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Schweinfurt marschiert

Schweinfurt (DFBL/aga). Ohne Verlustpunkte führt der TV Schweinfurt-Oberndorf fas Klassement der Männer-Bundesliga Süd an. Am Wochenende siegten die Franken auch beim Titelverteidiger.

TV SW-Oberndorf – TV Hohenklingen 5 : 1

Unkonzentriertheiten auf Oberndorfer Seite bescherten dem Gegner einen Satzball. Oberndorf wehrte ab und sicherte sich glücklich den Satzgewinn. Satz zwei sah einen erstarkten Gegner, der mit 10:7 in Front lag. Oberndorf gab nicht auf und sicherte sich auch diesen Satz in der Verlängerung. Auch im 3. Satz lag Hohenklingen vorne. Mitte des Satzes kam es zum folgenschweren Zusammenprall. Oliver Bauer spielte zwar noch weiter, doch letztendlich ging der Satz verloren und so ging es mit 2:1 für den TVO in die Satzpause. Beim Stande von 1:3 im 4. Satz wechselte der TVO: Jaro Jungclausen kam für Oliver Bauer, Fabian Sagstetter wechselte auf die Angriffsposition und Jens Scheiffele ins Zuspiel. Das TVO-Team kämpfte stark, konnte zum 6:6 ausgleichen und dann mit 11:8 gewinnen. Im 5. Satz sahen die 150 Zuschauer eine hochklassige und spannende Partie. Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen ließen die Partie immer hitziger werden. Hohenklingen führte schon 9:6, ehe der TVO wieder mit 13:11 das bessere Ende für sich verbuchte. Im letzten Satz zeigte der TVO von Anfang an, dass man als Sieger den Platz verlassen wollte. Über ein 7:5 gewann der TVO dann mit 11:6 gegen einen starken Aufsteiger.

FBC Offenburg – TSV Pfungstadt  3 : 5

Die Offenburger verschliefen etwas die Anfangsphase. Die Pfungstädter agierten zu Beginn zwar druckvoll, aber noch nicht zwingend erfolgreich. Die Hausherren bekamen in der Defensive nahezu an jeden Angriffsball immer wieder einen Arm dran, jedoch misslang die Abwehr oft durch individuelle Fehler. So mussten die Hessen zunächst kein großes Risiko gehen und bestimmten den ersten Durchgang. Im zweiten Durchgang lief es dann deutlich besser aus Offenburger Sicht. Die Defensive stabilisierte sich allmählich und stellte sich gut auf die wuchtigen Angriffe von TSV-Angreifer Steve Schmutzler ein und gelang immer öfter in den eigenen Angriff. So konnten die Hausherren den Spielstand durch ein 11:8 postwendend egalisieren. Nach dem erneuten Seitenwechsel hielt die Druckphase der Hausherren weiter an. Die Eigenfehlerquote war in diesem Spielabschnitt sehr gering. Die Abwehr stand kompakt und das Zuspiel kam präzise in Position. Mit 11:9 gingen die Gastgeber vor der ersten Satzpause sogar in Führung. Nach der Pause verschliefen die Offenburger erneut den Satzbeginn. Es schien, als ob die notwendige Anspannung in der Kabine gelassen wurde. Mit vielen Eigenfehlern halfen die Gastgeber ordentlich nach, so dass die Pfungstädter nach einem deutlichen 11:4 wieder zurück in der Begegnung waren. In den beiden nächsten Durchgängen konnten beide Teams jeweils einen Spielabschnitt mit 6:11 bzw. 11:7 deutlich für sich entscheiden und es ging beim Spielstand von 3:3 in die zweite Satzpause. Die Entscheidung brachte dann der siebte Durchgang.Die Pfungstädter zogen schnell auf 6:2 davon und alles sah bereits nach einer klaren Angelegenheit aus. Die Offenburger kämpften sich im weiteren Verlauf Punkt um Punkt heran und glichen das Spiel beim Stand von 7:7 wieder aus. Danach ging es in die entscheidende Phase und die Hausherren verpassten es, die Big Points zu erzielen. Sie ließen einige Chancen zum punkten aus oder es gelang ihnen mehrmals nicht, durch ein gutes Zuspiel die Angreifer in Position zu bringen. Nach diesen verpassten Gelegenheiten erzielten die Hessen die wichtigen Punkte und entschieden diesen wichtigen Durchgang für sich.

