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Schafft Wünschmichelbach die DM Qualifikation?

Ludwigshafen (DFBL/agr) Pfungstadt schlägt auch den 2ten und 3 der Tabelle klar, und ist damit für die DM als Gewinner der Südstaffel fix. Platz 2 und 3 sind hart umkämpft, Wünschmichelbach könnte „mal“ wieder als tragischer Vierter scheitern. Offenburg hat durch zwei 5:4 Heimsiege die Tabelle gehörig durcheinander gewirbelt. Der MTV Rosenheim ist aus dem Rennen für die DM raus / aber kann noch das Zünglein an der Waage bilden. Vaihingen hat sein Saisonziel schon letzte Woche erreicht. Mit Waibstadt und Waldrennach stehen auch die beiden Absteiger fest.

 

TV 1865 Waibstadt (N)  –  TV Vaihingen/Enz   2 : 5

( 11 : 9   9 : 11   9 : 11   12 : 10   8 : 11   9 : 11   9 : 11   )

 

Der 5:4-Auswärtssieg gegen den TV Waldrennach vor einer Woche war die Vorentscheidung über den Klassenerhalt. Jetzt haben die Faustballer des TV Vaihingen mit einem 5:2-Auswärtssieg gegen den TV Waibstadt den Deckel drauf gemacht. Der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd ist gesichert.

 

Die Vaihinger waren mit dem Ziel zu dem abendlichen Flutlichtspiel gefahren, mit einem weiteren Sieg auch rechnerisch dafür zu sorgen, dass die Sorgen um den Abstieg endgültig vergessen können. Prompt gewann Gastgeber und Schlusslicht TV Waibstadt den ersten Satz mit 11:9. „Eigentlich waren wir ganz gut ins Spiel gekommen“, berichtet Spielertrainer Marco Lochmahr. „Aber es gab in dem ganzen Spiel immer wieder Phasen, in denen Waibstadt vier, fünf Punkte in Folge geholt hat. Es war nicht so, dass wir ganz locker durchmarschiert wären.“

 

Der TV Waibstadt zeigte auch in diesem Spiel, dass er zumindest über weite Strecken gut mitspielen kann. „Außerdem hat die Mannschaft im W-System angefangen“, berichtet Lochmahr. „Das hat Kolja Meyer schon immer Schwierigkeiten bereitet. Und Kolja war an dem Abend alleine, Marc Krüger musste mit seiner verletzten Wade aussetzen.“ Allenfalls um den Hauptangreifer kurzzeitig zu schonen, wäre eine Einwechslung möglich gewesen, wurde an dem Abend aber nicht nötig. Denn es folgten zwei Sätze, in denen der TV Vaihingen mit jeweils 11:9 die Oberhand behielt und sich eine 2:1-Satz-Führung herausarbeitete. „Die Angabe auf Vaihinger Seite hat super geklappt“, freut sich der Spielertrainer. „Da gab es viele direkte Punkte. Aber im Rückschlag war noch Potenzial.“

 

Der vierte Satz war ein Paradebeispiel dafür. „Wir haben schon mit 9:5 geführt“, erinnert sich Lochmahr. „Aber dann hatten wir drei Rückschlagfehler in Folge. Waibstadt hat aufgeholt und es hat nicht mehr gereicht, dass wir den Satz für uns entscheiden.“ Das 10:12 war aus Vaihinger Sicht doppelt ärgerlich. „Dadurch haben wir den Gegner nochmal ins Spiel gebracht, so dass es beim Stand von 2:2 Sätzen wieder eng geworden ist.“

 

Doch danach ließen die Gäste aus Vaihingen nichts mehr anbrennen. Die Satzergebnisse blieben zwar weiterhin knapp, doch das bessere Ende hatte jeweils der TVV für sich. „Wir haben in jedem Satz gut angefangen und ein paar Bälle vorgelegt“, sagt Lochmahr. „Immer sind die Waibstadter dann auf 5:5 oder 6:6 herangekommen, bis wir auf 10:7 davongezogen sind.“ Beeindruckt ist der Gästetrainer von der Motivation der gegnerischen Spieler: „Waibstadt hat toll gekämpft und nie aufgegeben. Uns hat die Konstanz gefehlt, unsere Vorsprünge ins Ziel zu bringen.“ Doch mit 11:8, 11:9 und 11:9 sicherte sich der TVV dank des jeweils guten Satzbeginns das Match und damit endgültig auch den Klassenerhalt.

