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Schwaben-Trio auf den ersten Plätzen

Calw (DFBL/saj) – Mit dem vierten Spieltag beschlossen alle Südliga-Teams am Sonntag die Vorrunde der diesjährigen Feldsaison. Mit großen Schritten verfolgt Südprimus Dennach das Ziel der Südmeisterschaft und bleibt weiterhin ungeschlagen. Auf Platz zwei und drei folgen die anderen beiden schwäbischen Teams aus Vaihingen und Calw. Dicht auf deren Fersen sind die jungen Aufsteigerinnen aus Eibach, die derzeit punktgleich mit dem TSV Calw sind, jedoch aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses noch das Nachsehen haben. Das Mittelfeld wird ebenso punktgleich belegt von der TG Landshut und dem FSV Hirschfelde. Am Ende der Tabelle stehen zur Halbzeit der TV Bretten, gefolgt vom TV Öschelbronn. Weit abgeschlagen und bisher sieges- und somit punktelos ziert der TV Unterhaugstett den Schluss der Liga.

Zur Rundenhalbzeit durften die TG Landshut und der TV Eibach die weiteste Reise ins sächsische Hirschfelde antreten. Die lange Anfahrt wurde mit trockenem Wetter und heiter Sonnenschein belohnt. Im ersten Spiel begegneten die kämpferischen Gastgeberinnen den jungen Wilden aus Eibach. Beide Teams traten mit einem reduzierten Kader an – Hirschfelde babyboomdedingt geschwächt und der TV Eibach aufgrund der weiten Reise heute nur zu fünft am Start. In dieser Spielpaarung fanden die Eibacher Mädels besser ins Spiel und feuerten einen Ball nach dem anderen ins gegnerische Feld. Das sorgte für gedrückte Stimmung bei den Sächsinnen und keinem Zeitpunkt gelang es ihnen ihr Spiel aufzubauen. Der TV Eibach drückte den Gastgeberinnen förmlich ihren Stempel auf und zog relativ souverän, trotz unebenen Boden und Wind, mit 3:0 von dannen (8:11, 9:11, 4:11). Im zweiten Spiel mussten dann die Pralinchen aus Landshut (die ohne Angreiferin Olga Blehm angereist waren) gegen die eben noch siegreichen Youngsters bestehen. Dies gelang ihnen aber erst so richtig, nachdem sie 2:1 in Rückstand gerieten. Zunächst lag Eibach im ersten Satz vorn und nahm den Chocolat-Frauen den ersten Satz 11:8 ab. Satz zwei zog wiederum Favorit Landshut in der Verlängerung an sich und glich bei 10:12 in Sätzen wieder aus. Der dritte Satz verschaffte den Eibacherinnen dann wieder einen Vorteil und sie gingen 11:8 in die 2:1-Satzführung. Auch der vierte Satz wurde lange Zeit von Eibach angeführt, doch nun erwachte die TG und bäumte sich vor allem aus der besonders kämpferischen Abwehrleistung auf. Somit drehten die Pralinchen den Satz am Ende noch und gewannen 9:11. Nun war wieder alles offen. Ein extrem spannendes Spiel zeichnete sich im Entscheidungssatz ab, wobei beide Teams zeigten wie Siegeswille und Kampfbereitschaft aussehen. Mit dem Ende der Partie wurden die jungen Eibacherinnen zunehmend nervöser und verpassten es den Sack für sich zu zu machen. Somit drehte die TG Landshut ein höchst spannendes und knappes Spiel und kam aufgrund von Erfahrenheit und größerer Coolness zum Sieg (9:11).Das Bayern-Duell ging diesmal knapp an die TG Chocolat Landshut. Im letzten Spiel des Tages waren dann nochmal die Gastgeberinnen gefordert. Ihnen war klar, dass sich im Gegensatz zum ersten Spiel etwas ändern musste. Man wollte besser ins Spiel starten als zuvor und wieder für die gewohnte Stimmung im Feld sorgen. Gesagt, getan: Die FSV-Frauen wirbelten wieder! Die Absprache, Stimmigkeit und Laufbereitschaft war zurück. Zwar hatte man Schwierigkeiten im Zuspiel und stellte Angreiferin Sofie Hamann vor etliche Herausforderungen, doch diese bewies großes Talent und Abgeklärtheit aus jeder noch so ungünstigen Lage ein Punkt oder sogar Ass zu zaubern. In Landshut hingegen schien nicht mehr alles so rund zu laufen wie vorhergegangen. Gegen die jetzt starken Hirschfeldnerinnen gab es kein wirklich wirksames Mittel und somit gewannen die Pralinchen lediglich ein Satz. In diesem Spiel glänzten die Gastgeberinnen und siegten verdient nach vier Sätzen (11:8, 9:11, 11:7, 11:9).

