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Teamcheck Süd-Frauen

Landshut (DFBL/kes). Besser spät als nie: Auch die Frauen der Süd-Bundesliga der Frauen bekommen ihren Teamcheck. Bevor es am kommenden Sonntag nun auch für die restlichen Mannschaften an den Start geht, gubt Kerstin Stäringer hier noch einen kurzen Ausblick auf die 1. Bundesliga Süd.

SV Tannheim – aus den Fehlern vom letzten Jahr lernen
Der SV Tannheim startet in seine zweite Saison in der 1. Bundesliga Süd Halle. Im Jahr zuvor feierte man sein Debüt im Oberhaus und schaffte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die 1. Liga. Man hatte gleich zu Beginn einen schwierigen Start in die 1. Liga und holte aus fünf Spielen lediglich einen Sieg. In der Rückrunde konnte man noch wichtige Punkte sammeln und am Ende den 6. Tabellenplatz erreichen.
Für die kommende Saison kann man auf Angreiferin Lena Mertz hoffen, welche aus ihrer Babypausen zurückkommt. Wie auch schon in der Feldsaison will man die Jugendspielerinnen mit ins Boot nehmen und kann somit auf einen beachtlichen Kader von zehn Spielerinnen zurückgreifen. Viele der Spielerinnen haben schon in der Jugend um Meisterschaften gekämpft und kennen sich blind. Dies konnte man gegen spätere DM-Teilnehmer unter Beweis stellen und den einen oder anderen Satz gewinnen. Hier möchte man anknöpfen und weitere Siege einheimsen. Das Ziel der Damen lautet auch zum zweiten Mal ganz klar: Klassenerhalt.
TSV Calw – Wir wurden noch nie Deutscher Meister…
Sowohl in der vergangenen Hallensaison, als auch im Feld hat der TSV Calw ein Ticket für die DM gelöst. Bei der Hallen-DM in Selsingen erkämpften sich die Damen die Bronzemedaille. Leider reichte es bei der Feld-DM in Bredstedt nicht mehr fürs Treppchen und man holte sich hinter dem TSV Dennach den vierten Platz.
Für diese Saison möchte man eine Schippe drauf legen, denn: „Wir wurden noch nie Deutscher Meister“ und somit hat man sich sein Ziel für diese Saison auch schon gesetzt.
Im Kader ergibt sich nur eine Änderung: Spielführerin und Abwehrass Sandra Janot steht aufgrund eines Auslandssemesters diese Saison nicht zur Verfügung und Angreifern Alica Erlenmayer wird aus beruflichen Gründen nicht immer einsatzfähig sein.
Dafür hat der TSV seit diesem Jahr noch eine weitere Weltmeisterin im Petto. Henriette Schell gewann bei der U18-WM mit ihrem Team die Goldmedaille. Außerdem verteidigte Stephanie Dannecker mit Deutschland bei der Frauen-WM in Brasilien den Titel. Dieses starke Angriffsduo und auch die Routiniers in der Abwehr haben sich für diese Saison so einiges vorgenommen. Auch wenn man aus unterschiedlichen Gründen nur an einem Vorbereitungsturnier teilnehmen konnte, ist die Motivation groß. Der Titel soll nun endlich an Calw gehen und somit hat man sich nur die Deutsche Meisterschaft als Ziel gesetzt.
TV Vaihingen Enz – mit neuer Formation zum Klassenerhalt
Der TV Vaihingen Enz hat sich die letzten Jahre neben dem TSV Calw und TSV Dennach seine Favoritenrolle hart erkämpft und gehört quasi schon zu den Dauer-DM-Teilnehmern. Den großen Titel konnte man jedoch bis dato noch nicht nach Hause holen.
Eigentlich sollte das Ziel des TVV an die vergangenen Saisons anknüpfen, stattdessen müssen die Karten neu gemischt werden und das Team wird aufgrund personeller Veränderungen umgestellt. Kim Reimers aus Schülp hat ihr Praktikum in Stuttgart beendet und kehrt zu ihrem Heimatverein zurück. Natalie Lochmahr hat sich direkt nach der DM im August einer Operation am Fuß unterziehen müssen und wird wohl erst zur Rückrunde wieder voll einsatzfähig sein und Spielemacherin Marie-Therese Rothmaier hat wieder vermehrt Schulter-Probleme und wird im Angriff nur noch als Joker eingesetzt.
Zudem gibt es eine Änderung im Trainerteam. Marie-Therese Rothmaier und Corinne Meyer übernehmen das Amt zusammen und wollen zunächst einmal den Klassenerhalt sichern und nach Möglichkeit einen Platz im Mittelfeld erreichen.
TG Landshut – Pralinchen kämpfen um erneute Teilnahme an der DM
Auch bei der TG gibt es einen Personalmangel. Olga Blehm hat nach der Feldrunde ihre Faustball-Karriere aus beruflichen Gründen beendet und auch Christine Prill fehlt weiterhin aufgrund schulischer Aktivitäten. Dafür unterstützt Karin Richter die Pralinchen in dieser Hallensaison. Nachdem man im Feld noch nie seine Stärken zeigen konnte, reichte es lediglich für Platz 6 und man freut sich auf die bevorstehende Hallensaison. Bettina Brachard konnte ihren Speichenbruch vom letzten Feld-Spieltag pünktlich auskurieren und somit umfasst der Kader sechs Spierinnen.
Nachdem Trainer Rainer Schuhmann in der Feldrunde seinen plötzlichen Rückzug bekannt gab, wurde kein neuer Trainer gefunden. Manuel Knott trainiert das Team, kann jedoch am Spielfeldrand aufgrund seiner eigenen Spieltage nur wenig helfen und die Isarstädterinnen sind meist auf sich allein gestellt.
Trotz alledem möchte man an die beiden letzten Saisons anknüpfen und sich wenigstens einen Platz unter den ersten vier erkämpfen. Wenn jede Spielerin zu jeder Zeit ihre Leistung abrufen kann, dann sollte auch die Teilnahme an der DM realistisch sein.

