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Pfungstadt-Pleite gegen Offenburg

Pfungstadt (DFBL/aga). Ohne seinen verletzten Angreifer Patrick Thomas – er fällt wie berichtet bis zu 10 Monate wegen einer Schulterverletzung aus – kassierte Liga-Primus TSV Pfungstadt im letzten Saisonspiel die erste Niederlage. Dennoch reist der TSV als Erster aus dem Süden zur DM nach Moslesfehn. 

TSV Pfungstadt (DM) – FBC Offenburg 2 : 5
(11:6, 6:11, 6:11, 8:11, 11:5, 10:12, 10:12)

Im ersten Satz hatten die Offenburger einige Probleme, sich auf dem tiefen Rasen und den böigen Verhältnissen zu Recht zu finden. Die Gäste hatten vor allem Abstimmungsprobleme bei kurz gespielten Bällen und kamen aus diesem Grund meistens nie selbst in eine aussichtsreiche Angriffsposition. Mit einem klaren 11:6 ging der erste Durchgang an die Hausherren. Die Pfungstädter mussten in dieser Begegnung auf ihren Hauptangreifer Patrick Thomas verzichten, der sich bei den World Games schwer an der Schulter verletzte.

Im zweiten Spielabschnitt lief es dann besser aus Offenburger Sicht. Mit dem böigen Wind im Rücken gestalteten sie das Angriffsspiel druckvoller und auch in der Defensive standen die Gäste nun stabil. Durch ein wiederum klares 11:6 glichen die Offenburger den Spielstand aus.
Diesen Schwung nahmen die Offenburger mit in den dritten Spielabschnitt. Nun kamen die Gäste besser mit den schwierigen Bedingungen zu Recht und konnten die Pfungstädter Angriffe reihenweise entschärfen. Durch ein erneutes 11:6 gingen die Offenburger erstmals in dieser Partie in Führung.

Nach der Pause hatten die Gäste aus der Ortenau zu Beginn ein paar Probleme. Nach einem zwischenzeitlichen 2:4-Rückstand zog der FBC auf 9:6 davon und erzielte so die Vorentscheidung. Danach gelang den Offenburger auf der Gegenwindseite fast nichts. Durch viele kurz gespielte Angriffe kamen die Pfungstädter zu vielen einfachen Punkten. Durch ein klares 11:5 gelang den Hessen der 2:3-Satzanschluss.

Danach sahen die Zuschauer zum Abschluss zwei spannende Spielverläufe. Zunächst waren die Offenburger, die auch in dieser Begegnung ohne Angreifer Sven Muckle auskommen musste, immer wieder leicht in Führung. Die Pfungstädter blieben allerdings dran und wehrten beim Stand von 10:9 den ersten Offenburger Satzball noch erfolgreich ab. Die nächsten beiden Punkte erzielten dann aber die Ortenauer uns stellten den alten zwei Sätz Abstand wieder her.

Im sechsten Spielabschnitt ging es dann ähnlich eng zu. Eine 9:6-Führung reiche dieses Mal den Offenburger nicht und die Hausherren hatten beim 10:9 den nächsten Satzball. In dieser heißen Phase setzte auch noch ein kurzer Regenschauer ein, der die Spielbedingung weiter erschwerte. Die Gäste blieben allerdings nervenstark und erzielten die nächsten drei Punkte in Folge. Mit diesem Sieg beenden die Offenburger die Feldrunde auf einem guten vierten Tabellenplatz.

„Nach anfänglichen Problemen haben wir uns kurz in die Partie zurückgekämpft und im Großen und Ganzen auch eine ordentliche Leistung abgerufen“ so Marius Riffel.

MTV Rosenheim – TV Vaihingen/Enz 4 : 5
(11: 7, 6:11, 11:3, 6:11, 12:10, 13:11, 14:15, 9:11, 8:11)

Vaihingen trotz dem Wetter in Rosenheim und entführt die Punkte von der Mangfall. In Rosenheim war der Platz nach heftigen Regenfällen aufgeweicht. „Tiefen Boden gibt es da eigentlich immer“, sagt Lochmahr. „Aber im ersten Teil des Spiels war eine Seite fast nicht zu bespielen. Keine Mannschaft, die auf dieser Seite gewesen ist, auf der der Ball nicht springt, hat ihren Satz gewonnen.“ Das änderte sich erst im Lauf des sechsten Durchgangs, als die Sonne etwas Zeit gehabt hatte, den Boden zu trocknen. Bereits im fünften Satz hatte Vaihingen auf der schlechten Seite mit 10:12 schon ein achtbares Ergebnis geholt. Rosenheim gewann mit 13:11 erstmals einen Satz auf dem zuvor völlig aufgeweichten Geläuf und führten so mit 4:2 Sätzen. Kurze Zeit später hatten die Gastgeber sogar mehrmals Matchball, als sie im achten Durchgang mit 11:10 und 13:12 führten. Doch Vaihingen wehrte ab und machte auch beim Stand von 14:14 den entscheidenden Punkt.

