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Erste Punkte für DM-Ausrichter Käfertal

Knittlingen (DFBL/aga). Aufatmen in Mannheim: Der TV Käfertal hat endlich die ersten Ligapunkte eingefahren. Für den DM-Ausrichter endet damit eine wochenlange Durststrecke. Ohne Spieleinsatz und dennoch an der Spitze thronen die teams von Pfungstadt und Schweinfurt.

TV Hohenklingen (N) – TV 1880 Käfertal 1 : 5

Kampfgeist und Moral zeigten die Bundesligamänner des TV Käfertal beim Auswärtsspiel in Knittlingen gegen Liganeuling Hohenklingen. Aus einer kompakten Defensive heraus gelang es den Schützlingen von Trainer Leo Goth die eigenen Stärken auszuspielen und in der schwer zu spielenden Halle die Partie klar zu dominieren. Nur im dritten Satz konnte der TVH mithalten. Die anderen Sätze gingen deutlich an die Mannen aus der Quadratestadt. Der 5:1 Sieg bringt die ersten Zähler der Saison und zählt gegen einen direkten Konkurrenten im Grunde doppelt.

„Das war heute die richtige Reaktion auf die letzten Spiele. Ein wichtiger Sieg und vor allem wichtige Punkte im Kampf um unseren DM Platz“, gibt sich Hendrik Vetter nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Der Defensivspieler überzeugte, wie alle seine vier Mitspieler, über die komplette Partie mit purem Willen und spielerischer Klasse. Neben Vetter zeigten Felix Klassen und Marcel Moritz eine gute Leistung in der Abwehr. Vor allem die Angaben des Routinierten Michael Krauß auf Seiten der Schwaben konnten häufig entschärft und so das eigene Angriffsspiel gezielt vorbereitet werden. Durch die flache Halle und den extrem weichen Boden war ein indirektes Zuspiel nur schwer möglich. Vetter, Klassen und Moritz schafften es aber viele Bälle zum direkten Zuspiel nach vorne abzuwehren und der wieder genesene Nick Trinemeier brachte Marcel Stoklasa immer wieder in gute Angriffspositionen. Letzterer vollstreckte oft kompromisslos.

Von Beginn an merkte man dem TVK an, dass sie nicht schon wieder mit leeren Händen das Spielfeld verlassen wollten. Gleich die ersten drei Punkte des Spiels gingen an den TVK und nach etwa zwei Minuten nahm Hohenklingen bereits seine erste Auszeit. Den Schwung der Mannheimer konnte das aber nicht bremsen. Mit 11:5 ging der Satz klar an den TVK. „Man hat von außen richtig gemerkt, wie konzentriert und zielstrebig alle ins Spiel gingen“, schilderte Dominik Mondl seine Eindrücke. „Alle wussten um die Wichtigkeit dieses Spiels. Aber statt nervös und auf Sicherheit zu spielen spürte man eher Mut und Entschlossenheit in unseren Aktionen. Wir haben uns viel vorgenommen und die Jungs haben das gut umgesetzt.“ Der Kapitän meldete sich vor Spielbeginn zwar fit, wurde von Goth aber noch geschont. Wichtiger schien für die Mannschaft eher die Rückkehr von Trinemeier auf die zweite Angriffsposition. Trinemeier übernahm die Angabe und stabilisierte im Zuspiel. Damit konnte sich Stoklasa auf den Block und den Rückschlag konzentrieren. Das Mannheimer Spiel wirkte dadurch viel ruhiger und abgeklärter als in den letzten Wochen.

Nach dem ersten Satz fand der TV Hohenklingen besser ins Spiel. Mit 11:8 war der zweite Satz deutlich mehr umkämpft als der erste, und in Satz drei gelang dem TVH mit 12:10 sogar der Satzanschluss. Für die Käfertaler war das diesmal jedoch kein Knackpunkt, sondern eher der Anreiz nun nochmal eine Schippe draufzulegen. Nach einem schleppenden Start im vierten Satz und einem Rückstand von 3:5 legte der TVK los wie die Feuerwehr und punktete oft spektakulär. Kein Ball wurde aufgegeben und eine 8-Punkte-Serie brachte den Satzgewinn zum 11:5. Hohenklingen versuchte es nun mit einer taktischen Umstellung und brachte Markus Schweigert für den glücklosen Krauß in der Angabe. Dieser konnte ab und an Punkten, den Lauf der Käfertaler aber nicht unterbinden. Mit 11:7 und 11:4 gingen auch die nächsten Durchgänge und damit endlich die ersten Zähler an den TVK.