TV Vaihingen/Enz – TV Stammheim 5 : 4

Stammheim beginnt am Samstagabend in Vaihingen zum traditionellen Derby mit einer der letzten verbliebenen Möglichkeiten einer Starting Five. In dieser Woche zurück im Kader war Routinier Alwin Oberkersch auf der Zweitschlag-Position. Die Abwehr bildeten Timo Heyenga, Fabian Israel und Christian Gayer, dessen Bruder Max Gayer der einzige nominelle Angreifer auf dem Feld war. Komplettiert wurde der Kader von den Rückkehrern Eric Rhein (gebrochene Speiche) und Matthias Volkmer (Schienbeinkantensyndrom). Überraschend mutig startet Stammheim in den ersten Satz vor rund 200 Zuschauern am Alten Postweg. Nach einer 3:2-Führung für Vaihingen übernahm der TVS das Ruder und ließ in der Folge keine Vaihinger Führung mehr zu. Verdient und sicher geht der Auftakt mit 11:9 an Stammheim. Die Zuschauer in der Vaihinger Halle rieben sich verwundert die Augen nach diesem doch überraschenden Auftakt, auch vor dem Hintergrund der vielen Ausfälle, mit denen der Stammheimer Kader zu kämpfen hat. Doch die Hausherren konnten sich im folgenden zweiten Satz stabilisieren und Angreifer Kolja Meyer jetzt besser in die von ihm favorisierten Abschlusspositionen hoch über der Leine bringen. Nach einem 6:6-Ausgleich zog Vaihingen davon und markierte den Satzausgleich durch ein 11:7 im zweiten Satz. Ein ähnliches Bild zeigte sich im dritten Satz. Die Stammheimer Strategie, Kolja Meyer mit der Angabe aus dem Spiel zu nehmen und so Jakob Kilpper in den Rückschlag zu zwingen ging nicht immer auf. Jedoch ließ Vaihingen den Stammheimern immer wieder Chancen, auch aufgrund des zu Weilen ungewohnt unpräzisen Zuspiels auf Vaihinger Seite. Nach einem ausgeglichenen Hin-und-Her zu Beginn des Satzes übernimmt dann aber Vaihingen die Führung, auch weil auf Stammheimer Seite Max Gayer nicht mehr jede Angabe druckvoll auf  Meyer anbringt. Wie zuvor geht auch dieser Satz mit 11:7 an Vaihingen. Nach einer 10-minütigen Satzpause schickte sich Stammheim an, im vierten Satz wieder auf 2:2 auszugleichen. Der TVS kann zwar nach einem 1:5 Rückstand noch auf 5:5 ausgleichen, danach gelingt jedoch nur noch ein Punkt und Vaihingen sichert sich den vierten Satz mit 11:6 und stellt auf 3:1 in Sätzen. Ein wirklicher Krimi entwickelt sich dann im fünften Satz als Stammheim bereits mit 8:9 ins Hintertreffen geraten war, aber mit vorbildlicher und kämpferischer Manier die Vorentscheidung abwendet und in der Verlängerung mit 12:10 den Anschluss herstellt. Auf Vaihinger Seite hatte Spielertrainer Marco Lochmahr inzwischen reagiert und Marc Krüger kurz vor Ende des Satzes in der Angabe eingewechselt. Doch auch der ehemalige Stammheimer konnte den Erfolg des TVS nicht verhindern Eine beeindruckende Vorstellung von Stammheim folgte dann im sechsten Satz. Vaihingen konnte keinerlei Druck entwickeln und Max Gayer nutzte im Angriff alle Chancen, die sich ihm boten hervorragend. Der deutliche Satzgewinn mit 11:3 brachte die Vaihinger Halle zum Schweigen. Mit 3:3 ging es in die zweite Satzpause, in der nochmal die letzten Kräfte vor dem spannenden Showdown gesammelt wurden. Schlag auf Schlag ging es in den Sätzen sieben und acht. Krügers jetzt stärkere Angabe sicherte zunächst Vaihingen mit 11:8 Satz Nummer sieben und brachte die 4:3-Führung. Eine jetzt auf allen Positionen bärenstarke Stammheimer Leistung sorgte jedoch mit 11:5 für den 4:4-Satzausgleich. Seit der zweiten Pause hatte Vaihingen dann durch einen weiteren Wechsel auf die Aufstellung mit dem Prädikat „Routine“ gestellt. Mit 30,2 Jahren lag der Altersschnitt der Vaihinger über fünf Jahre über dem der Stammheimer. Marco Lochmahr war nun auf der Mittelposition im Spiel. Es musste also im neunten und letzten Satz entschieden werden, wer die Punkte aus diesem Derby mitnimmt. Bis zum Seitenwechsel kann sich kein Team richtig absetzen, bei 6:4 für Vaihingen werden die Seiten getauscht. Dann eine strittige Szene in einer Blocksituation und die letzte Angabe wird wiederholt. Diesen nichtgegebenen Punkt sichert sich in der Folge der TVV und auch im Endspurt des Satzes markieren die Vaihinger die wichtigen Punkte. Mit 11:6 gewinnt Vaihingen den neunten Satz letztlich verdient und sichert sich die zwei Punkte im Derby.

