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Käfertal hat die Heim-DM sicher

Mannheim-Käfertal (DFBL/aga). Jubel beim TV Käfertal: Am Wochenende konnten die Quadratestädter die DM-Quali perfekt machen. Pfungstadt verliert auch gegen FBC Offenburg und zittert um die DM – auch wenn der TSV Calw einen kleinen Dämpfer hinnehmen muss. Die Abstiegsfrage ist ebenfalls geklärt, Hohenklingen und Stammheim müssen sich neu in der 2. Liga Süd beweisen.

TV Vaihingen/Enz  –  TV 1880 Käfertal   1 : 5

Sechs enge Sätze, dann hatte der TVK seine Heim DM sicher – von Anfang an entwickelte sich eine qualitativ hoch stehende Partie mit sehr guten Abwehrreihen auf beiden Seiten. Auch die so gefürchteten Boden/Wand Bälle waren Mangelware – da beide Seiten die Bälle gezielt von der Leine wegließen um das starke Blockspiel des Gegners zu unterbinden. Mit fortwährender Spieldauer bekamen die „Monnemer“ die gegnerische Angabe immer besser in den Griff und die Angriffspower des TVK’s kam mehr und mehr zum tragen. Der TVV nutzte aber auch die Chance allen Spielern Einsatzzeit zu gewähren.

 

TV Stammheim  –  TV Vaihingen/Enz   1 : 5

Zur ungewohnten Zeit am Freitagabend um 20 Uhr empfing der TV Stammheim den TV Vaihingen/Enz zum ewigen Derby. Nach zuletzt knappen Ergebnissen, trotz wechselhafter Auftritte (3:5 gg Hohenklingen, 4:5 gg Offenburg), hatte sich das Team vorgenommen, im drittletzten Heimspiel der Saison weiter an der Konstanz im Spiel zu arbeiten und ohne größere Schwächephasen durch die Partie zu kommen.

Doch wie zuletzt in Hohenklingen und auch gegen Offenburg kam Stammheim schwer ins Spiel und Vaihingen durfte zu einfach zu seinen Punkten und zwei leicht gewonnenen Sätzen kommen. Erst im dritten Satz platzte der Knoten beim Heimteam, das sich eine furiose 8:0 und 9:3 Führung erspielte – um sich bei 9:10 einem gegnerischen Satzball ausgesetzt zu sehen. Doch trotz der Vaihinger Aufholjagd hätte Stammheim den dritten Durchgang durchaus noch zu einem guten Ende bringen könnnen, denn nach Abwehr des gegnerischen Satzballs, erspielte sich der TVS bei 11:10 und 13:12 zwei eigene – um am Ende den Satz mit 13:15 zu verlieren. „Das war natürlich extrem unglücklich und aus psychologischer Sicht besonders bitter“, trauerte Spielertrainer Alwin Oberkersch der vergebenen Chance nach. Kein Satzgewinn also vor der ersten Satzpause, aber immerhin ein spielerischer Aufschwung, den Stammheim in die kommenden Sätze auch mitehmen konnte.

Nach 3:7 Rückstand im vierten Durchgang startete das Heimteam nach einer Auszeit die Aufholjagd, doch erneut brachte man eine Führung (9:8) nicht ins Ziel, sondern verlor mit 9:11. Besser machte es Stammheim im fünften Durchgang. Zwar konnte Vaihingen die Stammheimer 10:8 Führung erneut egalisieren, doch diesmal gelangen die nötigen Punkte zum 12:10 Satzgewinn. Auch der letzte Satz entwickelte sich äußerst knapp und Stammheim hatte bei 9:8 Führung durchaus Chancen einen weiteren Satz zu gewinnen, doch im Finish fehlte heute das nötige Glück und Vaihingen beendete durch einen 9:11 Satzgewinn das Spiel. „Wir führen im dritten Satz mit 8:0, im vierten mit 9:8, im fünften mit 10:8 und um sechsten mit 9:8. Aber nur einen davon gewinnen wir“, blickt ein sichtlich enttäuschter Kapitän Timo Heyenga zurück auf eine Partie, in der durchaus auch mehr zu holen gewesen wäre für den TVS.

