Zurück

Die Süd-Frauen im Liga-Check

Calw (DFBL/saj) – Bevor es diesen Sonntag wieder in die Vollen geht und pünktlich um 11 Uhr in Hirschfelde, Eibach und Landshut zur neuen Feldrunde angepfiffen wird, hier noch ein kurzer Teamcheck der ersten Bundesliga Frauen Süd.

TV Vaihingen/Enz – In Topform zur ersten Runde

Die TVV-Damen starten die kommende Runde mit altbekannten Gesichtern. Im Angriff feuern weiterhin Marie-Therese Rothmaier und Eva Grözinger die Bälle ins gegnerishce Feld, während die Abwehr- und Zuspielarbeit von Späth, Kühner, Frölich, Meyer und Lochmahr übernommen wird. Leider muss Jennifer John wegen immer wiederkehrenden Knieproblemen erneut pausieren und Jugendnachwuchsspielerin Anna Winkler, die vergangene Hallenrunde ihren Bundesligaeinstand gab, wechselt für die Jugend nach Calw. Geleitet werden die ehrgeizigen Frauen in Zusammenarbeit von Rothmaier selbst und Kuno Kühner. Die Vorbereitungen der Rot-weißen gestaltete sich durch Kraft- und Ausdauer-Einheiten im Training, verschiedenen Trainingsspielen gegen Stammheim und Schwieberdingen, sowie der Besuch von drei Vorbereitungsturnieren (Karlsdorf, Stammheim und dem Heimturnier in Vaihingen) wobei man jeweils sehr erfolgreich abschneiden konnte. Das Ziel der Damen von der Enz ist zunächst den Klassenerhalt zu sichern und dann wieder einen Platz unter der ersten drei zu ergattern, welcher die Teilnahme bei der Endrunde in Bredstedt einfahren würde.

TV Eibach – Aufsteigerinnen treten mit Erfolgsjugendspielerinnen an

Mit der wohl jüngsten Mannschaft gehen die Aufsteigerinnen aus Eibach an den Start. Nahezu alle Teammitglieder sind noch für die Jugend spielberechtigt. Die 14-jährige Nachwuchsnationalspielerin Hannah Schröder wird sogar ihr Frauen-Debüt feiern und direkt in der 1. Bundesliga starten. Während Neuzugang Sophie Rabus (TSV Unterpfaffenhofen) den jungen Kader ab sofort verstärken wird, müssen die Youngsters leider weiterhin auf Sophia Neumeier verzichten, die immer noch eine Verletzung auskurieren muss. Eine Änderung wird es diese Runde auch im Trainerstab geben: Bisheriger Erfolgstrainer Christian Eschner muss sein Amt aus zeitlichen Gründen bedauerlicherweise niederlegen, dafür macht sich fortan Jugendtrainerin Barbara Eberhard, Bernd Schieder und ehemalige Weltmeisterin Karen Schneider stark. Das Ziel der Aufsteigerinnen ist es, eine Mannschaft der Zukunft zu formen. So soll aus den überaus erfolgreichen Jugendspielerinnen und den erfahreneren Spielerinnen (auch alle erst Anfang 20) eine harmonische Truppe entstehen, die natürlich neben dem Zusammenwachsen den Kampf um den Klassenerhalt energisch annehmen will. Aus personellen und organisatorischen Gründen (Jugend-WM im Juli, Ausrichtung der Süddeutschen Meisterschaft der U18, …) haben die Verantwortlichen entschieden die jungen Spielerinnen zu schützen und diese Saison nur in der ersten Liga zum Einsatz kommen zu lassen.

TG Landshut – Mit verkleinertem Kader unterwegs

Bei den süßen Pralinchen aus Landshut gibt es personell kleine Änderungen. So hat sich Spielführerin Sophie Bartsch einen knöchernen Haarriss im rechten Handgelenk zugezogen und wird zunächst den Saisonstart verpassen. Man hofft auf eine baldige und erfolgreiche Genesung, sodass sie zeitnah wieder gemeinsam mit ihren Pralinchen auf dem Feld stehen kann. Abwehrspielerin Christine Prill hat sich diese Runde ausgeklinkt und steht dem Team nicht zur Verfügung. Ansonsten bleibt der Kader mit Sabine Bartsch, Stäringer und Blehm im Angriff, Brachard im Zuspiel sowie Schmidt und Richter als Allrounder bestehen. Auch diese Runde werden die Landshuter Frauen von Rainer Schuhmann angeführt und von Hauptsponsor „Chocolat“ unterstützt. In der Vorbereitung absolvierten die süßen Versuchungen ebenfalls drei vorbereitende Turniere, wo man Leistungsstand und Zusammenspiel testen und festlegen konnte. In Stammheim erreichten sie Platz 8, während man in Neugablonz und Veitsbronn sogar vom Turniersieg gekrönt wurde.