Die Freude im Lager der Mannheimer war natürlich riesig. Eine erneute Niederlage wäre ein herber Rückschlag gewesen, nun scheint der TVK wieder in der Spur. Marcel Moritz blickt positiv auf die kommenden Aufgaben. „Das Spiel war eine super Vorbereitung für das Top-Spiel kommende Woche gegen Pfungstadt“, so der Defensivspieler.

 

FBC Offenburg  –  TV Vaihingen/Enz   5 : 0

Das Wochenende hatte für die Faustballer schon mit zwei Hiobsbotschaften begonnen. Zwar war Angreifer Marc Krüger nach einer längeren Pause wegen einer Entzündung im Sprunggelenk wieder ins Training eingestiegen. Doch nach nur wenigen Bällen musste er dieses mit Schmerzen im Fuß wieder abbrechen. Und dann knickte auch noch Abwehrspieler Daniel Wörsinger um. Ob er einen Tag später beim Auswärtsspiel beim FBC Offenburg würde auflaufen können, stand zunächst in den Sternen. Um wenigstens vollzählig die Partie beenden zu können, sollte sich in Baden noch ein weiterer Spieler verletzen, wurde kurzerhand Michael Marx aus dem faustballerischen Ruhestand geholt.

Mit der Aufstellung Kolja Meyer und Marco Lochmahr vorne sowie Jakob Kilpper, Max Winkler und Tobias Rommel hinten gingen die Vaihinger in Offenburg in die Partie. Doch irgendwie war fast von Anfang an bei der 0:5 (12:14, 6:11, 11:13, 6:11 und 8:11)-Niederlage der Wurm drin. „Die zwei relativ knappen Sätze eins und drei hätten wir vielleicht holen können“, berichtet TVV-Spielertrainer Marco Lochmahr. „Doch die Offenburger haben eine ganz souveräne Leistung abgerufen.“

Das größte Problem der Vaihinger: Sie kamen kaum aus der Angabe heraus. „Wir haben zwar auch zu wenig Druck gemacht, so dass die Offenburger die Bälle praktisch jedes Mal ganz sauber nach vorne gespielt haben. Und sowohl Sven Muckle im Hauptangriff als auch Stefan Konprecht im Zweitschlag haben zuverlässig auf Lücke gepunktet. Uns sind in der Abwehr aber auch zu viele Bälle, die wir sonst sicher haben, an die Hallendecke oder zu weit nach vorne gegangen, so dass wir nicht sauber aufbauen konnten, sondern oftmals gleich aus dem ersten abgewehrten Ball in den Angriff gehen mussten“, ärgert sich Lochmahr. „In Summe war das zu viel.“

Vor allem in den Durchgängen zwei, vier und fünf hatten die Vaihinger nicht den Hauch einer Chance. „Wenn die Offenburger mal in der Angabe waren, haben wir es nie geschafft, eine Serie von drei, vier Punkten am Stück hinzulegen“, berichtet der TVV-Übungsleiter. „Das gelang aber den Gastgebern. Wenn wir in der Angabe waren, haben wir oft drei, vier in Folge gebraucht, um wieder rauszukommen.“ Damit gerieten die Vaihinger meist schon zu Beginn des Satzes in Rückstand. Und selbst, wenn sie diesen zwischenzeitlich wieder aufholten oder zumindest bis auf ein oder zwei Punkte verringerten, mussten sie in der Regel eine zweite Serie der Offenburger hinnehmen. Lochmahr: „Selbst der letzte Satz, der mit 8:11 einigermaßen eng scheint, war deutlich. Zwischenzeitlich lagen wir schon mit 5:9 hinten.“