TSV Calw  – TV 1880 Käfertal 5 : 0

Thomas Stoll, Trainer des TSV Calw, hatte vor der Bundesliga-Begegnung mit dem TV Käfertal ein mulmiges Gefühl. „Ich erwartete heute das bisher schwerste Spiel, weil ich nicht sicher war, ob wir nach den starken letzten Auftritten jetzt nicht zu euphorisch auftreten würden.“ Die Sorge war unbegründet. Seine Männer zeigten in der Walter-Lindner-Halle vor rund 150 Zuschauern keine eklatante Schwäche, agierten konzentriert und gewannen souverän 5:0. Das Überraschungsteam rückt auf Platz 3 der Tabelle vor, direkt hinter den „übergroßen“ TV Pfungstadt und TV Schweinfurt-Oberndorf. Die Calwer begannen mit ihrer Standardaufstellung, die schon gegen Vaihingen/Enz und Hohenklingen erfolgreich war: Raphael Schlattinger und Bernd Bodler im Angriff, Nick Stoll im Zuspiel, Philipp Kübler und Marco Stoll in der Abwehr. Der Gast aus dem Mannheimer Stadtteil Käfertal hingegen musste auf den langzeitverletzten  Nationalspieler Nick Trinemeier verzichten. Neben Schlagmann Marcel Stoklasa sollte Christian Gillmann für Druck sorgen, in der Abwehr standen Levin Diago, Marcel Moritz sowie Felix Klassen, der die Kapitänsbinde des ebenfalls verletzten Dominik Mondl trug. In einem munteren Spielchen setzte sich der Gastgeber langsam ab (7:4), doch der TVK kam zurück, ging seinerseits in Führung (8:9), ehe Schlattinger dreimal in Serie punktete. Über 4:0, 8:4 und 10:6 zogen die Calwer im zweiten Durchgang davon, dem Gast gelang nur noch der Anschluss (11:8). Der dritte Satz ging noch deutlicher an den Aufsteiger, der nun souverän auftrumpfte und wie aus einem Guss spielte. Die Abwehr wurde von den Käfertaler Offensiven kaum noch gefordert, Nick Stoll spielte sauber zu und die Calwer punkteten nach Belieben (11:6). Nach 36 Minuten ging es mit einer klaren 3:0-Führung zum Pausenwasser. „Danach hatten wir wieder mal Probleme, ins Spiel reinzukommen“, rekapitulierte Raphael Schlattinger später. Käfertal hatte den flinken Klassen für Gillmann nach vorne platziert. So konnte Schlattinger mit seiner zuvor gefährlichsten Waffe, den stark unterschnittenen kurzen Bällen, nicht mehr häufig punkten. Sein Gegenüber Stoklasa wurde sicherer, schlug kraftvoller zu und plötzlich lagen die Kurpfälzer mit 4:1 vorn. Dann aber fing sich der TSV wieder, holte auf. Bei 9:10 glich der Calwer Schweizer Raphael Schlattinger aus, der Satz ging in eine spannende Verlängerung. Käfertal vergab zwei, Calw drei Satzbälle, ehe ein Seitenausball von Käfertals Klassen zu Calws Gunsten entschied (15:14). „Danach mussten wir nur noch den Sack zumachen“, so Schlattinger. Das war zunächst nicht einfach, doch nach einem 1:5-Rückstand drehten die Calwer erneut auf und schafften ein sicheres 11:6. „Käfertal hat es uns leicht gemacht“, fasste Schlattinger zusammen „Wir haben mit einer sicheren Abwehr und erneut super Zuspielen gewonnen.“ Auch Trainer Thomas Stoll war freilich zufrieden. „Wir waren zwar nicht so dominant wie letzte Woche in  Hohenklingen, aber in den entscheidenden Momenten überzeugten meine Männer mit Augenmaß und starken Angaben.“ Käfertals Kapitän Felix Klassen war hingegen enttäuscht. „Wir sind mit 0:6 Punkten hergekommen, stecken in einem sportlichen Tief und hätten über 100 Prozent geben müssen. Momentan spielen wir vor allem gegen uns selbst.“