TSV Pfungstadt (DM)  –  FBC Offenburg   4 : 5

Pfungstadt begann druckvoll und agierte in eigener Halle gewohnt souverän. Die Gäste hingegen fanden nicht so richtig ins Spiel. Im Zuspiel und im Angriff fehlte die Präzision, um in der stumpfen Halle die Punkte erzielen zu können. So ging der erste Durchgang mit 11:4 klar an die Hessen. Der einseitige Spielverlauf setzte sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs fort. Die Pfungstädter führten bereits mit 5:0, doch dann platzte endlich der Knoten beim FBC. Die Ortenauer kämpften sich Punkt um Punkt heran, allerdings war der Vorsprung der Hessen bereits zu groß – 11:8.

Die Leistungssteigerung des FBC setzte sich dann auch im dritten Spielabschnitt fort. Nun waren die Gäste die spielbestimmende Mannschaft. Unterstützt von einigen Eigenfehlern der Hausherren gewannen die Offenburger die nächsten beiden Durchgänge und glichen den Spielstand wieder aus. Beide Mannschaften begegneten sich mittlerweile auf Augenhöhe und es entwickelte sich eine spannende Begegnung mit vielen spektakulären Ballwechseln. Nach der Offenburger Aufholjagd konnten nun die Pfungstädter wieder einen Satz mit 11:7 für sich entscheiden. Allerdings ließen sich die Ortenauer nicht abschütteln. Der FBC spielte seine Größenvorteile an der Leine besser aus und gingen nach zwei 11:7-Satzgewinnen mit 4:3 in Führung.

Doch Offenburg musste dem hohen Tempo im achten Durchgang kurzzeitig Tribut zollen. Vor allem in der Defensive fehlte beim 6:11 der Zugriff auf die Angriffe des TSV Pfungstadt. Im Entscheidungssatz schenkten sich beide Mannschaften zunächst nichts und beim Stand von 6:5 für die Hessen wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Der FBC Offenburg legte im Anschluss nochmals eine Schippe drauf und konnte durch eine Miniserie entscheidend davonzuziehen. Am Ende besiegelte ein Pfungstädter Eigenfehler den Sieg der Offenburger. »Nach dem wir anderthalb Sätze gebraucht haben, um zu unserem Spiel zu finden, haben wir im weiteren Verlauf unsere Stärken gut ausgespielt. Das war ein gutes Spiel und wir sind glücklich, den Platz als Sieger verlassen zu können.

TV Hohenklingen (N)  –  TV SW-Oberndorf   0 : 5

Konzentrierte 60 Minuten gegen überforderte Hohenklingener reichen dem TV Oberndorf zur fünften Teilnahme an der deutschen Meisterschaft in Folge. Die Anfangsphase des ersten Satzes gestaltete sich ausgeglichen, erst gegen Ende des Durchgangs zündete Oberndorf den Turbo und erspielte sich mit vier Punkten in Folge den ersten Satzgewinn. Im zweiten Abschnitt schaffte es Hohenklingen nicht, die bärenstarke Abwehr aus Schweinfurt unter Druck zu setzen, sodass Oberndorf den Satz souverän mit 11:5 für sich entscheiden konnte. Im dritten Satz schlichen sich leichte Unkonzentriertheiten in das Spiel des TVO ein, jedoch konnte Hohenklingen dies nicht ausnutzen und wurde mit 11:7 in die Satzpause geschickt. Nach einem holprigen Start und dem damit verbundenen 1:3-Rückstand besannen sich die Oberndorfer danach auf ihre Stärke und marschierten zu einem 11:4-Satzgewinn. Die Heimmannschaft fand auch im fünften Satz nicht zu ihrem Spiel. Auch auf Oberndorfer Seite lief nicht mehr alles rund, doch mit starken Einzelleistungen erspielte man sich vier Matchbälle. Im zweiten Anlauf erzielte der überragende Maximilian Lutz den finalen Punkt zum verdienten 5:0-Auswärtssieg.

