BL Bericht Männer – Nord & Süd

Foto: Uwe Spille

1. BL Männer Nord – 1. Spieltag

(MiLx) Der Start in die Feldsaison der 1. Männer Bundesliga hielt keine großen Überraschungen bereit. Die Favoriten aus Hagen und Brettorf setzten sich klar durch. Auch Berlin konnte die Punkte aus Schleswig-Holstein mitnehmen, während Nichtabsteiger Ahlhorn den Aufsteiger Wangersen sogar ohne Satzgewinn nach Hause schickte.

SV Moslesfehn – TSV 1860 Hagen     1:5         
(6:11  6:11  5:11  11:9  5:11  9:11)

Zum Auftakt der Feldsaison 2026 musste sich der SV Moslesfehn dem amtierenden Deutschen Meister TSV 1860 Hagen klar geschlagen geben. Hagen ging als Favorit ins Spiel und setzte alle mitgereisten Akteure ein, musste jedoch auf Ole Schachtsiek verzichten. Dafür feierte Nationalschlagmann Timon Lützow seinen Einstand. Die Gäste kamen deutlich besser mit den windigen Bedingungen zurecht und dominierten insbesondere die ersten drei Sätze. Moslesfehn fand nur schwer ins Spiel und konnte vor allem mit der Angabe kaum Druck entwickeln. Zwar brachten Umstellungen zwischenzeitlich eine leichte Stabilisierung, doch insgesamt fehlte die Durchschlagskraft, um Hagen ernsthaft Paroli zu bieten.

Ahlhorner SV – MTV Wangersen     5:0         
(11:7  11:9  11:6  12:10  12:10)

Der Ahlhorner SV ist mit einem klaren 5:0-Erfolg gegen den MTV Wangersen in die Feldsaison gestartet. Nach dem sportlichen Abstieg blieb Ahlhorn durch den Rückzug der Berliner Turnerschaft in der Liga und zeigte nun eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorsaison. Die Mannschaft agierte konzentriert und bewahrte auch in engen Situationen die Ruhe. Obwohl das Ergebnis eindeutig wirkt, waren drei Sätze hart umkämpft, zwei davon wurden erst in der Verlängerung entschieden. Wangersen, als Aufsteiger und nur mit fünf Spielern angereist, zeigte dennoch großen Einsatz. Am Ende setzte sich jedoch die größere Erfahrung und Konstanz der Gastgeber durch.

VfL Kellinghusen – VfK 1901 Berlin     2:5         
(11:8  14:15  5:11  11:8  5:11  11:13  12:14)

Der VfL Kellinghusen unterlag dem VfK 1901 Berlin in einer engen Partie. Die Gastgeber fanden erst gegen Ende besser in ihr Spiel, nachdem die Abwehr zunächst zu inkonstant agierte und im Angriff die nötige Durchschlagskraft fehlte. Berlin startete zwar holprig, steigerte sich jedoch im Verlauf deutlich, fand in die eigene Aufstellung und stabilisierte das Spiel. Besonders in den entscheidenden Momenten agierten die Gäste konzentrierter. Drei der fünf gewonnenen Sätze entschied Berlin erst in der Verlängerung für sich und sicherte sich so glücklich, aber verdient den Auswärtserfolg in einer insgesamt umkämpften Begegnung.

VfK 1901 Berlin – TSV 1860 Hagen     2:5         
(5:11  9:11  9:11  11:7  6:11  11:5  6:11)

Der VfK 1901 Berlin unterlag dem TSV 1860 Hagen klar mit 2:5. Nach der späten Rückkehr aus Schleswig-Holstein wurde Berlin am Sonntagmorgen früh in die Schranken gewiesen und fand zunächst kaum Mittel gegen das souveräne Spiel der Westfalen, die mit Timon Lützow im Hauptangriff agierten. Erst nach der Pause kam der VfK besser ins Spiel. Auf der windanfälligeren Seite unterliefen Hagen einige Unkonzentriertheiten, die Berlin konsequent ausnutzte und zwei Sätze für sich entschied. Dennoch behielten die Gäste die Ruhe, steigerten sich im entscheidenden Durchgang wieder und sicherten sich verdient den siebten Satz sowie die Punkte.

Leichlinger TV – TV Brettorf     0:5         
(6:11  3:11  4:11  5:11  8:11)

Zum Auftakt der Saison hatte der Leichlinger TV mit dem TV Brettorf gleich einen Top-Favoriten vor der Brust und unterlag erwartungsgemäß klar. Besonders schwer wog dabei der verletzungsbedingte Ausfall von Schlagmann Chris Weber, der kompensiert werden musste. Leichlingen nutzte die Partie, um verschiedene Aufstellungen zu testen, unter anderem auch mit einer Angabe aus der Mitte. Gegen die eingespielten Niedersachsen fehlte jedoch die Durchschlagskraft. Brettorf hingegen fand immer besser ins Spiel, agierte zunehmend sicherer und steigerte sich von Satz zu Satz. Am Ende stand für die Gäste ein souveräner und verdienter Auftaktsieg.