TV Eibach 03 – Aufsteigerinnen treten mit Erfolgsjugendspielerinnen an
Der TV Eibach hat in der vergangenen Hallensaison den Aufstieg in die 1. Bundesliga Süd geschafft und startet als jüngstes Team in die neue Runde. Für die meisten Spielerinnen völliges Neuland, da fünf von sieben Spielerinnen noch in der A-Jugend um die Meisterschaft kämpfen. Mit zwei U18-Weltmeisterinnen – Angreiferin Svenja Schröder und Abwehrspielerin Auguste Grothoff – haben sich die jungen Wilden bereits schon in der Feldsaison in der 1. Liga gut etablieren können. Auf einem souveränen 5. Platz kann man aufbauen, um für die Zukunft noch ganz großes zu erreichen.
Für die erste Hallensaison im Faustball-Oberhaus möchte das Trainerduo Barbara Eberhard und Karen Schneider sich den Klassenerhalt sichern. Dabei muss man jedoch verletzungsbedingt auf Sophia Neumeier, sowie auf Lea Neumeier (Auslandsaufenthalt) und an der Hälfte aller Spieltage berufsbedingt auf Christina Schneider verzichten, was die Angelegenheit schwieriger machen dürfte.
TSV Gärtringen – man setzt auf die Jugend
Mit sechs Punkten Vorsprung zum Abstiegsplatz konnten sich die sympathischen Mädels aus Gärtringen den Klassenerhalt sichern. Jedoch reichte es im Feld wieder nicht, um vorne um den Aufstieg mitspielen zu können. Ganz im Gegenteil: mit einem Sieg mehr auf dem Konto hat man sich gerade noch in der Liga halten können.
Für die neue Hallensaison hat sich die erste Mannschaft auf einigen Positionen verändert und auch verjüngt. So gehören ab dieser Saison die beiden Jugendspielerinnen Kim Niemann und Julia Motteler, sowie Franziska Stahl zum Kader. Ebenfalls neu sind Sabrina Schmid und Uli Niemann, die aus der 2. Bundesliga Mannschaft aufgerückt sind.
Mit diesem breiten und motivierten Kader möchten die Gäu-Damen versuchen, so wenig wie möglich mit dem Abstiegskampf in der Liga zu tun zu haben. Die Vorbereitungsphase lief recht erfolgversprechend. Spielertrainierin Uli Niemann kann die Mannschaft variabel aufstellen, was dem TSV einen großen Vorteil verschafft. Entscheidend wird sein, dass die Mannschaft schnell zusammenwächst, die nötigen Automatismen und Abläufe entwickelt und dann eigene Akzente setzen kann.

