel wendete sich und von nun an war der TVV wieder in Führungsposition und fand zur alten Stärke. Die Folgesätze rissen die Gäste dann 8:11 und 4:11 an sich. Eine gelungene Aufholjagd, die dem TVV aber sicherlich zu denken gibt und wieder einmal bewiesen hat, dass man auch die Teams aus dem Mittelfeld der Liga immer gut im Auge behalten muss. Gerade Niedernhall ist in der Vergangenheit für Überraschungssiege und die Gefahr aus dem Mittelfeld bekannt und bleibt sich dem Ruf weiterhin treu. Im Anschluss spielte der TVV gegen den TV Bretten. Dieses Spiel lag dann wieder klar in den Händen der Tabellenersten und Bretten konnte nicht viel anrichten gegen das Team um Spielführerin Natalie Lochmahr. Bretten musste eine 3:0-Niederlage einstecken (11:3, 11:4, 11:2) und steht nach den Siegen von Tannheim und Gärtringen auch als fester Absteiger fest. Trotzdem versuchten sie gegen den TSV Niedernhall im letzten Spiel des Tages noch einmal alles. Niedernhall erspielte sich den ersten Satz noch mit 11:4, doch gleich der nächste Satz wurde zu einem Krimi. Bretten hielt den Gastgeberinnen Stand und kämpfte sich in die Satzverlängerung. Doch dieses Team wird ebenso wie Unterhaugstett nicht vom Glück heimgesucht. Dieser Kampf ging leider 12:10 an die erfahreneren Niedernhaller. Im dritten Satz ließ Niedernhall die Gäste nicht mehr so nah ran kommen und bewahrte den Abstand aufrecht. Ein erneuter Satzsieg war die Folge (11:7) und verbuchte den Niedernhallern zwei weitere Punkte auf dem Konto. Somit liegen die Frauen nach wie vor im guten Mittelfeld der Südtabelle.

Vor einer gut besuchten Halle in Tannheim durften sich diesen Sonntag auch die Teams aus Tannheim, Dennach und Landshut präsentieren. Um die 140 Zuschauer reisten in die Tannheimer Halle, um sich vielversprechende Spiele anzusehen. Für Aufruhr sorgte gleich einmal die Anreise des TSV Dennach, der ziemlich ersatzgeschwächt eintrudelte. Ohne die bewährten Kräfte Christina Grüneberg (Beruf), Lena Wahl und Sophia Scheidt (beide krank) mussten die Pink-Ladies zum Spieltag antreten. Dafür wurde Jugendspielerin Charlotte Ohaus in die Pflicht genommen und gab ihr Bundesligadebut. Sogleich stand Dennach auch auf dem Spielfeld gegen eine hoch motivierte Mannschaft aus Tannheim. Sie wollten heute wichtige Punkte gegen den Abstieg erkämpfen und nahmen ihre Mission von Beginn an ernst. Mit diesem Ziel vor Augen und dem lautstarken Publikum im Rücken gingen die Gastgeberinnen konzentriert und ihrer Mission bewusst ins Spiel. Lange konnte sich Tannheim im Spiel halten, was auch der hohen Eigenfehlerquote der Pink-Ladies zu verdanken war. Doch auch Dennach wusste um die Wichtigkeit des Spiels und gab den Satz nicht unumkämpft her. Somit gelang es Dennach den ersten Satz knapp mit 9:11 für sich zu entscheiden. Etwas sicherer konnte Dennach im zweiten Satz agieren und reduzierte die Eigenfehler, folglich gewann man auch diesen Satz 7:11. Mittlerweile kennt man den unbändigen Kampfgeist der Aufsteigerinnen aus Tannheim und muss zu jeder Zeit von ihrer Gefahr ausgehen. So traf es auch Dennach im dritten Satz. Tannheim rettete sich in der Verlängerung in den vierten Satz (13:11). Dennach besammelte sich in der Satzpause und kehrte wieder druckvoller im Angriff zurück. Sonja Pfrommer stellte die Tannheimer Abwehr vor schwierige Aufgaben und plötzlich unterlief auch Tannheim mehr Fehler. Im vierten Satz bei einem Stand von 10:7 gelang den Pink-Ladies der Matchpoint und bescherte den ersten Sieg trotz der geschwächten Umstände. Durch den Sieg schien Dennach nun etwas gelöster und sich ihres Könnens wieder bewusster, sodass man befreiter gegen den Direktkonkurrenten aus Landshut aufspielen konnte. Viel sicherer und selbstbewusster trat Dennach jetzt aufs Parkett. Nun fehlerlos im Angriff und äußerst lauf- und abwehrfreudig drückten die pinken Frauen den Landshutern ihr Spiel auf. Zuspielerin Jasmin Fischer legte jeden Ball konstant an die Leine und brachte Sonja Pfrommer in eine super Position. Landshut reagierte und versuchte die Angreiferin aus dem Spiel zu nehmen, doch wenn es nicht Sonja richten konnte, tat es Anna-Lisa Aldinger, die heute den Zweitschlag übernahm. Auch Dennach folgte der Taktik „Angriff aus dem Spiel nehmen“ und spielte TG-Angreiferin Olga Blehm an. Dies fruchtete dann durch vermehrte Rückschlagfehler vom Zweitschlag seitens der Pralinchen beim TSV besser. Es entwickelte ich ein spannendes Spiel zwischen den Konkurrenten mit großem Kämpferherz auf beiden Seiten. Die gegnerischen Schlagfrauen punkteten beide immer wieder mit Assen aus der Angabe und insgesamt zeigte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Dennoch gelang es dem TSV Dennach am Ende ein wenig erfolgreicher und sicherer den Spielzug zu beenden und man gewann das Spiel in drei Sätzen knapp für sich (11:6, 11:9, 15:13). Mit den Köpfen noch beim Spiel gegen Dennach liefen die Chocolat-Frauen dann gegen die Gastgeberinnen gleich in die nächste Niederlage. Fehlende Konzentration, Spritzigkeit und Engagement brachten den SV Tannheim in Satzführung (13:11). Landshut fand nicht aus dem Tief heraus und verlor auch Satz zwei gegen ein vom Publikum gepushten und stark agierendem Team aus Tannheim (11:7). Im dritten Satz dann endlich die Leistungssteigerung auf Seiten der TG. Besonders laufstark und erfolgreich erwies sich hier Kerstin Stäringer, die von der Hauptschlagposition aus einen kurzen Ball nach dem anderen abwehrte und auch im Rückschlag nahezu fehlerfrei blieb. Sie zog ihrem Team den schmerzenden Zahn und spornte damit die Pralinen an. Alles lief wieder rund und der Satzgewinn war mit 7:11 plötzlich kein Problem mehr. Doch Tannheim besinnte sich ihrer Mission „mindestens ein Sieg gegen den Abstieg“ und legte im vierten Satz nochmal eine Schippe drauf. Chancenlos musste Landshut den Satz und somit das Spiel im vierten Satz 11:5 verloren geben. Rechnerisch ist die DM-Teilnahme für die Pralinchen noch möglich, jedoch hat man mit Dennach, Calw, Niedernhall und Tannheim wohl das schwerste Restprogramm.

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