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Teamcheck Gruppe B mit Pfungstadt, Ahlhorn, Rosenheim

Pfungstadts Patrick Thomas gegen Berlins Sebastian Kögel (Foto: DFBL/Schönwandt)
> Pfungstadts Patrick Thomas gegen Berlins Sebastian Kögel (Foto: DFBL/Schönwandt)

Rosenheim (DFBL/bec). Nur noch wenige Tage, dann kreuzen in der Rosenheimer Gabor-Halle die besten Männermannschaften des Deutschen Faustballs die Klingen. Die DFBL hat vor der DM noch einmal mit allen Teams gesprochen. Wie die Lage in Berlin, Brettorf, Ahlhorn, Schweinfurt, Pfungstadt und Rosenheim ist, lest ihr im traditionellen Teamcheck. Hier die Gruppe B.

Pfungstadt hofft auf mehr Gegenwehr

Keine Niederlage, nur drei (!) kassierte Sätze – es war fast die perfekte Saison, die der TSV Pfungstadt in der Süd-Bundesliga hingelegt hat. Vielleicht gelingt dem Team in Rosenheim nun sogar der Titelgewinn ohne Satzverlust: „Selbstverständlich wäre es auch schön, eine so überragende Saison mit einem DM-Titel ohne Satzverlust zu krönen, aber ich denke da werden es uns unsere Gegner bei der DM-Endrunde nicht so einfach machen, wie es die ein oder andere Mannschaft im Ligaalltag gemacht hat“, glaubt TSV-Abwehrmann Oliver Späth. Er verspricht Pfungstädter Vollgas-Spiele: „Wir wollen uns natürlich wie jedes Mal bei einem solchen Großereignis von unseren besten Seite präsentieren und letztendlich ganz oben auf dem Treppchen stehen. Dafür werden wir alles geben.“

Erstmals bestreitet der TSV eine DM ohne Nick Trinemeier, der zu Saisonbeginn bekanntlich zum TV Käfertal wechselte. „Mit dem Abgang von Nick sind uns definitiv einige Varianten in unserem Spiel verloren gegangen. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff mussten wir uns zunächst auf die neue Situation einstellen.“ Späth erklärt: „Da sich unsere Gegner, seit wir nur noch mit einem nominellen Angreifer spielen, sehr oft auf die Taktik versteifen, Patrick Thomas anzuspielen, wurde es uns auch sehr einfach gemacht. Mit einer so defensiv eingestellten Taktik kann man meines Erachtens kein Spiel gewinnen. Außerdem hat Basti seine neue Rolle als Zweitangreifer sehr gut umgesetzt. So wurden auch die Mannschaften mit einem Satzgewinn gegen uns belohnt, die frei aufgespielt haben und in der Angabe selbst auf den Punkt gegangen sind.“

Für den TSV war es daher auch in der Liga nicht immer einfach, auf den Punkt motiviert zu sein, wie Oliver Späth eingesteht: „Wenn ich ehrlich bin, fällt es uns in den Bundesliga-Spielen schon ab und zu schwer, uns zu motivieren. Aber oft kommt es uns auch so vor, als wären unsere Gegner genausowenig motiviert wie wir.“ Für Späth unverständlich: „Nahezu jeder Gegner in der Bundesliga hat gegen uns nichts zu verlieren und könnte mit Vollgas versuchen, uns zu überraschen. Leider lässt aber bei manchen Mannschaften der Kampfgeist zu wünschen übrig. Oftmals erscheint es uns auch so, als wäre unser Gegner der Meinung das Spiel bereits verloren zu haben, bevor es überhaupt angefangen hat.“

Das wird bei der DM anders sein: „Bei so einer besonderen Kulisse und bei den Spielen um den Titel ist jeder von uns und auch von unseren Gegnern voll motiviert. Wie jedes Mal freuen wir uns besonders darauf uns wieder mit den besten Mannschaften in Deutschland messen zu dürfen und hoffen auf einen guten Saisonabschluss für uns.“