Mit dieser Niederlage haben sich die Vaihinger praktisch aus dem Rennen um einen der drei Plätze für die DM-Endrunde verabschiedet. „Eine leise Hoffnung gibt es immer. Aber wir haben nun 8:8 Punkte und sogar mehr Sätze verloren als gewonnen. Wir sind aktuell nur Mittelmaß“, sagt Lochmahr. „Wir müssen nun genauso nach unten schauen. Denn der Abstand zum DM-Platz ist praktisch genauso weit wie der zum Abstiegsrang.“

 

TV Stammheim  –  TSV Calw   2 : 5

Im Duell der schwäbischen Teams unterliegt der TV Stammheim dem TSV Calw in sieben Sätzen deutlich mit 2:5 (4:11, 2:11, 11:5, 8:11, 11:5, 7:11, 6:11).  Viele Fans waren gekommen, sowohl vom TV Stammheim als auch von den Nachbarn aus dem Nordschwarzwald als am Samstagabend die zwei jüngsten Teams der 1. Bundesliga aufeinander trafen. Mit dem TSV Calw gastierte einer der Aufsteiger in der Stammheimer Sporthalle, der mit einem ähnlich jungen Kader wie der TVS in diesem Jahr zum ersten Mal in der 1. Bundesliga antritt. Nach dem Transfer von Raphael Schlattinger vor gut einem Jahr ging es für den TSV merklich aufwärts mit dem vorläufigen Höhepunkt 2017, wo man in Halle und Feld in die erste Liga aufsteigen konnte.

Dass der TSV Calw in der 1. Bundesliga angekommen ist, bekam auch der TVS in den ersten beiden Sätzen am Samstagabend zu spüren. Eine schwache Defensivleistung wurde von Calw über zwei Sätze hinweg dankend angenommen. Ohne sich wirklich anstrengen zu müssen sicherte sich das Team in orange die Sätze mit 11:4 und 11:2.

Nachdem die Stammheimer Sporthalle zusehends verstummt war, gab der TVS im dritten Satz die Antwort auf dem Spielfeld. Durch das 11:5 und eine deutlich verbesserte Leistung konnte man zumindest mit dem Anschluss in die Pause gehen. In der Kabine herrschte zu diesem Zeitpunkt keineswegs kampflose Stimmung bei Stammheim: die Rumpftruppe (das Team muss die gesamte Hallensaison ohne die Langzeitverletzten Ehrhardt und Reißner auskommen) hatte in der Defensive die scharfen Angriffe von Calw nun besser im Griff. Auch im Angriff lief es über weite Strecken bei Stammheim, auch wenn man in Sachen Schlaghärte und auch Finesse an diesem Abend Schlattinger unterlegen war.

Doch nach der Pause konnte der vierte Satz nicht zum Ausgleich genutzt werden. Auch eine 7:5-Führung reichte nicht aus, bei sechs Calwer Punkten gelang nur noch ein weiterer für Stammheim – so sah sich der TVS einem 1:3 Satzrückstand gegenüber.

Mit einer erneuten Leistungssteiger und und auch verbunden mit Nachlässigkeiten im Calwer Spiel konnte der TVS die Stammheimer Halle im fünften Satz nochmals begeistern. Doch auch der 2:3-Anschluss ließ weder Calw wackeln, noch konnte die Leistung in den folgenden zwei Sätzen bestätigt werden. Letztlich sicherte sich der TSV mit 11:7 und 11:6 die Durchgänge sechs und sieben und stellte damit auf ein deutliches 5:2.

Wieder nichts zählbares aus Stammheimer Sicht aber abgesehen von den ersten beiden Sätzen kann man trotzdem auf eine ordentliche Leistung zurückblicken. Für Calw stehen mit einer Bilanz von vier Siegen bei zwei Niederlagen noch alle Türen nach oben offen. Für Stammheim geht es in der kommenden Woche auswärts in Oberndorf darum, vor Abschluss des Faustballjahres 2017 eine gute Leistung abzurufen.

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