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Die DM-Teilnehmer aus dem Norden

Mannheim (DFBL/ssp/bec). Die Teams mit der weitesten Anreise zur DM in Mannheim kommen aus der Nord-Bundesliga. Berlin, Brettorf und Ahlhorn wollen sich Titel und/oder Medaillen sichern.

VfK Berlin: Folgt nach dem Feld- auch der Hallentitel?

Sieben Jahre hat es gedauert, bis im Sommer ein neuer Feldmeister als Nachfolger des TSV Pfungstadt gefunden war. Das war der VfK aus der Hauptstadt – und er gilt auch unter dem Hallendach als eine der Top-Anwärter auf den Titel. Nutzt der VfK den (bald endenden) Verletzungsausfall von Pfungstadt-Superstar Patrick Thomas noch ein weiteres Mal, um die eigene Trophäen-Vitrine zu füllen? Die Chancen stehen nicht so schlecht, schließlich hat Berlin sich wieder einmal mehr als souverän qualifizieren können. Eine einzige Niederlage gab es in der Runde, die allerdings war heftig: 0:5 gegen Brettorf! In Mannheim treffen die Berliner auf den Ahlhorner SV, mit dem man sich zuletzt in der Liga das volle Programm in einer 9-Satz-Schlacht lieferte, und auf den Noch-Meister aus Pfungstadt. Wenn der VfK das übersteht, dann ist Sonntag auch der Titel drin. Die im Vorjahr im kleinen Finale gegen Brettorf knapp verpasste Medaille sollten Lukas Schubert und Team diesmal aber wieder packen.

TV Brettorf: Abschied in Europacup-Form?

Mit dem zweiten Platz der Nord-Liga reist der TV Brettorf nach Mannheim. Auf Deutschen Hallen-Meisterschaften sind die Brettorfer seit Jahren Stammgast. Sechs Mal in Folge qualifizierte sich der TVB für die DM, schaffte es dabei fünf Mal auf das Podest. Brettorfs Spielertrainer Tim Lemke peilt auch in diesem Jahr einen Medaillenrang an – zumal es für ihn der letzte Höhepunkt im TVB-Trikot sein wird. Zum Saisonende gibt er seine Doppelfunktion als Spieler und auch als Trainer auf – und würde nur zu gerne mit Edelmetall abtreten. Das Team befand sich zu Saisonbeginn auf der Überholspur. Mit einer guten Mischung aus Erfahrung und Jugend marschierte die Mannschaft aus der Gemeinde Dötlingen durch die ersten Spiele. Doch zuletzt schien aber mächtig Sand im Brettorfer Getriebe gekommen zu sein. Gegen den Ahlhorner SV (1:5) und den TK Hannover (4:5) gab es in den letzten beiden Spielen die Saisonniederlagen zwei und drei. „Vielleicht ist das Ergebnis ein gutes Omen“, schmunzelte Brettorfs Spielertrainer Tim Lemke. Auch in der vergangenen Hallensaison hatte der TVB die DM-Generalprobe gegen den TKH verpatzt – und am Ende die Bronzemedaille gewonnen. „Wir fahren ohne großen Druck nach Mannheim. Allerdings wissen alle, dass wir dann wieder wesentlich besser spielen müssen“, meint Lemke. Am besten so wie in der Hinrunde, als die Schwarz-Weißen gegen den VfK Berlin und Ahlhorner SV jeweils mit 5:0 gewannen. Oder beim EFA Champions Cup in der eigenen Halle. Dort gewann der TVB dank eines starken Halbfinalauftritts gegen den SVD Diepoldsau-Schmitter und mit einer knappen Endspielniederlage gegen den TSV Pfungstadt die Silbermedaille. Zu dieser starken Form will das Lemke-Team am Wochenende nun wieder zurückfinden – eins, zwei Gänge hochschalten – um auf der Zielgeraden doch noch die Abbiegung zu den Medaillenplätzen zu finden.

Ahlhorner SV: Wieder nur ein kurzes Gastspiel?

Es wiederholt sich eigentlich in jedem Jahr – egal ob auf dem Feld oder in der Halle: Der Ahlhorner SV qualifiziert sich im Norden für die Deutschen Meisterschaften, reist mit großer Zuversicht zum DM-Spielort, um am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. Was nach einem immer wiederkehrenden
Albtraum klingt ist für das Team aus der Gemeinde Großenkneten Realität. Nach der Vorrunde war in den letzten Jahren beinahe jedes Mal Schluss, zuletzt schafften es die Ahlhorner bei der DM 2013 in Coburg auf einen Podestplatz- Seitdem ist der ASV zwar Stammgast bei Deutschen Meisterschaften, eine Medaille blieb dem Team um Angreifer Christoph Johannes aber verwehrt. Höchste Zeit also, dass sich die Ahlhorner mal wieder belohnen. Die Saison über hatte Trainer Karsten Bilger, in seiner ersten Hallensaison an der Seitenlinie, mit einigen Ausfällen zu kämpfen. So musste der ASV bereits zu Beginn der Spielzeit lange auf Abwehr-Ass Mats Albrecht verzichten, pünktlich zur DM soll Bilger jetzt aber auf den gesamten Kader zurückgreifen können. Und die Formkurve zeigte zum
Saisonende eigentlich auch nach oben. Gegen Staffelsieger Berlin musste sich die Mannschaft erst im neunten Satz geschlagen geben, im Derby revanchierte man sich gegen den TV Brettorf (5:1) für die Niederlage aus dem Hinspiel. Ausgerechnet das letzte Saisonspiel in Kellinghusen ging verloren (2:5). Coach Karsten Bilger will diese Niederlage nicht auf die Goldwaage legen, zumal er nicht in Bestbesetzung antreten konnte. „Wir spielen insgesamt eine ordentliche Saison und können mit einem guten Gefühl zur DM fahren“, sagt er. Gegner Berlin und Pfungstadt sind zwar sicher die Favoriten auf das Weiterkommen – aber genau das kann die Chance für den ASV sein. Zeit für eine Medaille ist es allemal.

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