Während die Teams im Osten die ersehnte Sonne wieder mal zu Gesicht bekamen, gab es für die restlichen Mannschaften wieder nur Regen und dunkle Wolken zu sehen. So spielten der TV Unterhaugstett und der TV Vaihingen/Enz zu Gast beim TV Öschelbronn auf nassem Boden am Sonntagmorgen auf. Zunächst eröffneten die Gastgeberinnen den Spieltag mit den Gästen vom TV Unterhaugstett. Der nasse Boden und eine leichte Brise Wind stellten beiden Teams immer wieder Hindernisse beim Spielaufbau. Der TVÖ startete etwas geschickter ins Spiel und konnte den ersten Satz 11:9 gewinnen. Im weiteren Spielverlauf konnte sich kein Team wirklich weit absetzten und den Zuschauern war ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe geboten. Abwechselnd gingen die Sätze an die Mannschaften. Erst im fünften und letzten Satz hob sich der TVÖ dann doch klar vom TVU ab und besiegelte diesen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg für sich (10:12, 11:8, 9:11, 11:5). Obwohl das zweite Spiel zwischen dem TV Unterhaugstett und dem TV Vaihingen/Enz relativ klar an den Favoriten TVV ging, zeigte Haugstett hier eine kämpferisch starke Leistung, während der TVV unter seinen Möglichkeiten spielte. Leider überschattete eine Verletzung im Vaihinger Lager das Spiel. Abwehrgröße Laura Kühner verletzte sich am Knie und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Diagnose: Kniescheibe ist heraus gesprungen. Ihr geht es wieder gut, sollte aber sportlich erst mal eine Pause einlegen. Trotz des Unglücks und der ungewohnt durchwachsenen Leistung gewann der TVV letzten Endes das Spiel 7:11, 9:11 und 9:11 für sich. Anschließend konnte sich der TVV dann wieder von seiner besseren Seite und routinierter zeigen, als sie gegen die Gastgeberinnen vom TVÖ aufschlugen. Der erste Satz verlief deutlich zu Gunsten der Vaihingerinnen und fand bei 5:11 bereits ein Ende. Mit dem zweiten Satz kam dann auch (endlich…) der Regen zurück in die Spielerei. Ab sofort wurde das Spiel von den Angreiferinnen dominiert. Durch den Regen war eine Ballabnahme nur mit Schwierigkeiten mehr möglich und die Partie entwickelte sich zum Aufschlagduell. Hierbei befand sich der TVV immer ein klein wenig im Vorteil und gewann in Folge dessen auch Satz zwei und drei (9:11, 7:11). Der TVÖ heimst an diesem Wochenende die ersten wichtigen Punkte ein, während der TVU leider wiederholt leer ausging und noch immer keine Gutpunkte auf dem Konto verbucht hat.