TSV Calw – Mit Fragezeichen nach Hirschfelde

Die Orangenen aus Calw starten mit nur zwei Vorbereitungsturnieren in die frische Runde, wobei man jeweils aus verschiedenen Gründen nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen konnte. So erspielte man sich trotz Personalmangel in Vaihingen Platz vier und beim Waldrennacher Flutlichtcup reichte es sogar für Platz zwei im Finale gegen Dennach. Der Kader der Calwer Löwen hat sich nicht großartig verändert, im Großen und Ganzen bleibt das Team so bestehen. Aus zeitlichen Engpässen wird diese Runde das Trainerduo Gumbinger-Schöck tatkräftig von einigen Partnern der Spielerinnen, die selbst in den höchsten Klassen spielen, unterstützt. So werden das ein oder andere Mal Sebastian Thomas (TSV Pfungstadt), Dennis Gruber (TV Wünschmichelbach) und Christian Lässer (SV Diepoldsau, Schweiz) ins Geschehen eingreifen. Die gute Mischung aus Youngstern und „alten Hasen“ hat sich die letzten zwei Runden prima zusammengefügt und man hat ein eingeschworenes Rudel aufgestellt. Gemeinsam streben die Hesse-Städterinnen das obere Feld der Liga an und möchten sich am Ende der Saison unter den ersten drei platzieren, um an der DM spielberechtigt sein zu dürfen. Jüngst hat sich Weltmeisterin und Hauptangreiferin Stephanie Dannecker am Knie verletzt. In diesen Tagen wird noch eine aussagekräftige Diagnose gestellt. Bis dahin bleibt es erstmals offen, wie sich ihre Rolle im Team gestalten wird.

TSV Dennach – Große Aufgaben für Erfolgs-Pink-Ladies

Bei den Erfolg-Pink-Ladies vom TSV Dennach gibt es auch nur wenig Veränderung im Leistungskader. Leider hat sich die zuletzt pausierende Abwehrkraft Janina Krämer nicht vollständig von ihren Knieproblemen erholen können und wird daher nicht so schnell wieder für die Ladies auflaufen können. Darüber hinaus steht bei ihr das Sportexamen an, was selbstverständlich vorgeht, vor allem auch in Betracht auf die Schonung ihres Knies. Dafür rückt aber die 15-jährige Jugendspielerin Tabea Kälber in den Kader auf und wird die Abwehr ab sofort komplettieren. Die Feldsaison bringt einige Spannung und Anstrengung für die pinken Frauen mit sich, da mit dem Europapokal, Weltpokal und der Titelverteidigung des Deutschen Meistertitels gleich drei große Ereignisse anstehen. Innerhalb von 2 Monaten werden diese Prüfungen auf die Erfolgsdamen zukommen, wobei man natürlich unbedingt den größten Erfolg erzielen möchte. Dies wird den Mädels einiges an Einsatz, Disziplin und Durchhaltevermögen abverlangen. Man ist sich gewiss, dass die Verfolgung dieser drei Titel eine enorm schwere Aufgabe darstellt, doch für diese Truppe ist nichts unmöglich. Daher wird von Beginn an mit viel Arbeit und Mühe trainiert. Es wird sicher auch Psychologie eine wichtige Rolle spielen, da es vor allem auch dies benötigt um über einen Monat lang Spannung und Konzentration aufrecht erhalten zu können.

TV Öschelbronn – Aufstieg soll mit Ligaerhalt gekrönt werden

Der zweite Neuaufsteiger in das Bundesligaoberhaus ist der TV Öschelbronn. Die junge Gruppe ist allerdings nicht zum ersten Mal im Erstligageschehen zu sehen. Daher kennt man die Mannschaften schon etwas und kann sich vielleicht schneller und besser auf die kommenden Aufgaben der Runde einstellen, als die Mitaufsteiger aus Eibach. Die Personaldecke beim TVÖ ist mit acht Spielerinnnen gut gestützt, wobei einzig und allein Celine Jensen noch in der Jugend mit agiert. Somit kann das Trainergespann Steffen Dorwarth und Sven Selinka auf ein gut eingespieltes und eher erfahreneres Team zurückgreifen. Zur Vorbereitung dienten den Neulingen verschiedene Turniere (Stammheim, Flutlichtcup Waldrennach und Rothausflutlichtcup Dennach). Sicherlich haben sich auch die TVÖ-Damen den Ligenerhalt zum Ziel gesetzt und werden dies mit viel Energie und Aufopferung versuchen möglichst bald in trockene Tücher zu bringen. Mit gleich drei Angreiferinnen Vanessa Schneider, Anne Weisert, Fenja Stallecker (ehemalige Jugendeuropameisterin) ist das Team flexibel aufgestellt und kann zu jeder Zeit im Angriff agieren und reagieren. Die Abwehr und Zuspielreihe bilden Julia Wessinger, Christiane Kroehne, Virginia Holzner und Spielführerin Selina Stallecker.

