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Schweinfurt patzt gegen Offenburg

Offenburg (DFBL/aga). DM-Dauerteilnehmer Tv Schweinfurt-Oberndorf muss um die Teilnahme an der Endrunde in Rosenheim zittern. Nach einer neuerlichen 4:5-Niederlage gegen den FBC Offenburg rückt dem Team von Weltmeister Fabian Sagstetter der TV Vaihingen/Enz auf die Pelle.

Sicher dabei ist Gastgeber MTV Rosenheim – da hielt sich der Frust nach klarer Pleite gegen den schon feststehenden Staffelmeister TSV Pfungstadt in Grenzen. Ganze 16 Punkte konnte der MTV auf der Habenseite verbuchen. Der TSV Pfungstadt ließ sich auch nach dem in der Vorwoche ersten verlorenen Satz der Saison nicht aus dem Tritt bringen. Steve Schmutzler: „Vom Spiel gegen Pfungstadt kann man bis auf die enorme Überlegenheit der Gastgeber nichts weiter berichten“. So spielt der TSV weiterhin in seiner eigenen Liga. Ergebnis: Pfungstadt – Rosenheim 5:0 (11:3, 11:6, 11:3, 11:1, 11:3)

Deutlich enger ging es in Offenburg zu. Die Offenburger betitelten sich schon vorher als „klarer Außenseiter“, erwartete man doch den Tabellenzweiten aus Schweinfurt in der Ortenau. Selbst ein 2:4 Satzrückstand konnte egalisiert werden und dann hatte man das Momentum auf seinen Seiten. Während der Aufwärmphase signalisierte Oliver Bauer, dass es aufgrund seiner Schulterverletzung nicht zu einem Einsatz reichen wird. So musste der TVO umstellen und Fabian Sagstetter übernahm die vakante Angreiferposition. Durch die so nicht eingeplante Niederlage wittert der direkte Verfolger der TVV noch einmal seine Chance auf den Platz 2 im Abschlussklassement. Ergebnis: Offenburg – Schweinfurt 5:4 (11:6, 14:15, 9:11, 11:9, 6:11, 11:13, 11:9, 12:10, 11:6)

Pfungstadt mit Arbeitssieg gegen Vaihingen

Der TV Vaihingen probierte in seinem Spiel gegen den TSV Pfungstadt alles, um den Abstand auf das Schweinfurter Ensemble zu verkürzen. Der TSV konnte sich auch mit etwas Glück in drei hauchdünnen Sätzen behaupten. Das Endergebnis von 1:5 täuscht darüber hinweg, dass der Serienmeister aus Hessen zwei Sätze erst in der Verlängerung und zwei weitere nach hartem Kampf für sich entschied. Von Beginn an zeigte die Mannschaft des TV Vaihingen, dass sie einen ihrer besten Tage in dieser Hallensaison erwischt hatte. Als es nach zwei Minuten 2:1 für die Gastgeber stand, nahm Pfungstadt-Coach Dieter Thomas gleich mal eine Auszeit. Er hätte noch mehr Anlässe für taktische Ermahnungen gefunden. Vaihingen hielt gut mit und begeisterte mit spektakulären Ball-Rückholaktionen unter der Leine oder wuchtigen Schlägen das Publikum. Allerdings waren nur etwa halb so viele Zuschauer auf der Tribüne wie vor wenigen Jahren, als der TVV in heimischer Halle praktisch unbesiegbar war. Kolja Meyer und Marc Krüger fanden immer wieder Lücken in den Abwehrreihen der Gäste, das Ergebnis schaukelte sich hoch bis auf 9:10. Dann eine Angabe auf die Linie und der Satz war weg. Im zweiten Durchgang machten Patrick Thomas und Co. auf der Seite des TSV Pfungstadt gehörig Druck und ließen den TVV nicht ins Spiel kommen – 11:4. Das war aber der einzige Satz, in dem die Gastgeber vorgeführt wurden. Im dritten lag Vaihingen zwar schnell mit 2:5 hinten, holte dann aber auf und spielte Faustball vom Feinsten. „Man muss bei Angaben und Rückschlägen enormes Risiko gehen“, verrät TVV-Angreifer Krüger. „Aber an sich ist es auch egal, wenn dann mal ein Ball ins Aus geht. Denn wenn man ihn zu leicht rüberspielt, dann bauen die Pfungstädter ihr Spiel nur zu gut auf und machen den Punkt dann sowieso.“ Mit seinem Rezept hatte Krüger Erfolg. Er schlug zahlreiche Asse bei der Angabe und fand auch sonst immer wieder Möglichkeiten, die Weltklasse-Abwehr der Hessen auszuspielen. Im dritten Satz verwandelt der TSV Pfungstadt seinen zweiten Satzball zum 12:10-Sieg, im vierten Satz ebenfalls den zweiten zum 13:11-Sieg. Da hatte auch Vaihingen schon Satzball gehabt, doch bei 10:9-Führung fehlte die Durchschlagskraft. Als im fünften Durchgang Johannes Jungclaussen für Meyer kam, zeigte sich das Vaihinger Talent auf den Punkt fit. „Er sitzt vier Sätze draußen und macht aus drei Rückschlägen gleich dreimal den Punkt“, sagt Krüger anerkennend. Weil zu dieser Zeit auch Patrick Thomas bei der Angabe ungewohnte Schwächen zeigte, war der 11:4-Satzgewinn des TVV schnell unter Dach und Fach. „Eine super Leistung hat auch Jakob Kilpper gezeigt“, lobt Krüger. „Er hat ein paar Bälle von Patrick auch am Anfang schon rausgeholt, als er noch phänomenal gut geschlagen hat. Und Jakob hat bisher noch fast nie gegen den weltbesten Angreifer gespielt.“ Im letzten Satz blieb es spannend bis zum Stand von 8:10. Dann beendete Patrick Thomas das Spiel standesgemäß mit einem Preller auf die Tribüne. Dabei blieb der TVV auch im Spiel gegen den TSV seiner Linie treu und setzte die überzeugenden Nachwuchs U18 Kräfte in der Partie ein. „Wir müssen die Jungs auch in den engen Situationen bringen“ so der Spielertrainer Marco Lochmahr.  Ergebnis: Vaihingen – Pfungstadt 1:5 (9:11, 4:11, 10:12, 11:13, 11:4, 8:11)