„Ich glaube, es hat denen zu schaffen gemacht, dass wir drei Matchbälle entschärfen konnten“, sagt Lochmahr. „Die nächsten zwei Sätze haben wir relativ unkompliziert durchgebracht.“ Zwar brauchten auch die Vaihinger drei Anläufe, bis ein Matchball verwertet war, doch sie hatten auch genügend Vorrat. Bei 10:6-Führung im Entscheidungsdurchgang musste nur einer der nächsten fünf Punkte an Vaihingen gehen – der dritte brachte ihnen beim Stand von 11:8 den Sieg.

TV 1865 Waibstadt (N) – TV Waldrennach (N) 5 : 2
(9:11, 11:7, 11:5, 11:6, 11:8, 10:12, 11:7)

Waibstadt kann es doch noch ! Die Ersten Punkte im Biesigstadion beim letzten Auftritt in der ersten Liga SÜD. Einen versöhnlichen Abschied aus der 1.Faustball-Bundesliga wollte Martin Neuweiler mit seinem Team feiern. Gegen den TV Waibstadt wurde von Trainer Stefan Maier ein Sieg als Vorgabe ausgesprochen. Schon im Hinspiel ging das Spiel klar mit 5:0 an den TVW. Da sich aber auch die Heimmannschaft mit einem Sieg aus der 1.Liga verabschieden wollte, erwarteten die Zuschauer eine ausgeglichene und spannende Begegnung. In der Startformation standen Niklas Ehrhardt und Oliver Kraut, die mit Zuspieler Kai Ehrhardt die Abwehrreihe bildeten und die Schlagmänner Simon Keck und Jeremy Wuhrer in Szene setzen sollten. Der TVW startete zwar nicht gut, konnte sich aber dennoch den 1.Satz mit 11:9 sichern. Da sich im weiteren Verlauf einige Eigenfehler auf Waldrennacher Seite einschlichen, gingen die Sätze 2 und 3 mit 7:11 und 5:11 an die Heimmannschaft. Auch personelle Umstellungen auf TVW Seite brachten keine Verbesserung. Durch weitere Satzniederlagen lag man schon mit 1:4 zurück. Erst im 6.Satz konnte man mit dem Gegner wieder mithalten und diesen sogar knapp mit 12:10 gewinnen. Diese Freude hielt jedoch nicht lange, denn der TV Waibstadt wollte unbedingt den Sieg und ging in die Offensive. Ein starker Oliver Kraut sorgte aber dafür, dass sich das Team von Thilo Eiermann nicht deutlich absetzen konnte. Am Ende des Satzes schafften es die Horebler nicht die entscheidenden Punkte einzufahren und so gewann der TV Waibstadt den Satz mit 7:11 und folglich die Begegnung mit 2:5.

„Wir sind ziemlich frustriert über den Verlauf der Saison. Uns war zwar klar, dass es schwer werden würde die Liga zu halten aber wir hatten gehofft es zu schaffen. Wenn man in der 1.Liga bestehen möchte, müssen die wichtigen Spiele gewonnen werden und dies ist uns leider nicht gelungen. Gegen Schweinfurt (3:5), Vaihingen (4:5), Wünschmichelbach (3:5), Offenburg (2:5) und heute gegen Waibstadt hätten wir erfolgreich sein müssen und Siege gegen diese Teams wären durchaus möglich gewesen. Wir müssen weiter an uns arbeiten, um gegen die Spitzenteams zu bestehen“, fasste Kapitän Martin Neuweiler die Saison zusammen.

„Ein wichtiger Sieg für die Moral und auch schön für unsere treuen Fans“ freute sich Kapitän Kai Braun nach dem zweistündigen Match gegen die befreundeten Nordschwarzwälder. Beide Vereine müssen jedoch nach nur einem Jahr im Oberhaus zurück in Liga zwei, was aber die Stimmung beim gemeinsamen Grillen in der Faustballhütte wenig trübte.

TVW-Coach Rainer Frommknecht freute sich nach der Partie: „Wir hatten gegen die starke Abwehr der Gäste eine tolle Angriffsquote und profitierten auch von deren zahlreichen Eigenfehlern. Da konnte man schon sehen, dass heute die beiden Absteiger auf dem Feld stehen.“

Mit 2-26 Punkten beenden die Waibstädter die Feldsaison auf dem letzten Platz, während der punktgleiche, aber satzbessere TV Waldrennach noch berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt durch den möglichen Rückzug des MTV Rosenheim hegt. Die Oberbayern räumten bereits im Hallenfaustball freiwillig ihren Platz in der 1.Bundesliga Süd.