TSV Pfungstadt (DM) – TV SW-Oberndorf 4 : 5

Der TVO begann ohne Oliver Bauer – er verletzte sich am Vortag – furios und führte schnell mit 6:2, ehe Pfungstadt zum 6:6 ausglich. Danach schaffte der TVO die Wende und sicherte sich Satz eins. Stark zeigte sich der Gast auch im 2. Satz und gewann nach einer 8:2 Führung mit 13:11. Im 3. Satz setzte Pfungstadts Neuzugang Steve Schmutzler den TVO unter Druck. Es gelang weniger und Pfungstadt verkürzte zur Satzpause auf 1:2. Aus dieser kam das TVO-Team besser und erhöhte auf 3:1. Der 5. Satz verlief wiederum bis zum 7:7 ausgelichen. Oberndorf wechselte Florian Dworaczek für Jens Scheiffele, der über Probleme mit Oberschenkel hatte, ein. Pfungstadt steigerte sich und gewann mit 11:9. Pfungstadt witterte seine Chance und ließ dem TVO im 6. Satz keine Chance. Mit 3:3 ging es in die 2. Satzpause. Aus dieser kamen die Hessen besser zurück, führten schnell mit 4:1 und später mit 8:4. Oberndorf gab nicht auf und schaffte mit einer starken Mannschaftsleitung den 8:8 Ausgleich. Am Ende ging der Satz glücklich mit 12:10 an den TVO. Im 8. Satz sahen die Zuschauer wiederum spektakuläre Ballwechsel und einen für die Pfungstädter Halle normalen Verlauf. Joachim Sagstetter: „Die Halle ist sehr langsam und deswegen ist die Angabe ein Nachteil. Zuerst hat Pfungstadt zum 4:1 gepunktet, da wir nicht von der Angabe wegkamen. Danach schafften wir die Wende zum 7:4. Am Ende konnten wir drei Matchbälle nicht nutzen und mussten den Satz noch abgeben.“ Satz neun musste also entscheiden. Und hier zeigte der TVO unbedingten Siegeswillen und dominierte von Anfang an. Mit 11:6 ging dieser Satz und damit das Spiel an den TVO. Joachim Sagstetter „Das Team hat heute einen unbedingten Siegeswillen gezeigt und mit einer starken Mannschaftsleistung am Ende verdient gewonnen.“
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