TV Segnitz – schwierige Aufgaben stehen ohne Hauptangriff bevor
Nach dem Abstieg aus der 1. Liga 2014/2015 hat der TV Segnitz im Jahr darauf den Wiederaufstieg geschafft. Den Schwung aus der Hallensaison haben die Damen vom TV in die Feldsaison mitgenommen und wurden Meister in der 2. Bundesliga Süd. So auch wollte man in der kommenden Hallensaison weiter machen und sich schnellstmöglich den Klassenerhalt sichern. Dies stellt jedoch nun als viel schwerer heraus als gedacht, da Hauptangreiferin Luisa Kaemmer aufgrund eines Auslandaufenthaltes nicht zur Verfügung steht. Der Kader umfasst noch weitere 8 Spielerinnen, darunter vier Angreifer, aber diese können wegen fehlender Erfahrung oder verletzungsbedingt nicht bei Kaemmer mithalten.
Den Damen vom TV Segnitz steht eine schwierige Saison bevor, wo sie womöglich schwer gegen den Abstieg kämpfen zu haben. Unterschätzen sollte man die Truppe von den Lauck-Brüdern Uli und Andreas jedoch nicht. Für Überraschungen hat der TV schon öfters gesorgt.

TSV Dennach – es gibt nur ein Gas – Vollgas
Lange schienen die Pink Ladies vom TSV Dennach als unschlagbar, holten sich in der vergangenen Hallenrunde die Meisterschaft und fegte im Finale den Ahlhorner SV mit nur so vom Platz und auch in der Feldsaison haben sie ihr Können unter Beweis gestellt und sind ohne Punktverlust durch die Liga marschiert.
Zum Schluss aber blieben die ganz großen Vereinstitel aus; bei der Deutschen Meisterschaft in Bredstedt reichte es lediglich für Platz 3 und auch diese Bronzemedaille musste gegen die Löwinnen aus Calw hart erkämpft werden und den Titel zum IFA Fistball Women’s World Cup musste der TSV nach Duque de Caxias Curitiba abgeben.
Bei der Frauen WM durften jedoch gleich vier Spielerinnen aus dem Schwarzwald mit, wo man sich die Goldmedaille holte.
Mit dem gestärkten Selbstbewusstsein nach der WM möchte man sich die kommende Feldsaison nicht lumpen lassen und man hat als einziges Ziel die Deutsche Meisterschaft in Stammheim vor sich.
TV Unterhaugstett – zweite Chance will man nutzen
Eigentlich hieß es Abschied nehmen aus der 1. Bundesliga in der Hallensaison 2015/2016, aber da sich der TSV Niedernhall auf eigenen Wunsch komplett aus der 1. Liga verabschiedet hatte, haben die Mädels aus Unterhaugstett noch eine Chance bekommen weiterhin im Oberhaus mitspielen zu dürfen.
Im Feld hat es nicht gereicht den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen und man musste mit dem TV Öschelbronn in die 2. Liga absteigen. Zuspielerin Corinna Kusterer wird aufgrund ihres doppelten Babyglücks weiterhin nur vom Spielfeldrand mitfiebern können. Im Feld kam Abwehrspielerin Sabrina Bauer vom TSV Calw zur Verstärkung und nun möchte man die Gelegenheit nutzen und wenigstens den Klassenerhalt in der 1. Liga schaffen. Auch wenn man in den letzten beiden Saisons nicht viele Punkte sammeln konnte, unterschätzen sollte man die sympathische Truppe um Stefan Koch nicht.

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