 

 

TV Wünschmichelbach  –  TSV Pfungstadt (DM)   0 : 5

( 9 : 11   9 : 11   3 : 11   5 : 11   8 : 11   )

 

Trotz einer im Großen und Ganzen anprechenden Leistung reicht es gegen Spitzenreiter TSV Pfungstadt, wie schon im Hinspiel, nicht zu einem Satzgewinn.

 

Auf nassem Untergrund erwischte der TVW zunächst einen starken Auftakt. Die knappe Führung reichte allerdings nicht ganz bis zum Satzende, Pfungstadt kämpfte sich zurück und drehte den ersten Durchgang noch zum 9:11. Nahezu das gleiche Bild bekamen die Zuschauer auch anschließend geboten. Der nasse Rasen machte es beiden Abwehrreihen nicht gerade leicht, einige Angaben führten zu direkten Punkten. In den entscheidenden Momenten fehlte es den Wünschmichelbachern letztlich an Abgeklärtheit und vielleicht auch etwas an Glück, während die Gäste sich dann keine Fehler mehr erlaubten. Die Folge war ein erneuter Satzgewinn für die Schwarz-gelben – 9:11. Der dritte Satz entwickelte sich dann allerdings schnell zu einer klaren Angelegenheit. Sicherlich war die Enttäuschung der beiden knappen Satzverluste noch in den Köpfen der Wünschmichelbacher, wobei auch spielerisch nur wenig zusammenlief. Dass Pfungstadt dann seine Stärken noch konsequenter auf den Platz bringen würde war zu erwarten und führte vor der Pause zu einem 3:11 für die Gäste.

 

Auch nach der Pause hatte der TVW einige Probleme auf allen Positionen. Zu einigen unglücklichen Abwehraktionen kamen einige Angriffsfehler, was der Gegner eiskalt auszunutzen wusste und durch ein 5:11 weiter davon zog. Im letzten Durchgang präsentierten sich die Gastgeber jedoch endlich wieder von ihrer anderen Seite und brachten wieder Konstanz ins eigene Spiel. Der Druck in der Offensive konnte wieder erhöht werden und es entwickelte sich ein Satz auf Augenhöhe. Bezeichnend für diese Begegnung war es jedoch wieder der Deutsche Meister, der den Deckel auf den Satz und damit auch auf die Partie machen konnte – 8:11. Auch wenn die Pfungstädter eine Woche vor dem Champions Cup, der am Freitag und Samstag in Mannheim stattfinden wird, nicht ihre absolute Bestform abrufen konnten, hielt der TVW drei der fünf Sätze weitestgehend offen. Dass sich die Odenwälder dennoch nicht mit einem Satzgewinn belohnen konnten ist ärgerlich, sollte aber dennoch Mut für die kommenden Aufgaben machen.

 

 

 

FBC Offenburg  –  TV Schweinfurt-Oberndorf   5 : 4

( 11 : 9   12 : 10   11 : 7   11 : 8   1 : 11   7 : 11   6 : 11   7 : 11   11 : 5   )

 

Die Offenburger Bundesliga Faustballer gewinnen am vergangenen Wochenende zwei völlig verrückte Heimspiele jeweils mit 5:4. Die Offenburger starteten konzentriert in die Partie am Samstag und profitierten in der Anfangsphase neben der eigenen Stabilität auch von einigen ungewohnten Eigenfehlern der Gäste aus Oberndorf. Über 6:2 zogen die Hausherren auf 10:7 davon und entschieden danach den Durchgang für sich.

 

Nach dem ersten Seitenwechsel begegneten sich beide Teams erstmals auf Augenhöhe. Zunächst konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst beim Stande von 10:8 konnte sich der FBC einen kleinen Vorsprung erspielen, den die Oberndorfer zum 10:10 konterten. Zwei weitere Punkte brachten den nächsten Satzgewinn für den FBC.