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1. BL Männer Süd – 1. Spieltag

(AG) Die Bälle fliegen wieder – auch im Süden ist die 1. Bundesliga in die neue Saison gestartet. Mit einer kompakten Auftaktrunde begann die Spielzeit, in deren Rahmen drei Partien am Samstag und eine Begegnung am Sonntag ausgetragen wurden. Bei nahezu idealen äußeren Bedingungen herrschte an allen Spielorten bestes Faustballwetter. Die Mannschaften präsentierten sich zum Saisonstart bereits in guter Verfassung und zeigten durchweg ansprechende Leistungen.

TV Vaihingen/Enz – TV 1880 Käfertal     5:1            
(9:11       11:3       11:4       11:9      12:10       11:6)

Auf dem Sportgelände am Alten Postweg in Vaihingen trafen zwei ambitionierte Mannschaften aufeinander: der TV Vaihingen und der TV Käfertal. Der TV Käfertal erwischte den besseren Start in die Partie und konnte den ersten Satz für sich entscheiden. Im weiteren Verlauf schien jedoch, als habe der TVK bereits viel von seinem Pulver verschossen. Der TV Vaihingen fand zunehmend besser ins Spiel und konnte die folgenden Sätze zu seinen Gunsten drehen. So entwickelte sich zum Saisonauftakt eine spannende und intensive Begegnung, in der sich der TV Vaihingen letztlich überraschend klar gegen den Hallen-Meister durchsetzen konnte.

TV Eibach 03 – TV Stammheim      2:5
(11:5      11:13     10:12     11:7     9:11      9:11      9:11)

Unter dem Strich entwickelte sich in Eibach ein äußerst enges und umkämpftes Spiel. Fünf der sieben Sätze wurden mit einem Unterschied von lediglich zwei Bällen entschieden, was die Ausgeglichenheit der Begegnung deutlich unterstreicht. Der TV Stammheim konnte sich letztlich aufgrund seiner spielerischen Klasse hauchdünn durchsetzen. Dennoch zeigte der TV Eibach einen couragierten und engagierten Auftritt und hielt die Partie über die gesamte Spieldauer offen. Für beide Mannschaften stellte dieses Spiel einen gelungenen Einstieg in die Saison dar, insbesondere im Hinblick auf Intensität, Einsatzbereitschaft und spielerisches Niveau.

TV SW-Oberndorf – NLV Stgt.Vaihingen       5:1            
(11:9      5:11     11:9     11:2     11:1     13:11)

Ungefährdet sicherte sich der TV Schweinfurt-Oberndorf auf heimischer Sportanlage den Heimsieg gegen den NLV. Die Mannschaft zeigte über weite Strecken der Partie ihre vorhandene Klasse und konnte insbesondere durch konsequent herausgespielte direkte Punkte überzeugen. Mit einer souveränen und kontrollierten Leistung ließ der TV Schweinfurt-Oberndorf dem Gegner nur wenig Raum zur Entfaltung und setzte sich am Ende deutlich mit 5:1 Sätzen durch. Der Spielverlauf spiegelte die Überlegenheit der Heimmannschaft wider, die ihre Stärken konsequent ausspielte und das Match jederzeit im Griff hatte.

TSV Pfungstadt – TSV Calw     5:2
(11:9      11:9      11:2    8:11     13:15     14:12    11:6)

Bei besten äußeren Bedingungen trafen in Pfungstadt zwei Mannschaften aufeinander, die sich im direkten Duell nichts schenkten. Insgesamt vier der sieben Sätze wurden mit lediglich zwei Bällen Unterschied entschieden, was die Ausgeglichenheit der Partie eindrucksvoll unterstreicht. Von Beginn an entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, das auf beiden Seiten mit großem Einsatz und hoher Intensität geführt wurde. Einen kurzen Schreckmoment gab es im ersten Satz beim Stand von 5:5, als die Anfangsformation des TV Pfungstadt aufgelöst werden musste und ein Wechsel erforderlich wurde. Dieser Einschnitt hatte jedoch keinen negativen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf oder die Leistung der Heimmannschaft. Beide Teams zeigten anspruchsvollen und attraktiven Faustball, der auch die wenigen, aber engagierten Zuschauer immer wieder zu Szenenapplaus hinriss. Am Ende setzte sich der TSV Pfungstadt verdient nach 135 min. durch. Dennoch blieb es bis zum Schluss ein äußerst enges und umkämpftes Match, das den Leistungsstand beider Mannschaften widerspiegelte.

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