TV SW-Oberndorf  –  TSV Pfungstadt (DM)   3 : 5

Im ersten Satz legte Oberndorf gleich richtig los und lag 6:2 in Führung, als Pfungstadt eine Auszeit nahm. Der TVO ließ sich nicht beirren und beendete den Satz mit 11:6. Im zweiten Durchgang stand es für den Gast 4:1, bevor Oberndorf aufholte und mit 9:5 vorne lag. Mit dem Satzgewinn (11:8) ging Oberndorf mit 2:0 in Führung. Doch dann kam der TSV auf: Oberndorf lag zuerst mit 4:2 in Front, doch Pfungstadt drehte den Satz zum 11:7. Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem 7:7 zog Oberndorf davon und holte sich das 3:1. Der fünfte Satz wurde zu einem wahren Krimi. Der TVO lag mit 6:2 vorne. Dann wendete sich das Blatt, Pfungstadt konterte und verkürzte auf 2:3. Der sechste Satz sah den TVO total von der Rolle während Pfungstadt mit starken Angriffs- und Abwehrleistungen immer besser ins Spiel kam. Oberndorf musste eine 2:11 Klatsche hinnehmen und damit den 3:3-Ausgleich. Im siebten Satz ging das Spiel hin und her. Pfungstadt setzte sich nach dem 10:10 auf 12:10 ab und ging damit erstmals in Führung. Bei den Gastgebern machte sich immer mehr der Kräfteverschleiß bemerkbar. Im achten Satz ging es bis zum 9:9 eng zu, dann machte Pfungstadt den Sack zu und holte sich mit dem 11:9 den Sieg zum 5:3. „Das war abzusehen, dass mal ein kräftemaßiger Einbruch erfolgt, war es doch eine anstrengende Saison. Jetzt haben wir Zeit zur Regeration bis zur deutschen Meisterschaft“, so der Oberndorfer Betreuer Thomas Sauter.

TV 1880 Käfertal  –  TSV Calw (N)   5 : 2

Im ersten Satz scheint der TSV noch nicht in Mannheim angekommen. Viele „leichte“ Fehler machen es den Mannheimerm aber auch einfach ihr druckvolles Spiel aufzuziehen. Der Angriff es TSV Calw ist weitgehends abgemeldet – denn Marcel Stoklasa mit Wucht und Nick Trinemyer lassen keine Chance ungenutzt bzw. liegen. Völlig verdient geht der erste Satz an den TVK. Im zweiten Satz dann andere Vorzeichen – Raphael Schlattinger kann den Druck mit dem Käfertaler Ball hoch halten und nun der TVK mit Stockfehlern in der Abwehr – der bis dahin 100% Angriff kommt nicht in den Abschluß und sogar runde Bälle werden an die Hallendecke geschoben. Auch hier der verdiente Satzausgleich

Im dritten Satz dann weiter der TVK um Linie bemüht die zuerst der TSV wieder findet und dem Spiel seinen Stempel aufdrückt. Mit fortwährender Spieldauer entwickelt sich die Angabe des TVK’s zur Lebensversicherung des Mannheimers Teams und nach und nach kann die Abwehr um den nun überragenden Dominik Mondl den Angriff wieder in Szene setzen. Ab dem 7:7 ist es vorbei mit lustig – unaufhaltsam geht der TVK Express auf die Reise

In der Satzpause dann kurzes Statement von Dominik Mondl („du tust dich gegen Raphael hinten drin unheimlich schwer – die Bälle fallen wie ein Stein vor der Grundlinie ab und flattern auf dich zu – das ist ganz schwer zu lesen“). Im vierten Satz dann wieder der TSV am Drücker und der TVK kann nicht mehr zulegen – auch das Blockspiel von Bernd Bodler ist nun erste Sahne und mehrere dieser Duelle kann er entscheidend gewinnen bzw. den TVK am erfolgreichen Angriff hindern.

Im fünften Satz ist der TSV Calw schon 7:3 bzw. 8:4 davon gezogen, bringt aber diesen Vorsprung nicht in das Ziel – auch weil man sich auf einige Wortgefechte einlässt – kurze Zeit darauf zieht sich Bernd Bodler beim Block eine Handprellung zu (das schepperte schon gewaltig in der Halle) dadurch ist er am Block natürlich nun im hintertreffen. Der TVK stabilisiert sich nun zusehends und kann auf Ausgleich stellen und sogar am TSV vorbei ziehen, 7 Punkte am Stück sind die halbe Miete. Im sechsten Satz nun der TSV von der Rolle, und der TVK weiterhin mit einer hohen Rückschlagquote. Mit 4:2 geht der TVK in die letzte Satzpause. Im siebten Satz dann der TVK mit einem kleinen Hänger der aber nicht vom TSV bestraft wird – zwar können sich die Calwer auf 3:6 absetzen, aber auch diesen Vorsprung nicht in das Ziel bringen – die Chance war da, einen ganz, ganz großen Schritt in Richtung der DM zu machen.

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