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West und Ost auf DM-Kurs

Hagen mit Philipp Müller (vorne) und Olaf Machelett bleibt im DM-Rennen (Foto: Schönwandt)
> Hagen mit Philipp Müller (vorne) und Olaf Machelett bleibt im DM-Rennen (Foto: Schönwandt)

Lüneburg (DFBL/bec). Ein ungewohntes Bild bietet aktuell die Tabelle der Nord-Bundesliga der Männer: Hinter dem (gewohnten) Spitzenreiter aus Berlin reihen sich nicht die bekannten DM-Aspiranten aus Ahlhorn und Brettorf ein, sondern mit dem TV Voerde und dem TSV Hagen gleich zwei Teams aus dem Westen der Republik.

Mit zwei Auswärtserfolgen (5:2 in Kellinghusen und 5:3 in Ahlhorn) kletterten die Hagener um Angreifer Stefan Bösch sogar auf den zweiten Rang – Tabellenregionen, die man in Hagen seit der Ära Dirk Schachtsiek nicht mehr gesehen hat. Sechs Siege aus den ersten acht Begegnungen bedeuten das beste Abschneiden seit dem Wiederaufstieg des TSV im Jahr 2012.  ,,Mit dieser Leistung können wir absolut zufrieden sein. Wir haben stark gekämpft und in den wichtigen Phasen die Ruhe bewahrt!“, freute sich Trainer Holger Bock über den Auftritt am Sonntag. Und Kapitän Olaf Machelett ergänzte: ,,Dass wir gewonnen haben ist natürlich super. Fast noch mehr freut es mich, aber dass wir in den wichtigen Spielen alle Spieler einsetzen können und viele Umstellungen vornehmen können, ohne den Spielfluss zu gefährden!“

Deutlich schlechter die Stimmung in Ahlhorn. Ohne Schlagmann Christoph Johannes (kurzfristiger Ausfall mit Rückenprobleme) hatte man nicht nur gegen Hagen, sondern auch noch im preitigeträchtigen Derby beim TV Brettorf das bittere Nachsehen. 0:5 hieß es dort am Ende. Das bedeutet Abstiegskampf statt DM-Rallye.

Genau wie für den TV Brettorf, der trotz des Derbyerfolges tief im Tabellenkeller hängt. Das Kurzzeit-Comeback des eigentlich pausierenden Schlagmannes Tobias Kläner brachte zumindest wichtige Punkte für den Klassenerhalt. „Unser Plan mit Tobi ist gut aufgegangen. Alle haben eine richtig gute Leistung gezeigt“, freute sich  TVB-Coach Tim Lemke.

Ein punktemäßig ausgegliches Wochenende gab es für den Tabellendritten TV Voerde in Berlin. Im Anschluss ans Turnfest gewann der TVV seine Begegnung bei Aufsteiger und Kellerkind Berliner TS klar mit 5:0. Nur einen Satzgewinn errang man hingegen in der Begegnung bei Spitzenreiter VfK Berlin. Die DM bleibt weiter im Fokus für die Voerder.

So langsam in Richtung zweiter Liga planen kann man in Moslesfehn. Beim VfL Kellinghusen kassierte die Mannschaft von Trainer Bodo Würdemann schon die achte Pleite im achten Spiel. Kommendes Wochenende muss das Kellerduell gegen TS Berlin unbedingt gewonnen werden, damit man zumindest noch eine kleine Chance auf den Ligaverbleib hat.

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