Eine Pflichtaufgabe gab es hin gegen für den TVV in Unterhaugstett – am Freitagabendspiel präsentierten sich die Gäste aus Vaihingen dem Heimteam auf allen Positionen überlegen. Krüger, Meyer, Jungclausen als Angriffstrio bereiteten dem TVU die größten Probleme. Dabei hatte man sich doch gerade gegen den schwäbischen Kontrahenten etwas versprochen nach der sehr ansprechenden Leistung in Schweinfurt. Man wollte auf der 5:3 Niederlage bei der man in Schweinfurt überzeugt hat aufbauen, was Leider nur im zweiten Satz gelang. Der TVU hat zur Zeit nicht die Mittel, die Gegner über die volle Distanz in Schach zu halten – drei Spiele hat der TVU noch Zeit aus einer „Null“ vor dem Doppelpunkt eine Zahl zu machen – man würde es dem Team aus dem Schwarzwald wünschen … Ergebnis Unterhaugstett – Vaihingen 1:5 (4:11, 11:7, 8:11, 6:11, 5:11, 4:11)

Krimi in Käfertal

Im letzten Spiel des Wochenendes lieferten sich die Tabellennachbarn aus Käfertal und Rosenheim ein abwechslungsreiches und spannendes Match, was dem fairen Publikum merklich gefiel, auch wenn der Ausgang sicher nicht zu Ihrer Zufriedenheit war. Rosenheim startet holprig, liegt schnell mit 3:7 zurück. Zum Ende fing sich das Team und holte sich den ersten Satzball. Dieser wurde zunächst abgewehrt, doch im zweiten Anlauf ging Rosenheim mit 1:0 in Führung. Im zweiten Satz legte Rosenheim vor. Käfertal glich zweimal aus, brachte sich aber dann durch Schlagfehler wieder ins Hintertreffen, 2:0 Rosenheim. Im dritten Durchgang brachten dann Rosenheimer Schlagfehler die Hausherren schnell in Führung. Die Rosenheimer fanden zwar beim 6:7 noch einmal Anschluss, mussten den Gegner dann aber wieder davon ziehen lassen. Mit 2:1 ging es in die erste Satzpause, aus der die Gäste völlig von der Rolle zurück aufs Spielfeld kamen. Zu wenig Druck im Angriff mit Steve Schmutzler und Patrick Schiep und zu unkonzentriert in der Abwehr mit Christian Weiß, Lothar Kiermaier und Abdilaziz Lamharraf konnte man den Hausherren keine Paroli bieten. Das tat man dann auch im fünften Satz, zumindest nach dem anfänglichen Rückstand von 3:5. Druckvolle Angaben erschwerten den Spielaufbau, während der eigene Spielaufbau nun besser funktionierte. Über 11:8 übernahm Rosenheim wieder die Führung. Die beste Leistung des Wochenendes zeigten diese dann im sechsten Satz. Aus einer sicheren Abwehr heraus punktete man zuverlässig und vergrößerte die Satzführung auf 4:2. Nach der zweiten Pause war das Spiel dann völlig ausgeglichen. Durch mehrere Führungswechsel konnte sich keine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil herausspielen. So sorgten die Sätze sieben und acht für höchste Spannung. Die ersten Satzbälle sicherte sich jeweils Rosenheim. Einer im Siebten, und zwei im Achten wurden von den Württembergern abgewehrt und in eigene Satzgewinne verwandelt. Damit musste der neunte Satz die Entscheidung bringen. Zunächst gingen die Quadratestädter in Führung. Danach nahm überwiegend das Team von der Mangfall das Zepter. Beim 6:4 wurden ein letztes Mal die Seiten gewechselt. Beim 9:5 sah Rosenheim schon wie der sichere Sieger aus, doch die Hausherren verkürzten noch einmal auf 8:9. Zwei hart umkämpfte Bälle besiegelten dann aber den Sieg der Rosenheimer, die damit wieder 4 Punkte Abstand zu einem Abstiegsplatz haben. Kapitän Steve Schmutzler nach dem Spiel: „Das war heute wieder eine ganz heiße Zitterpartie. Wir schaffen es noch nicht, gute Phasen über einen längeren Zeitraum zu halten. Immer wieder unterbrechen Unsicherheiten unseren Spielfluss. Kämpferisch haben wir aber wieder unseren Biss gefunden und darauf lässt sich aufbauen.“ Ergebnis: Käfertal – Rosenheim 4:5 (10:12, 8:11, 11:6, 11:5, 8:11, 5:11, 12:10, 14:12, 8:11)

 

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