 

In Spielabschnitt drei gelang den Gastgebern mit 7:0 ein Start nach Maß. Diesen Vorsprung ließen sich die Offenburger zur Freude der rund 100 Zuschauer, die den Weg an diesem regnerischen Nachmittag ins Männerbad-Stadion fanden, nicht mehr nehmen. Mit einer beruhigenden 3:0-Satzführung ging es in die erste Pause.

 

Im Anschluss verschliefen sie zunächst den weiteren Verlauf der Begegnung und lagen zwischenzeitlich mit 2:5 zurück. Mit einem Zwischenspurt drehten sie den bisherigen Verlauf und führten danach mit 7:5. Nun war es wiederum die Oberndorfer, die mit drei Punkten in Folge sich die erneute Führung erarbeiteten. Danach ließ der FBC aber keinen Punkt mehr zu. Die Hausherren gewannen den vierten Satz in Folge und sahen bereits wie der sichere Sieger aus.

 

Mit dieser Situation konnte die Mannschaft allerdings nicht umgehen. Ohne, dass in dieser Partie irgendetwas Zählbares eingefahren werden konnte, fiel die Anspannung in allen Mannschaftsteilen fast völlig ab. Im Angriff bauten die Hausherren keinen Druck mehr auf und in der Defensive kamen die Spieler nicht einmal in die Nähe der gegnerischen Angriffe. Die logische Konsequenz war die eindeutige 11:1-Satzanschluss der Gäste.

 

Auch danach taten sich die Hausherren sehr schwer. Sie benötigten einen weiteren Satz, um sich von diesem Leistungseinbruch zu erholen. Allerdings hatte in dieser Phase der TV Oberndorf zu seiner spielerischen Klasse gefunden und stellte die Offenburger oft vor unlösbare Aufgaben. Die Hausherren hielten zwar kämpferisch dagegen, verfügten dabei aber nicht mehr über die spielerischen Mittel. So holten die Oberndorfer Satz für Satz auf und erzwangen den Entscheidungssatz.

 

Hier lief es dann plötzlich wieder besser für die Offenburger. Bei 6:1 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Auch danach blieben die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft und schrammten nach dem letzten Satzgewinn knapp an einer Blamage vorbei.

 

TV Waldrennach (N)  –  MTV Rosenheim   1 : 5

( 7 : 11   6 : 11   11 : 6   8 : 11   7 : 11   9 : 11   )

 

Beim windigen aber trockenen Verhältnissen bestritt der MTV  in Waldrennach die erste Partie. Ein harter und unebener Boden machte es beiden Teams schwer, einen kontrollierten Spielaufbau zu gewährleisten. Rosenheim war dennoch die spielbestimmende Mannschaft. Zu fehleranfällig agierte die Offensive der Hausherren, wodurch sie immer wieder in Rückstand gerieten. Lediglich im dritten Durchgang lief bei den Gästen nichts zusammen. Zu wenig Druck aus der Angabe und der ein oder andere Fehler in der Defensive machten es den Baden-Württembergern leicht, auf 2:1 zu verkürzen. Rosenheim kam aber nach der Pause wieder frisch und konzentriert ins Spiel zurück. Man stellte sich nun gut auf die Platzverhältnisse ein und es entstand ein ansehnliches Faustballspiel. Der TVW konnte aber keine entscheiden Akzente mehr setzen und das Spiel ging mit 5:1 an die Gastmannschaft. Damit steht nun auch der zweite Aufsteiger nach dem TV Waibstadt als Absteiger fest. Es wird aber sicherlich nicht der letzte Auftritt für dieses Team in der 1. Bundesliga gewesen sein.

 

 

 

TSV Pfungstadt (DM)  –  TV Schweinfurt-Oberndorf   5 : 0

( 11 : 7   11 : 4   11 : 5   11 : 9   11 : 5   )

 

Erwartungsgemäß nichts zu holen gab es für den TV Oberndorf beim Serienmeister TSV Pfungstadt. Der TVO spielte zwar in einigen Phasen mit, konnte aber eine 0:5-Niederlage nicht vermeiden. Pfungstadt begann äußerst druckvoll und lag schnell mit 6:0 in Front. Auch ein zwischenzeitliches Aufbäumen konnte den Satzverlust für den Gast nicht verhindern. Satz zwei und drei verliefen ähnlich. Aus der Satzpause kam der TVO gestärkt zurück und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Am Ende gewann Pfungstadt auch den vierten Satz mit 11:9. Im fünften Satz war wieder alles beim alten, Pfungstadt siegte klar mit 11:5 und gewann mit 5:0. „Heute hatten wir keine Chance“, so Sagstetter.

