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Bundestrainerin Silke Eber zum Stand der WM-Vorbereitungen

Lüneburg (DFBL/bec). „Nach der DM ist vor der WM“ lautet das Motto für Deutschlands Faustball-Frauen. Ab dem 25. Oktober kämpft die Nationalmannschaft im brasilianischen Curitiba um die Titelverteidigung. Ein Interview mit Bundestrainerin Silke Eber.

Hallo Silke, die DM von Bredstedt liegt ein paar Tage hinter uns. Wie beurteilst du die dort gezeigten Leistungen – allgemein auf den Frauenfaustball bezogen und im Speziellen mit Blick auf Deinen WM-Kader?

Silke Eber: „Insgesamt gesehen habe ich schon bessere Frauen-DMs verfolgen können. Die Leistungen der einzelnen Teams waren schon sehr schwankend, die Quote an leichten Fehlern war zudem sehr hoch. Die WM-Spielerinnen haben sicherlich noch viel Luft nach oben, wir haben aber ja auch noch ein wenig Zeit bis zur WM.“

DSC_8038Mit dem TSV Dennach, bei dem ja gleich eine ganze Reihe Deiner Kaderspielerinnen im Aufgebot steht, ist der Top-Favorit überraschend im Halbfinale rausgeflogen, auch beim Weltpokal eine Woche zuvor konnte das Team nicht an bisher gekannte Leistungen anknüpfen. Muss sich Faustball-Deutschland unter diesen Vorzeichen Sorgen machen um das Unternehmen WM-Titelverteidigung?

Silke Eber: „Sorgen machen braucht man sich da bestimmt nicht. Speziell die Dennacher Mannschaft hatte in diesem Sommer ein großes Programm zu absolvieren. Europacup Anfang Juli, Weltcup und die DM im August – es ist schwer, seine Topform über einen so langen Zeitraum ständig abrufen zu können. Beim Weltcup gegen Duque hat der TSV keineswegs enttäuscht, man hat nur gegen ein sehr starkes Team aus Brasilien verloren. Die Leistung der Brasilianerinnen muss man einfach anerkennen. Bei der DM in Bredstedt hat Dennach sicherlich nicht sein bestes Wochenende gehabt, nach all den großen Erfolgen in den letzten Jahren sollte man diesem Team aber auch einmal ein schwächeres Wochenende zugestehen.“

Für die „normalen“ Bundesliga-Spielerinnen ist jetzt ja erstmal Pause angesagt – wie bereiten sich Deine Mädels vor? Gibt es individuelle Trainingspläne, etc.?

Silke Eber: „Alle Spielerinnen machen jetzt erst einmal bis Anfang September eine Faustballpause. Die Feldsaison war sehr lang, jetzt gilt es, Kraft zu schöpfen, um die großen Herausforderungen auch angehen zu können. In den ersten Wochen im September werden wir großen Wert auf den Bereich Fitness und Athletik legen. Wir wollen hier die Basis schaffen, um die WM vor allem physisch gut durchstehen zu können. Danach geht es dann um die spielerischen Schwerpunkte. Jeder Spielerin ist bekannt, was bis zum Start der WM zu tun ist.“

Wann, wo und wie kommt ihr vor dem Abflug nochmal zusammen?

Silke Eber: „Wir werden uns vom 29. September bis 3. Oktober in Calw mit dem kompletten Kader treffen, dort werden wir dann an den Feinheiten arbeiten. Wir ziehen im September und im Oktober noch einmal den ‚kleinen‘ Kader zusammen. Das heißt die fünf Spielerinnen aus dem Süden treffen sich im Süden des Landes, die fünf WM-Teilnehmerinnen aus dem Norden in Norddeutschland.“

Wann geht’s dann tatsächlich los – und wie ist der Fahrplan für Brasilien?

Silke Eber. „Wir fliegen am 20. Oktober von Frankfurt nach Curitiba. In Curitiba stehen dann vor der WM noch ein paar Trainingseinheiten auf dem Programm. Die Mannschaft wird also vor Ort noch genügend Zeit haben, um sich auf die doch etwas anderen Bedingungen in Brasilien auch gut einstellen zu können.“

Die WM musste aufgrund von finanziellen Problemen „umziehen“ von Pomerode nach Curitiba – was ändert sich dadurch für euch? Macht das den Brasilien-Trip leichter oder schwieriger?

Silke Eber: „Das macht die Sache fast noch ein wenig einfacher, dadurch bleibt uns die Anschlussfahrt nach Pomerode erspart. Über Curitiba wären wir in jedem Fall geflogen. Es ist aber für alle Beteiligten schön, dass Curitiba als WM-Ort so kurzfristig einspringen konnte und die WM auch stattfinden kann.“

Wie wir hörten, ist nach der WM-Woche noch ein bisschen Südamerika angesagt – was habt ihr vor?

Silke Eber: „Wir werden alle gemeinsam noch nach der WM die Iguazu-Wasserfälle und die Olympia Stadt Rio de Janeiro besuchen. So können wir nach den wohl sehr intensiven WM-Tagen auch noch ein bisschen das wunderschöne Land kennenlernen.“

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