In Bretten begrüßten sich am vierten Spieltag die Teams aus Calw und Dennach. Neben einem Jugendspieltag und einer Männerrunde aus der dritten Liga, wurde auch der letzte Frauenvorrundenspieltag der ersten Liga Süd ausgetragen. Den Anfang machten die Gastgeberinnen gegen den TSV Calw. Beide Teams konnten an diesem Wochenende auf den vollen Leistungskader zurückgreifen und hatten somit beste Möglichkeiten. Auf beiden Seiten herrschte großer Respekt voreinander und man startete verhalten ins Spiel. Da der Regen am Morgen eine Pause machte, war der Rasen nur leicht feucht und endlich konnte wieder ein flüssiges Spiel zustande kommen. Nach der anfänglichen Vorsicht kamen dann die Calwer Löwen auch bald in Fahrt. Die clever geschlagenen Bälle von Bretten konnten durch eine sichere Abwehrarbeit gute Vorlagen für den weiteren Spielaufbau der Orangenen dienen. Doch auch Bretten kam mit dem Spielverlauf besser in Tritt und leistete in der Abwehr ebenso gute Arbeit. Lediglich auf der Zuspielposition tat man sich schwer die scharfen oder weiten Bälle von Dannecker und Schell abzunehmen. Somit ging der erste Satz 6:11 an den TSV Calw. In der Regel war Calw in Führungsposition und konnte ohne das Spiel zu gefährden verschiedene Aufstellungen testen. So vertraute man im Angriff ab Satz auf Erlenmayer und Schell. Im Zuspiel kam Samantha Lubik zum Zug. Auch in dieser Konstellation erklimmte man den zweiten Satzsieg, nachdem man kleine Abwehrschwierigkeiten in der Offensive dann wieder in Griff bekam (7:11). Satz drei legte Bretten nochmal etwas an Geschwindigkeit und Wendigkeit zu, doch heute reichte es trotz guten Aktionen und Aufbäumen nicht zum Satz- oder Spielgewinn. Der TSV Calw beendete im dritten Satz das Match 9:11. Im Anschluss wurde das zweite Spiel zwischen den wohl farbenfrohsten Teams angepfiffen: Die Pink Ladies aus Dennach traten den Orangenen aus Calw gegenüber. Auch hier pfiff man mit dem zweiten Spiel wieder den Einsatz des Dauerregens an. Somit war klar, dass es eine schlagkräftige Partie geben würde mit den beiden Weltmeisterinnen und Schlaggrößen Sonja Pfrommer und Stephanie Dannecker. Der TSV Dennach legte auch gleich los wie die Feuerwehr und zog schnell von dannen. Im ersten Satz hatten die Calwer Löwen noch das Nachsehen und wurden mit 4:11 vom Ligenprimus überrollt. Doch das wollten die Orangenen nicht so stehen lassen. Satz zwei und drei gaben sie sich keine Blöße mehr und pflückten einige Asse aus der Abwehr und auch Stephanie Dannecker zeigte ihr großes Talent. Beide Teams boten besonders sehenswerte Abwehr-, Zuspiel und Angriffsaktionen, wobei die Zuschauer, als auch die Spielerinnen selbst nur so staunen konnten. Nachdem Dennach im ersten Satz noch klar dominierte, war in den Folgesätzen kein wirklicher Favorit mehr auszumachen. Mit etwas mehr Glück und ein/zwei besser abgewehrten Angriffen und Verwertungen konnten sich am Ende die Pink-Ladies hauchdünn absetzten. So gingen auch Satz zwei und drei jeweils knapp nach Dennach (10:12, 14:15). Nun hatte es so richtig eingeregnet, als es für die Dennacher Frauen gegen die Gastgeberinnen aus Bretten ging. Mit veränderter Aufstellung auf Seiten der TVB-Frauen, als auch auf dem Dennacher Feld, gelang es den Gastgeberinnen den TSV Dennach nochmals schwer zu beschäftigen. Zunächst führte der TVB das Spiel 4:0 an und setzte die Pink-Ladies ein wenig unter Zugzwang. Ungewohnte Schwierigkeiten in der Defensive ließen den TSV zunächst zurückfallen. Bretten nutze diese Schwäche gern aus und pushte sich auch selbst an diesem Punktestand. Gieringer, Kühner und Fien leisteten hervorragende Arbeit und liefen um ihr Leben, während Baxmann ein ums andere Mal mit scharf ausdrehenden Schlägen zwischen Angriff und Abwehr triumphierte. In Dennach reagierte man: Es folgten Umstellungen innerhalb des Teams, die Mädels nahmen sich gegenseitig in die Pflicht und feuerten zu besserer Teamarbeit an. Diese Reaktion zeigte Wirkung und der TSV brachte den Satz noch zum Guten für sich zu Ende (9:11). Auch die nächsten beiden Sätze gingen an Dennach, wobei auch hier jeder Satz umkämpft war (9:11, 7:11). Trotz der Zu-Null-Niederlagen am heutigen Tag zeigt der TVB mit jedem Spieltag der Vorrunde eine Leistungssteigerung und bewies seine Gefährlichkeit. Die Ansage zu Beginn der Saison: „Bretten/Birthe 2.0“ war keine gehaltlose Parole, die Mädels machen ernst!

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