FSV Hirschfelde – Dreifaches Babyglück sorgt für Umstrukturierung

Der Babyboom in Hirschfelde sorgt diese Runde für Furore. Gleich drei essentielle Stammspielerinnen (Linda Scholze, Anja Eifler, Peggy Rathmann) befinden sich im Mutterglück und stehen den sächsischen Damen auf dem Platz daher nicht zur Verfügung. Was für Glückseligkeit bei den drei Damen sorgt, beschert den restlichen Teamspielerinnen etwas Sorgen. Daher ist das vorrangige Ziel diese Runde nicht wie sonst im oberen Drittel mitzuspielen, sondern lediglich der Klassenerhalt. Das bedeutet viel Engagement, Motivation und Teamgeist der Hirschfeldnerinnen. Genau hierfür sind die Frauen zwar sehr bekannt, doch dieses Jahr muss wohl jede einzelne nochmal mehr davon aufbringen, um die pausierenden Stammkräfte zu kompensieren. Um sich weite Anfahrtswege zu sparen, wurden einige Spiele auf ein Wochenende zu Doppelspieltagen (Samstag und Sonntag) verlegt, was aber auch eine Doppelbelastung der Spielerinnen bedeutet. Tapfer werden sich die Frauen vom FSV den bevorstehenden Aufgaben stellen und einmal mehr ihrem Schlachtruf „FSV kämpft wie d´Sau“ nachzukommen versuchen.

TV Unterhaugstett – Die jungen Wilden

Der TVU läuft dieses Jahr auch vermehrt mit jungen Wilden auf. So sollen die Jugendspielerinnen stärker einbezogen werden und mit den erfahreneren Spielern zusammen Einzug aufs Feld nehmen. So wird sich Abwehrspielerin Rahel Ghebrezghi beispielsweise für die zweite Mannschaft verpflichten und gibt somit ihren Platz für die jüngeren frei. So soll mit einer guten Mischung eine erfrischte Mannschaft zusammenwachsen und die Liga möglichst gut gehalten werden. Im Angriff agieren weiterhin Elsa Ghebrezghi, Vera Sauerbrunn und die junge Lena Gengenbach. Abwehr/Zuspiel bilden Saskia Lauser, Lisa Waldenmaier, Julia Sauerbrunn (insofern sie von ihrem Auslandssemester zurück kommt) und Anja Kienle. Auch in der Abwehr wird das ein oder andere Mal eine Jugendspielerin ihr Debüt in der obersten Liga feiern.

TV Bretten – Bretten 2.0

Mit dem Rückzug der Niedernhaller Mannschaft in der letzten Feldsaison durften die Brettenerinnen der Liga erhalten bleiben und starten daher motivierter denn je in die Runde. Glücklicherweise ist auch Birte Baxmann wieder mit von der Partie und wird vollständig genesen ihr Team im Angriff tatkräftig und angriffslustig unterstützen. Gerade sie ist nach ihrem ungewollten Ausfall in der Hallenrunde durch eine Knieverletzung spiellustiger und fitter denn je. Ihre Teamkolleginnen sprechen von einer „Birte 2.0“. Lediglich der Wechsel von Laura Kühner zum TV Vaihingen/Enz ist zu verschmerzen, ansonsten dürfen sich die Frauen auf Unterstützung im Training von Zweitligist Jeremy Wuhrer (TV Waldrennach) freuen, welcher zusammen mit Volker Van Dawen die Kämpferinnen aus der Melanchtonstadt anführen werden. Am Ende möchten die TVB Frauen gern aus eigener Kraft in der Liga bestehen.

Share Button

Zurück

DFBL Infos direkt in dein Postfach.

News, Informationen und Termine gibt’s hier im DFBL Newsletter. Und wenn du dich lediglich für Ergebnisse interessierst, wähle die entsprechende Option.

Ich interessiere mich für (Mehrfachauswahl möglich):

Klicke auf “Eintragen” und du erhältst den kostenlosen Newsletter. Abmelden kannst du dich zu jeder Zeit.