MTV Rosenheim – TV Wünschmichelbach 3 : 5
(11:9, 7:11, 11:7, 6:11, 11:7, 8:11, 8:11, 6:11)

Die Partie mit der weitesten Anreise beim MTV Rosenheim konnten die Wünschmichelbacher im letzten Ligaspiel mit 5:3 für sich entscheiden, überzeugten jedoch nur phasenweise. Auf einem tiefen Platz fand Rosenheim zunächst besser in die Begegnung, während der TVW noch nicht im Spiel zu sein schien. Wenn auch knapp, sicherten sich die Gastgeber den ersten Satz mit 9:11.

Auf der vermeintlich besseren Seite zogen die Wünschmichelbacher schließlich nach. Rosenheim fand kaum Mittel und musste durch ein 11:7 den Ausgleich hinnehmen. Der Satzgewinn hätte die Wünschmichelbacher eigentlich beflügeln müssen, jedoch war es erneut der MTV Rosenheim, der das Zepter in die Hand nahm. In einer nur phasenweise starken Begegnung holten sich die Gastgeber durch ein 7:11 die Führung zurück. Nach der Pause fand der TVW schließlich wieder die passende Antwort und präsentierte sich in allen Mannschaftsteilen konzentriert, was erneut den Satzausgleich zur Folge hatte – 11:6.

In Satz fünf fand Rosenheims World Games Sieger Steve Schmutzler dann immer wieder durch kurz geschlagene Bälle die Lücke im Halbfeld des TVW, der sich bei tiefen Rasen nur langsam auf die Angabenvariante des MTV einstellen konnte und den nächsten 7:11-Satzverlust einstecken musste. Im Folgesatz fanden die Odenwälder dann endlich die nötigen Mittel um die Offensive der Gastgeber in den Griff zu bekommen und ließen prompt ein 11:8 und damit den dritten Satzausgleich folgen. Mit diesem Satzgewinn im Rücken blieben die Wünschmichelbacher letztlich über die restliche Spieldauer konstanter, zeigten in einigen Situationen ihre Klasse und durften nach zwei weiteren Satzgewinnen jubeln – 11:8, 11:6.

Durch diesen Sieg bleibt der TVW auch am Ende der regulären Saison auf dem zweiten Platz und kann in der verbleibenden Wochen den Fokus voll und ganz auf die Deutsche Meisterschaft legen.

„Diesen zweiten Platz wollten wir !“ so ein zufriedener Trainer Bernd Ruschka „wir haben jetzt noch 3 Wochen Zeit um an unserer Limit zu kommen“ Eine Woche vor der DM werden wir noch das Grenzlandturnier in Widnau spielen als „Generalprobe“

Betreuer Bernd Zwintscher “Mit dem Ahlhorner SV wartet der drittplatzierte der 1. BuLi Nord auf uns im Qualifikationsspiel“ Die Ahlhorner haben mit Tim und Mats Albrecht eine starke Defensivreihe – auch der Angriff um den 2m Mann Christoph Johannes ist gut bestückt“. Wir werden uns aber nicht verstecken, sondern um die Chance gegen Berlin zu spielen kämpfen.
TV Schweinfurt-Oberndorf – TV Vaihingen/Enz 5 : 4
(11:7, 10:12, 11:8, 11:13, 5:11, 11:8, 8:11, 11:4, 11:7)

Marathonmatch 2 für den TVV an diesem Wochenende. „Am Sonntag war es eine seltsame Konstellation“, berichtet TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr. „Beim Tabellenführer TSV Pfungstadt hat sich Hauptangreifer Patrick Thomas verletzt. Damit bleibt Pfungstadt natürlich trotzdem Erster, aber Schweinfurt wollte unbedingt Dritter werden.“ Denn als Dritter in der Südstaffel der 1. Bundesliga ist man bei der DM-Endrunde, mit dem Süd-Ersten im Halbfinale sofern man sein Qualispiel gegen den 2ten der Nordstaffel gewinnt. Der Süderste ist aber zur Zeit mehr als gehandicapt. So spielten die Männer des TV Schweinfurt-Oberndorf gestern gegen Vaihingen zunächst mit angezogener Handbremse. „Der Platz war schwer bespielbar und wir haben oft gewechselt“, berichtet Lochmahr von dieser Partie. Und obwohl die Gastgeber nicht die volle Leistung zeigten, schafften es die Vaihinger nicht, sich in der Anfangszeit entscheidend abzusetzen. Die Sätze eins und drei verloren sie mit 7:11 und 8:11, die Sätze zwei und vier gewannen sie dagegen mit 12:10 und 13:11. Dann ging der TVV sogar in Führung, als er mit 11:5 erneut einen Satz für sich entschied, musste aber postwendend den Ausgleich hinnehmen. „Beim Stand von 3:3 in Schweinfurt stand es auch schon 3:3 in Rosenheim“, sagt Lochmahr über das Spiel des TV Wünschmichelbach in Bayern. „Da war klar, dass Schweinfurt Tabellendritter ist, egal wie das Spiel ausgeht. Von dem Moment an war es wieder ein offenes Spiel, das auch wieder attraktiven Faustball geboten hat.“ Am Ende war Vaihingen knapp geschlagen.

 

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