Als ärgsten Konkurrenten sieht der Abwehrmann den Spitzenreiter aus dem Norden. „Die stärkste Konkurrenz um den Titelgewinn wird mit Sicherheit der VfK Berlin sein. Sie haben es uns in den letzten Jahren in den Finalspielen nie einfach gemacht und waren schon des Öfteren sehr nah am Titelgewinn dran. Aber gerade auch die Mannschaft aus Schweinfurt-Oberndorf darf nicht unterschätzt werden und ist immer für eine Überraschung gut. Ich denke, dass bei der Medaillenvergabe an diesen beiden Mannschaften fast kein Weg vorbei führen wird.“

Ahlhorn ist der Serientäter

Das dritte Nordteam bei der Rosenheim-DM ist wie (fast) immer der Ahlhorner SV: „Inzwischen sind wir, mit einer Ausnahme 2006/2007, seit 2005 immer auf der Deutschen Meisterschaft vertreten“, sagt Kapitän Karsten Bilger. „Wir sind natürlich froh, dass wir auch die neuerliche Qualifikation geschafft haben und uns mit den besten Faustballmannschaften in Deutschland messen können.“

Ziel ist für den Abwehrmann des ASV das Halbfinale: „Realistisch betrachtet wird das Vorrundenspiel gegen Rosenheim natürlich entscheidend sein, wenn es darum geht sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Als Gastgeber hat Rosenheim natürlich seine Fans im Rücken und kennt die Halle. Dennoch glaube ich, dass wir gegen Rosenheim mithalten und hoffentlich als Sieger vom Platz gehen können.“

Personell könnte die Lage bei den Ahlhornern jedoch besser sein: „Zuletzt waren einige Spieler leicht angeschlagen, bis zur DM werden aber hoffentlich alle fit sein, sodass wir dann in Bestbesetzung antreten können.“ Im Flieger nach Bayern („eine Busanreise war wegen der Entfernung kein Thema“) wird ein neuer Mann Platz nehmen: „Personell haben wir kurzfristig Erik Grotelüschen noch mit in den DM-Kader genommen, da Lucas Overberg aufgrund seiner Verletzung am Ellenbogen nicht zu 100 Prozent fit sein wird.“

Die Favoritenfrage beantwortet Karsten Bilger so: „Sicherlich wird der Meistertitel nur über Pfungstadt gehen. Die Ergebnisse in der Saison haben zudem gezeigt, dass der Weggang von Nick Trinemeier sehr gut kompensiert wurde. Aber vielleicht wächst ein Team ja über sich hinaus und kann für eine große Überraschung sorgen …?“

Rosenheim und die „DM dahoam“

Mit Heimvorteil geht der MTV Rosenheim in der Gabor-Halle an den Start. Das Team von Doppelweltmeister Steve Schmutzler hat zwar eine nicht ganz so überzeugende Bundesliga-Runde hingelegt, genießen will man das Event nun umso mehr: „Nach einem gewissen Auf und Ab in dieser Saison freuen wir uns wahnsinnig auf die ‚DM dahoam'“, sagt der 32-Jährige und ergänzte: „Die letzten  Vorbereitungen laufen und es wird einfach Zeit, dass dieses Event beginnt, denn wir tun alles dafür, dass für alle Beteiligten eine DM wird, die Jedem in Erinnerung bleibt.“

Die Vorrunde zu überstehen, wird nicht leicht für den MTV, Gegner sind Serienmeister Pfungstadt und Nord.Vize Ahlhorn. Schmutzler sieht das pragmatisch: „Bei einer DM gibt es keine leichte Gruppe. Klar haben wir mit Pfungstadt den Topfavoriten auf die DM in der Gruppe, dafür geht man Ihnen – im Falle der Qualifikation – im Halbfinale aus dem Weg. Unsere Chancen in der Gruppe weiter zu kommen stehen 50:50. Ahlhorn oder wir. Im Feld hatten wir die Nase vorn, da sind wir aber auch wesentlich stärker. In der Halle sehe ich Ahlhorn klar im Vorteil. Wir hoffen natürlich auf ein volles Haus und lautstarke Unterstützung unserer Fans, wenn es zum entscheidenden Spiel kommt.“

Im Rosenheimer Lager hat man alles gegeben für das große Event: „Der komplette Kader ist fit und einsatzbereit. Wir haben jetzt am
Wochenende noch einmal die Zeit für intensive Trainingseinheiten genutzt und werden dann kommende Woche hoffentlich alle unser Bestes geben.“

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