 

FBC Offenburg  –  MTV Rosenheim   5 : 4

( 11 : 13   9 : 11   6 : 11   7 : 11   14 : 12   11 : 7   11 : 8   11 : 8   11 : 6   )

 

Hoch motiviert gingen die MTV’ler tags darauf in Offenburg in die Partie. Auf einem völlig anderen Geläuf als am Vortag musste man sich an einen leicht feuchten und Weichen Platz gewöhnen. Im ersten Satz konnte sich kein Team entscheiden absetzen. In einem überwiegend von Angaben geprägtem Satz hatte am Ender der MTV die Nase knapp vorn. Auch im zweiten Satz kam nur phasenweise ein ansehnliches Spiel zustande. Am Ende sollte auch hier der MTV als Sieger die Seite wechseln. In den folgenden beiden Sätzen haderte Offenburg zu stark mit sich selbst und somit machte sie es den Gästen leicht, auch die Sätze 3 und 4 zu gewinnen. Im fünften Satz hätten die Oberbayern einen riesen Schritt in Richtung DM Teilnahme machen können, da man dadurch enorm viele Sätze auf die Konkurrenz gut gemacht hätte. Bis zum 9:7 sahen sich die Mangfalltaler in Front. Offenburg verkürzt auf 9:8. Die folgenden 2 Angaben zu harmlos und die Hausherren punkten 2 mal kurz. Schmutzler egalisiert zum 10:10, doch die Oertenauer gehen wieder in Führung, den die Oberbayern postwendend wieder ausgleichen. Dann luden sich die Gemüter auf offenburger Seite – durch eine knappe Schiedsrichterentscheidung gegen Sie – stark auf. Diese Stimmung wurde irgendwie auf Ihren Gegner projeziert, da das gesamte Team plötzlich wie ausgewechselt agierte. Offenburg markiert 3 Punkte in Folge und verkürzt auf 4:1.

 

In den folgenden Durchgängen spiel Offenburg wie aus einem Guss. Bälle aus fast unmöglichen Lagen werden zu optimalen Vorlagen für den eigenen Angriff. Auch dieser spielt nun fehlerfrei. Rosenheim kann die folgenden Sätze nichts mehr drauflegen, um den FBC zu stoppen. Satz um Satz holen sich die Hausherren und können am Ende diese zwei wichtigen Punkte für sich verbuchen. Damit ist Offenburg wieder im Rennen um die DM und Rosenheim hat – wenn überhaupt – nur noch theoretische Chancen. Damit sind die letzten Heimpartien für Rosenheim reine Pflichtaufgaben, in denen man vielleicht das Zünglein an der Waage sein darf.

 

Kapitän Steve Schmutzler nach dem Spiel: „Wir haben heute sicherlich nicht unsere schlechteste Saisonleistung gezeigt. Wir haben es aber auch nicht geschafft, noch ein paar Prozent draufzulegen, als Offenburg das Spiel an sich riss. Nach dem ersten Satzverlust brach die Stimmung ein und Offenburg spielte plötzlich eine Klasse besser. Wir nehmen die positiven Punkte aus diesem Spiel mit zum EFA-Cup und werden am Dienstag im Training uns noch einmal auf unsere Stärken konzentrieren, die wir heute etwas vermissen ließen, um beim diesem Event das bestmöglich herauszuholen: Unseren Kampfgeist

Die nächsten Wochen werden vor allem für die 3 Mannschaften spannend die sich noch um 2 Startplätze für die DM streiten. Die besten Karten hat hier sicherlich Schweinfurt (3 Siege vorausgesetzt (MTV, TVV und Waibstadt), der FBC kann sich durch 3 Siege (Wünschmichelbach, Waldrennach und Vaihingen) bei einer Niederlage gegen Pfungstadt auf Platz 3 schieben. Wünschmichelbach muss noch nach Rosenheim und Offenburg, und empfängt den badischen Kontrahenten Waibstadt sowie Waldrennach. 3 Siege aus den 4 Partien und Wünschmichelbach wäre durch

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